One-Star Book Reviews:

Mein neues Lieblingstumblr für die nächsten fünf Minuten: One-Star Book Reviews, „Reviews of classic books, culled from the internet’s think tank.“ Hier ein paar meiner Favs, Animal Farm kills me every time:

animalfarmRay Bradbury – Fahrenheit 451: „The novel was like Ali Lohan to Lindsay, where as Lindsay is ‘1984’ by George Orwell.“

Charles Bukowski – Ham on Rye: „Bukowski was obviously a sick, perverted, twisted person.“

Bram Stoker – Dracula: „The characters talk like Yoda from Star Wars“.

Jerry Pinkney – The Ugly Duckling: „This is a good book because it shows how you can be ugly and still move on.“

Umberto Eco – The Name of the Rose: „gah, that damn MONK, and his rambling descriptions. SHUT UP.“

George Orwell – Animal Farm: „I have a parrot that talks but not in complete sentences.“

One-Star Book Reviews (via My Own Private Bookclub)

Boerse.bz wird Boerse.to:

logoGar nicht mitbekommen: Nachdem das Moderatorenteam sich von Boerse.bz verabschiedet und ein neues Projekt angekündigt hat, ist dieses schon seit zwei Wochen online. Boerse.to hat nicht nur den Namen und Logo gemein, sondern es läuft auch ein Backup der Foren im Hintergrund.

Vorher auf NC: Boerse.bz geofickt deutsche User, R.I.P. Boerse.bz

Action-Comics #1 on Ebay has the Record!:

$_57Die Action-Comics #1-Ausgabe auf Ebay hat über Nacht den alten Rekord des teuersten Comics aller Zeiten geknackt. Vor drei Jahren wurde eine Ausgabe des Heftes für 2,16 Millionen Dollar verkauft, von dem man annahm, dass es mal Nicolas Cage gehörte und vor Jahren geklaut wurde. Irgendwann tauchte es dann in einem verlassenen Storage-Dingsbums wieder auf.

Die Auktion auf Ebay steht derzeit bei $2.193.919,38 (1938 ist das Jahr der Veröffentlichung des Heftes) und es sind noch 1 Tag und 12 Stunden Zeit. Bin sehr gespannt, für welche Summe das Teil am Ende weggeht.

Dictator Speakers

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Diktatoren-Lautsprecher von Petro Wodkins, gibt’s in drei Größen bis zu ‘nem Meterzehn und kosten nur 900 bis 30.000 Euro. (via Dangerous Minds)

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DIY Firework Safety Suit

Colin Furze hat wieder zugeschlagen und sich einen Schutzanzug für, hm, Nahkörperfeuerwerkserfahrung gebastelt. Ein Anti-Abfackelungs-Ironman, quasi.

Poop-Invader on the Run:

„A town in central Sweden is on the lookout after a mystery suspect has repeatedly broken into apartments and defecated in their toilets. […] ‘Without flushing, we should add‘.“

Archbishop sues Satanists because Cookie:

Satanisten haben einen vollgequatschte Keks aus einer katholischen Kirche geklaut und die Katholen verklagen nun die Satanisten für den Keksklau. Wenn sich Spinner mit Wahnvorstellungen vor Gericht ihre Keks-Fantasystorys um die Ohren hauen, kann’s ja eigentlich nur Gewinner geben.

Flynn Effect reversed, the Idiocracy cometh:

Die Uni Hartford hat festgestellt, dass der kollektive IQ in Dänemark, England und Australien in den letzten 10 Jahren gefallen ist und der Flynn Effekt umgekehrt wurde. Der komplette Artikel im New Scientists ist hinter einer Paywall, ausgerechnet die fucking Daily Mail hat eine Zusammenfassung und New Scientist hat jetzt nochmal ‘was nachgeschoben: It would be stupid to ignore a drop in human intellect.

Vorher auf Nerdcore: Why we get smarter: James Flynn @ TED

Science of Pizza-Cheese

cheese

Die Studenten von Bryony James vom Research Centre for Surface and Materials Science an der Uni Auckland haben in einer Studie die perfekten Käsesorten für die leckerst aussehendste Pizza herausgefunden. Das Ergebnis: Cheddar, der mildere Colby-Käse und Edammer sind blubbern nicht, schweizer Greyerzer, italienischer Provola und Emmentaler schmilzen, ohne zu verbrennen und Mozzarella blubbert super Käseblasen. KÄSE! Jetzt hab’ ich Hunger.

The researchers, led by Bryony James, director of the Research Centre for Surface and Materials Science at the University of Auckland in New Zealand, used a machine equipped with a high-resolution camera and image analysis software to quantify how each cheese browned and blistered when cooked, and how each cheese’s unique qualities affected color uniformity.

The results: cheddar, Colby and Edam were best if blistering is a concern, while Gruyere, provolone and Emmental melted without burning and turning brown, making them all good choices to go with the easily blistering — but extremely popular — mozzarella.

Food Science: Quantification of Pizza Baking Properties of Different Cheeses, and Their Correlation with Cheese Functionality

spOnline: Käseforschung: Was macht die Pizza perfekt?

Bonustrack: A Day in the Life of a Pizza-Pan:

No Copyright for you, Monkeyselfie-Dude!

copyright

Das US Copyright Office hat David Slater das Copyright auf das Affen-Selfie aberkannt und Wikimedia Recht in der Einschätzung gegeben, tierische Arbeiten sind nicht urheberrechtlich geschützt und seien gemeinfrei. Gilt übrigens auch für Arbeiten von göttlichen oder übernatürlichen Wesen.

United States copyright regulators are agreeing with Wikipedia’s conclusion that a monkey’s selfie cannot be copyrighted by a nature photographer whose camera was swiped by the ape in the jungle. The animal’s selfie went viral. The US Copyright Office, in a 1,222-page report discussing federal copyright law, said that a “photograph taken by a monkey” is unprotected intellectual property.

“The Office will not register works produced by nature, animals, or plants. Likewise, the Office cannot register a work purportedly created by divine or supernatural beings, although the Office may register a work where the application or the deposit copy state that the work was inspired by a divine spirit,” said the draft report, “Compendium of US Copyright Office Practices, Third Edition.”

Ars Technica: Monkey’s selfie cannot be copyrighted, US regulators say (Bild via Hyperallergic)

How did I get here?

I think this is important, right now.

Captain Murphy – Cosplay

„I know a God who controlls all physical Power.“

Zwei Nächte mit Mutti

Irgendwann im Jahr 1981. Unser Toploader-VHS stand frisch im Wohnzimmer, neu ausgepackt, das Teil, und die Familie versammelte sich darum. Das Ding war vor zwei Wochen endlich bei uns angekommen und meine Mutti bestand darauf, dass wir nach der Tagesschau diesmal einen Film mit Jerry Lewis schauten. Der mit den Schreibmaschinen, der hier. Wir betrachteten, wie sich Lewis in eine menschliche Schreibmaschine verwandelte und in „Der Ladenhüter“ noch allerhand weiteren Unfug betrieb. Als der Film zu Ende war, schnarchte mein Vater laut auf der Couch.

„Mutti, noch ein Film?“ fragte ich, grade mal 7 Jahre alt.

Meine Mutti hatte mich kurz vorher in meinen ersten Kinofilm begleitet. Eigentlich, so dachten wir, es würde irgendwas mit Mickey Mouse gezeigt. Aber das dämliche Disney-Logo hatte uns verarscht, und es lief Jules Vernes „20.000 Meilen unter dem Meer“ und der riesige Oktopus damals im Kino hatte mich überzeugt, dass Cinematographie die beste Erfindung des 20. Jahrhunderts sei und ich wollte mehr. Mehr Filme, mehr Fiction, mehr Geschichten.

„Mutti, noch ein Film?“ fragte ich, grade mal 7 Jahre alt.

Mein Vater schnarchte auf der Couch und Mutti schenkte mir den ersten Abend meines Lebens, an dem ich mal länger aufbleiben durfte: „Na gut, aber nur noch einer!“

Also guckten wir einen weiteren Film, den uns meine Cousine ausgeliehen hatte: Abbott & Costello meet Frankenstein. Ich saß mit großen Augen vor’m Bildschirm und betrachtete, wie sich zwei Comedians mit Monstern herumschlugen. Es war großartig, es war eines der prägendsten Erlebnisse meines Lebens und ich ahnte bereits damals, dass ich meine Liebe zum Film meiner Mutter verdanken würde.


Irgendwann im Jahr 1998. Ich war 24 Jahre alt und lebte noch zuhause, arbeitete damals bei einer lokalen Tageszeitung als Schriftsetzer und Grafiker. Es muss gegen Mittag gewesen sein, als mich dort ein Anruf meines Vaters erreichte. Meine Mutter sei vermisst, sie sei morgens zum Einkaufen davongefahren und müsste eigentlich schon längst zurück sein.

Meine Mutter hatte da schon eine Serie von Hardcore-Drink-Zwischenfällen hinter sich. Sie hatte vorher die Mum meines Vaters bis zu ihrem Tod gepflegt, danach die ihre. Warum sie keine Hilfe dabei bekam von meinem Vater oder von ihrem Bruder: Ich weiß es nicht. Aber in dieser Nacht habe ich festgestellt, dass es etwas in ihr vernichtet hat.

Ich fuhr an diesem Mittag früher nachhause und irgendwann bekamen wir den Anruf eines Bekannten, der sie auf dem Bessunger Friedhof auf dem Grab ihrer Mutter gefunden hatte, zusammengebrochen und ohne Bewusstsein. Ihr Auto stand halb über einer Verkehrsinsel. Wir trugen meine Mutter zum Benz meines Vaters, ich fuhr den Kadett meiner Mutter heim. Zuhause kam sie langsam zu Bewusstsein und es wurde Nacht.

Ich saß damals oben in meinem Zimmer und guckte Filme, als sich ein Stockwerk unter mir der Streit des Jahrhunderts entfachte.

In der Nacht ging ich pissen und entdeckte meine Mutter im Wohnzimmer, sie trug noch ihr weißes Nachthemd und ihr wirrer Blick irrte durchs Wohnzimmer. Sie war betrunken und sie fragte mich, ob ich nicht die weißen Mäuse auf der Terrasse gesehen hätte.

„Siehst Du die net? Da draußen! Guck, da! Schon wieder!“

Die weißen Mäuse, die einen solchen Lärm gemacht hätten, dass sie davon aufgewacht sei. Die fucking weißen Mäuse, die ein solches Klischee in der Alkohol-Literatur darstellen, dass es einem wie ein schlechter Witz vorkommt. Aber es war kein Witz. Und es ist kein Witz.

„Nein“, sagte ich. Ich hatte die weißen Mäuse nicht gesehen.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, hing der Kopf meiner Mutter über ihrem Eimer, den sie schon seit Jahren vorsorglich neben ihrem Bett platziert hatte und da kotzte sie rein, in einem breiten, ausgiebigen Strahl.

„Tschüss“, sagte ich, und fuhr auf die Arbeit.

Star Wars Bullshit-Generator:

„Now you, too, can spread dubious rumors about Episode VII! Click ‘Generate’ to spawn more baseless speculation.“

Black Mirror Christmas Special:

Charlie Brooker hat in einem Interview ein Weihnachtsspecial seiner großartigen Black Mirror-Serie angekündigt, diesmal ein Film bestehend aus drei miteinander verflochtenen Storylines. Fuck yes!

Like a lump of coal chucked among the chintz of Christmas, Charlie Brooker is bringing back his dark, dystopian satire Black Mirror for a festive special on Channel 4.

The special is a single feature-length tale with three intertwined storylines. “I always enjoy a good ghost story at Christmas, and I’m a sucker for the Amicus compendium horror movies of the 70s,” Brooker told the Radio Times. “Our aim is to create the Black Mirror equivalent of that.”

Channel 4’s head of comedy, Phil Clarke, described it as “a dystopian future festive tale, that intertwines three stories to deliver a dramatic and thrilling twist. It’s satirical, comic, disturbing, and thought provoking.”

Guardian: Black Mirror Christmas special to feature in Channel 4 winter lineup