Lena

lena

Ich mache hier gerne die Underground-Sau, habe aber ein tiefes Verständnis für Pop, popular Music und ich bilde mir ein, die Mechanismen dahinter einigermaßen zu verstehen.

Deshalb weiß ich, dass da auch manchmal Zauber passiert und es tatsächlich manchmal geschieht, dass Menschen auf die Weltbühne geschossen werden, nicht weil da Kohle oder Marktmacht dahintersteht (das auch, ist aber sekundär), sondern vor allem weil sie super sind. Lena ist super, sie hat für uns zum zweiten mal überhaupt den Grand Prix geholt und das nicht, weil sie einen tollen Song gesungen hat (der Song war scheiße und Lena findet das eigentlich auch), sondern weil sie so ist, wie sie ist und an keiner Stelle Theater gespielt hat. Anscheinend haben das alle gemerkt.

Ich hatte mich in Lena sofort verliebt, vom ersten Augenblick und das nicht nur deshalb, weil sie mit ihrem äußerst liebreizenden Äußeren ziemlich genau meinem Beuteschema entspricht. Sondern weil sie einen Scheiß auf alle gibt und das auch genau so öffentlich sagt (und es tatsächlich auch genau so formuliert). Seit Jahren gibt es einen ästhetischen Trend in Richtung Authentizität, mit Lena ist der nun endlich im Pop angekommen.

Sie hat nen komischen englischen Akzent? Yeah, fuck me, no surprise: Sie kommt aus Hannover und sie spricht besser englisch, als ich und die meisten ihrer fucking Kritiker. An Westerwave muss man da gar nicht mehr erinnern. Der Song? Der ist scheiße, aber ich zitiere Frank Sinatra: „It’s the singer, not the Song.“ Diesen Satz mochte ich noch nie, aber hier stimmt er: Lena hat alle bezaubert und alle Meckerköppe sind ebenso bezaubert, mögen es aber nicht, bezaubert zu sein.

Lena did it and I LOVE her. In big letters. Ich verneige mich vor einem sehr schönen Mädchen. Princess Lena. Und ich würde darauf wetten: Da geht sogar noch mehr.

Magic:


(Youtube Direktlena, via @Winkelsen)