The Underbelly Project: Graffiti-Artshow in an abandoned Subway-Station

Seit Anfang 2009 bastelt Streetartist PAC an einer Ausstellung in einer verlassenen U-Bahn-Station in New York. Das Ding war bis gestern supergeheim und, naja, superundergound eben. Das Ding war so dermaßen unbekannt, dass PAC sogar ausflippte, als Martha Cooper herself (die Dame ist legendäre Graffiti-Fotografin und hat das ebenso legendäre Buch „Subway Art“ mitgeschrieben) um eine Einladung bat.

Von Just:

[Die] vier Stock­wer­ke unter den Stras­sen NYs ge­le­ge­ne Sta­ti­on war noch in kei­ner Karte an­de­rer Ex­plo­rer ver­zeich­net, kein Graf­fi­ti an den Wa­eden und keine fri­schen Fuss­spu­ren im Staub. „PAC“ zeig­te den Spot einem Freund und zu­sam­men ent­schie­den sie in der Sta­ti­on eine rie­sen Ur­ban-​Art-​ Stree­tart-​Ga­le­rie zu or­ga­ni­sie­ren. Im laufe der letz­ten Jahre luden sie ein­zel­ne Ar­tists ein um in der Sta­ti­on zu malen, zu pla­ka­tie­ren oder Bil­der auf­zu­ha­en­gen.

Es gab da­mals noch nen rie­sen Aer­ger weil ich Mar­tha Co­oper von der Ge­schich­te er­zaehl­te, die“PAC“ auch kann­te und ihm gleich mal ne Mail schick­te um zu ver­su­chen uns ein­zu­la­den. Zu­ru­eck kam ein Sturm an Fra­gen und Zorn, woher wir von der Sta­ti­on wu­ess­ten und wer noch davon weiss. Das Pro­jekt war die letz­ten Jahre si­cher das best ge­hü­tets­te Ge­heim­niss von NYC.

Gestern nun haben die Künstler und PAC einen Reporter der New York Times in die Galerie eingeladen und seit dem ist das Ding in aller Munde.

It is one of the largest shows of such pieces ever mounted in one place, and many of the contributors are significant figures in both the street-art world and the commercial trade that now revolves around it. Its debut might have been expected to draw critics, art dealers and auction-house representatives, not to mention hordes of young fans. But none of them were invited. […]

Known to its creators and participating artists as the Underbelly Project, the space, where all the show’s artworks remain, defies every norm of the gallery scene. Collectors can’t buy the art. The public can’t see it. And the only people with a chance of stumbling across it are the urban explorers who prowl the city’s hidden infrastructure or employees of the Metropolitan Transportation Authority.

That’s because the exhibition has been mounted, illegally, in a long-abandoned subway station. The dank, cavernous hall feels a lot farther than it actually is from the bright white rooms of Chelsea’s gallery district. Which is more or less the point: This is an art exhibition that goes to extremes to avoid being part of the art world, and even the world in general.

Ich kann solches Über-Underground-Getue ja verstehen und halte es für halb-bewundernswert, aber auch für halb-beknackt. Kunst und Kultur will gesehen werden und sie vor den Augen von Menschen zu verstecken, die sie unter Umständen nicht verstehen würden, ist nicht grade wenig elitär und snobistisch. Andererseits ist die Haltung hier besonders gut nachvollziehbar, ist das doch alles immer noch illegal und ganz im Sinne von Vandalism. Also: Toll!

Hier die Story in der New York Times: Street Art Way Below the Street, hier ihre Slideshow und ein Video dazu, die Website zum Projekt befindet sich noch im Aufbau, hier eine Story dazu in der London Times: The greatest show unearthed: „In an abandoned station under New York City, the most exclusive gallery in the world stands as a protest against the commercialisation of street art“, Robotswillkill hat noch mehr Fotos aus vom Underbelly Project, nach dem Klick noch das Video der NYT (Autostart-Warnung). (via Urban Artcore, Laughing Squid)