Sweet Tooth Vol. 2: In Captivity

Sweet Tooth von Jeff Lemire, meinem derzeitigen Lieblings-Comicautoren, hat sein Comic um Mutantenkinder in einer postapokalyptischen Welt als „Bambi meets Mad Max“ bezeichnet. Im zweiten Sammelband dieser Reihe zitiert er beide ganz explizit in fast beiläufigen Details und wer sich die Spoiler zu Band 1 nicht antun will, liest am besten erst nach dem folgenden Bild weiter.
(Achtung, Spoiler!) Sweet Tooth spielt in einer Welt, in der die Menschheit von einer rätselhaften Krankheit ausgerottet wird und in der scheinbar gleichzeitig Mutantenkinder – Mischungen aus Mensch und Tier – zur Welt kommen, was sich bei Hauptfigur Gus in einem Geweih und Reh-Ohren zeigt. Der erste Band zeigte den Tod seines Vaters und seine scheinbare Rettung durch einen Fremden namens Shepperd, der ihn angeblich in ein sagenumwobenes Preserve (Naturschutzgebiet) bringt, nur um ihn am Ende zu verraten und einer kleinen Militärbasis zu übergeben, die der letzte Zufluchtsort des letzten Restes der Armee ist. Als Gegenleistung erhält er eine schwere Tasche.

Band 2 enthält die Heft 6 bis 11 und zeigt in verschachtelten Rückblenden, Parallelmontagen und surrealen Szenen die Vorgeschichte von Shepperd, die ihn zu seinem Verrat führte, worin ebenfalls eine kleine, sich in ändernden Motiven wiederholende Love-Story eingewoben ist. Überhaupt: Wiederholung. Dieser Band lebt von wiederkehrenden Dialogen in sich verändernden Szenen voller eskalierender Gewalt, völlig abgefuckten Figuren, der Ästhetik medizinischer Laborversuche und erklärt so in ganz wunderbar verschachtelter Narration die Motive beinahe aller Hauptfiguren, was in einem subtil Kickass-Ende mit einer wiedermal wiederholten Dialogzeile kulminiert und beinahe schon an den sensationellen letzten Satz des Gouvernors aus The Walking Dead erinnert: „Kill them, kill them all“ – nur anders und subtiler, aber ebenso fantastisch!
Man kann dieses Comic gar nicht hoch genug loben, Lemire etabliert hier eine fantastisch komlexe Erzählweise, die so in Comics nur selten vorzufinden ist, die aber gleichzeitig eine ganz eigenwillige Leichtigkeit tranportiert, in dem er seinen Gus als naives Bambi zeichnet, dass er in diese harte Mad Max-Welt wirft. All das entwickelt einen Sog, dem man sich nur sehr, sehr schwer entziehen kann. Falls ihr dieses Comic bislang nicht kennt: Lest es, jetzt sofort! Ganz unbedingt Kaufempfehlung! Mein Lieblingscomic des Jahres (ja, inklusive Walking Dead).
Comics-Alliance hatte Anfang des Monats ein paar der ersten Skizzen von Lemires Mutantenkinder, Snip aus einem Interview mit Wired, in dem es neben Sweet Tooth noch um Lemires Reboot von Superboy und sein bisheriges Opus Magnum Essex County geht (beides lese ich grade, Superboy entwickelt sich sehr toll und Essex County ist sehr spröde, aber auch sehr, sehr toll): Post-Apocalypse Is Personal in Sweet Tooth.
Wired.com: Sweet Tooth and The Nobody, which is a remix of H.G. Wells‘ The Invisible Man, knit together scientific and social breakdown in interesting ways. What’s your personal take on science and tech?
Jeff Lemire: Well, for me it’s more about what depicting science in that way reveals about the characters. My characters — whether it be Gus or Jepperd or Singh in Sweet Tooth, or Griffen in The Nobody — are all people at a crossroads and struggling with their faith. And having science fail the characters or their worlds can really bring that out.
Wired.com: Apocalypse narratives are usually abstract popcorn conflicts. Your comics bring the scale down to a more devastating personal level.
Lemire: When a society or community within one of my stories inevitably falls apart, it makes the characters turn inward and take a new step as individuals. So these are all ways of pushing the focus back on the characters themselves, and their arcs.
Vorher auf Nerdcore:
Sweet Tooth: Bambi meets Mad Max
The Nobody: Großartiges Comic-Mashup von „Twin Peaks“ und Wells „The Invisible Man“
Amazon-Partnerlinks: Sweet Tooth Vol. 2: In Captivity, Sweet Tooth Vol. 1: Out of the Woods
Nach dem Klick die Cover der Einzelausgaben (minus Ausgabe 7, von dem das Cover von Band 2 stammt).
Secret Cinema in Berlin: Alien


Letzte Woche war ich auf dem Secret Cinema-Screening in Berlin. Dazu hatte ich mich auf ihrer Website angemeldet, bekam dann eine geheimnisvoll tuende Mail, sollte mir ein Passwort ausdenken, das ich nicht brauchte, machte mich auf dem Weg durchs verschneite Berlin, um mich vorher mit Filmfreunden Malcolm und Nilz zu treffen, von deren letzterer uns Maleranzüge, Taschenlampen und Taucherbrillen mitgebracht hatte (die man dann ebenfalls vor dem Eingang verteilte)… denn genau nur so und nicht anders sollte man reinkommen. Bei meinem Maleranzug ging an dem Abend übrigens zweimal der scheiß Reißverschluß kaputt und dann dazu noch der an meiner Jacke. Rein reißverschlußtechnisch war der Abend also eher etwas suboptimal. Toll war’s trotzdem.
(Youtube Direktalien, via Moviepilot, danke Marco!)
Der Einstieg in die Location erfolgte über einen Abstieg in den Untergrund: Man kletterte über eine Leiter durch ein Loch im Boden und befand sich auf einmal in einem weiß ausgeschmückten Tunnel, wo man auch gleich von einem der Schauspieler zusammengeschissen wurde. Man wäre ja „newest Crewmember“ und wüsse „no nothing“, man solle „faster“ machen und sein „bloody Gear“ tragen und sowas und außerdem wir sollten da und da und auf gar gar keinen Fall dort lang. Und genau das passierte so ziemlich zwei Stunden und damit vielleicht einen Hauch zu lang, was mich aber nicht wirklich und richtig störte, denn:
Man zwängte sich zwei Stunden lang durch Spalten, latschte und kroch durch Tunnel, irrte durch nebelgeflutete Stroboräume, leuchtete sich gegenseitig mit den Taschenlampen ins Gesicht, stand auf komischem Glibber rum (ja, es war wirklich irgendein komischer Glibber, ich hab’ das Zeug angefasst…) und überall waren nachgemachte Alien-Requisiten aufgebaut, Visuals aus dem Film verarbeitet, Samples wurden gespielt, da lag ein toter Astronaut auf einer Treppe, dort latschten Schauspieler als Crewmitglieder der Nostromo herum und taten sehr lebensbedroht.
Die Ripley hat mich übrigens während einer dieser Lebensbedrohlichkeiten an der Bar angerempelt und mir über die Schulter einen ihrer knallharten Blick zugeworfen. Hey! Ich meine: Ripley hat sich zu mir umgedreht! Mein Name ist Corporal Dwayne Hicks und vielleicht hätte ich sie anquatschen sollen: „I wanna introduce you to a personal friend of mine. This is an M41A pulse rifle. Ten millimeter with over-and-under thirty millimeter pump action grenade launcher.“ Und zu all dem trank man Bierchen zusammen mit Filmfreund Batz und Manfred von Moviepilot und aß ‘nen Hotdog. Toll!
Die Vorführung des Films selbst war eben „Alien“, für den ich zu spät geboren bin, um ihn damals im Kino gesehen zu haben, den ich aber trotzdem während eines Kinomarathons zu Teil 4 schonmal auf der großen Leinwand gesehen hatte. Hier wie damals muss ich sagen: Wirklich erstaunlich, wie sehr sich dieser Film wirklich gehalten hat. Ausstattung, Tricks: Alles wirkt gar nicht angestaubt, wenn auch natürlich nicht neu. Dann ist aber die Inszenierung und Kamera des Films nachwievor so sensationell, dass die letzten zwanzig Minuten des Films im Kino auch 2010 beinahe eine Tortur sind. Zeitloser Klassiker des SciFi-Horrors eben. Nilz ist bei der Vorführung natürlich eingeschlafen, ein sehr, sehr großes Kompliment an diesen wunderbaren Film.
Nach der Vorführung lag dann noch der zusammengekloppte Android Bishop auf einem Tisch, inklusive Milch, feierte man noch ganz locker nach, trank noch drei Blonde, unterhielt sich mit Captain Dallas darüber, wie es ist, in Lüftungsschächten von fiesen Alienmonstern aufgefressen zu werden, und machte sich schließlich vom Acker, inklusive geklautem Leuchtstab, wie in den Neunzigern. Schöner Abend, tolles Event, nächstes mal gerne genauso groß und aufwändig, wie in London. Dort sah es nämlich aus, wie im Video nach dem Klick.
Mehr Bilder der Vorstellung in Berlin in groß in diesem Flickr-Set, hier bei den Filmfreunden und in unserem Facebook-Album.
Alfred E. Neumann watches Superman vs Muhammad Ali

Das Cover zu Superman vs Muhammad Ali dürftet Ihr kennen, das macht alle paar Jahre die Runde durch die Blogs. Das Comic ist übrigens stellenweise ein flammendes Statement für die Bürger- und Schwarzenbewegung der Siebziger (Spoiler: Als Ali Superman im Ring umhaut und ein paar Aliens ihm helfen wollen, meint er: „Hands Off! Take your slimy hands off that man! We’ll take care of him on our own. You come to our planet… shove us around… make us dance to your Music! Well, don’t give us hand now! You haven’t earned the Right!“)
Was Ihr vielleicht nicht wusstet: Das Cover inklusive Backcover ist übersäät mit Promis – nicht nur aus der Comic-Szene – und Superhelden, unter anderem die Jackson Five, Sergio Aragones, Berni Wrightson, Joel Schuster und Jerry Siegel (die Erfinder von Superman), Pelé, Martin Luther King, Andy Warhol, Cher, Kurt Vonnegut, Wolfman Jack, Frank Sinatra, Raquel Welch, Christopher Reeve, Jimmy Carter und fucking Alfred E. Neumann.
Große Scans des Backcovers und der Auflösung hier, das ganze Comic habe ich grade in einem erträglichen Scan bei Flickr hochgeladen (ich hoffe, die Reihenfolge der Seiten stimmt, ich hab’s nur überflogen), ich empfehle aber den 2010er Nachdruck: Superman vs. Muhammad Ali Deluxe (Amazon-Partnerlink).
Nach dem Klick noch ein paar Panels aus dem Comic, unbedingt lesen, ganz großer… äh… Sport.
Futura 2000 rapped the History of Graffiti with The Clash:
Als The Clash in New York ankamen, haben sie unterschiedlichste Rapper und Graffiti-Künstler ins Studio eingeladen, unter anderem die Legende und mein Graffiti Alltime-Fav Futura 2000. Die ganze Story steht bei Dangerous Minds, inklusive Video mit dem Track: The Clash meet Futura 2000 and a riot they didn’t own.
Spinning Silhouettes-Illusion erklärt
(Youtube Direktillusion, via Neatorama)
Ihr erinnert Euch an die optische Illusion der sich drehenden Silhouette, die sich mal rechts, mal links im Kreis drehte (hatte ich hier mal vor Jahren, bin zu faul um den Link rauszusuchen)? Damals erklärte man irgendwie, das hätte mit linker und rechter Gehirnhälfte zu tun, fuck this. Es geht darum, ob man die Figur von oben oder unten ansieht. Wenn man das weiß, wechselt sie auf einmal im Sekundentakt die Drehrichtig.
Dr. Troje and his team found that a view-from-above bias (VFA) is what makes the viewer prone to seeing the silhouette in a certain way, not one’s personality or whether the viewer is left- or right-brained. When shown the silhouette illusion, the study’s 24 participants most often reported that the woman was spinning counter-clockwise if viewed from above, and clockwise if viewed from below. Thus, the viewing angle causes the difference in perception.
Miracle on 22nd St
(Vimeo Direktmiracle, via Doobybrain, Neatorama)
Jim und Dylan leben in Manhattan und bekommen seit ein paar Jahren an Weihnachten hunderte Briefe von Kindern, die an den Weihnachtsmann gerichtet sind. Keiner weiß wirklich, warum, wahrscheinlich aufgrund dieses Artikels aus dem Jahr 1998. Was macht man also mit hunderten Briefen von Kids an den Weihnachtsmann? Richtig: Man startet eine Aktion über Facebook und lässt die Wünsche der Kinder wahr werden. With love from Santa. Aaaaaaw!
When I walked into the room, I saw what looked to be hundreds of letters tied into small bundles with red and green yarn. I looked closer at the stacks; they were all addressed to Santa. These were letters with Jim and Dylan’s exact 22nd Street address, including “Apt. 7,” but all addressed to Santa Claus.
Jim did his best to explain. He told me that for the past few years, he and Dylan had received a few letters addressed to Santa and had always assumed it was because of a mistaken address. They ignored them. But this year, the tally was nearing 400 letters — with 20 to 40 new ones arriving each day. They had done every Internet search they could think of trying to link their address to something that might explain it, like the Postal Service or Macy’s, but they had come up with nothing.
He did not know why; he did not know how. He just knew that they were sitting on hundreds of letters to Santa and that the ones he had opened had moved him so much, he had to do something about it.
Defrag – Let It Snow (Jam’n with Dean Martin)
(Youtube Direktxmas, via Beautiful Decay)
Let It Snow (Jam’n with Dean Martin) von Defrag (NSFW Bestiallity Erotica-Illu auf der Künstlerwebsite).
Steampunk Etch-A-Sketch

Reddit-Userin Halokitty hat für einen Freund ein Steampunk Etch-A-Sketch als Geschenk zu Weihnachten gebaut. Toll!
Nothing on here is hot glued or slapped together. The screen is vaccu-formed to give it that old-timey bulbous look. The outer wood frame is custom built, painted, and wet-sanded to give it that gloss. The inner brass frame was laser cut. All the bits and pieces come from old machines and fittings. Nothing came from Home Depot. Some of the hoses and valves came from a 1902 boiler we just removed from our basement. Everything is made to fit and screwed or bolted in place. We were going for a grown up version of those old activity centers for toddlers- lots of levers and knobs and toggles to mess around with. Also, it still fully functions as an Etch-A-Sketch. Circles, however, are still a pain in the ass.
A steampunk Etch-A-Sketch we made for a friend this Christmas (via Steampunk Workshop)
Amanda Palmer & Neil Gaiman recreate „Labyrinth“ with Sock Puppets
(Youtube Direkthenson, via MeFi)
Toller Weihnachtsgruß von Amanda Palmer und ihrem Mann Neil Gaiman (Coraline, Sandman): Die haben nämlich Labyrinth mit Sockenpuppen nachgedreht. Hach! Es geht nichts über David Bowie in Spandexhosen und Tina Turner-Frisur.
A Very Bowie Xmas Gift…
Love,
AFP, Mr. Neil Gaiman, and Team ChaosMerry Xmas and Kwanzaa to all!!!
Japanese Chemical Weapons Factory-Island is a Rabbit Paradise
(Youtube Direktostern, via Japan)
Weihnachten, die perfekte Zeit um sich schonmal Gedanken um Osterhasen zu machen. Auf Okunoshima Island kurz vor der Küste Hiroshimas hatte die japanische Armee eine Produktionsstätte für Chemiewaffen und Nervengas. Das Ding wurde 1945 geschlossen und in den Siebzigern hat irgendjemand ein paar Hasen mit auf die Insel und zu den verlassenen Produktionsstätten gebracht. Leider gibt’s im Video und beim Link keine Bilder von Hasenmassen in verrottenden Chemiewaffenfabriken, aber ein bisschen Fantasie kann man an Ostern Weihnachten ja wohl noch verlangen. RABBITS!
Many visitors to Okunoshima Island, located some three kilometers off the Hiroshima Prefectural city of Takehara, are bringing their cameras to take photographs of the rabbits, next year’s zodiac animal, for their New Year’s greeting cards and personal blog sites. Today, there are some 300 rabbits living on the island.
The small island of about four kilometers in circumference used to be a base for the Imperial Army’s lethal gas production between 1929 and 1945. It was once erased from the map of Japan for security reasons.
The poison gas produced at the site took the lives of many people in China and other battlefronts, and former facility workers are continuing to suffer from health ailments caused by the gas.
Today, the island is uninhabited, but the remains of the facility buildings, including gas containers and a power plant, are still there.
It is believed that rabbits were first taken to the island in 1971, after an elementary school in Takehara found it difficult to keep the animals at school. According to the Kyukamura Okunoshima resort hotel, most of the visitors to the island consisted of students on school study trips and senior tourists.
4Chan User-Survey:
Die bTards haben eine Umfrage unter sich selbst gestellt, mit bemerkenswert seriösen Fragen, aber natürlich auch: „What fetishs are you typically interested in?“ und sowas. Hier die Ergebnisse. Insgesamt genau das, was man erwartet. (via MeFi)
And Jack had a Groove

Als ich vor ein paar Tagen für Ronnys Adventskalender ein paar Tracks ineinandergeschoben hatte, hab ich ja dann nicht einfach damit aufgehört. Der hier ist nicht so oldschool, wie der erste und fängt für meine Verhältnisse ziemlich laid back an, bleibt aber natürlich nicht so und ein paar Klassiker sollte man sowieso immer dazwischenschieben. „There will be people, who will say: You can’t mix this, with that. And you will say: Watch me.“
And Jack had a Groove by walt74
Hier die Tracklist:
Tracklist:
1. Underground Resistance – Transition (A Capella)
2. Robert Babicz – Pink Trees
3. Tyrez – Functional Love
4. Quenum – Nude Black Runner
5. Daniel Dreier – Angeldust
6. Sian – Dreams Are Maps
7. Cormac – Cold (Chris Liebing Remix)
8. Joey Beltram – Energy Flash
9. Marc Romboy vs Blake Baxter – Muzik (Kink Remix)
10. Max C & Roberto Rodriguez – Ride with me (Matthias Meyer Remix)
11. Bio C – Freedom of Action (Levitium Remix)
12. Pleasurekraft – Tarantula
13. Tassilo Sebrok – The Pain feat. Mr. Bean
14. Sonntagskind – Klimawandel (Spedro Remix)
15. Thommy Fusion – Toolfunk008-3
16. Carlo Lio – Black
17. David Tort Java – I hate House Music
18. Arsenal – Estupendo (Gui Baratto Remix)
19. Dandi & Ugo – Sexy Shop
20. DJ Simi – Dagobah (Rodriguez Jr. Remix)
21. Appleblim – Void 23 (Carl Craig Re-Edit)
22. Alex Kenji – 54 is not Dead
23. Arthur Laber – Time
24. Basement Jaxx – Flylife
25. Ben Lb – Olympics
26. Dexter – Acid Lullaby
27. Ferdinand Dreyssig – Delayed
28. Green Velvet – Flash
29. Holger Brauns & Der Mo – Ment (Vox Mix)
30. James Harcourt – Unpleasant Surprise
31. John Acquaviva & Ramon Zenker – Dot Bomb (Billy Johnston Remix)
32. Will Bailey – Warhead
33. Marc Depulse – PS You Rock
Hyperspeed Beer-Fill-O-Matic
(Youtube Direktbeer, via Reddit)
Oder wie ich eben bereits twitterte: „Das Internet ist die beste Erfindung seit Jahrhunderten? Vergesst es… das hier ist sie.“ Und die bestbewerteten Youtube-Comments haben auch sowas von Recht: „This cannot fall into the hands of the terrorists“ und „This is the pinnacle of the human race.“
Johannes Grenzfurthner von Monochrom bei TEDxVienna: On how to subvert Subversion
(Youtube Direktsubversion, via Rebelart)
Ganz toller Vortrag von monochroms Johannes Grenzfurthner auf der TEDxVIENNA über „Context Hacking“ und subversive Aktionskunst. Hört sich artyfarty an, aber es geht unter anderem um Blut, Masturbation und Wurst. Echt! Unbedingt ansehen, geht auch vollgefressen – vielleicht sogar grade dann.
The term “context hacking” - like its older mimetic sibling “communication guerrilla” - refers to unconventional forms of communication and/or intervention in more conventional processes of communication. Context hacking is a specific style of political action drawing from a watchful view of the paradoxes and absurdities of power, turning these into the starting point for subversive interventions. It’s a strategy of playing with representations and identities, with alienation and over-identification. But a fundamental question remains: is it still possible to subvert? Or are we all stuck in an endless late-capitalist cycle of revolt and assimilation? Johannes Grenzfurthner will present a project by monochrom, a worldwide operating collective from Vienna dealing with technology, art, and philosophy.
Hier noch monochroms Weihnachtsgruß: Kiki, Bubu & monochrom: Killing Capitalism with Christmas!
Discrimination Pong
(Youtube Direktpong, danke Thorsten!)
Fieses, tolles, subversives, kleines Kunst-Game: Discrimination Pong, läuft seltsamerweise auf Mac und Win, dort aber wahrscheinlich etwas langsamer (sorry). Von der Website zum Projekt:
DISCRIMINATION PONG is an anti-discrimination Pong-game. The GameArt project features some serious defects. It visualizes discrimination/racism, makes it playable and very tangible. The player experiences discrimination/racism first-hand while trying to establish a win in this unfair variation of Pong.
The ‘not so white-paddle’ is discriminated in several aspects: from its visuals and its movements to the overall gamemechanic of the game. It is very hard for the discriminated player to win a match. Discrimination is implemented in different ways: the ‘not-so-white-paddle’ gets darker and darker. The left paddle may be slower than the right one. The ball may accelerate on the left side of the playground and become too fast to catch in time. The white paddle on the right may receive an extra ball without deserving it. And maybe worst of all, the ball never touches the right wall or paddle but loops slowly back to the left and takes on a faster pace as soon as it reaches the left side of the playground again. A very unfair game indeed! Find out what types of discrimination/racism you have to expect in DISCRIMINATION PONG.
DISCRIMINATION PONG is an anti-discrimination Pong-game. The GameArt project features some serious defects. It visualizes discrimination/racism, makes it playable and very tangible. The player experiences discrimination/racism first-hand while trying to establish a win in this unfair variation of Pong. 

