My Mutant Monster-Wasp from Serbia

Kaum im Taxi von Belgrad nach Novi Sad, das ich mir mit drei unbetrunkenen Iren geteilt habe, werde ich von der heimischen Mutanten-Wespe from Outer Space begrüßt, die sich beim Boxenstop an der Tanke in den alten Mercedes mit Delle und Sprung in der Scheibe geschlichen hat. Wer mich kennt, weiß, dass ich bei solchen Viechern wild rumfuchtelnd herumrennen muss, weil ich als Kind mal von so ‘nem Vieh ins Ohr gestochen wurde. Wenn ich bei der Entdeckung des Viechs nun allerdings bereits angeschnallt im fahrenden Taxi sitze, dann ist das durchaus ein Problem.

Weshalb ich die ganze Fahrt mit bohrendem Blick das Monster in der Ecke der Windschutzscheibe beobachtete und keinen Blick für die Landschaft voller Autoschrott, Käffern im Aufbau, abbruchreifen Häusern, einem verweisten Jet und einer ausgeschlachteten Autowaschanlage aufbringen konnte. So ein blutrünstiges, gigantisches Vieh muss ja überwacht werden, es könnte sich schließlich bewegen!

Im Hotel der drei unbetrunkenen Iren angekommen, organisierte mir zugleich die zauberhafte Rezeptionistin ein Hotelzimmer (ja, ich fahre auf das Exit Festival, wo ich ab morgen Blödsinn und Fotos und so’n Kram machen werde, und nehme mir dazu ein Hotel. Gotta Problem with that?) und sie sah dabei aus, wie Mila Kunis, ungelogen. Jetzt hole ich mir meinen Pressefuzzikrempel ab und lege mich mit meinem Kindle in die Donau. Yay!

Ich poste übrigens auch vom Festival immer wieder live Updates auf Google+, hier der Link zu meinem Profil.