Chess-Hacking Londons CCTV-System

 Vimeo Direktchess, danke Bitniks!

Tolle Arbeit der Mediengruppe Bitnik, die mir schreiben: „Mit einem Störsender hackt sich die !Mediengruppe Bitnik in der Olympia-Stadt London in Überwachungskameras und übernimmt die Kontrolle. Das Künstlerkollektiv ersetzt die Echtzeit-Überwachungsbilder mit der Aufforderung zu einer Partie Schach. Der Monitor im Kontrollraum des Sicherheitspersonals wird zur Spielkonsole.“ Richtig spannend hätte ich ja eine tatsächliche Kommunikation gefunden, eine wirkliche Schachpartie mit Security-Fuzzies. Aber das wäre wohl doch zu heikel und viel gewesen. Trotzdem: Sehr schick! Die Arbeit wird derzeit im Helmhaus Zurich in der Schweiz ausgestellt.

London. Kurz vor Olympia. Eine U-Bahn-Haltestelle an einem der meist überwachten öffentlichen Räume der Welt. Die !Mediengruppe Bitnik fängt das Signal der U-Bahn-Überwachungskamera ab: Geschäftsleute auf dem Weg zur U-Bahn, ein Mann im Anzug sucht den richtigen Ausgang. Dann schiebt sich von links eine Frau mit einem gelben Koffer ins Bild und setzt sich ins Blickfeld der Überwachungskamera. Sie öffnet den Koffer und betätigt einen Schalter. Das ist der Moment, in dem Bitnik die Kontrolle übernimmt.

Kontrollverlust beim Betreiber: Das Bild der Überwachungskamera fällt aus, und auf dem Bildschirm erscheint ein Schachbrett, während über die Kontrollraum-Boxen eine Stimme ertönt: «Ich kontrolliere jetzt ihre Überwachungskamera. Ich bin die mit dem gelben Koffer.» Das Bild springt zurück in die U-Bahn-Station auf die Frau. Und wieder schaltet das Bild um auf Schachbrett: «Wir wäre es mit einer Partie?», fragt die Stimme. «Du bist Weiss. Ich bin Schwarz. Ruf mich an oder schreib eine SMS, um deinen Zug mitzuteilen. Das ist meine Nummer: 07582460851.»

Surveillance Chess – Hijacking CCTV Cameras in London