Happy 165th, Bram Stoker!

Bram Stoker wäre heute 165 Jahre alt geworden. Herzlichen Glückwunsch, oller Vampir-Erfinder! Wobei Erfinder natürlich Unsinn ist, der Vampir-Glaube lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen, der New Scientist hatte da mal einen spannenden Artikel zu. Wie auch immer: Oben das Google Doodle zum Blutsauger und Daniel hat die alte Geschichte der Produktion von Friedrich Wilhelm Murnaus „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ nochmal aufgeschrieben. Der Film wäre als Urheberrechtsverletzung beinahe vernichtet worden und einen der besten Filme aller Zeiten hätte es beinahe nie gegeben. Damals gab’s aber in Deutschland auch noch kein Fair Use… wait…

Produzent Albin Grau wusste genau was er tat. Die Rechte an Stokers Roman konnte er nicht erwerben und so änderte er Details an der Story und natürlich auch den Namen des Grafen und des Filmes um das Copyright zu umgehen. Dabei schuf er Elemente die bis heute überlebt haben. Sonnenlicht und Vampire? In Stokers Dracula nicht vorhanden. Doch das war nicht genug.

Bram Stokers Witwe Florence sah in dem Film eine Urheberrechtsverletzung. Sie klagte. Ein Vergleich kam nicht zustande und im Juli 1925 entschied das Berliner Gericht letztinstanzlich, dass das komplette Filmmaterial inklusive aller Kopien von Nosferatu zu vernichten seien. Hätten Kopien des Films nicht überlebt, so wäre dieses Meisterwerk auf Ewig verloren gewesen.

Nosferatu gibt’s in voller Länge auf Youtube und im Internet-Archive.

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