The Walking Dead S03E04: The Killer Within

„No more kids stuff. People are gonna die.“

Ein Unbekannter lockt Zombies mit Leichenteilen zum Knast, Hershell macht einen Spaziergang, Axel und Oscar bitten darum, in die Gruppe aufgenommen zu werden, weil ihr Teil vom Knast nach Verwesung müffelt, Rick sammelt Holz und inspiziert mit Carl, Daryl und Glenn den Zaun, Rick und Laurie werfen sich einen verliebten Blick zu und Häschen hoppeln über die sonnigen Blumenwiesen. Dann bricht die Hölle los.

Die angelockten Zombies erreichen den Knast, noch dazu wird Alarm ausgelöst und die Sirene lockt weitere Walker an. Die Gruppen werden getrennt und flüchten ins Gebäude. T-Dogs Schulter wird beim Rückzug in den Knast von einem Zombie verspeist und wir wissen ja, was das heisst. Schnitt nach Woodbury: Andrea verrät Merle den Standort von Hershells Farm, damit er seinen Bruder Daryl suchen kann, begleiten will ihn Andrea allerdings nicht, weil Woodbury so ein kuschelig schöner Ort ist. Michonne rollt daraufhin einmal ganz gewaltig mit ihren Augen und schaut weiter finster drein.

Derweil setzen im Knast Loris Wehen ein, Carl findet einen sicheren Raum für seine Mutter und Maggie, während der Governor bei einer Runde Golf mit Merle dessen geplante Suche nach seinem Bruder diskutiert und Rick mit Glenn, Oscar, Axel und Daryl nach dem Generator suchen, um der Alarmsirene den Saft abzudrehen. Derweil treffen Carol und T-Dog auf eine Herde Zombies im Knast und da T-Dog ohnehin schon am Arsch ist, stürzt er sich in die Menge der Untoten und Carol flüchtet. Bei der Geburt stellen sich Komplikationen ein, Lori entscheidet sich für einen Kaiserschnitt, den Maggie mit einem beherzten Ritschratsch durchzieht. Lori stirbt und Carl schießt seiner Mutter eine Kugel in den Kopf, damit sie nicht als Zombie zurückkehrt. Fun!

Rick und seine Leute finden den Generator und treffen dort auf – Überraschung! – Andrew, den Häftling, den Rick in Folge zwei im Innenhof mit den Zombies eingesperrt hatte. Er hatte die Zombies angelockt und den Alarm ausgelöst und bekommt von Oscar eine Kugel verpasst. Rick schaltet den Alarm ab und der Spuk ist – für’s erste – vorbei. Am Ende finden sie T-Dogs halbgefressene Leiche, Carol bleibt verschwunden, im Hof treffen sie auf Sophia und Hershel.

Als Maggie und Carl mit dem Baby aus dem Zellenblock kommen, schnallt Rick sofort, was geschehen sein muss und es folgt die wohl schmerzhafteste Szene der kompletten Serie. Rick bricht zusammen, Tränen, Ende.

Die vierte Folge ist bislang die wohl ergreifendste und gnadenloseste der ganzen Serie. Zwei Hauptfiguren werden geopfert, darunter eine der wichtigsten. Auch wenn ich den Tod von Lori für unglücklich platziert halte in der Erzählung – wer die Comics kennt, weiß, dass ihr Tod dort zusammen mit anderen Begebenheiten einen dermaßen wuchtigen Climax bildet, der von Kirkman bis heute nie wieder erreicht wurde –, ergibt ihr Tod in der Serie durchaus Sinn, da er (und der grausame, explizit gezeigte Tod von T-Dog) eine Charakterentwicklung auslöst, die für das komplette Ensemble der Serie extrem wichtig ist.

Schwierigste, ergreifendste und vielleicht auch die bisher beste Folge der dritten Staffel und wahrscheinlich der wahre Season-Höhepunkt. Aber wir haben ja noch ein bisschen was vor uns.