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PLK 034331 D

Der C64 wird heute 30 Jahre alt und dieser Text war eigentlich für ein Specialdings auf Fabus Superlevel vorgesehen, aber da passiert aus irgendeinem Grund nix und bevor mein geliebter Brotkasten ohne mich feiern muss, here we go: ist Teil eines Brotkasten-Specials auf Superlevel: Commodore 64 — LOAD”30 JAHRE”,8,1

Meine PLK-Nummer war 034331D. PLK steht für Postlagerkarte und die Dinger wurden von Swappern und Tradern der deutschen C64-Szene genutzt, um halbwegs anonym die neuen Cracks und Demos zu tauschen. Die Pros machten das natürlich bereits per BBS und Modem, ein Bekannter von mir, ehemaliges Mitglied der deutschen A.C.E. benutzte einen Akkustikkoppler. Das waren die richtigen Swapper. Ich als C64-Scene-n00b latschte jeden Tag zur Post und holte mir ein paar Päckchen ab, ein paar Kontakte hatte ich mir über Kleinanzeigen in der 64er zusammengeschrieben und ich hatte, nachdem man mich vor einem gewissen Günther Freiherr von Gravenreuth gewarnt hatte, sorgfältig drauf geachtet, einer gewissen Tanja konsequent aus dem Weg zu gehen.

Meinen C64 hatte ich 1986 bekommen, 12 Jahre war ich da alt. Leider nicht mehr den Brotkasten, sondern den C64II, aber immerhin: Mein erster Computer. Vorher hatte ich Konsolen, einen Pong-Clone von Philipps namens Telespiel ES 2203, danach das obligatorische Atari 2600. Und dann kam mein C64. 600 Mark hat mein Papa damals im 165 Jahre alten Spielwarengeschäft Faix in Darmstadt auf den Tisch gelegt, eine Datasette hatte ich gleich dazubekommen und zuhause schmiss ich das Teil an und schaute mir 5 Minuten lang den blinkenden Cursor an. Dann hab’ ich BASIC gelernt (und später auch ein bisschen Assembler). Zusammen mit ein paar Schulfreunden haben wir im folgenden halben Jahr rudimentäre Rollenspiele „entwickelt“ (Parser aus einem C64-Special abgetippt und versucht, das in eigene Storys einzubinden… wir haben’s natürlich nie fertigbekommen). Ich habe angefangen, eigene Fonts zusammenzupixeln und Sprites zu animieren (heute sagt man „Animated GIF“ zu sowas) und überredete Papa, dass ich unbedingt eine 1541 brauchte. Ich besorgte mir ein paar Games von meinem Cousin (der hatte einen Brotkasten und bei ihm habe ich zum ersten mal Summer Games, Lode Runner, Frogger und Blue Max gezockt), aber ich wollte mehr.

Django hatte seinen C64 ungefähr ein Jahr vor mir bekommen und er war derjenige, der „jemandem aus der Scene“ in meinem Kaff am nächsten kam. Wir waren zusammen konfirmiert worden und kannten uns ein wenig. Mit dem fing ich an, Games zu tauschen. Heisst: Ich kam mit meinen zehn 51/4“-Discs voller Games bei ihm rum und ging mit 20 wieder nach Hause. Mit dieser Grundausstattung begann ich, ein paar der Trader aus den Kleinanzeigen der 64er anzuschreiben. 95% antworteten nicht, aber auf einmal hatte ich zwei Kontakte – und es wurden mehr. Ich legte mir eine Postlagerkarte zu und ein Adressbuch, gründete mit Schulfreunden eine ultralame Gruppe nahmens HQS (High Quality Service) und so wurschtelte ich mich langsam aber sicher in die Cracker-Scene und legte mir endlich einen richtigen Namen zu: Damien. Schließlich hatte ich einen Kontakt bei Opal, die auch noch aus einem Kaff in der Nähe stammten. Die kamen aus Weinheim und Heppenheim an der Bergstraße, man verstand sich und ich wurde endlich Mitglied in einer einer richtigen Gruppe. Das muss so 1987 gewesen sein und als meine Kontaktliste ungefähr hundert Namen lang war, begann ich endlich, mit dem berühmten Antichrist von Genesis*Project zu tauschen. Ein berüchtigter Trader mit hunderten, wenn nicht tausend Kontakten, Genesis war damals in Deutschland die beste und schnellste aller Crackergruppen und mit deren Releases auf meinen Discs war ich schnell einer der bekannteren Swapper in Land.

Zu diesem Zeitpunkt tauschte ich schon lange nicht mehr auf einer „Disc-gegen-Disc“-Basis, sondern erstellte mit den Demos und Cracks, die mir geschickt wurde – das waren mittlerweile am Tag mindestens 3 Päckchen aus ganz Europa – eigene Discs und schickte circa jede Woche zwei Discs raus, jeweils an circa 30 Kontakte. Die Disketten steckte man in selbstkopierte Disc-Cover mit Ausschnitten aus Comics, selbstgemalten Graffiti, dem Gruppenlogo und natürlich der Kontaktadresse (Damien/Opal, PLK034331D, 6086 Riedstadt 6). Da das nicht ganz billig ist, grade für einen Schüler, bedienten sich Swapper folgender Tricks: Die Briefmarke mit Tesafilm überkleben oder Haarspray ansprühen, um den Stempel abwischen zu können. Oder meine Variante: 5Pfennig-Marken benutzen, was in 99% aller Fälle von den Post-Mitarbeitern nicht bemerkt wurde. Jemand erzählte mir ein paar Monate später, dass ich unter meinem Pseudonym wegen Post-Betrugs (leider nicht wegen Urheberrechts-Schnickschnack) auf der Fahndungsliste der Polizei stand. Ich weiß nicht, ob das erfunden war, aber ich war da ein bisschen stolz drauf und ab da schaute ich mich vorher zweimal um, bevor ich auf die Post ging. Ich hatte schon ein paar Storys mitbekommen von Tradern, die beim Abholen ihrer Discs von der Polizei abgefangen wurden.

Schließlich wurde ich recht dicke mit Antichrist, er verschaffte mir den Kontakt zu OMG von Amok – beide waren dieselbe Person, nachdem die Polizei seinem ehemaligen Pseudonym TNT einen Hausbesuch abgestattet hatte und er öffentlich nur noch als OMG auftritt, während Antichrist als der mysteriöse Über-Trader von Genesis Project im Verborgenen blieb –, für den ich eine Ausgabe des damals größten deutschen Szene-Discmags Sex’n'Crime machte (die Nummer 17, ich steh in der C64SceneDB als „Rene“ in den Credits) machte und nach einem Besuch bei ihm und Scrap (Grafiker von G*P) wurde ich Swapper bei Genesis. Mein Adressbuch wurde dicker und dicker, neue Kontakte waren ab hier kein Problem, ich bekam mittlerweile bis zu 20 Päckchen am Tag und besaß sieben Kisten voller Discs, alle randvollgestopft mit Cracks, Demos, Discmags und Blödsinn aus der Szene. Ich hatte es geschafft, ich war bei der größten Cracker-Crew aus Deutschland.

Danach verlor ich schnell die Lust am C64 und an der Scene, ging lieber auf Parties und hatte auf einmal ‘ne Freundin. Als Genesis mich Ende 1990 „because of Lameness“ rausschmissen, bekam ich das gar nicht mehr mit. Ich war damals 17, meine zwei besten Freunde hatten grade ihre Führerscheine bekommen und einer besaß ein Auto. Wir waren schon eine Weile stoned auf dieser neuen Musik hängengeblieben, die sich Techno nannte und eines Freitag abends beschlossen wir, in dieses berühmte Omen nach Frankfurt zu fahren, wo ich zwei Jahre später auf Acid im Parkhaus auf einen schlechten Trip kam. Aber das ist eine andere Geschichte.

Greetings to: Genesis*Project, Amok, Fairlight, Legend, 711, Blackmail, Success, DCS, Crest, Illusion, Opal, Megastyle, Light, Science451, Derbyshire RAM, Hotline, Manowar, FBR, Ikari+Talent, Dominators, Crazy, Censor, Bones, Action, Paramount, XTC, Nato, Bonzai, Triad.

Happy 70th, Stephen Hawking!

Stephen Hawking wird heute 70 Jahre alt. Happy Birthday, alter Big Bang-Ausrechner! Auf Youtube findet man dutzende Dokus mit dem Mann, Wired hat ein paar Zitate als Audiofiles und gestern hatte die BBC einen Artikel mit Hawking-Quotes über die Zukunft der Menschheit. Snip vom Guardian:

The world’s most famous living scientist turns 70 today. Professor Stephen Hawking has defied medical expectations, since being diagnosed with a form of motor neurone disease at the age of 21 and given only a few years to live, to become one of the most accomplished physicists in the fields of black holes and the study of the early universe.

Hawking’s fame has also brought his ideas to a vast audience outside academia. His first book, A Brief History of Time, has reportedly sold more than 10m copies worldwide and the physicist has made guest appearances on The Simpsons and Star Trek.

Later on Sunday, Hawking will deliver a rare public lecture in Cambridge, entitled A Brief History of Mine. He will be joined on stage for an afternoon of celebrations with talks from Lord Rees, the astronomer royal, and Saul Perlmutter, who won the Nobel prize in physics last year for the co-discovery of dark energy, the mysterious substance said to drive the expansion of the universe.

Stephen Hawking turns 70 (Bild: Stephen Hawking NASA 50th)

Planetary Praliné

In Japan kann man Pralinen bestellen, die das Sonnensystem abbilden sollen. Sweet! Hier die Seite zum Süßkram, hier kann man bestellen. (via Publique)

Mercury flavor ● Mercury: Ganache attached a refreshing scent of lemon flavor locked mango coconut mango and coconut.
Venus flavor ● Venus: gentle and sweet ganache confined subtle lemon sour cream lemon white chocolate.
Global flavor ● Earth: plain ganache mouth to enjoy the good taste of the original gangway cocoa chocolate.
Mars flavor ● Mars: fresh orange ganache and praline shut the fragrant smell of orange praline.
Jupiter flavor ● Jupiter: bittersweet chocolate ganache blended with milk and confined to a rich Tahitian vanilla vanilla.
Saturn flavor ● Saturn: Adult Kikaseta rum ganache raisins in rum-soaked raisins bitter chocolate together.
Uranus flavor ● Uranu: ganache balanced clean scent of bitter tea and milk chocolate blended with UVA milk.
Neptune flavor ● Neptune: Ganache effectiveness was slightly cappuccino coffee aroma of cinnamon flavor.

The Occupied Times – Behind the Scenes of Londons Protest Newspaper

Schönes Posting auf Creative Review über die Zeitung zu Occupy London. Im Oktober hatten sie schonmal ein Posting, damals vor allem über die Typo und das Layout von Lazaros Kakoulidis und Tzortzis Rallis. Der Font für die Headlines heisst übrigens Bastard. Sehr schön! Die Website der Occupied Times gibt’s hier und da gibt’s alle Ausgaben als PDF.

While the designers recognised that the paper needed to represent Occupy London in print, they were keen to design something that would be accessible to people who weren’t necessarily familiar with the movement. Too many protest graphics, says Rallis, are designed to talk only to those already involved in political movements. Equally, a definitive identity, coupled with well designed communications material, gives a movement added authority and weight.

“Protest collectives are often limited in terms of their communications,” says Rallis, “and in the mainstream media they are often presented incorrectly, even as terrorists in some cases. But graphic design is a way to make people realise that these movements are not like that, that you can present the cause in a better way and make it more approachable to different people.”

A newspaper for the times

Peter Sunde: Filesharing-Religion Kopimism inspired by Copyright-Lawyer

Am Mittwoch wurde die schwedische Filesharing-Religion Kopimism offiziell anerkannt, jetzt erzählt Peter Sunde (Mitbegründer und ehemaliges Aushängeschild von The Pirate Bay) in seinem Blog ein bisschen was zu den Wurzeln der Religion: Eine Anwältin der Filmindustrie (und Scientology).

The idea behind this church comes from a quite unexpected source, you will probably not be able to guess whom. It’s funny.

In an interview in 2007 or 2008 (I believe, not sure about the date) the swedish lawyer for the MPAA, Monique Wasted, got a question about her views on the people advocating file sharing. Her answer was that “It’s just a few people, very loud. They’re a cult. They call themselves Kopimists.”

She called file sharers “a cult”. But she should know, because besides working for Hollywood she’s also been working as a swedish legal counsil for the church of Scientology. She has for instance helped them sue the swedish government over copyright infringement for putting their bible up as publicly viewable evidence in a court case.

Kopimi as a religion, mehr bei Torrent-Freak: MPAA Lawyer Inspired File-Sharing Religion, Catholic Bishop Unhappy

Happy 100th, Charles Addams!

Charles Addams, Erfinder der Addams Family, wäre heute 100 Jahre alt geworden. Unten die Pilotfolge der Serie und Googles Doodle mit einem schönen, kleinen Text von Kevin Miserocchi, dem Direktor der Tee and Charles Addams Foundation. Charles Addams heiratete seine Tee auf ihrem Tierfriedhof und alle Gäste trugen schwarz. Aaaaaaaw!

 Youtube Direktaddams

I spent the summer of 1979 fundraising with Tee Matthews Miller for the Animal Rescue Fund of the Hamptons. We spent most of our time in the home she shared with her cartoonist paramour—and too many dogs and cats to name—during his weekends away from Manhattan. I’d met her partner several times before I realized that behind all the stacks of paper and collectibles and layers of dust and pet fur in Tee’s office den, the walls were decorated with familiar art. Not just any art—the original artwork from the pages of The New Yorker magazines that my brother and I had cut up or crayoned across when we were boys. Tee’s boyfriend was the Charles Addams—the one with two d’s. I was home, and our friendship was forever cemented.

They were married in Tee’s pet cemetery in Water Mill, NY in 1980—a surprise for the 60 guests coming for cocktails during the Memorial Day weekend. The wedding party all wore black. It was the union of a wonderful woman of gentle spirit and great generosity and a beguiling man with a subtly wicked sense of humor. Bashful and soft-spoken as he was, he had a devil-child glint in his eyes and a Lugosi-like mouth when he laughed, showing none of his teeth.

Von Kevin Miserocchi habe ich übrigens das Buch „The Addams Family: An Evilution“ im Regal stehen, unbedingt empfehlenswert, wenn man auf die Addams steht:

The Addams Family: An Evilution is the first book to trace the Addams Family history, presenting more than 200 cartoons created by Charles Addams (1912-1988) throughout his prolific career; many have never been published before. Text by KEVIN MISEROCCHI, director of the Addams Family Foundation.

Addams first created Morticia, Lurch and the Thing in a cartoon published in an issue of the New Yorker magazine in 1938, though he hadn’t named them yet. His characters inspired an ABC television situation-comedy series in the 1960′s, and two motion pictures in 1991 and 1993. A phenomenon of rare proportion, The Addams Family is the manifestation of one artist’s dark but irresistible wit, expressed with an uncommonly deft hand. 224 pages with more than 200 cartoons (approximately 50 published here for the first time), many in color. Ten chapters explore each Addams Family character as well as the mansion itself.

Happy 100th birthday, Charles Samuel Addams, Amazon-Partnerlink: The Addams Family: An Evilution

Bonnie and Clydes Guns for Sale

Ich hab’s nicht so sehr mit Waffen und bin generell eher Pazifist und alles, aber ich bin auch so schizo und liebe Bonnie und Clyde. Und jetzt werden zwei ihrer Knarren versteigert, die bei einer Polizeiaktion fast genau ein Jahr vor dem berühmten Hinterhalt auf einer Landstraße in Louisiana sichergestellt wurden. Vom History Blog:

The Joplin raid was what made Bonnie and Clyde famous. Before then they were small time local thieves and murderers. When the police organized the raid, they were just following up on complaints from neighbors about their loud, drunken parties and the occasional round of fire from a Browning Automatic Rifle. A total of five officers drove up to the hideout. They were no match for the hail of automatic bullets that came their way. The gang shot their way out, killing two of the officers.

They left all their stuff behind, including an impressive cache of weapons and several rolls of film. All the pictures you’ve seen of Bonnie and Clyde clowning around pointing guns at each other, of Bonnie chewing a cigar with her foot on the bumper of their car came from those rolls of film. They were widely printed all over the country and new criminal superstars were born.

The sellers are Mark Lairmore and his sisters, the great-grandchildren of Milton L. Lairmore, a Tulsa police detective who had been wounded in the leg during the failed raid on Pretty Boy Floyd in Bixby, Oklahoma, in 1932. Lairmore, who was captain of the Tulsa PD’s pistol team and in charge of the department arsenal, received the Tommy gun and Winchester from an unnamed police officer who seized them after the Joplin raid.

Bonnie & Clyde Tommy gun and shotgun for sale, hier die Website zur Auktion, mehr auf Art Daily: Bonnie and Clyde guns to be auctioned in Missouri und beim Kansas City Star: A crime not to bid on this gun

Robert Brandenburgs „Pooh… and Other Shit“

Die Gallery1988 in Venice, Los Angeles, zeigt derzeit Robert Brandenburgs „Pooh… and Other Shit“. Der Mann kauft Gemälde aus Massenproduktion auf Flomärkten und fügt ihnen mal mehr, mal weniger subtile Popkultur hinzu.

These pictures began as a family tradition of giving each other ‘gag gifts’ for Christmas; I took cheap oils from a local flea market and embellished them with absurdities. Do I ever feel guilty about painting over someone else’s work ? Nope. I only modify artwork and objects that have been mass produced as general consumer goods: these can be found in commercial flea markets, ‘starving artists sales’ at hotels, the supermarket, or ordered directly from the source (production line paintings made in China).

Robert Brandenburg “Pooh… and Other Sh*t”, hier seine Website (via Superpunch)

Praying with Snakes

Time hat eine tolle Bilderstrecke mit Gläubigen im Süden Amerikas, die mit Schlangen beten. Darüber hab’ ich mal ‘ne Doku gesehen, das wird heute (soweit ich weiß) nur noch in Kingston, Georgia praktiziert, hier ein etwas zu reißerischer Clip dazu. Vom Time Mag:

“They shall take up serpents,” reads the Bible’s Gospel according to Mark, “and if they drink any deadly thing, it shall not hurt them.” Inspired by passages like this one, people the world over have long demonstrated the strength of their beliefs by handling poisonous snakes during emotionally charged religious services, gatherings of faith healers, and revival meetings. Here, LIFE.com offers a look at this unique form of worship in pictures from the American South taken in the 1940s by photographers Tony Linck, Francis Miller, and Thomas McAvoy.

Snake Handlers, Faith Healers of the 1940s (via Boing Boing, Vorsicht falls Ihr das bloggen wollt: Die Bilder stammen sämtlichst von Getty Images. Verkleinerte Bildausschnitte gehen allerdings klar, denke ich.)

Worlds First Helicopters

 Youtube Direktheli

Sehr schöner Clip aus dem Archiv von British Pathé. Der Knaller allerdings ist der Soundtrack: „The music is ‘Yellow Bird’ by the Talbot Brothers, a live performance from 1959“

Five People on one Guitar play a Cover

 Youtube Direktknew, via Reddit

Die Damen und Herren von Walk off the Earth spielen Gotyes Somebody that I used to know auf einer Gitarre.

Little Planets from Google Streetview

Mit Streetview Stereographic kann man per WebGL Little Planets aus Streetview-Bildern basteln. Bei mir auf’m Mac läufts nicht (weder in Chrome noch Firefox) und ich bin grade zu faul, den PC hochzufahren. Schade, das erscheint mir bis jetzt der grandioseste Zeitfresser 2012. Von Motherboard:

Streetview Stereographic spins Google Street View data into beautiful, bulbous stereographic images. It’s probably the easiest, trippiest time-suck this side of 2012, offering fresh inversions of drab, oppressive urban milieus. Simply enter an address or coordinate set and suddenly geometry ain’t so bad and you’re living life in the proverbial fish bowl, to boot. And what’s great is the program allows users to manipulate their desired locations: Click and hold on the left panel (pro tip: maximize to full screen) and wrap pavement patches into microcosmoses or flip street views outward into “swirling vortexes of urban fabric.” The possibilities are seemingly infinite.

Hier noch ein uraltes Tutorial, wie man die Dinger aus Panorama-Fotos und dem Polar-Filter aus Photoshop selber macht (das hatte ich vor Jahren schonmal verlinkt).

Bra made from Crab-Parts

Ein BH aus Krustentierteilen von Laura Ann Jacobs. (via Miss Cakehead)

Podcast: Spieler, Störer, Grenzverletzer – Besetzen Hacker den letzten Raum für gesellschaftliche Utopien?

Ich höre grade den netten, halbstündigen Beitrag vom Deutschlandradio über Utopien und Hacktivism:

Streben Hacker die Rolle einer fünften Gewalt an? In unserem Alltag sind sie jedenfalls ständig präsent. Ob spektakuläre Enthüllungen durch Wikileaks oder das Knacken von Datennetzwerken und Hardware: Fast täglich erreichen uns Meldungen über Hackeraktivitäten.

Spieler, Störer, Grenzverletzer – Besetzen Hacker den letzten Raum für gesellschaftliche Utopien?, hier das MP3 (via Netzpolitik)

Nerdcore Servercrash-Marathon

Nerdcore war die letzten 12 Stunden nicht erreichbar. Nachdem der Server bereits gestern morgen einmal gecrasht war, lief er tagsüber durch und irgendwann ab 18 Uhr ging von einem Moment auf den anderen gar nix mehr. Anrufe beim Support ergaben erstmal die Standard-Antworten (MySQL-Abfragen optimieren), nur hatte ich die nach den Serverproblemen letztes Jahr bereits optimiert. Bei jedem Reset lief der RAM des Servers wortwörtlich innerhalb von Sekunden wieder voll. Ein paar Resets und mehr Monitoring später haben wir dann gesehen, dass rund zwei Drittel des gesamten Traffics von der Domain nerdcore.ag verursacht wurde, die ich mir damals während des Arschgeigen-Vorfalls zugelegt hatte und dann auf das Verzeichnis des Blogs gelegt hatte. Und dort wurden haufenweise Zugriffe auf Bilder verursacht. Ich schätze mal, da wurde ein JPG von einem hochfrequentierten Forum oder sowas gehotlinkt, genau kann ich das noch nicht sagen, ich werde mir jetzt erstmal die Logfiles ansehen.

Ich habe die Domainzuordnung von nerdcore.ag (und den anderen Domains, die ebenfalls alle auf das Verzeichnis zeigten) auf das Hoster-Baustellenschild umgebogen, jetzt kann ich immerhin arbeiten. Der Server stottert noch rum und ich war mit der Performance ohnehin noch nie wirklich zufrieden, aber damit bin ich schonmal einen ganzen Schritt weiter. Wenn jemand wirklich Ahnung von Datenbanken, Serverkonfigurationen, WordPress und PHP hat und ein bisschen Zeit: Ich bräuchte da mal einen wirklichen MySQL-Nerd, der die komplette Installation inklusive Server optimiert, ich würde auch ‘was springen lassen. Falls da einer Lust drauf hat: Bitte in den Comments oder per Mail melden.

[update] Interessant: Ich hatte bis eben grade beim Aufruf der Startseite 3000+ Queries (Datenbankabfragen), nachdem ich alle Plugins deaktiviert hatte, waren’s noch 10. Nachdem ich alle wieder aktiviert hatte, waren’s 17. Und: Nachdem ich eben etwas gepostet hatte, waren’s wieder 22. Könnte am Cache-Plugin liegen (WP Super-Cache).