Death Grips – Hustle Bones
Die Death Grips mit den fiesesten Beats seit tausend Jahren und dazu schleudern sie Gras, Pillen und Kohle in einer Waschmaschine rum. Groß!
The Number Gangs in South African Prisons


Ich habe mir hier in Südafrika ein absolut großartiges Buch gekauft: Heather Parker Lewis’ “Gods Gangsters?” erzählt “the history, language, rituals, secrets and myths of South Africas prison gangs”. Ausgehend von der Gründung der Gangs durch Mzozephi Mathebula, der später den Namen Jan Note annahm und dann nur noch Nongoloza (Giver of Rules) genannt wurde, beschreibt Parker Lewis (!) die Organisation und internen Codes der drei Gangs, die 26, 27 und 28. Die Achtundzwanzig wurde um 1880 von Mzozephi gegründet, diese Gang vereint Sexualverbrecher (Mzozephi wurde wegen seiner Homosexualität eingelocht). Die 26s sind die Betrüger und Fälscher, die 27s sind die “Manskap von Bloed” oder “Men of Blood” – die Mörder und Gewalttäter.
Ich hab’ das Buch erst angelesen, kann’s aber nur dringend empfehlen, es ist ein superfaszinierender Einblick in eine Welt, die man wohl niemals sehen wird. Leider gibt’s das Buch nicht in Europa, auf Amazon (siehe Link unten) ist es nicht lieferbar und die Hardcover-Ausgabe kostet gebraucht 60 Euro. Dafür aber habe ich gleich zwei Fotoserien gefunden, die sich mit den Number Gangs beschäftigen, eine von Mikhael Subotzky, die andere von Araminta de Clermont.


This series is an exploration into the tattoos, and lives, of members of South Africa’s ‘Numbers’ prison gangs (the 26s, 27s & 28s) after having been released back into society, normally after many years, if not decades, of imprisonment.
Tattooing has always been forbidden in the South African prison system, with severe penalties, but the drive to create these marks is so strong that tattooing equipment will be created somehow.Pigment will come from grinding up rubbish bins, industrial rubber washers, batteries, or bricks. This will then be mixed with saliva, and will be pushed under the skin with nails pulled out of furniture, or sewing needles.
Tattoos may convey rankings within the hierarchy of the Number, may be testimonies to a crime committed, or may sometimes be a rather more personal statement: like a message of blame, threat, or regret, or a tribute to a loved one. A “Numbers” gangster can read another’s life story simply through the markings he has. The gallows symbol signifies that the bearer faced the death sentence, before it was outlawed. Many of the most highly tattooed men that I photographed, had been given the death sentence, before Mandela’s reprieve, and thus they had never believed they would be released, never imagining “a life after’.


Snip aus einem sechs Jahre alten Artikel zu den Number Gangs von der Autorin des Buchs: Author of God’s Gangsters writes challenging article for Argus newspapers.
The Number was originally a criminal movement that began and operated at maximum potential outside of the prison system. (Their first hideout was in the hills south of Johannesburg in what is now Klipriviersberg Nature Reserve.) The Gang split into two, probably around the time of The Boer War. The division in the ranks was caused by a palace revolution when a senior general, a Pondo named Ngilkityane (meaning the man who bumped the stone), challenged the same-sex practices of Nongoloza. In this way the Gang of 27 separated from the Gang of 28 and it was only some years later, possibly as late as 1908, and after the senior leaders of the first two divisions were all arrested, that a third arm was created — The Gang of 26. The role of the 26 Gang is to keep the prison alive by the illegal acquisition of commodities. Prison staff, well-versed in gang behaviour, state that recent murders in the community have been deliberately committed by men eager to be imprisoned for the purpose of being initiated as 26s.
The commodities the Number deals in include money, drugs and sex. With the increase in drug trafficking since the 1990s it made sense for these powerful gangs to once again form an external base. This adjustment to a change in circumstances is a sign of a healthy system. It has caused a degree of strife within the prison gangs, because those recruited outside are not well versed in the oral history and laws of the gangs and have not earned rank on the inside, but gang operations do not appear to have been weakened.
Das ganze Thema ist extrem faszinierend und ich kann nur dazu raten, sich das Buch auf irgendwelchen Wegen zu besorgen. Und: Die Font-Auswahl (Jugendstil-Schrift und ein Font basierend auf Walt Disneys Unterschrift) für’s Cover ist fast genauso interessant, wie das Thema selbst.
Amazon-Partnerlink: God’s Gangsters?: The Number Gangs in South African Prisons
Disclosure: Dein Südafrika und Mini haben Isabelle, Nico, Sarah, Camilla und yours truly für 7 Tage nach Südafrika eingeladen, wo wir eine kleine Tour durchs Land machen und uns die Gegend anschauen.
Und das war also Punk in den 90ern?
Meistens bin ich mit dem Umstand, dass ich mich nur sehr schleierhaft an die 90er erinnern kann, recht zufrieden. Gerade auch, wenn ich Zeitdokumente wie jene hier sehe, in dem mir zwei miese Perücken erklären möchten, was total Punk ist… Man! Ich meine, okay, Musik entwickelt sich ja auch und alles ist ja auch irgendwie Auslegungssache, aber The Knack, Erasure und vor allem Culture Club als Punk zu bezeichnen – das funktioniert in keiner Ära. (via)
Hey Man, ich bin Marco und hätte das damals gekauft.
Wie kann man eigentlich das Universum vermessen?
Natürlich mit relativ simpler Mathematik. Nur eben in einem viel größeren Maßstab. Und irgendwas mit Standardkerzen, was etwas ist, was wohl nur Physiker erfinden können. (via)
Hallo, ich heiße Marco und habe auch schon mal das Universum vermessen. Drei Mal.
Schreibmaschinenschädel
Jeremy Mayer hat einen Schädel aus alten Schreibmaschinen gebaut und man kann da bestimmt total gut irgendwas über den Verlust der Kreativität in der modernen Gesellschaft hinein interpretieren. Für mich sieht es aber einfach wie ein Terminatorschädel aus den 80ern aus, obwohl der in den 80ern gar nicht so aussah. Ihr wisst schon. (via)
Eigentlich heisse ich Marco und habe auch einen Schädel. Aber so richtig oldschool aus Knochen.
Tyrants, Dictators and Popes in Pink

(via Booooooom)
Scott Scheidly hat den etwas schrägen Spleen, die wohl unsympathischsten (um das mal milde auszudrücken) Menschen der Geschichte in pinke Farbtöne zu packen. Die Spoke Art Gallery in San Francisco widmet seinen Portraits jetzt eine Ausstellung: Portraits – a series of “fabulous” depictions of tyrants, dictators and popes.
Baikanur Space Launch Pics

The Atlantic hat eine schöne Bildstrecke mit Bildern der russischen Raketenstart-Anlage in Baikanur.
Earlier today, a Soyuz-FG rocket lifted off from the Baikonur Cosmodrome in Kazakhstan, carrying an International Space Station (ISS) crew into orbit. Baikonur, Russia’s primary space launch facility since the 1950s, is the largest in the world, and supports multiple launches of both manned and unmanned rockets every year. With the U.S. manned space program currently on hold, Baikonur is now the sole launching point for trips to the ISS. Gathered here is a look at the facility, some of the cosmonaut training programs in Star City outside of Moscow, and a few recent launches and landings — plus a bonus: 3 spectacular long-exposure images of Earth from the ISS.
Faces in Fans-Photography

Tadao Cern hat hundertdrölf Leute vor superstarke Ventilatoren gestellt und ihre Gesichter beim Entgleisen fotografiert. Fun! (via Jason Kottke)
Short film: Homophobia
(Direktangstidioten, via Murdelta)
Zum internationalen Tag gegen Homophobie ein Kurzfilm zum Thema von Gregor Schmidinger.
An adolescent boy, who serves the Austrian Military Forces, experiences homosexual feelings towards one of his comrades. It’s their last night at the Austrian-Hungarian border, socially isolated and armed with loaded weapons.
How to Rank #1 on Google
Youtube DirektRank#1, via Glaserei
Als verantwortungsvolle Urlaubsvertretung macht man sich natürlich so seine Gedanken, wie man den Laden am Laufen hält. Matt Cutts (Head of the Webspam Team bei Google) hat die Antwort …
Made by Sam Applegate completely independent of Google. Using Google Webmaster Help videos by Matt Cutts.
Gastbeitrag von Doktor Katze
Lego Star Wars Hologram
(Direktschaufenster, via reddit)
Was im Großen auf der Bühne des diesjährigen Coachellas in Form von Tupac abgefeiert wurde, steht im Kleinen in einem Schaufenster eines Spielzeuggeschäftes im norwegischen Steinkjer.
Zum internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie
Heute ist nicht nur Vatertag, sondern auch internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen. Und ich genieße es gerade derbe mit Renés Reichweite ein bisschen gegen Intoleranz zu kämpfen.
Denn derzeitige Entwicklungen zeigen, dass wir den Tag immernoch bitter nötig haben. Obwohl seit 1993 Homosexualität in Russland nicht mehr strafbar ist wurde im Februar ein Gesetz gegen “Propaganda männlicher und weiblicher Homosexualität, Bisexualität und Transgenderismus unter Minderjährigen” erlassen, das klar gegen das Recht auf Versammlungsfreiheit und das Diskriminierungsverbot verstößt.
Wie das auswärtige Amt damals reagierte – zur Erinnerung: wir haben einen schwulen Außenminister – hat im Februar Fred ganz gut dokumentiert und kommentiert.
Gut, nun ist Russland weit weg und ich erlaube mir hier kurz auf mein Blog zu verweisen: Denn auch in Deutschland sind Diskriminierung und Homophobie immernoch an der Tagesordnung. Und ich denke wir sind uns einig, dass die geschilderten Fälle nur die Spitze des Eisberges sind. Auch wenn ich natürlich die größten Spinner heraussuchte. Oh Moment, nein einen vergaß ich.
“Aber Barack Obama sich gerade erst im Wahlkampf für die Homoehe eingesetzt, da kann man doch mal aufhören zu jammern!” Ich zitiere da einfach mal Chris Rock, der das verdammt gut auf den Punkt bringt:
“It just shows you how scewed up the world is though, that a man just goes ‘HEY, I think gay people should be treated like everyone else.’ CONTROVERSY! What kind of world is this, it’s so horrible.”
Und ich rede hier bisher nur von der nördlichen Hemisphäre. Homosexualität ist in ca. 70 Ländern strafbar, in Tansania z.B. kannst Du 14 Jahre dafür in den Knast kommen. Und in Ländern wie z.B. Iran, Mauretanien oder Saudi-Arabien steht die Todesstrafe auf homosexuelle Handlungen.
Transsexualität im übrigen steht immer noch auf der Liste der Krankheiten der WHO. Und obwohl es seit 1980 ein Transexuellengesetz in Deutschland gibt, ist eine sogenannte “Personenstandsänderung” in Deutschland immernoch schwer. Vor allem weil in der Praxis Transexuelle von Laien auf diesem Gebiet begutachtet werden. Transgender People kann man grundsätzlich von der Rechtssprechung ausnehmen, sie werden darin kaum berücksichtigt. Es gibt also noch viel zu tun.
Living Without Laws: Slab City, USA
(DirektlastfreeplaceinUS, via reddit)
René meinte mal zu mir, er mag im Gegensatz zu mir das, was das Vice Magazine so ins Netz haut. Bei diesem Video hier glaube ich zu wissen, warum er das tut. Ein Platz auf der Welt, auf dem einfach irgendwie alles möglich zu sein scheint.
This bizarre, lawless land in the California desert is inhabited by drug addicts, eccentrics, army vets, hippies and just plain old weirdos. Slab City is referred to by its residents as “the last free place in America.”
![tumblr_m47a9mf6hn1qa4vpfo1_1280[1]](http://www.crackajack.de/wp-content/uploads/2012/05/tumblr_m47a9mf6hn1qa4vpfo1_12801.jpg)



