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North Korean Society thru Comics

Ich höre grade ein ziemlich spannendes Interview mit Heinz Insu Fenkl, weltweiter Superfuzzi für Comics aus Nordkorea.

The death of Kim Jong-il raises all kinds of questions about North Korea’s famously secretive society. So where can we look to gain insights into North Korea? A good place to start may be its hugely popular comic books.

Heinz Insu Fenkl is an associate professor of English at SUNY, and one of the world’s authorities on North Korean comics. In this NEW and UNCUT interview, Fenkl talks with Steve Paulson about what comic books tell us about North Korean society.

Heinz Insu Fenkl on North Korean Comics, hier das MP3 (via Swen)

Ein paar seiner Comics (leider nicht sehr viele) hat Inzu Fenkl online gestellt (als leider nicht sehr große Scans), das Anti-Bush-Comiccover von „General Loser & the Gnats“ (Bild oben) habe ich aus dem Flickr-Set von Ray Cunningham, mehr zu Heinz Insu Fenkl in alten Artikeln bei Reuters und Slate:

Heinz Insu Fenkl, a professor at the State University of New York at New Paltz who has translated a number of North Korean comics, says they are interesting for the insights they offer into the “psychological infrastructure” of North Koreans: the daily diet of propaganda that conditions even well-educated citizens to love and revere their leaders. Many of the comics also represent a revival of Korean folk culture and history, including retellings of famous episodes from Korea’s dynastic history and the Communists’ heroic struggle against Japanese imperialism. “What the North Koreans are doing in comics is parallel to what South Korea and China are doing in film, which is going back and re-imagining their history,” he says.

Google Books Glitches as Art

Schönes Tumblelog: The Art of Google Books. Die Scans der Finger der Umblätterer und die verzerrten Texte finde ich am schönsten weil seltsamsten, gibt’ aber noch haufenweise andere Beispiele wie Moirés in Strichzeichnungen und solche Späße. (via MeFi)

Whitney Houston R.I.P.

Whitney Houston wurde heute morgen tot in einem Hotel in Beverly Hills aufgefunden, die Dame wurde nur 48 Jahre alt. Snip von CNN, mehr bei Reuters, Rolling Stone.

Legendary pop singer Whitney Houston was found dead Saturday at a Beverly Hills, California, hotel, officials said. She was 48. The entertainer, whose incredible talent was discovered at an early age, was pronounced dead at 3:55 p.m. (6:55 p.m. ET) at the Beverly Hilton hotel despite resuscitation efforts, a police spokesman said. Beverly Hills Police Lt. Mark Rosen said there were “no obvious signs of criminal intent” and that the cause of her death is being investigated.

Ich weiß jetzt nicht, ob das pietätlos ist, wahrscheinlich ja. Aber mit der Dame verbindet mich eine sehr persönliche Geschichte.

1986 war ich zwölf Jahre alt und im Sommer fuhren meine Eltern und ich im Sommer an den Balaton-See nach Ungarn, um da zwei Wochen im Wohnwagen rumzulümmeln und Urlaub zu machen. Der Campingplatz war einigermaßen riesig, der war so groß, dass eine Eisenbahn da durch fuhr (nur zu Showzwecken und nur einmal die Woche), das war eine riesige, alte, noch mit Dampf betriebene Lok. Außerdem war nicht weit von dem Platz, auf dem unser Wohnwagen stand, ein Club. Typische Touristendisco und ich war damals noch zu jung, um da reinzugehen. Aber Samstagnachts hörte ich die Musik, die von dort rüberschallte. Whitney Houstons „I wanna Dance with somebody“ war zu der Zeit der Song, der in Mainstream-Klitschen am meisten gespielt wurde.

Unsere Nachbarn auf dem Campingplatz hießen Schulze (keine Ahnung, wie die wirklich hießen, das habe ich schon lange vergessen, aber für die Geschichte jetzt heissen die Schulze). Familie Schulze hatte zwei Kids dabei, Markus war in meinem Alter und für die zwei Wochen hingen wir zusammen rum, lasen Comics und durchkämmten die Gegend auf der Suche nach Abenteuern. Und Markus hatte eine ältere Schwester. Sie hieß Steffi, hatte lange brünette Haare. Mit der hatte ich nicht allzuviel zu tun, ich war zwölf und mit Mädchen hatte ich noch nicht allzuviel am Hut. Dachte ich, bis zu diesem einen Samstag abend.

Die Klitsche spielte wieder Whitney, ich war allein im Wohnwagen, es war spät und meine Eltern waren mit denen von Markus und Steffi irgendwo einen heben. Da bemerkte ich eine Erektion. Ich hatte schon ein paar Erektionen gehabt (ey, ich war 12!), aber die hier war anders. Neugierig wie ich war, machte ich an mir rum und „untersuchte“ dieses neue Gefühl in meinem Körper, als mir nach einer Weile auf einmal heiß und kalt und alles verschwamm und Whoaaaa! Da hatte ich meine erste Ejakulation, während Whitney in der Touridisse vom Tanzen sang und ich an Steffi mit den langen Haaren dachte.

Whitney war bei meinem ersten Orgasmus dabei, ungelogen. Und mit meiner ersten große Liebe hab ich auch zu einem ihrer Songs zum ersten mal geknutscht. In diesem Sinne Whitney: I will always love you. ;-*

 Vimeo Direktwhitney

 Youtube Direkthouston

ACTA: You shall not pass!

Jens hat Gandalf auf der ACTA-Demo in Köln getroffen.

Anti-ACTA-Demo in Berlin (UPDATE)

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Ich komme grade von der Anti-ACTA-Demo in Berlin, Bilder hab’ ich grade bei Flickr hochgeladen. Die Polizei spricht von 2000 Teilnehmern, die Veranstalter von 10.000, also sind 5000 eine realistische Einschätzung. Für einen Protest gegen ein Handelsabkommen zum geistigen Eigentum ist das Wahnsinn. In München sollen nach Polizeiangaben 16.000 Leute auf der Straße gewesen sein, in Köln 2000. Und die haben sich alle für Copyright-Schnickschnack den Arsch abgefroren! Woah!

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Tagesspiegel: Demo gegen Acta: „Weltweit rechnete der internationale Koordinator der Kampagne „Stopp ACTA“, Sebastian Radtke, mit 150 000 bis 200 000 Protest-Teilnehmern.“

Tagesschau: ACTA-Proteste in mehreren deutschen Städten – Zehntausende für Freiheit im Netz: „Auch in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens gingen die Menschen auf die Straße. Als erstes setzte sich in Köln ein Protestzug mit 2000 ACTA-Gegnern in Bewegung, hieß es bei der Polizei. In Dortmund sprachen Teilnehmer von mindestens 2500 Demonstranten. Auch in Düsseldorf, Aachen, Münster, Bielefeld, Duisburg, Bonn und Minden erwartete die Polizei Tausende Demonstranten.“

Markus von Netzpolitik hat heute morgen dem Deutschlandfunk noch ein kleines Interview gegeben, in dem er nochmal ausführlicher erzählt, was es mit ACTA auf sich hat: „ACTA muss man als Richtungsentscheidung sehen, und man muss den Geist von ACTA politisch lesen oder den Text von ACTA politisch lesen. Dort steht drin, dass Mitgliedsstaaten eine freiwillige Kooperation zwischen Rechteinhabern und Providern fördern sollen. Wozu das führt, habe ich gerade schon mal an zwei Beispielen ausgeführt, und was das Problem an ACTA ist, sehr viele Begriffe werden dort verwendet, die bisher noch nicht so wirklich definiert sind. Diese sind in Zusatzprotokollen definiert, und diese Zusatzprotokolle sind noch nicht offengelegt.“

HR-Online: ACTA treibt Netz-Nutzer auf die Straße (via @Andreas): „In Kassel zogen nach Polizeiangaben rund 1.500, in Frankfurt rund 2.000 durch die Innenstadt.“

Weser Kurier: 2500 Menschen demonstrieren in Bremen (Danke Henning!)

Auf Youtube findet man bereits einige Videos von den Demos, auf Flickr bereits ein paar hundert Fotos, mehr Pics auf Sub-Reality, auf Netzpolitik werden Bilder gesammelt, Galerie von Nikolaus Holzer auf Google+, Daniel war auch da.

[update] Al Jazeera sammelt Bilder der Proteste weltweit: Anti-ACTA protests spread across Europe.

Just hat noch mehr Bilder und einen Mitschnitt der Rede von Markus: ANTI-ACTA-PROTEST BERLIN – 11.2.2012

Nach dem Klick noch ein paar von meinen Bildern. Und falls wer Links zu den Protesten im Ausland und in anderen Städten hat, ab in die Kommentare damit.

Gib mir den Rest, Baby…

Shawn Huckins Classical LOLspeak-Portraits

Shawn Huckins malt Gemälde im Stil des 18. Jahrhunderts und pinselt da in großer moderner Typo LOLspeak drauf, hier die Galerie mit SMS’, hier die Tweets. (via Laughing Squid)

Boobie Beanies make Babies Heads look like Tits

Eine Mütze für Kleinkinder, deren Köpfchen damit beim Stillen wie Brüste aussehen. Oh look! Your Baby has a nipple on its head! Großartige Erfindung!

This is a completely hand-crocheted hat, made to look like a breast when worn by a baby/toddler/child, while nursing! It’s made of 100% organic cotton, and is very soft and warm. It can be made in any skin or nipple tone.

Boobie Beanies (via Laughing Squid)

Musicvideos: Math the Band, Jónsi, Cold War Kids, Lamb, Kettcar

 Vimeo Direktmath

Oben erstmal Math The Band mit „Four To Six“, weitere Clips nach dem Klick.

Gib mir den Rest, Baby…

Crocheted Viking Dwarf Hat with Beard

Legendary Crafts verkaufen in ihrem Etsy-Shop gehäkelte Zwergenkriegerhelme inklusive gewaltigem Bart. WANT! Crocheted Viking Dwarf Hat with Beard (via MeFi)

Measuring the Lulz of funny Videos with the amount of O in the LOLs

Google hält grade ‘nen Comedy-Slam ab und lässt User für die lustigsten Videos abstimmen. So weit, so uninteressant. Die Kandidaten für die Videos haben sie aber unter anderem dadurch ausgesucht, indem sie die LOLs in den Comments semantisch untersucht haben – und das ist im Gegensatz zu Muhaha-Videos tatsächlich sehr interessant:

We needed an algorithm to rank these funny videos by comedic potential, e.g. is “Charlie bit my finger” funnier than “David after dentist”? Raw viewcount on its own is insufficient as a ranking metric since it is biased by video age and exposure. We noticed that viewers emphasize their reaction to funny videos in several ways: e.g. capitalization (LOL), elongation (loooooool), repetition (lolololol), exclamation (lolllll!!!!!), and combinations thereof. If a user uses an “loooooool” vs an “loool”, does it mean they were more amused? We designed features to quantify the degree of emphasis on words associated with amusement in viewer comments. We then trained a passive-aggressive ranking algorithm using human-annotated pairwise ground truth and a combination of text and audiovisual features. Similar to Music Slam, we used this ranker to populate candidates for human voting for our Comedy Slam.

Quantifying comedy on YouTube: why the number of o’s in your LOL matter (via /.)

Literary Characters visualized with Police Composite Sketch Software

Brian Joseph Davis jagt die Beschreibungen bekannter Charaktere aus Büchern durch die Polizeisoftware für Fahndungsfotos und postet das Ergebnis auf dem Tumblelog The Composites (via Open Culture): „Images created using law enforcement composite sketch software and descriptions of literary characters.“ Das hier ist Vaughn aus JG Ballards „Crash“.

His exhausted face, with its scarred mouth… As his pock-marked jaws champed on a piece of gum I had the sudden feeling that he was hawking obscene pictures around the wards…But what marked him out was the scar tissue around his forehead and mouth, residues of some terrifying act of violence…Heavy black hair…Broken and re-set nose bridge…His features looked as if they had been displaced laterally, reassembled after the crash from a collection of faded publicity photographs. The scars on his mouth and forehead, the self-cut hair and two missing upper canine gave him a neglected and hostile appearance…His hard mouth, with its scarred lips, was parted in a droll smile.

Kurz und schmerzlos: Das ist seit langer, langer, langer Zeit die beste Idee, die ich im Netz gesehen habe und The Composites ist jetzt bereits mein Tumblr des Jahres, so grandios finde ich das. Einziger Kritikpunkt: Die Bilder sind zu klein, bei einer so fantastischen Idee für ein Tumblr eigentlich ein Verbrechen.

Jedenfalls: Vorschläge nimmt Brian gerne an, man sollte nur ein paar der Charakterbeschreibungen aus den Büchern hinschicken. Ich versinke dann mal in mein Bücherregal.

World of Warcraft recreated in Minecraft in correct Scale

Rumsey hat zuviel Zeit und baut die World of Warcraft-Welt in Minecraft nach. Und zwar im 1:1-Maßstab. Das macht er zwar per Software, aber trotzdem: Wow!

My pet project has been to recreate a full-scale version of World of Warcraft inside Minecraft. The creation of the world is largely automated by custom software which I’ve been developing over the last few weeks. It’s just now reached a point where I can release some quality screenshots!

Below you will see vistas from the first zone I have converted, Kalimdor, that I believe are very faithful to the original World of Warcraft environment. The same process will be used to re-create the entire game, including all continents and dungeons.

Thread im Minecraft-Forum: CRAFTING AZEROTH FULL-SCALE RECREATION OF WORLD OF WARCRAFT, MMO-Champion: WoW to Minecraft coordinate space conversion (via Wonderland)

How To make Kryptonite-Sushi from bio-engineered Glowing Fish

 Youtube Direktsushi

In diesem Video erklären zwei Leute, wie man leuchtendes Kryptonit-Sushi aus genetisch manipulierten Fischen macht. Das Projekt ist Teil einer Ausstellung namens „Edible: The Taste of Things To Come“ in der Science Gallery in Dublin und dort kann man sich neben vielen anderen Sachen auch noch das Konzept zu 3D-gedruckten Insekten-Cookies anschauen. 3D-Gedruckte essbare Space-Shuttles und Schokolade hatte ich hier schon, also gehen natürlich auch 3D-gedruckte Kekse aus zermanschten Insekten. Alle Teile der Ausstellung kann man sich hier ansehen, New Scientist war dort:

Several exhibits offered more virtual dining experiences: Steam Cells, for example, comprises a series of dining scenarios devised by postgraduate students from the National College of Art & Design in Paris and inspired by stem cell research at the I-Stem laboratory in Evry, France.

Insects Au Gratin, by a group of British artists, suggests that 3D printing is the technology that could make entomophagy (the consumption of insects) catch on. It has an ecological dimension – crickets take four times less energy to produce than beef – even if it also has a pretty strong yuck factor. But extruding the insect protein into alternative shapes could help to eliminate that. Given what we already do with foods the idea of munching on cricket nuggets may not be as far-fetched as it sounds.

Glowing sushi and 3D-printed cricket nuggets

Deutschland zieht Unterzeichnung von ACTA zurück

DPA twitterte vor einer Stunde: „Deutschland wird ACTA-Abkommen vorerst nicht unterzeichnen, Auswärtiges Amt hat Weisung zurückgezogen“. Anders formulierte es @Grabstein: „Deutschland wartet mit der ACTA-Unterzeichnung bis zur EM.“ Deshalb: Jetzt erst Recht morgen dick anziehen und auf die Straße gehen. (via Netzpolitik)

[update] „Germany will not sign an international anti-piracy treaty, despite having already agreed to it in principal, government sources in Berlin said Friday, February 10.“ Germany refuses to sign ACTA amid protests

spOn: Copyright-Pakt – Deutschland verschiebt Acta-Ratifizierung
Tagesspiegel: Deutschland wird ACTA-Abkommen nicht unterzeichnen

Breathless: Murder-GIF-Montage

 Vimeo Direktbreath, via Curious Brain

Animierte Würger-GIFs von Diego Agulló: BREATHLESS: A Cinemagraph series with Agata Siniarska.