GEMA killed Space Night

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So ab dem letzten Drittel meiner Feier-Glanzzeiten (circa 94 bis 98) gab’s nach einer durchgeschwitzten Nacht nichts besseres, als nach Hause zu kommen und verpeilt die Space Night auf BR3 zu schauen. Dürfte wahrscheinlich so ziemlich jedem so ergangen sein, mit Techno oder ohne und Harald Lesch verdankt seine Wissenschaftler-Popularität nicht zu einem geringen Teil zunächst einmal der Space Night.

Aber damit ist jetzt Schluß: Die GEMA hat die Space Night getötet. Ich betone es explizit nochmal an dieser Stelle: Die GEMA ist ein Kulturterrorist und hat nun auch noch eine Ikone des Nachtprogramms mit fast 20jähriger Geschichte auf dem Gewissen. Natürlich könnte der BR auf CC-Lizenzen umsteigen (wo die GEMA ja auch manchmal unter rechtlich mindestens anzuzweifelnden Bedingungen zulangt) und eine Vorher-Nachher-Kostenaufstellung würde mich auch interessieren, aber so steht es jetzt erstmal da: Die GEMA hat die Space Night getötet. Ihr Schweine!

…vielen Dank für Ihre Anfrage an das Bayerische Fernsehen!

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir die Sendereihe “Space Night” nicht mehr im Programm von BR-Alpha führen. Grund hierfür ist, dass die GEMA eine Gebührenreform durchgeführt hat, sodass die Produktionskosten für “Space Night” für den Bayerischen Rundfunk erhöht wurden.

Daraufhin hat sich unsere Programmplanung entschieden, die Produktion der Sendereihe nicht mehr fortzusetzen.

Der BR stellt “Space Night” wegen GEMA ein

[update] Daniel will dem BR lizenzfreie Musik schenken, damit die Space Night weiterhin ausgestrahlt werden kann.

[update] Der BR arbeitet laut Metronaut an einem neuen Konzept für die Sendung, ob man dabei auch CC-Lizenzen in Betracht zieht, haben sie leider nicht beantwortet:

Das Bayerische Fernsehen arbeitet an einem neuen Konzept für die “Space Night”. […]

Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen zur Neugestaltung der GEMA-Beiträge mit der ARD. Fest steht, dass sich bei einer Fortführung der musikuntermalten “Space Night” die Kosten für die Ausstrahlung nach jetzigem Stand deutlich erhöhen würden. Jährlich ist von einem niedrigen siebenstelligen Betrag nur für die Musikrechte auszugehen. Diese Mehrkosten wären zu Lasten anderer Programmformate gegangen.