Making Fun of Geofucking: GEMA is not amused

Der Stern hatte im Zuge der GEMA-Klage gegen Youtube eine harmlose, satirische Bilder-Serie mit gephotoshopten Sperrtafeln veröffentlicht. Jetzt hat die GEMA auf ihrer FB-Seite einen komplett humorbefreiten offenen Brief gepostet, der ziemlich genau ausmisst, wie tief der Stock im Arsch der Volksmusikvertreter-die-auch-Pop-spielen-wollen tatsächlich steckt.

Von Laut.de:

Die Reaktion der GEMA ließ nicht lange auf sich warten. In einem offenen Brief an die Verantwortlichen des “Stern” zeigt man sich verärgert: “Wir sind fassungslos, dass Sie als renommiertes Medium derart ehrverletzend und einseitig parteiisch gegen uns berichten. Wir Musikurheber sind es leid, dass wir durch derartige Meinungsmache als Feindbild aufgebaut werden.”

Die Tätigkeit als Urheber bilde deren materielle Lebensgrundlage. Mit dieser Kreativleistung trage man auch zum Erfolg des “hoch profitgierigen” Google-Konzerns bei, der vergangenes Jahr 50 Mrd. US-Dollar umgesetzt habe. An den Gewinnen würde man aber nicht beteiligt. Deshalb verstehe die GEMA nicht, warum sich der “Stern” mit den Fotomontagen auf die Seite des Multinationalen Unternehmens schlage.

Die GEMA ist „entsetzt“ und „als Musikschaffende“ sind sie „es leid, dass wir durch derartige Meinungsmache als Feindbild aufgebaut werden.“ Kein Wort von der mehr als überkommenen GEMA-Vermutung, kein Wort über die kulturfeindliche Gebührreform, kein Wort über wiederholte Verhandlungsabbrüche, kein Wort von jahrelangem Kulturterrorismus zu Lasten von Musikern und Fans. Ich habe daher dem Logo der GEMA oben ein längst fälliges Update verpasst. GEMA als YT-Troll, finde ich äußerst passend. („Because fuck you that’s why“ nach einer Idee von Tim Cushing.)