Innenministerium mit 9MB-Mailfächern

Das Innenministerium und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich von der CSU haben als Grund für die Löschung von kritischen Mails, die für die Untersuchung eines Vorfalls mit der BILD-Zeitung äußerst wichtig waren, als Grund eine Postfachgröße von 9 MB vorgeschoben. Entweder äußert sich hier die maximale Inkompetenz oder die maximale Verlogenheit, wahrscheinlich beides. Wird Zeit, dass die Bagage aus dem Amt gejagt wird.

In einer Affäre um eine in seinem Ministerium angeblich gelöschte E-Mail versucht Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) offenbar, Parlamentarier über die technischen Gegebenheiten in seinem Hause zu täuschen. So heißt es wörtlich in einem Schreiben vom 30. Januar an die Fraktion der Linken im Deutschen Bundestag, mit der die Anfrage (PDF) der Abgeordneten Sevim Dagdelen (Die Linke) nach einer angeblich gelöschten E-Mail im Namen des Ministers beantwortet werden soll und das heise online vorliegt […]

Das behauptete Größenlimit sei “schlicht unwahr” oder aber “Ausweis purer Ahnungslosigkeit des für IT-Technik und Netzpolitik zuständigen Ministeriums”, kommentierte die Linken-Abgeordnete Sevim Dagdelen den Vorgang gegenüber heise online: “Ein Neun-Megabyte-Postfach würde wohl an vielen Tagen nicht einmal für alle eingehenden E-Mails ausreichen.”

Gelöschte E-Mail: Postfächer im Innenministerium angeblich nur 9 MByte groß (via Netzpolitik)