Why ugly Interfaces work

Es ist seit langem eine halberwiesene Sache, dass hässliche Websites am erfolgreichsten sind, die Beispiele betreffen praktisch alle: Myspace, Ebay, Google – deren minimaler Ansatz allerdings schon immer ziemlich gestaltungsregelkonform war –, Reddit, Amazon, Facebook und der ungeschlagene König der hässlichen Website: Fefe Craigslist. Ich mach’ mir schon ewig Gedanken darum, warum das so sein könnte, und hab’s immer auf eine Mischung aus Zwang zur Funktionalität und Ahnungslosigkeit zurückgeführt, außerdem steh ich selbst ein bisschen auf „rohes“ und funktionales Webdesign und halte „schön gestaltete Websites mit viel Weißraum“ ziemlich oft für Designer-Masturbation.

Jedenfalls: Core77 hat ein Posting über das „Bloomberg-Interface“ für Trader, das extrem komplex und für n00bs unbeherrschbar zu sein scheint. Und genau das „Mastering“ dieses Interfaces führt erwiesenermaßen zur Aktivierung von Belohnungsmechanismen im Gehirn, was man im kleineren Maßstab sicher auch auf dilettantisches Webdesign übertragen kann. Mir anderen Worten: Die olle Weisheit von Dieter Rams „Good Design is as little design as possible“ schüttet keine Pheromone aus und Facebook ist nur wegen seines unmöglichen Interface so groß geworden. Hatte ich so noch nie bedacht und muss ich mir deshalb ins Blog kleben. Guter Punkt.

Simplifying the interface of the terminal would not be accepted by most users because, as ethnographic studies show, they take pride on manipulating Bloomberg’s current “complex” interface. The pain inflicted by blatant UI flaws such as black background color and yellow and orange text is strangely transformed into the rewarding experience of feeling and looking like a hard-core professional.

The more painful the UI is, the more satisfied these users are.

The Bloomberg Terminal interface looks terrible, but it allows traders and other users to pretend you need to be experienced and knowledgeable to use it.

Moneymaking Multi-Monitor Mayhem, and Why Some Prefer Interface Design That Sucks