AI proves God

Kurt Gödel war ein legendärer Mathematiker und enger Freund Einsteins, der nicht nur logisch nachwies, dass Zeitreisen in einem rotierenden Universum möglich seien, sondern auch mittels formaler Logik die Existenz Gottes nachgewiesen hat. Dieser Gottesbeweis wurde jetzt von einer Software bestätigt. Ob sie ganz am Ende die Zahl 42 ausgespuckt hat, weiß ich nicht.

Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin und der TU Wien ist es gelungen, Kurt Gödels berühmten Gottesbeweis mit einem Computerprogramm zu überprüfen. Die KI-Forscher Christoph Benzmüller und Bruno Woltzenlogel Paleo haben dazu die Technik des maschinengestützten Theorembeweises eingesetzt, die bislang vor allem für mathematische Fragestellungen verwendet wurde. Bei einem ontologischen Gottesbeweis, mit dem sich etwa Spinoza, Descartes, Leibniz oder Kant auseinandergesetzt haben, wird versucht, die Existenz Gottes aus dem Denken logisch abzuleiten.

Gödels ontologischer Gottesbeweis wurde im Nachlass des bekannten Mathematikers und Logikers gefunden und ist bislang nur von Philosophen logisch untersucht worden. Die KI-Professoren haben eine Variante des Beweises formalisiert und nachgewiesen, dass die Grundannahmen konsistent und die Argumentationskette korrekt ist. Die Beweisführung konnte fast vollautomatisch mit dem Computer erzeugt werden. Gödel lehnte sich an Leibniz an und geht von wenigen Grundannahmen wie Definitionen für “Gott-artig”, “Essenz”, und “notwendige Existenz” und Axiomen aus.

heise: Computerprogramm bestätigt Gödels Gottesbeweis
Telepolis: Computer beweist die Existenz Gottes

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