Face-Detection Priority-Service in Shops for „VIPs“

Vor rund einem halben Jahr hatte ich eine Pre-Crime-Wall von Dermalog gebloggt, die auf der CeBit Besucher analysiert und biometrisch ausgewertet hat. Soll eigentlich dafür gut sein, um Ladendiebe auszumachen, bevor sie sich strafbar gemacht haben. Und die Technologie lässt sich natürlich auch prima auf VIPs und gut zahlende Kundschaft anwenden. Neue Kommerz-Aristokratie per Gesichtserkennung, yay!

Der britisch-japanische Technologieanbieter NEC IT Solutions arbeitet an Bilderkennungsverfahren, mit denen Geschäfte erkennen können, ob eine prominente Persönlichkeit den Laden betreten hat. Das Unternehmen stellt sein Verfahren eigentlich für Sicherheitsdienste und Polizeibehörden her, um Kriminelle und Terroristen aufzuspüren. Dazu werden Bildvorlagen, sogenannte Face Templates, mit Aufnahmen von Videokameras abgeglichen, die sich beispielsweise im Türbereich befinden.

Wie die Londoner “Sunday Times” schreibt, kann eine solche Datenbank neben Face Templates von Prominenten auch die von besonders wertvollen Kunden enthalten. Ein Verkäufer werde dann per Computer, Tablet oder Smartphone diskret informiert, wenn ein VIP die Räume betritt. Gleichzeitig werden die Präferenzen des Kunden auf dem Display gezeigt – beispielsweise die Kleidergröße und früher gekaufte Produkte. So werde eine individuelle Beratung möglich.

Bilderkennung für Promis und Stammkunden

Vorher auf Nerdcore:
Wall of Pre-Crime-Biometry at CeBit 2013
CV Dazzle: Open Source-Camouflage from Face Detection