Drosselkom no more?

Nachdem das Landgericht Köln der Drosselkom Ende Oktober untersagt hatte, ihre gebremsten Leitungen als Flatrate zu bezeichnen, arbeiten die nun an ihrer Kommunikation und kündigen einen Kuschelkurs an, versprechen „echte Flatrates“ und reden davon, die Drossel-Klauseln aus ihren Tarifen nicht anzuwenden und in Zukunft komplett zu streichen. Dabei dürfte es sich um reine Augenwischerei handeln, heise nehmen deren Corporate Neusprech in den letzten Absätzen gut auseinander:

Was tatsächlich kommen könnte, deutet die Firma wiederum nur an: Sie will künftig “stärker auf die unterschiedlichen Anforderungen und Wünsche der Kunden eingehen” und dafür neben den Flatrates im Festnetz auch “günstigere” Volumentarife anbieten. “Wer eine echte Flatrate will, bekommt mehr Leistung und wird dafür auch bereit sein, mehr zu bezahlen”. Die schönen Absichtsbekundungen verpuffen aber spätestens, als die Telekom erstmals von einer “Tarifdifferenzierung” spricht. Im Klartext: Die Telekom wird ihr Tarifangebot ausweiten. Kunden verstehen unter “Transparenz” vermutlich eher weniger Tarife und Klauseln als mehr. […]

Tatsächlich kann man aber erwarten, dass echte Flatrate-Tarife für die meisten so teuer werden, dass sie sie nicht mehr haben wollen. Damit gäbe es die DSL-Drossel weiterhin, nur hieße sie nicht mehr so.

Telekom streicht alle Drossel-Klauseln – und versucht eine Charme-Offensive