Youtube Direktpayne, via RPS
Hier ein neuer Trailer zu Max Payne 3, komplett aus In-Game-Grafik.
Youtube Direktpayne, via RPS
Hier ein neuer Trailer zu Max Payne 3, komplett aus In-Game-Grafik.

Axel hatte in den Comments zu den Spielhallen-Manuals sein Plakat voller Arcade Maschinen gepostet. Aus rechtlichen Gründen will er den Print nicht in seinem Shop verkaufen, deshalb hab’ ich ihn nach dem Motiv in HighRes gefragt und er hat’s mir geschickt, hier die Datei als JPG (2250x3181px, 3,3MB). Damit kann man sich zwar keinen A1-Print drucken lassen, aber für nen Digitaldruck in A3 reicht das locker, vielleicht auch größer. Danke, Axel!

Vorhin haben sie das erste offizielle Lego Minecraft-Set vorgestellt. Sieht genauso aus wie Lego. Oder Minecraft. Und ich mag den Micro-Creeper: Announcing LEGO Minecraft Micro World, the third LEGO CUUSOO product. (via Brothers Brick)
[update] Minecraft-Erfinder Notch spielt mit Minecraft-Lego:

Die 140byt.es-Javascript-Competition fand ich so semi-spannend, aber die Lizenz unter der die Minigames stehen, finde ich toll: WTFPL (Do What The Fuck You Want To Public License) (via MeFi). Die Lizenz stammt aus dem Jahr 2000, ich kannte sie bisher noch nicht:
DO WHAT THE FUCK YOU WANT TO PUBLIC LICENSE
Version 2, December 2004Copyright (C) 2004 Sam Hocevar
Everyone is permitted to copy and distribute verbatim or modified
copies of this license document, and changing it is allowed as long
as the name is changed.DO WHAT THE FUCK YOU WANT TO PUBLIC LICENSE
TERMS AND CONDITIONS FOR COPYING, DISTRIBUTION AND MODIFICATION0. You just DO WHAT THE FUCK YOU WANT TO.

Vor einer Woche poppte in der Piratenbucht ein Torrent mit über einhundert Anleitungen für alte Arcade-Maschinen auf. Die Dinger sind vollgestopft mit detailierten Beschreibungen aller Platinen und Bauteile und wenn jemand mehr Talent für Elektronikkram hat, kann man sich damit so ein Teil locker selber bauen.
Ich hab’ die PDFs als JPGs ausgegeben und die (für mich) interessantesten Seiten bei Flickr hochgeladen, vor allem die Cover dieser alten Manuals, dazu noch haufenweise Riss- und Explosionszeichnungen der Geräte. Nach dem Klick ein paar davon, hier das Flickr-Set: Vintage Arcade Machine Manuals.

Die Gallery 1988 zeigt seit Freitag eine Game-Artshow, die allermeisten Arbeiten sind hmkay bis gähnend langweilig, mal abgesehen von Rhys Coopers Double Dragon-Print und James Flames Zelda-Poster. Und Lil Tuffys Zork-Print würde ich mir sofort in die Bude hängen, deshalb hab’ ich mir das von seinem Tumblr in HighRes gedingst. Fuck Mailbox!


Rumsey hat zuviel Zeit und baut die World of Warcraft-Welt in Minecraft nach. Und zwar im 1:1-Maßstab. Das macht er zwar per Software, aber trotzdem: Wow!
My pet project has been to recreate a full-scale version of World of Warcraft inside Minecraft. The creation of the world is largely automated by custom software which I’ve been developing over the last few weeks. It’s just now reached a point where I can release some quality screenshots!
Below you will see vistas from the first zone I have converted, Kalimdor, that I believe are very faithful to the original World of Warcraft environment. The same process will be used to re-create the entire game, including all continents and dungeons.
Thread im Minecraft-Forum: CRAFTING AZEROTH FULL-SCALE RECREATION OF WORLD OF WARCRAFT, MMO-Champion: WoW to Minecraft coordinate space conversion (via Wonderland)

Seit gestern passiert etwas bemerkenswertes auf Kickstarter. Tim Schafer, Game-Designer solcher Legenden wie Monkey Island und Day of the Tentacle, wollte mal wieder ein Point-and-Click-Adventure machen. Da kein Publisher ein solches Game heutzutage veröffentlichen würde, hat er ‘ne Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen und dort nach der stolzen Summe von 400.000 Dollar gefragt, zusätzlich soll eine Doku über die Entstehung des Games gefilmt werden. Die News ging im Netz rum wie nix und die 400k waren innerhalb von 8 Stunden beisammen (!). Derzeit steht die Aktion bei rund 1,2 Millionen Dollar (!!) und das alles nichtmal innerhalb von 24 Stunden (!!!)
Das ist heftig, aber keine wirkliche Überraschung, wenn man genauer drüber nachdenkt. Tim Schafer hat sich mit seinen Games einen Legendenstatus in der Gaming-Community erarbeitet und die ist online wohl neben den Techies und den Codern die aktivste überhaupt. Die Aktion zeigt aber auch: Produkte für scheinbare Nischenmärkte lassen sich so ohne größeres Risiko finanzieren, wenn man es schafft, die Leute zu aktivieren (und das sehr unterhaltsame Video hat sicherlich auch nicht grade wenig dazu beigetragen).
Es wird wahrscheinlich noch ‘ne Weile dauern, bis wir ähnliches hier in Deutschland sehen würden. Erste Anzeichen gibt’s bereits mit dem crowdfunded Stromberg-Film, den finde ich allerdings durch seinen Old-Media-Hintergrund nicht wirklich vergleichbar.
Ich verfolge diese Crowdsourcerei schon eine ganze Weile und finde die Entwicklung grade hinsichtlich Kultur im Netz und auch Urheberrechtsfragen und Piraterie immens wichtig (für letzteres muss man um ein paar Ecken denken, erklär ich gerne ein anderes mal). Vor 8 Stunden twitterte Tim O’Reilly: „Seems to me that Kickstarter is the most important tech company since Facebook. Maybe more important in the long run.“ Sehe ich schon seit einer ganzen Weile genauso.
Hier die Mädels und Jungs von Tim Schafers Firma beim Feiern. Well played, guys.

This display of giving has been remarkable to watch. Not altruistic, obviously – people want the game. Anyone who has been refreshing the Kickstarter page can’t have failed to bristle with excitement when they’ve seen it’s leapt up by another $10,000 in the last five minutes. 26,000 people have backed this, pledging an average of $40 each. And sure, a publisher can see those as tiny numbers if compared to game sales, it’s crucial to remember that this is in under a day, and it’s only by people who’ve been following the story! There’s been no long-term advertising campaign, just the press generated by a day’s excitement. And of course for DF, there’s no debt, and no publisher breathing down their neck.
This isn’t a sign of how all games will be funded – obviously not. This isn’t the death of publishing, or whatever other rather silly comments some have made today. But what it is, is a loud, clear signal from the gaming audience that the middlemen are not always necessary, they are not necessary for the creative industry to succeed. Because this isn’t a lone example, this is one of many creative projects that have found their way to success through the patronage of their customers. Whatever happens next, direct funding is going to play a large part in it.
Vor anderthalb Jahren hatte Exploding Rabbit das Flashgame Super Mario Crossover online gestellt, in dem man den Ur-Plattformer als Link oder Mega Man spielen konnte. Heute Nacht haben sie Version 2.0 veröffentlicht mit noch mehr spielbaren Charakteren und einem Theme-System, das in jedem Level die Retrogame-Plattform switcht, von Gameboy zu NES zum Beispiel. Oben der Teiler dazu.
Super Mario Bros. Crossover 2.0 is now playable. We’ve been working on this update for over a year, and there are a lot of changes. The two big things added are skinnable graphics and a new power up system. There are about 800 tracks of music in the game now. We also added Luigi and Bass as playable characters, and because of the skinning system, it seems as if there are many more characters.
Ich sitze nachher in einer Diskussionsrunde im Games Culture Circle, wo ich mit Jan Hegenberg und Mathias Mertens über den ünsäglichen RTL Beitrag zur Gamescom vom letzten Sommer und den Shitstorm danach reden werde. Ich weiß selber noch nicht genau, wie das ablaufen oder ob das aufgezeichnet wird, bin aber sehr gespannt.
Als RTL im Sommer 2011 einen diffamierenden Beitrag über die Messebesucher der Gamescom sendete, dessen Niveau selbst für die Verhältnisse des Boulevards überschaubar war, keilten die Gamer zurück.
Foren wurden belagert, Hate-Groups auf Facebook gegründet, Youtube-Videos in den roten Bereich gevotet. Und die angesäuerte Fachpresse warf sich mit Rache-Video-Beiträgen und Kommentaren schützend vor ihre Klientel. Shitstorm, so nennt man das heute. Und was dem Privatsender aus dem Netz entgegen wehte, war ein regerechter Shit-Hurrican.
Doch die schiere Wucht und Bandbreite der Gegenmaßnahmen schien auch ein wenig übertrieben. Da hätte dem Gamer ein wenig mehr Gelassenheit gut zu Gesicht gestanden. Oder gilt hier das Sprichwort „Getroffene Hunde bellen?“

Jemand namens Calum hat sein eigenes Bioshock-Bier gebraut: „I kindly made a batch of homebrew to take to a Bioshock/Fallout/S.T.A.L.K.E.R./post apocalyptic themed party, if it doesn’t all get drunk well then I’ll be the son of a splicer.“
BROW SWEAT – Bioshock American Pale Ale, mehr Bilder auf imgur (via Drunken Moogle)

Elevator:Source ist ein HalfLife-Mod, in dem man in einen Aufzug steigt und verschiedene Stockwerke besucht. Klingt superspannend und was ich bislang davon gesehen habe, ist… speziell. Von Rock Paper Shotgun: „right now I’m in the lift with a man called Lizard Wizard, someone called Barney whose head is on fire, and a skellington called Jaykin. Watching through the elevator doors as a factory line of dancing pixel robots go past, over a pit of fire. Before the doors close and we’re off somewhere else. Barney and Jay keep giving each other furtive glances. And now we’ve stopped at the seaside, where Derek in his yellow rubber ring and blue suit has just got on board.“
Hier der Trailer und hier noch ein 44minütiges Video von ein paar Jungs, die den Mod im Multiplayer-Modus spielen und dabei sehr, sehr viel Spaß haben:
Elevator: Source is a single or co-op elevator experience that is different each time you play. What floor will you stop on next? What will happen? Who knows! We don’t even know! And we made the game. It’s THAT EXCITING!
Elevator: Source brings you…
- Up to 28 randomized floors to stop on (with expansion packs possible in the future!)
- A thrilling co-op experience
- Realistic elevator physics
- Cunning, state of the art AI that REALLY GOES INTO THE ELEVATOR AND WAITS!
- Real moral choices! What floor do you get off at? Do you ever get off? Only you are able to craft your elevator story.
- No videogame to date can bring you the quality of elevators or as realistic a simulation as Elevator: Source can!
Youtube Direktbritish, via /Film
Hier der Trailer zu „Road to the Stars“, einer Doku über Richard „Lord British“ Garriotts Ausflug ins All. Der Mann hat Ultima programmiert und wäre fast der erste Tourist im All geworden, wenn ihm die scheiß Dotcom-Bubble dazwischen gekommen wäre. Der Film hatte bereits 2010 auf dem SXSW-Festival Premiere, läuft aber erst jetzt in den USA an und wird bei uns wahrscheinlich bis auf ein paar Festivalscreenings nie zu sehen sein. Aber es gibt ja andere Möglichkeiten.
Firmly ensconced in the geeky pantheon of computer legends since high school, Richard Garriott can afford to pursue his dreams – even the wildly improbable ones. For instance, following in his astronaut father’s footsteps. NASA won’t take you because of bad eyes? No problem! Pioneer your own private space industry and buy a $30 million seat on a Russian Soyuz. Richly funny and invigorating, Man on a Mission tags along with Richard on his years-long quest to be the second Garriott into space. And maybe come back.
Vimeo Direktoink, via Publique
Schönes Projekt von Studenten der Utrecht School of the Arts, die ein Multiplayer-Interspecies-Game konzipiert haben, in dem Menschen und Schweine zusammen spielen und die wollen das tatsächlich in die Tat umsetzen. Ich bin gespannt.
The Playing with Pigs project is researching the complex relationship we have with domesticated pigs by designing a game. Designing new forms of human-pig interaction can create the opportunity for consumers and pigs to forge new relations as well as to experience the cognitive capabilities of each other. The game is called Pig Chase. […]
So what we have is a game that enables humans to play with an animal they normally only consume as meat. For pigs, humans are transformed into a source of entertainment.
Playing with Pigs – researching the complex relationship between pigs and humans through game design
Vor zwei Jahren bloggte ich über das Flashgame Creeper World, dessen Stand Alone-Version ich damals tatsächlich kaufte und das ich seit dem immer mal wieder durchspiele. Creeper World ist eine Mischung aus Echtzeit-Strategie und Tower Defence, im Game bereist man Planeten, auf denen sogenannte Creeper die Oberfläche überrennen.
Und gestern habe ich zufällig herausgefunden, dass es seit Frühjahr letzten Jahres einen zweiten Teil gibt, den ich mir ungezockt sofort gekauft habe und mir grade an Level 13 die Zähne ausbeiße. Antesten kann man das Game in der Demo oder auf Kongregate, kaufen kann man das Game hier. Aber Vorsicht, macht extrem süchtig!
Der C64 wird heute 30 Jahre alt und dieser Text war eigentlich für ein Specialdings auf Fabus Superlevel vorgesehen, aber da passiert aus irgendeinem Grund nix und bevor mein geliebter Brotkasten ohne mich feiern muss, here we go: ist Teil eines Brotkasten-Specials auf Superlevel: Commodore 64 — LOAD”30 JAHRE”,8,1

Meine PLK-Nummer war 034331D. PLK steht für Postlagerkarte und die Dinger wurden von Swappern und Tradern der deutschen C64-Szene genutzt, um halbwegs anonym die neuen Cracks und Demos zu tauschen. Die Pros machten das natürlich bereits per BBS und Modem, ein Bekannter von mir, ehemaliges Mitglied der deutschen A.C.E. benutzte einen Akkustikkoppler. Das waren die richtigen Swapper. Ich als C64-Scene-n00b latschte jeden Tag zur Post und holte mir ein paar Päckchen ab, ein paar Kontakte hatte ich mir über Kleinanzeigen in der 64er zusammengeschrieben und ich hatte, nachdem man mich vor einem gewissen Günther Freiherr von Gravenreuth gewarnt hatte, sorgfältig drauf geachtet, einer gewissen Tanja konsequent aus dem Weg zu gehen.
Meinen C64 hatte ich 1986 bekommen, 12 Jahre war ich da alt. Leider nicht mehr den Brotkasten, sondern den C64II, aber immerhin: Mein erster Computer. Vorher hatte ich Konsolen, einen Pong-Clone von Philipps namens Telespiel ES 2203, danach das obligatorische Atari 2600. Und dann kam mein C64. 600 Mark hat mein Papa damals im 165 Jahre alten Spielwarengeschäft Faix in Darmstadt auf den Tisch gelegt, eine Datasette hatte ich gleich dazubekommen und zuhause schmiss ich das Teil an und schaute mir 5 Minuten lang den blinkenden Cursor an. Dann hab’ ich BASIC gelernt (und später auch ein bisschen Assembler). Zusammen mit ein paar Schulfreunden haben wir im folgenden halben Jahr rudimentäre Rollenspiele „entwickelt“ (Parser aus einem C64-Special abgetippt und versucht, das in eigene Storys einzubinden… wir haben’s natürlich nie fertigbekommen). Ich habe angefangen, eigene Fonts zusammenzupixeln und Sprites zu animieren (heute sagt man „Animated GIF“ zu sowas) und überredete Papa, dass ich unbedingt eine 1541 brauchte. Ich besorgte mir ein paar Games von meinem Cousin (der hatte einen Brotkasten und bei ihm habe ich zum ersten mal Summer Games, Lode Runner, Frogger und Blue Max gezockt), aber ich wollte mehr.
Django hatte seinen C64 ungefähr ein Jahr vor mir bekommen und er war derjenige, der „jemandem aus der Scene“ in meinem Kaff am nächsten kam. Wir waren zusammen konfirmiert worden und kannten uns ein wenig. Mit dem fing ich an, Games zu tauschen. Heisst: Ich kam mit meinen zehn 51/4“-Discs voller Games bei ihm rum und ging mit 20 wieder nach Hause. Mit dieser Grundausstattung begann ich, ein paar der Trader aus den Kleinanzeigen der 64er anzuschreiben. 95% antworteten nicht, aber auf einmal hatte ich zwei Kontakte – und es wurden mehr. Ich legte mir eine Postlagerkarte zu und ein Adressbuch, gründete mit Schulfreunden eine ultralame Gruppe nahmens HQS (High Quality Service) und so wurschtelte ich mich langsam aber sicher in die Cracker-Scene und legte mir endlich einen richtigen Namen zu: Damien. Schließlich hatte ich einen Kontakt bei Opal, die auch noch aus einem Kaff in der Nähe stammten. Die kamen aus Weinheim und Heppenheim an der Bergstraße, man verstand sich und ich wurde endlich Mitglied in einer einer richtigen Gruppe. Das muss so 1987 gewesen sein und als meine Kontaktliste ungefähr hundert Namen lang war, begann ich endlich, mit dem berühmten Antichrist von Genesis*Project zu tauschen. Ein berüchtigter Trader mit hunderten, wenn nicht tausend Kontakten, Genesis war damals in Deutschland die beste und schnellste aller Crackergruppen und mit deren Releases auf meinen Discs war ich schnell einer der bekannteren Swapper in Land.

Zu diesem Zeitpunkt tauschte ich schon lange nicht mehr auf einer „Disc-gegen-Disc“-Basis, sondern erstellte mit den Demos und Cracks, die mir geschickt wurde – das waren mittlerweile am Tag mindestens 3 Päckchen aus ganz Europa – eigene Discs und schickte circa jede Woche zwei Discs raus, jeweils an circa 30 Kontakte. Die Disketten steckte man in selbstkopierte Disc-Cover mit Ausschnitten aus Comics, selbstgemalten Graffiti, dem Gruppenlogo und natürlich der Kontaktadresse (Damien/Opal, PLK034331D, 6086 Riedstadt 6). Da das nicht ganz billig ist, grade für einen Schüler, bedienten sich Swapper folgender Tricks: Die Briefmarke mit Tesafilm überkleben oder Haarspray ansprühen, um den Stempel abwischen zu können. Oder meine Variante: 5Pfennig-Marken benutzen, was in 99% aller Fälle von den Post-Mitarbeitern nicht bemerkt wurde. Jemand erzählte mir ein paar Monate später, dass ich unter meinem Pseudonym wegen Post-Betrugs (leider nicht wegen Urheberrechts-Schnickschnack) auf der Fahndungsliste der Polizei stand. Ich weiß nicht, ob das erfunden war, aber ich war da ein bisschen stolz drauf und ab da schaute ich mich vorher zweimal um, bevor ich auf die Post ging. Ich hatte schon ein paar Storys mitbekommen von Tradern, die beim Abholen ihrer Discs von der Polizei abgefangen wurden.
Schließlich wurde ich recht dicke mit Antichrist, er verschaffte mir den Kontakt zu OMG von Amok – beide waren dieselbe Person, nachdem die Polizei seinem ehemaligen Pseudonym TNT einen Hausbesuch abgestattet hatte und er öffentlich nur noch als OMG auftritt, während Antichrist als der mysteriöse Über-Trader von Genesis Project im Verborgenen blieb –, für den ich eine Ausgabe des damals größten deutschen Szene-Discmags Sex’n'Crime machte (die Nummer 17, ich steh in der C64SceneDB als „Rene“ in den Credits) machte und nach einem Besuch bei ihm und Scrap (Grafiker von G*P) wurde ich Swapper bei Genesis. Mein Adressbuch wurde dicker und dicker, neue Kontakte waren ab hier kein Problem, ich bekam mittlerweile bis zu 20 Päckchen am Tag und besaß sieben Kisten voller Discs, alle randvollgestopft mit Cracks, Demos, Discmags und Blödsinn aus der Szene. Ich hatte es geschafft, ich war bei der größten Cracker-Crew aus Deutschland.
Danach verlor ich schnell die Lust am C64 und an der Scene, ging lieber auf Parties und hatte auf einmal ‘ne Freundin. Als Genesis mich Ende 1990 „because of Lameness“ rausschmissen, bekam ich das gar nicht mehr mit. Ich war damals 17, meine zwei besten Freunde hatten grade ihre Führerscheine bekommen und einer besaß ein Auto. Wir waren schon eine Weile stoned auf dieser neuen Musik hängengeblieben, die sich Techno nannte und eines Freitag abends beschlossen wir, in dieses berühmte Omen nach Frankfurt zu fahren, wo ich zwei Jahre später auf Acid im Parkhaus auf einen schlechten Trip kam. Aber das ist eine andere Geschichte.

Greetings to: Genesis*Project, Amok, Fairlight, Legend, 711, Blackmail, Success, DCS, Crest, Illusion, Opal, Megastyle, Light, Science451, Derbyshire RAM, Hotline, Manowar, FBR, Ikari+Talent, Dominators, Crazy, Censor, Bones, Action, Paramount, XTC, Nato, Bonzai, Triad.
Pures Nerd-Gold: Der Apple][-Gameserver ist eine Sammlung von Audiofiles, die man über ein Kabel vom Rechner an den Kassettenport eines AppleII-Rechners schickt und per Stream lädt. Geht auch mit Emulator und sowas hätte ich jetzt gerne für 'nen 64er: „The Online Apple II Game Server contains over 200 Apple ][+ and Apple //e games ready to stream directly to your ][+ or //e. If you would prefer an offline version of any game then right-click the WAV, AIFF, or TRACK links.“ Hier noch ein Disc-Server nach dem gleichen Prinzip, aber mit weniger Content.
To load a game from "The Internet" directly into your Apple ][+ or //e:
1. Remove any floppies.
2. Power on your ][+ or //e.
3. Press CONTROL-RESET.
4. Connect your iPad/computer headphone jack to the cassette input jack.
5. Set your iPad or computer to max volume.
6. Select a game from the list to the left (iPad users can scroll with two fingers).
7. At the "]” prompt type “LOAD” and press RETURN.
8. Press the HIFI play button. If you have repeated problems with HIFI, then use LOFI. NOTE: Mail alerts and other system sounds will distrupt the download. Try again.
9. Unplug and Play.

Der Australier Jazzcat hat eine detailierte Historie der wichtigsten Cracker-Crews der C64-Szene aufgeschrieben (via Superlevel), inklusive Downloads aller Cracks der Gruppen! Ich war grade etwas erstaunt, dass alle Releases meiner ehemaligen Kollegen von Genesis*Project nur 31MB groß sind, andererseits passt da natürlich eine Menge rein, wenn der RAM grade mal 64KB groß ist.
Inspired by the work of Nosah/DCS through the classic paper magazine from the late eighties called Iguana – this segment will focus on the major scene countries’ cracking groups and their members, how they started, what they did and why they are remembered. Each group will have primary detail, in some cases directly from the people involved, as well as some interesting trivia dug up from the depths of time. Rather than being mislead by unreliable information, enjoy the facts about the glory days of pirating.
Ich hab da jetzt zwei Stunden drin rumgelesen und in Erinnerungen geschwelgt, soweit ich das aus meiner aktiven Zeit als Member von G*P sagen kann (so 1987-89 als Swapper und Grafiker, dann fing das mit Mädchen und Musik an und ich hab’ das Interesse verloren) sind die Storys und Anekdoten alle korrekt. Die Liste der deutschen Cracker-Crews ist am ausführlichsten, unsere Szene war tatsächlich damals weltweit die aktivste und der German Cracking Service (GCS) war – wenn ich mich nicht irre – nach Eagle Soft die zweite Gruppe überhaupt.
Nach dem Klick ein paar alte Bekannte von Genesis*Project von mir. Übrigens: „Bad Taste is [G*Ps] fake label“. Als ich damals bei Antichrift/OMG zu Besuch war, habe ich zum ersten mal von einem gewissen Peter Jackson gehört und auf einem zehnmal kopierten VHS-Tape einen Film gesehen, den der damals mit ein paar tausend Dollar und ein paar Freunden gedreht hatte: Bad Taste.
Den hier hatte mir Stefan von der Next Level Conference schon an Weihnachten geschickt, aber da hatte ich bereits die Füße hochgelegt: Game-Art: Rube-Goldberg-Lauf-der-Dinge-Electronic-Circuit-Feedback-Machine
Während der Next Level Conference haben die Kölner Medienkünstler [vom Paidia Institut] ein Labor aufgebaut und an einer Versuchsanordnung gearbeitet, die aus einer Reihenschaltung sich selbst spielender Computerspiele besteht: Die »Rube-Goldberg-Lauf-der-Dinge-Electronic-Circuit-Feedback-Machine«. Als Vorarbeit für die Maschine mit dem langen Namen dienen sich selbst spielende Spiele als geschlossene Feedback-Systeme, mit denen das Kölner Kollektiv schon auf dem PLATINE Festival im Sommer experimentiert hat. Die Maschine erfüllt den Zweck, einen virtuellen Golfball in dem Spiel Wii Sports mittels zielgerichtetem Putt per Wii-Fernbedienung fachmännisch einzulochen.
Hier der Ablauf der Rube-Goldberg-Installation im einzelnen:
Plugging in the power connector (A) turns on robotic hand (B) which plays the Atari classic Decathlon hurdle game (C). As runner passes the finish line (D) light dependent resistor sends signal to solenoid (E) that presses a button on a game controller (F) which launches tortoise shell in Mario Kart killing Luigi (G) causing a black screen detected by light dependent resistor (H). Motor gets activated and coils up string that pulls mouse against hammer (J). Smashed mouse button clicks on Hyperlink (K) thereby sending a signal to Second Life having a giant mobile phone appear (L). Second Life avatar clicks on virtual mobile (M) causing text message to be sent to real mobile (N).
Vibration of phone is detected by piezo sensor that activates solenoid which repeatedly presses a keyboard button (O) allowing a terrorist with a flashlight in the game Counter Strike to move forward (P). The light is detected by a light dependent resistor which causes a counter terrorist player to eliminate the terrorist (Q). The shot is detected by a piezo sensor (R) that activates a servo motor which opens a Play Station 2 CD tray (S), thereby a weight connected to a toy gun falls down (T). Gun shoots a wooden plank attached to remote control (U). Toy helicopter lifts off and pulls a mouse to the side (V) causing a virtual helicopter in the game Battlefield to go down (W). Crash is detected by light dependent resistor which turns on marble run that plays Winter Games bob sleight (X). Marble hits golf ball, golf ball hits Wii remote fixed with a rope to the ceiling (Y). Wii remote swings and sinks the putt in the Wii sports golf game (Z).
If somebody gets shot by gun or electrified move away before cops arrive.

Pippin Barr hat ein Flashgame mit den Strafen aus griechischer Mythologie programmiert (via Waxy): „You can do it Sisyphus! Be the boulder! Keep on rollin’! Don’t stop! Never give up! No retreat! No surrender! No end in sight! Just delicious Greek torment as far as the eye can see and as fast as the fingers can type!“
Im Game kann man den Sisyphos mit seinem Felsen spielen, den Tantalos, der weder das in Reichweite befindliche Wasser trinken noch Früchte essen kann (nachdem er den Göttern seinen Sohn Pelops zum Mahl anbot), als Prometheus muss man 400 Jahre lang den Adler Ethon verjagen, damit der nicht an der Leber rumknabbert (weil er Zeus das Feuer geklaut hatte), man muss als eine der Danaiden Wasser in ein löchriges Bad schöpfen (weil man zusammen mit seinen 49 Schwestern vorher die Söhne des Aigyptos umgebrachte) und schließlich kann man Zenons Paradoxon von Achilles und der Schildkröte nachspielen.
Das Game ist leider nicht gut programmiert und man muss nach einem der Mini-Games die Seite neu laden, um ein anderes zu spielen. Aber ich mag die Idee sehr.

Im Etsy-Shop von Celentano Woodworks gibt’s eine Pacman-Ukulele für grade mal 600 Dollar: Pac Man ukulele (paculele) (via Superlevel)
Youtube Direktatari, via Neatorama
Jemand namens cTrix hat sich aus einem Atari2600 eine Chiptunes-Gitarre gebastelt, im Video sieht man das Teil beim Live-Einsatz bei einem Gig in Japan.
The “gAtari” was my excuse to do something a little silly after I discovered that the Atari 2600 was more limiting than I realized! (31 pitches, minimal waveforms and only 2 channels!) I needed an EQ which could take a high voltage and drop it down to line level (Boss bass EQ) plus a way to hold loops between tracks and parts (Boss delay). So rather than have it “DJ” style config, I thought I make something a little more creative. It uses my atari-x-mod converter software which compiles binary files for Atari.

Grandioser Weihnachtsbaum von Redditor Tmyakal: A Very Portal Christmas Tree. (via Superpunch)

Fireplace: Ein Kaminfeuer als Textadventure für Win und Mac. Ich glaube, jetzt hab’ ich wirklich alles gesehen: „Type Words to interact with fireplace or just sit back and enjoy. The logs burn down to ashes in about 30 Minutes each.“ (via Macelodeon)

Think Geek verkauft Science-Kits inklusive Poster und einer GlaDOS, die blinkt und spricht, wenn man einen Kartoffel-Stromkreislauf herstellt.
If you missed the children’s Science Fair at Aperture Labs, no worries! We’ve packaged nearly everything you need in this handy PotatOS Science Kit. The kit even includes a miniature science fair poster with brand new content from Valve’s writing team! Why “nearly everything,” you ask? You’ll have to provide your own potato, but we’re sure you have one nearby. Follow the directions and in minutes you’ll turn a mild-mannered Russet potato into your very own PotatOS that lights up and will insult you, just like old times.
Youtube Direktscorpion, via Boing Boing
Piraten des Games „Serious Sam 3“ müssen sich nicht mit beknacktem DRM oder sowas rumschlagen, sondern bekommen’s mit einem unbesiegbaren Riesenskorpion mit zwei automatischen Superwummen zu tun. Mit der Sorte Kopierschutz kann ich ziemlich gut leben.

Harrison Krix hat sowohl 2009 als auch 2010 eine Portal Gun gebaut, dieses Jahr ließ er sich etwas komplett anderes einfallen und hat eine Gravity Gun aus Half Life gebastelt, hier das Flickr-Set.
Vorher auf Nerdcore:
DIY Portal Gun
Portal Gun Replica
Harrison Krix’ DIY Daft Punk-Helmet of the third Kind
Harrison Krix’ DIY Daft Punk Thomas-Helmet
Youtube Direktducks, via Indiegames
Time Ducks scheint ein Frogger-Klon mit Zeitdingsbums zu sein, angezockt hab’ ich’s noch nicht, werde ich nachher aber definitiv tun: „Time Ducks is a brand new IOS game that will take you back in time in more than one way. The game is a unique blend of the classic game Frogger, the innovative Braid, slot machines and scoring lots and lots of points. Featuring more than 15 different animals and over 30 cars, your goal is to get the animals safely across the road by drawing routes for them. The cars are driving like maniacs but fortunately, the animals can control time!“