The Flaming Lips: A History of The Soft Bulletin
Youtube Direktsoft, via Marc
Pitchfork haben ihre Flaming Lips-Doku von vor ein paar Monaten über die Entstehung von „Soft Bulletin“ bei Youtube hochgeladen: „The Flaming Lips offer an oral history of The Soft Bulletin, with intimate interviews examining the stories behind this modern classic.“
Musicvideos: Primal Scream, Kool AD, Stars, Black Pus, Duke Dumont
Oben erstmal zwei tolle HipHop-Nummern von Heems mit „Desi Shoegaze Taiko“ und einem Clip als Hommage an Blade, gefolgt von Kool ADs „Moneyball“.
Nach dem Klick spielen Nightbox einen angenehm zerschossenen 80s-Song, Duke Dumont haben ‘nen schönen House-Track mit lustigem Video am Start, The M Machine ein toll animiertes Video zu ihrem „Tiny Anthem“, Primal Scream klingen auch sechs Jahre nach ihrem letzten Album immer noch genau wie Primal Scream, die Stars haben immer noch ihren Powerpop aus Kanada, Scotch Ale drückt am Ende mit „Change Your Life“ ein bisschen auf die Tube und als Rausschmeißer gibt’s zweimal Hardcore von Black Pus – das neue Projekt von Brian Chippendale (Lightning Bolt) – mit einem fantastischen Track und einem grausam-schlechten Video, und Greys „Carjack“.
Poltergeist Soundtrack on Vinyl


Grade bestellt: Mondos remasterten Poltergeist-Soundtrack auf Vinyl.
Ich liebe Poltergeist, halte ihn für einen nahezu perfekten Film und wenn ich auf eine einsame Insel ziehen müsste und nur einen Flick mitnehmen dürfte, es wäre Poltergeist. Der Door Ghost ist das vielleicht grandioseste Creature Design aller Zeiten, der Erzählrhythmus und die Effekte sind auch 30 Jahre danach nicht spürbar gealtert und „Dieses Haus ist gereinigt“ ist einer der besten Oneliner überhaupt.
Der Soundtrack kommt als Doppelalbum, viele der Tracks erscheinen zum ersten mal auf Platte, ein paar der Alben kommen in transparentem Vinyl, drückt mir die Daumen.
Tracklist:
1) The Star Spangled Banner*
2) The Calling / The Neighborhood (Main Title)
3) The Tree (Outtake)*
4) The Clown / They’re Here / Broken Glass / The Hole / TV People*
5) Twisted Abduction
6) Contacting The Other Side*
7) The Light
8) Night Visitor / No Complaints
9) It Knows What Scares You*
10) Rebirth
11) Night Of The Beast
12) Escape From Suburbia
13) Carol Anne’s Theme (End Title)*First appearance on vinyl
The Beatles Argument
Youtube Direktbeatles, via Boing Boing
Toller neuer Clip von CDZA: „Anger, frustration, forgiveness, revenge: communicated in 17 Beatles songs.“
Jihad Rapper ripps of MC-Mujahideen

Ein amerikanisches Mitglied und Rapper der al-Qaida nahestehenden al-Shabab Mudschahidin-Bewegung wird von seinen ehemaligen Kollegen beschuldigt, seine Reime nicht selbst geschrieben zu haben und vom einem anderen amerikanischen Mudschahidin abgerippt zu haben. Wenn sich al-Qaida jetzt wegen Geistigem Eigentum rumstreitet, dann ist die Welt wieder in Ordnung.
Omar Hammami, or Abu Mansour al-Amriki, is one of the highest-profile Americans to ever join an al-Qaida affiliate. He quickly established himself as a unique sort of English-language propagandist for Somalia’s al-Shabab. “Land by land / and war by war / only gonna make our black flag soar / drip by drip / shot by shot / only gonna give us the death we sought,” he rapped in 2009. […] But last year, Hammami had an abrupt falling out with al-Shabab. He recorded a YouTube clip in March warning that his “life may be in danger” by his former allies. […]
“Worth noting here also is that the Jihadi rap Nasheeds, ‘Send Me A Cruise’ and ‘Make Jihad With Me,’ that are often erroneously attributed to Abu Mansur are the work of another Muhajir — another American Mujahid — but, of course, Abu Mansur would never say otherwise since the Nasheeds ‘perfect’ and complement his projected self-image,” Abu Hamza Al-Muhajir wrote.
Rapping Terrorist Accused of Not Writing His Own Jihadi Rhymes
Iceage – You’re Nothing (Review)

Iceages Debut-Album „New Brigade“ hab’ ich vor zwei Jahren hier schwer abgefeiert. Damals spielten sie dreckigen Punkrock, 12 Songs in 24 Minuten voller Teenage Angst. Jetzt haben sie das „schwere“ zweite Album „You’re nothing“ am Start und es ist… besser. Die grade mal 22jährigen Rotzlöffel hauen hier erneut ihren düsteren Noisepunk um die Ohren, das Songwriting ist noch cleverer, der Sound noch druckvoller und unter der Oberfläche von alldem funkelt immer noch ein schwarzes Herz aus Pop.
Der Opener „Ecstasy“ mäandert geschickt zwischen schleppend gespielten Strophen, nur über in High-Speed Refrains in stakkatohaften „Pressure-Pressure“-Rufen zu landen. Ohne Pause prescht das Album durch „Coalition“, getrieben von „Excess-Excess“-Schreien und hochgestimmten Sonic Youth-Gitarren. „Interlude“ ist genau die kurze Atempause, die sie einem auf „New Brigade“ nicht gegönnt haben, nur um mit „Burning Hand“ dem Hörer die Lyrics förmlich ins Gesicht zu spucken. „In Haze“ ist für Iceage-Verhältnisse beinahe schon fast fröhlich, „Morals“ vereint Bright-Eyessche Rotwein-Verzweiflung mit zurückgemischten Gitarrenwänden.
Mit „Everything Drifts“ begibt sich das Album auf eine Zielgrade aus Gröhl-Rock („Wounded Hearts“), Speed-Punk („It might hit first“, „Rodfæstet“), um schließlich mit „Awake“ einen augenzwinkernden Bastard aus Pop-Punk und Noise-Hymne zu landen. Und zum Abschluss fassen sie ihr Album mit dem titelgebenden Song „You’re nothing“ nochmal zusammen.
„You’re nothing“ ist da erste Album der Band auf einem großen Label (Matador) und man hätte erwarten können, dass sie ihren dreckigen Sound aufpolieren und wenigstens ein bisschen mainstream-tauglicher machen. Haben sie nicht getan, sondern sie haben ihren Rotzpunk aufgebohrt, verfeinert, noch cleverer, noch druckvoller gemacht. Die wissen anscheinend ziemlich genau, was sie tun. Ein kaputtes, brillantes, wunderbares Album und von der Band erwarte ich demnächst nicht weniger als ein Dekade-formendes Meisterwerk. Yes, they are that good.
Amazon-Partnerlinks:
Iceage – You’re Nothing (MP3)
Iceage – You’re Nothing (CD)
Vorher auf Nerdcore:
Iceages „New Brigade“: When Dead Kennedys ate Joy Division
SXSW 2013-Torrent: 999 Tracks for free:
Das (erste) 2013er Torrent mit allen Preview-Tracks vom diesjährigen SXSW-Festival ist online, 999 Files mit 6.13GB: „These torrents include all the tracks that could be previewed on the SXSW website for SXSW 2013 as of February 21, 2013.“
Musicvideos: Phoenix, Ssion, Darwin Deez, Diplo, Bat For Lashes, Warm Soda
Nicht weniger als 18 Clips heute, sehr viel, sehr tolle Sachen dabei. Oben erstmal der sensationelle Clip zu Darwin Deez’ „You Can’t Be My Girl“, inszeniert von Keith Schofeld (Diesels SFW XXX-Spot, Duck Sauce’ „The Big Bad Wolf“-Clip). Darwin stolpert mit seiner fantastischen Frisur durch Stock-Videos. Super! Darunter Warm Sodas wunderbarer Punk-Knaller „Busy Lizzy“.
Nach dem Klick ein neuer ganz großer Track von Ssion – ich glaube, die Frisuren von Ssion und Darwin Deez sind irgendwie verwandt –, Letherette vom Ninja Tune-Label machen ihre Version von Nu-R’n'B, Diiv spielen ‘ne wunderbar-naive 80s-Harmonie, Bo’Tox machen sowas wie New Soul oder so ähnlich, jedenfalls ganz grandios. Diplos „Butters Theme“ kann ziemlich viel, Bat For Lashes machen was mit Monstern, Eat Skull und Planningtorock machen undefinierbare, großartige Weirdness, Ziggurat fast schon gewöhnliche Beats (aber toll!).
Dan Friel frickelt grandiosen 8Bit-Noise zusammen, Elliphant spielen 80s-Powerpop, Antwon macht tollen HipHop, KLJM rappen über nen angeglitchten Housetrack, No Monster Club haut zerschossenen 50s-Rocknroll raus, Phoenix klingen auch ein paar Jahre danach immer noch genau wie Phoenix und als Rausschmeißer gibt’s Moullinex’ „Darkest Night“.
We Buy White Albums


Tolle Ausstellung/Installation von Rutherford Chang in der Recess Art Gallery, wo er einen Popup-Store aufgebaut hat, seine 693 White Albums von den Beatles zeigt und neue Erstpressungen in allen Zuständen kauft. Dazu spielt er jeden Tag die Alben, eins nach dem anderen, dokumentiert die Cover und am Ende will er alle dieser White-Alben-Plays übereinandermischen. Eine Kackophonie aus White Albums, oben die erste Seite des White Albums hundertmal übereinandergelegt. Mag ich, sehr. Aus einem Interview mit Dust & Grooves:
Q: Are you collecting as an artist or as a music fan?
A: I’m collecting them as cultural artifacts.
Q: Do you listen to vinyl records on regular basis?
A: I listen to the White Album every day.
Q: You play it every day, non- stop. What are you trying to achieve?
A: While at Recess, I’m listening to and recording the albums and documenting the covers. The albums I listen to get put up on the “staff picks” wall. At the end of the exhibition, I will press a new double-LP made from all the recordings layered upon each other. It will be like playing a few hundred copies of the White Album at once, each scratched and warped in its own way.
Musicvideos: Dahlia Black, Tyler The Creator, Gossip, Amanda Palmer
Hier erstmal Dahlia Black mit dem fantastischen „Fuck A Rap Song“.
Nach dem Klick die Clips zu „Get A Job“ von Gossip, neues von Amanda Palmer und Tyler the Creator und nettes Füllmaterial von Proxy, The Last Royals, Bed Bugs, Ghost Loft und den Super Wild Horses. Eher so halbspannend, alles, aber „Fuck A Rap Song“ oben kann dafür sehr, sehr viel.
Massive Attacks’ Teardrops on Vegetables
J.Viewz spielt Massive Attacks „Teardrops“ per Makey Makey auf frisch gekauftem Gemüse.
Swissted is a Book: Vintage Punk-Flyer as Typo-Remixes

Mike Joyce’ Swissted-Projekt, in dem er alte Punk-Flyer in minimalem Schweizer Typo-Design remixt, erscheint anfang nächsten Monats als Poster-Buch. Ich weiß nicht, ob man das wirklich als Buch braucht, aber Grund genug, nochmal auf das Teil hinzuweisen, seit damals sind auch nochmal eine Menge Redesigns dazugekommen.
swissted is an ongoing project by graphic designer mike joyce, owner of stereotype design in new york city. drawing from his love of punk rock and swiss modernism, two movements that have (almost) nothing to do with one another, mike has redesigned vintage punk, hardcore, new wave, and indie rock show flyers into international typographic style posters. each design is set in lowercase berthold akzidenz-grotesk medium (not helvetica). every single one of these shows actually happened.
Amazon-Partnerlink: Swissted: Vintage Rock Posters Remixed and Reimagined (via The Fox is black)
Musicvideos: Shout Out Louds, The Flaming Lips, Pissed Jeans, Tullycraft, Foals
Oben erstmal fantastischer Noise-Fun-Punk von den Pissed Jeans mit dem unterhaltsamsten Video der Woche für „Bathroom Laughter“, gefolgt vom ebenso tollen Los Campesinos!-Gedächtnistrack „Lost in Light Rotation“ von Tullycraft.
Nach dem Klick noch sehr schöner Punk von A Giant Dog, die Mazes spielen lässigen Garage Rock, die Shout Out Louds machen immer noch einen auf Echo & The Bunnymen, die Foals haben ein hübsches Line-Drawing-Video zu ihrem karibisch klingenden Indiepop, die Flaming Lips mit ‘nem neuen Clip zu ihrem LoFi-Noise-Cover von Queens „Bohemian Rhapsody“, neue Songs von Dog Bite, Total Warr und den Blood Red Shoes, entspannende Beats von Cliff Dweller, Indian Wells samplen Tennis-Sounds und als Rausschmeißer gibt’s den Compuphonic Remix von Petula Clarks „Cut Copy Me“.
WebGL MP3-Waveform Analyzer

Tolles Chrome-Experiment: Der Loop Waveform Analyzer visualisiert MP3s im Browser. Man muss nur ein bisschen aufpassen, dass man dabei keinen Anfall bekommt, oder sowas.
The Loop Waveform Visualizer uses a combination of level and waveform data to produce a circular audio visualization of any MP3. Use the mouse to tilt and the mousewheel to zoom.
To run this, you need a WebGL capable machine and the latest Chrome. Also be aware that it won’t look as good when running under Windows, since Chrome’s WebGL implementation on Windows does not suport line thickness (among other issues). It works better if you use a track that has a high dynamic range (meaning the volume of the track changes a lot over time).






Q: Are you collecting as an artist or as a music fan?


Research into how humans behave in crowds had mostly been limited to fairly organised situations, like pedestrians forming lanes when walking on the street. But when Jesse Silverberg, a graduate student at Cornell University in Ithaca, New York, took his girlfriend to her first heavy metal concert a few years ago, he witnessed a different and surprising form of crowd behaviour.
swissted is an ongoing project by graphic designer mike joyce, owner of stereotype design in new york city. drawing from his love of punk rock and swiss modernism, two movements that have (almost) nothing to do with one another, mike has redesigned vintage punk, hardcore, new wave, and indie rock show flyers into international typographic style posters. each design is set in lowercase berthold akzidenz-grotesk medium (not helvetica). every single one of these shows actually happened.



