Top-Banks are not profitable, form an economic Super-Entity

Bloomberg hat ausgerechnet, dass die Too Big To Fail For Trial-Banken nicht wirklich profitabel sind und ohne Subventionen durch den Steuerzahler grade mal so den Break-Even schaffen. Dazu empfehle ich diese zwei Jahre alte Studie, die Besitzverhältnisse internationaler Konzerne durchleuchtet hat und eine wirtschaftliche „Super-Entity“ in Form genau dieser Banken ausmacht, die Kontrolle über die Konzerne ausübt. Daraus ergibt sich dann ein hübsches, klares Bild einer Quasi-Weltregierung, die globale Wirtschaftspolitik mit Finanzströmen betreibt und die zu einem guten Anteil vom Steuerzahler finanziert wird. Ich bin echt kein Freund von Verschwörungstheorien, aber das klingt schlüssig.
Von Bloomberg: Why Should Taxpayers Give Big Banks $83 Billion a Year? (via Fefe)
The top five banks — JPMorgan, Bank of America Corp., Citigroup Inc., Wells Fargo & Co. and Goldman Sachs Group Inc. – - account for $64 billion of the total subsidy, an amount roughly equal to their typical annual profits (see tables for data on individual banks). In other words, the banks occupying the commanding heights of the U.S. financial industry — with almost $9 trillion in assets, more than half the size of the U.S. economy — would just about break even in the absence of corporate welfare. In large part, the profits they report are essentially transfers from taxpayers to their shareholders.
Von Plos One: The Network of Global Corporate Control (via New Aesthetics)
We present the first investigation of the architecture of the international ownership network, along with the computation of the control held by each global player. We find that transnational corporations form a giant bow-tie structure and that a large portion of control flows to a small tightly-knit core of financial institutions. This core can be seen as an economic “super-entity” that raises new important issues both for researchers and policy makers.
Rolling Stone über Bankster: „Everything’s fucked up, and nobody goes to jail“

Starker Artikel im Rolling Stone über die nichtvorhandenen Folgen der Krise 2008 für die verantwortlichen Wall Street Bankster.
Over drinks at a bar on a dreary, snowy night in Washington this past month, a former Senate investigator laughed as he polished off his beer.
“Everything’s fucked up, and nobody goes to jail,” he said. “That’s your whole story right there. Hell, you don’t even have to write the rest of it. Just write that.” […]
Not a single executive who ran the companies that cooked up and cashed in on the phony financial boom — an industrywide scam that involved the mass sale of mismarked, fraudulent mortgage-backed securities — has ever been convicted. Their names by now are familiar to even the most casual Middle American news consumer: companies like AIG, Goldman Sachs, Lehman Brothers, JP Morgan Chase, Bank of America and Morgan Stanley. Most of these firms were directly involved in elaborate fraud and theft.
Why Isn’t Wall Street in Jail? – Financial crooks brought down the world’s economy — but the feds are doing more to protect them than to prosecute them (via Fefe, Comic: Damn It Feels Good To Be a Banksta [danke Henry!] aus einem alten Posting)
Lohnverzicht für Businesskasper
Ein Lohnverzicht schütze vor Entlassungen, er mache Arbeit für die Unternehmen billiger und verbessere die Gewinnsituation, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Hagen Lesch vom Institut der deutschen Wirtschaft (spOnline)
Wait, what? Die Businesskasper, die seit 20 Jahren Lohnverzicht fordern und hier und da alles kürzen und für immer weiteren Sozialabbau lobbyieren und die uns letztendlich die gesamte Finantkrisenscheiße eingebrockt haben, sich in dieser Situation vom Staat aus dem selbst veranstalteten Schlamassel mit unserer Kohle haben retten lassen, wovon sie sich erstmal natürlich einen fetten Bonus habenn auszahlen lassen… die wagen es tatsächlich, was zu fordern?
Ihr habt Euren Lohnverzicht gehabt – die letzten 20 Jahre lang, elende Businesskretins, jetzt dürft gerne selber bluten. Und ja, ich pauschalisiere. So fucking what.
Das Finanzkrisenquartett

Es gibt Quartetts mit tödlichen Krankheiten, den fiesesten Diktatoren, es gibt ein Wurstquartett und neulich habe ich bei meinem Comichändler ein Dönerquartett gesehen. Und jetzt gibt es auch ein Finanzkrisenquartett. Macht sich gut zwischen Viren und Diktatoren, finde ich.
In Zeiten wie diesen, in denen das Leben der Menschen aufgrund der Finanzkrise von Sorgen und Zukunftsängsten geprägt ist, war es schon immer hilfreich aus der Not eine Tugend zu machen. Spielerisch lernen Sie mit dem Finanzkrisenquartett die Banken und Konzerne kennen, die durch die Krise fast oder sogar ganz vernichtet wurden und haben die Chance selbst Krisen(quartett)gewinnerIn zu werden! [...]
Finden Sie heraus, welcher Konzern die meisten Staatshilfen eingestrichen hat und wer die eine hohe Zahl an Entlassungen verantworten muss. Gewonnen hat, wer sich nach und nach alle gegnerischen Karten erspielt hat, sie sozusagen der eigenen Ich-AG einverleibt hat.
Zocken wie die Manager: Das Finanzkrisenquartett (via Testspiel)
Eine kurze Nachricht von Opel an alle

Opel wurde also mit 1,5 Millarden Euro „gerettet“ von unserer Bundesregierung. Ich habe deshalb diese amerikanische Bailout-Satire-Anzeige mal für deutsche Opel-Bedürfnisse aktualisiert. Weil, kann ja nicht sein, dass so ein maroder Autobauer ohne eigene Satire vom Staat saniert wird. In drei Jahren sind sie dann eh pleite und die 1,5 Millarden auf Nimmerwiedersehen weg. Was hätte man mit dem Geld alles machen können, aber nee, is ja Wahlkampf. Politiker, ey. So ganz grundsätzlich immer die falschen Entscheidungen, so dünkt es mir.
Star Wars goes Green-Shirts plus Deathstar-Finanzkrisen-Shirt

Zazzle, deren AT-AT-Fail-Shirt ich im Oktober 2008 gebloggt hatte, haben ein paar fantastische neue Shirts am Start: Star Wars mit Umweltbotschaften. Wenn man auf die Umwelt achtet wird man so alt wie Yoda und Recycling ist nicht nur für Jawas. Fantastisch!
Noch viel fantastischerer finde ich allerdings dann das Todesstern-Finanzkrisen-Shirt. Es heisst ja, manche der kriselnden Banken und Unternehmen wären „too big to fail“. Das war der Todesstern ja auch. Eigentlich. Aber der Lüftungsschacht.
Tread lightly: AT-ST drivers, beware of trees!, Conserve Fuel. Ride a tauntaun to work!, Yoda says Go Green, Stormtroopers: Watch your aim!, Recycling. It’s not just for Jawas, Visit Endor: Brought to you by the imperial depart, Death Star: Too Big to Fail (via Superpunch)

Bailout-Oster-Streetart
(Vimeo Direktabove, via Wooster)
Das hier ist das Ostergeschenk von Streetartist Above an die Business-Kasper von AIG, die sich von den Steuergeldern erstmal ein paar Boni gönnten. Hier das Bild in groß. Get your egg, fuckers!
HR2 DerTag über die Abfuckprämie und das Ende des Systems Wachstum
Vor fünf oder sechs Jahren sprach ich mit einem Bekannten über Globalisierung und Arbeitslosigkeit und meinte zu ihm, grob gesagt: „Wart’s mal ab, das wird alles noch viel lustiger, der Glaube an ewiges Wirtschaftswachstum ist doch total irre, wo soll das denn alles hinwachsen?“ So oder so ähnlich hab’ ich das gesagt. Und genau dasselbe sagt der HR2-Podcast Der Tag und stellt mehr oder weniger die Systemfrage, weil Abwrackprämie populistischer Bullshit ist. Und weite Teile des Bailouts meiner Meinung nach auch.
Nein, niemand soll leer ausgehen. Die Abwrackprämie wird weiter gezahlt – das ganze Jahr. Und was kaufen wir uns damit? Die Autos von gestern, die uns die Probleme von morgen bescheren. Aber es steigert das Bruttoinlandsprodukt. Und das ist die magische Zahl. Auf die schaut die Wirtschaft, auf die schaut die Politik. Dabei sagt uns das Bruttoinlandsprodukt nichts über Sinn und Zweck dieser Produktion, nichts über die sozialen und ökologischen Kosten, nichts über die Vergangenheit und schon gar nichts über die Zukunft. Es zeigt nur, ob die Wirtschaft wächst – und mit ihr der gesellschaftliche Wohlstand. Dachten wir. Dass die Wirtschaft wachsen und dennoch immer mehr Menschen immer ärmer werden können – das haben wir in den letzten Jahren gelernt. Also gehört womöglich die Formel “Wirtschaftswachstum ist gleich Wohlstand” auf den Schrott.
Abwrackprämien und anderer Schrott: Wider den Wachstumswahn! (MP3), HR2 Der Tag Podcast
Southpark und die Finanzkrise
(Youtube Direkt, via YBNBY)
Die neue Southpark-Folge nimmt sich der Finanzkrise an, masht diese immer wieder mit der Geschichte von Jesus (!) und sie ist absolut großartig, wenn man von den Clips ausgeht, die komplette Folge ist nämlich noch nicht online, auch wenn dort was anderes steht. Aber die Clips sind totally hilarious, hier meine Favorites:
Oben: The Importance of Saving Money (Aaaaand it’s gone.. Boof!), Plastic Cards and Paper Money, The last Pizza Supper (Cartman als Judas! KREISCH!), Bailout! (Voodoowirtschaft!)
[update] Henri schreibt mir:
Moin Mister!
Hier kommt Margaritaville.
South Park Season 13 Episode 3 in HDTV:http://www.youtube.com/watch?v=Qpap2NuMh38 (part1)
http://www.youtube.com/watch?v=3XQI23c8u98 (part2)
Der Rolling Stone über Businessbullshit und Finanzkrise
Der Rolling Stone hat einen hervorragenden Artikel über den Bailout der AIG, die Finanzkrise und die Menschen hinter diesem ganzen Businessbullshit. Der Text ist sehr lang und sehr fantastisch weil deutlich, er nennt die Namen, Strategien und vor allem die Verbrechen, die im Hintergrund liefen und erzählt die Geschichte dieser platzenden Finanzblase von den Achtzigern bis heute.
Das schöne an diesem Text ist, dass man nichts vom Wallstreet-Geblubber der Businesskasper wissen muss, um ihn zu verstehen, weil das Wallstreet-Geblubber einer der Gründe ist, warum die Finanzkrise überhaupt existiert und genau deshalb bin ich immer noch dafür, keine Steuergelder in schwarze Löcher zu pumpen, in eine Scheinwirtschaft ohne Haftung in der Realität. Der Artikel geht aber noch weiter und erkennt im Bailout eine Machtübernahme von Businesskaspern in den USA über geheime Bailout-Instrumente.
Der Text ist sehr lang, aber sehr wichtig und nochmal: sehr, sehr gut. Er lässt sich dank George Carlin aber auch auf einen wunderbar einfachen und wahren Satz subsummieren: „Businessmen are completely full of shit“ (hier in der Langfassung).
There is a reason it used to be a crime in the Confederate states to teach a slave to read: Literacy is power. In the age of the CDS and CDO, most of us are financial illiterates. By making an already too-complex economy even more complex, Wall Street has used the crisis to effect a historic, revolutionary change in our political system — transforming a democracy into a two-tiered state, one with plugged-in financial bureaucrats above and clueless customers below.
The most galling thing about this financial crisis is that so many Wall Street types think they actually deserve not only their huge bonuses and lavish lifestyles but the awesome political power their own mistakes have left them in possession of. When challenged, they talk about how hard they work, the 90-hour weeks, the stress, the failed marriages, the hemorrhoids and gallstones they all get before they hit 40.
“But wait a minute,” you say to them. “No one ever asked you to stay up all night eight days a week trying to get filthy rich shorting what’s left of the American auto industry or selling $600 billion in toxic, irredeemable mortgages to ex-strippers on work release and Taco Bell clerks. Actually, come to think of it, why are we even giving taxpayer money to you people? Why are we not throwing your ass in jail instead?”
But before you even finish saying that, they’re rolling their eyes, because You Don’t Get It.
The Big Takeover – The global economic crisis isn’t about money – it’s about power. How Wall Street insiders are using the bailout to stage a revolution (via Reddit)
M.C. Escher vs. Finanzkrise

Mark McHugh hat’s raus: Die Kunstwerke von M.C. Escher sind tatsächlich keine Kunst, sondern ökonomische Modelle! This is brillant!
M. C. Escher – Economist (via Neatorama)
Passend dazu hier der Finanzkrisen-Rant von Plomlompom: Finanzkrise, fuck yeah!
These: Die Finanzkrise ist eine gute Sache. Sie streckt Platzhirsche nieder, baut veraltete Industrie ab, schrumpft Zahnräder in größere Flexibilität.
Warum feiern wir nicht, dass niemand mehr Autos kaufen will? (Nachhaltigkeit.) Lasst die jammernde Autoindustrie verrotten. Einem schwarzen Loch sollte man kein Geld in den Rachen werfen. (Schaeffler, Opel.) Hier sollte man kein anachronistisches Subventionsloch aufreißen (wie zuvor den Steinkohlebergbau). Dasselbe: Papierdruck-Zeitungen. Lieber in Neues investieren; da, wo der Impuls ist.
High-Tech dagegen, das Computerzeitalter z.B., sieht nicht so aus, als würde es zusammenzubrechen (späte Rache der alten Dotcom-Blase an den ‘echten’ Werten). (Apple verkauft mit Rekordquartalsergebnissen seine iPhones und MacBooks, angeblich Rezessions-inkompatible Luxusprodukte. [...]
Säbelt die Finanzkrise mit Wegkürzung des Alten Entfaltungsraum für das Neue zurecht? Neue Wirtschaftsstrukturen stehen bereits in den Startlöchern, um das freigeräumte Spielfeld zu übernehmen. (Open Source. Endnutzer-3D-Drucker.) Alte Sicherheiten geraten ins Wanken (klassische Arbeitskultur und die damit verbundenen Sozialversicherungssysteme; Informationsverknappungsindustrie: Copyright-Kartelle), aber an Ersatzstrukturen zu Menschengunsten wird bereits gebrütet (selbstbestimmtes Arbeiten und bedingungsloses Grundeinkommen? Intelligenzproduktion durch Informations-Sharing?).
The Crisis of Credit Visualized
(Vimeo Direktcrisis, via Spreeblick)
Johnny hat bei Spreeblick diese fantastische Animation von Jonathan Jarvis gepostet: Finanzkrise für Dummys, sozusagen. Diesem Podcast nicht unähnlich, den ich in diesem Zusammenhang schonmal gepostet hatte, nur eben visualisiert und noch verständlicher. Und weil ich das jetzt alles verstanden habe, sage ich: Waaaaaa! Nix wie weg hier!
[update] Wenn es nicht so ernst wäre, wäre es fast lustig. Ach was, das hier ist lustig.
Die “Hannoversche Allgemeine Zeitung” berichtet in ihrer Freitagsausgabe von – teilweise hochspekulativen – Geschäften in Höhe von knapp 600 Milliarden Euro, die nicht in der Bilanz auftauchten. Das wäre mehr als die offizielle Bilanzsumme, die bei 400 Milliarden liegt. Zusammen würde sich folglich ein Betrag von knapp einer Billion Euro ergeben, die der angeschlagene Immobilienfinanzierer laufend mit neuen Krediten refinanzieren müssen. (ARD, via Killefit)
Credit-Crunch, the Boardgame

Der Economist hat ein Brettspiel zur Finanzkrise gebastelt. Einfach PDFs runterladen, ausschneiden und mit Millionen um sich werfen. Wie Monopoly, nur mit Business-Kaspern. Super!
Board game Credit Crunch (via Fefe)
Bankers Band Aid
(Youtube Direktbanker, via Arbroath)
ZOMG! Wie großartig! Jedes Jahr zu Weihnachten kommt man ja in Spendenstimmung und wer sind die bedürftigsten der Bedürftigen? Die ärmsten der Armen 2008? Genau: Die Banker. Wie gut, dass sich die Band Aid erneut zusammengefunden hat und Bono, Simon LeBon, Boy George und die anderen für die Businesskasper einen Charity-Song aufgenommen haben, der über 1:50 Minuten genau dasselbe Lied ist, dann aber erst richtig losgeht: „And there won’t be city bonuses this christmastime. The only thing they’ll get this year is fired. Oooooh, no strippers or cocaine, just anger, hate and blame. Do they know it’s christmastime at all?“ Fan-tas-tisch, Interwebz, I love you so!
Loriot zur Finanzkrise
(Youtube Direkt, via Holgi)
Für alle, die von der Finanzkrise genausoviel verstehen, wie ich: Loriot hat’s schon immer gewusst, der alte Fuchs.
Wenn man einmal von der Ertragsstabilität als restriktiver Notenbankpolitik im Sinne der Verminderung des realen Volumens der industriellen Bruttoanlageinvestitionen, die derzeit fünfdreiviertel Prozent unter dem Dow Jones Index liegen, absieht, kann ohne Wechselkursfreigabe oder stabilitive Selbstfinanzierungsmöglichkeit keine echte Kapazitätsauslastung ohne Inanspruchnahme paritativer Lomabrdkredite Diskontiert werden.
Mit einem Wort: Bullshitbingo. In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch zum 85. Geburtstag, Vicco!


