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29c3 Fnord-Jahresrückblick

 Youtube Direktfnord

Hier der Fnord-Jahresrückblick vom 29c3 inklusive Jungs, die die Übertragung einer Überwachungskamera durchflexen, verdächtigen Taschenlampen oder Polizeieinsätzen wegen Antikapitalismus, bei dem sie iPads und iPhones finden. Weitere Talks und Vorträge gibt’s auf Youtube: hier der Channel für die englischen, dort der für die deutschsprachigen.

Ist natürlich auch mehr oder weniger ein Jahresrückblick von Fefes Blog und auch wenn ich selber immer mal wieder eher genervt bin von Herrn Leitner, muss man ja auch einfach mal sagen, dass der Mann das seit Jahren ganz hervorragend macht, dieses Bloggen. Ganz ohne diesen „Web zurückerobern“-Blödsinn, über den ich – bei aller Liebe – ‘nen dreitausendwortigen Rant ablassen könnte, wenn ich nicht zu faul dafür wäre. Wie auch immer: Fnord Jahresrückblick, Anschaubefehl!

29c3-Videos

Seit gestern Mittag werden die Vorträge vom 29. Chaos Computer Congress online gestellt, hier der FTP-Server, hier ein Mirror davon.

Auf Youtube gibt’s die Vorträge auch, hier der Channel für die englischen, dort der für die deutschsprachigen.

Ich habe mir, neben Jacob Applebaums Keynote, bislang Stefan Wehrmeyers (Fragdenstaat.de) Zur Lage der Information und den von der Digitalen Gesellschaft angesehen, grade läuft Die Wahrheit, was wirklich passierte und was in der Zeitung stand, den werde ich aber gleich pausieren und mir Open Source Schlüssel und Schlösser – Offene Quellen zum Bösen und Guten: von downloadbaren Handschellenschlüsseln zu sicheren elektronischen Schlössern ansehen.

Hier noch die Livestreams, hier die Schedule.

28c3: Politik hacken und weitere Vorträge

 Youtube Direkthacks, via Netzpolitik

Wo wir grade bei Vorträgen sind, die ich mir ansehen will: Derzeit findet der 28. Chaos Communication Congress statt und die Vorträge landen alle zeitnah auf Youtube. Gesehen habe ich bislang nur obigen grandiosen Vortrag von Alexander Müller und Montserrat Graupenschläger über „Politik hacken – Kleine Anleitung zur Nutzung von Sicherheitslücken gesellschaftlicher und politischer Kommunikation“, Doctorows „The coming war on general computation“ und die Präsentation der Echtes Netz-Kampagne. Hier, was ich mir noch ansehen will und werde, die Liste werde ich updaten, wenn weitere Videos im Netz landen.

Anne Roth: Sachsen dreht frei: On- und Offline-Überwachung: Weil sie es können
Stefan Katzenbeisser: Can trains be hacked?: Die Technik der Eisenbahnsicherungsanlagen
Evgeny Morozov: Marriage from Hell: On the Secret Love Affair Between Dictators and Western Technology Companies
Lisa Thalheim, Uta Wagenmann: Almighty DNA?: Was die Tatort-Wahrheitsmaschine mit Überwachung zu tun hat
Kai Denker: Does Hacktivism Matter?: How the Btx hack changed computer law-making in Germany
Andy Müller-Maguhn: BuggedPlanet: Surveillance Industry & Country’s Actings
A Brief History of Plutocracy
The Atari 2600 Video Computer System: The Ultimate Talk
Roger Dingeldine: How governments have tried to block Tor
The Science of Insecurity (Bild rechts aus den Slides hierzu)

Die Infos zu „Politik hacken“ nach dem Klick.

Gib mir den Rest, Baby…

CCC hacks Bundestrojaner

Ich verfolge grade ziemlich amüsiert die Story um den vom CCC gehackten Bundestrojaner, in der Infografik zum Artikel auf FAZ.net sieht man auf einen Blick, dass das Teil zu 80% mit grundgesetzwidrigen Funktionen ausgestattet wurde und das wird den Verantwortlichen nächste Woche dermaßen um die Ohren fliegen, da freue ich mich jetzt schon drauf. Viel mehr Infos bei Fefe inkl. Updates, aus Schirrmachers Artikel dazu:

Die staatliche Überwachungssoftware verfügt nicht nur über illegale Fundamentalfunktionen, sie scheint auch so fahrlässig programmiert zu sein, dass jeder, der den Trojaner entschlüsselt hat, alle anderen gleichartigen knacken und fernsteuern kann. Welche Beweiskraft sollen Erkenntnisse der Überwachungssoftware jetzt eigentlich in Gerichtsverfahren noch haben? Und vor allem: Was heißt es, wenn, wie die Hacker zeigen, „Beweise“ von jedermann, der die IP-Adresse kennt, auf befallenen Computern installiert und fingiert werden können, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen, ohne die Chance der Rehabilitation? Der Fall HSH-Nordbank, wo von Privatschnüfflern kinderpornographisches Material auf einen Rechner plaziert wurde, ist ein Vorzeichen der neuen Vernichtungsstrategien in der digitalen Welt. […]

In Zeiten einer „Piratenpartei“ kann der Fund des Chaos Computer Clubs die politische Geographie nachhaltig ändern.

CCC: Chaos Computer Club analysiert Staatstrojaner, FAZ: Chaos Computer Club – Der deutsche Staatstrojaner wurde geknackt

3Sat-Portrait des CCC


(Vimeo Direkttxt, via Netzpolitik)

Netzpolitik.org hat ein spannendes Portrait vom Chaos Computer Club, das 30 Jahre der Geschichte des CCC beleuchtet, auf Vimeo hochgeladen. Läuft heute um 16:30 Uhr auf 3Sat, hier das MP4.

Noch bis in die 80er Jahre galt der Chaos Computer Club als ein Haufen verrückter Freaks – von vielen belächelt, teils als kriminell verschrien. Die Zeiten haben sich geändert: Heute legen die obersten Richter des Bundesverfassungsgerichts wert auf ihre Expertise, sie sind Teilnehmer bei Hintergrundgesprächen in Berlin und sorgen mit spektakulären Aktionen für Öffentlichkeit. Sie haben heute den Ruf wachsamer Streiter für Demokratie und Datenschutz in der Informationsgesellschaft.

Die Bedeutung des CCC ist weltweit einmalig. Zwar gibt es beispielsweise auch in Holland, Österreich, der Schweiz oder den USA Zusammenschlüsse von Hackern – doch diese sind weit weniger vernetzt als der CCC, weniger politisch und bei weitem nicht so präsent und aktiv in der Öffentlichkeit wie hierzulande. In den USA ist das Image der Hacker zudem äußerst schlecht, man sieht sie primär als Kriminelle, die Millionenschäden anrichten. In Deutschland dagegen ist der CCC ein bei der Bundesregierung eingetragener Lobbyverein, dessen Stimme ernst genommen wird.

Thema: Akte CCC – Der Chaos Computer Club

CCC1 in der Tagesschau, 1984


(Youtube Direkt1984, via Superlevel, Retrozentrale)

Der erste Kongress vom Chaos Computer Club im Jahr 1984 in der Tagesschau.