hgm Press, Losers.
Nachdem Ronny vom Saftkutterfischwerk seinen Prozess wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen wegen des Schlangenkuchens bereits gewonnen hat, verlieren hgm Press heute den nächsten Prozess. Die Geeksisters wurden wegen desselben Bildes vor Gericht gezerrt und die Richter watschen hgm Press hier noch ne Spur heftiger ab, als zuvor. Glückwunsch, freut mich sehr! Und da der Fall typisch ist für die Abmahnungen durch hgm Press und deren recht gezielten Angriff auf die Netzkultur und das Sharing in sozialen Medien, freut mich das nochmal ‘ne Spur mehr. Mit bereits zwei abgewiesenen Klagen erhöhen sich übrigens die Chancen auf Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Betrugs im Fall einer Anzeige. Just sayin’.
Das Landgericht hatte bereits bemängelt, dass HGM es nicht geschafft hat, schlüssig zu beweisen, wer wann genau welche Rechte an dem Bild hatte. Die Problematik ist nämlich, dass man eine sogenannte Aktivlegitimation braucht, um jemanden abmahnen zu können und die hat man nur, wenn man ein exklusives Recht an den Bildern übertragen bekommen hat. Der Richter sah die Darlegung der Rechtekette genauso wie das Landgericht als problematisch an und zusätzlich meinte er, dass wir ja vorgetragen hätten, dass Spiegel Online geschrieben hatte, dass sie das gleiche Bild von HGM für 25 EUR angeboten bekommen haben. Da HGM das nicht bestritten hat, sah der Richter keine Veranlassung, mehr als 50 EUR Lizenzkosten zu berechnen (ursprünglich hatte HGM ca. 800 EUR gefordert).
DBAD – Don’t Be A Dick Public License
Die Don’t Be A Dick Public License von Phil Sturgeon, irgendwo zwischen den moderaten CC und GP-Lizenzen und der Scheißegal-WTFP-Lizenz (unter der dieses Blog hier läuft).
DON’T BE A DICK PUBLIC LICENSE TERMS AND CONDITIONS FOR COPYING, DISTRIBUTION AND MODIFICATION
Do whatever you like with the original work, just don’t be a dick.
Being a dick includes – but is not limited to – the following instances:
1a. Outright copyright infringement – Don’t just copy this and change the name.
1b. Selling the unmodified original with no work done what-so-ever, that’s REALLY being a dick.
1c. Modifying the original work to contain hidden harmful content. That would make you a PROPER dick.
Glitched P2P-Moviestream as Art
Schönes Projekt von Nicolas Maigret, der zusammen mit Brendan Howell eine Installation gecoded hat, die zufällige Torrents aus den Pirate Bay Top 100 runterlädt und die Datenpakete on the fly auf eine Leinwand schmeisst. Das Teil ist vor allem eine Visualisierung von P2P im Kontrast zu vergangener „Piraten-Technologie“ wie VHS und setzt das in den Kontext fragmentierter Narration. Spannend!
From a cinematic perspective this preliminary fragmentation of the media is also a fragmentation of the film material and of the narration. These “broadcasting mechanics” come with specific formal opportunities: mashup cinema, random editing, weaving together different films frame by frame, glitches and merging of different fragments.
This installation suggests a way to perceive the digital filmic medium as a stream, or rather as streams distributed on a global scale. In other words, The Pirate Cinema intends to re-explore films through the logic of cables, which is unique to each connection and location.
We Make Money Not Art: The Pirate Cinema, A Cinematic Collage Generated by P2P Users
GEMA trollt öffentliche Kunst-Installation

Neuester Eintrag in der langen liste der GEMA-Charmeoffensiven: Diesmal trollen sie eine öffentliche Kunst-Installation, während der Luke Jerram 14 von Kids bemalte Klaviere in München aufstellte, auf denen sich die Leute ordentlich austoben konnten und spielen sollten, was ihnen grade in den Sinn kam. Damit war die GEMA natürlich nicht einverstanden und verlangte eine Pauschale pro Klavier und Tag, womit die Kosten des Projekts auf rund 5000 Euro explodierten und so nicht mehr tragfähig gewesen wäre. Aus Kulanz lies sich die GEMA dann auf circa die Hälfte runterhandeln.
An diesem Beispiel zeigt sich sehr deutlich, warum der Begriff des Kulturterroristen für die GEMA indeed zutreffend ist. Dass auf den öffentlich aufgestellten Klavieren in circa 90% aller Fälle einfachste Harmonien durchgeklimpert werden, kommt der GEMA nicht in den Sinn. Es lässt sich freilich nicht ausschließen, dass sich da auch mal ein Könner an die Tasten setzt und einen Song der Beatles zum besten gibt, aber die GEMA lässt bereits Musikaufführungen von Straßenmusikanten gebührenfrei, warum man also hier ein Kunstprojekt für die Öffentlichkeit, das Menschen Kultur mal wirklich näherbringen könnte, attackiert, ist mir schleierhaft. Wieder mal ein Beweiss für das unbestrittene Talent der GEMA, grundsätzlich mit Wonne in den größten Scheißhaufen zu latschen, der grade verfügbar ist.
Hier noch die obligatorischen Dingsbumse: Die GEMA muss dringen reformiert, am besten aber zerschlagen und neu organisiert werden. Dieser Verein, dessen einziges Ziel offenbar darin besteht, Volksmusikern und den Bohlens ihr unverschämtes Auskommen mit kulturellen Negativleistungen zu sichern, ist seit 30 Jahren ein Anachronismus und seine systemimmanenten Mechanismen verhindern seit Jahren kulturellen Austausch und Fortschritt. GEMA – Because Fuck you, that’s why.
Die GEMA und das Augenmaß – Zur freien Benutzung aufgestellte Klaviere und ein Generalverdacht (via Ronnys Maputtkutterwischferk)
Piracy? What Piracy? Sky Is Rising-Study, Part 2: Europe

Techdirt haben den zweiten Teil ihrer Piracy-Studie online gestellt, diesmal für den europäischen Entertainment-Markt. Und der zeigt die selben Entwicklungen, wie bereits der amerikanische: Er wächst.
For years now, the legacy entertainment industry has been predicting its own demise, claiming that the rise of technology, by enabling easy duplication and sharing — and thus copyright infringement — is destroying their bottom line. If left unchecked, they say, it is not only they that will suffer, but also the content creators, who will be deprived of a means to make a living. And, with artists lacking an incentive to create, no more art will be produced, starving our culture.
It seems obvious to many that this could not possibly be true, so last year we looked into the numbers to get an honest picture of the state of things. Now, we’re following up with a closer look at six key markets: Germany, France, the UK, Italy, Russia and Spain. What we found there is similar to what we found last year: not only is the sky not falling, as some would have us believe, but it appears that we’re living through an incredible period of abundance and opportunity, with more people producing more content and more money being made than ever before. As it turns out… The Sky Is Rising!
Hier die Studie in Deutsch als PDF auf Documentcloud, in weiteren Sprachen auf Techdirt: The Sky Is Rising 2 – Regional Study: Germany, France, UK, Italy, Russia, Spain.
Vorher auf Nerdcore:
Piracy? What Piracy? Study shows booming Entertainment-Market
Public Domain Calculator:
Public Domain Calculator: „After choosing a jurisdiction you will be guided through to several questions that help you to determine the copyright status of a work under review.“
Recht auf Remix

Der Digitale Gesellschaft e.V. hat eine Kampagne für ein Recht auf Remix gestartet, die Petition dort habe ich grade unterzeichnet (und mein Lieblingsremix ist The Printed Internet). Im Prinzip geht’s dort um eine Kampagne für eine deutsche Fair Use-Regelung, die dringend notwendig ist. Unbedingt unterstützenswert.
Wir leben in einem Zeitalter des Remix. Kreativität und Kultur bauten schon immer auf bereits Bestehendem auf. Internet und digitale Technologien ermöglichen aber die kreative Nutzung existierender Werke in völlig neuen Dimensionen: Nie zuvor war es so vielen möglich, Werke auf so unterschiedliche Arten zu verändern und so einfach anderen zugänglich zu machen. Mehr denn je gilt heute: “Everything is a Remix.”
In der klassischen Neuschöpfung tritt das Alte bis zur Unkenntlichkeit in den Hintergrund. Remix als Kulturform zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass Altes im Neuen kenntlich bleibt. Remix ist eine kreative Kopie, die als solche erkennbar ist. In dem Maße, in dem die kreative Kopie Teil des kommunikativen Alltags breiter Bevölkerungsschichten wird, ist ein Recht auf Remix eine grundlegende Voraussetzung für die Kunst- und Meinungsfreiheit einer Gesellschaft. Unter einem Recht auf Remix verstehen wir ein Bündel aus drei digitalen Kreativitätsrechten:
- Das Recht, Werke bei der Nutzung zu verändern und das Ergebnis öffentlich zugänglich zu machen (Pauschalvergütetes Transformationsnutzungsrecht — Beispiel: Hintergrundmusik im Handyvideo).
- Das Recht, Remixes von bestehenden Werken zu erstellen und diese öffentlich zugänglich zu machen (Pauschalvergütetes Remixrecht – Beispiel: Fake-Trailer einer Fernsehserie).
- Das Recht, gegen Zahlung einer angemessenen Vergütung Remixes auch kommerziell zu verwerten. (Lizenzpflichtiges Remixverwertungsrecht – Beispiel: Verkauf von Musik-Mashup via iTunes)
DRM-Oscar delivered in Style

Pünktlich zum gestrigen Anti-DRM-Tag haben Defective By Design dem W3C einen Oscar (und die Unterschriften ihrer Anti-DRM-Petition) überreicht, für die beste Nebenrolle in den DRM-Plänen von Hollywood. Hintergrund: Es geht um die Pläne des W3C in HTML5 einen DRM-Mechanismus einzubauen, eine Petition dagegen kann man nach wie vor hier unterzeichnen, aber die Signaturen werden dann wohl nicht mehr als Oscar überreicht.
Your signature opposing DRM in HTML5 has been officially delivered to W3C — in style. Because W3C’s consideration of this freedom-destroying measure is backed by Hollywood, we thought it fitting to recognize W3C’s role in this disastrous affair in true Hollywood style. We rolled out the red carpet and presented W3C with an award for “Best Supporting Role in ‘The Hollyweb’,” accompanied by over 22,500 verified signatures from people who want to stop W3C from weaving Digital Restrictions Management (DRM) into the fabric of the Web. […]
The petition delivery took place on International Day Against DRM, while people all around the world showed their opposition to DRM with protests, online action, and making DRM-free purchases. Today’s delivery is just the beginning. We’ll leave the petition up, so that concerned Internet users can continue to voice opposition to the proposal — although we delivered a large batch today, signatures continue to come in by the minute.
Oscar awarded to W3C for Best Supporting Role in “The Hollyweb”
Hackathon™:
Shitstorm ahead, oder auch nicht: “Hackathon” Has Been Trademarked in Germany. In der Facebook-Gruppe Berliner Startups diskutiert einer der Verantwortlichen mit, es geht wohl darum, die Nutzung des Wortes Hackathon bei kommerziellen Veranstaltungen – dazu gibt er als Beispiel einen Hackathon von Immobilienscout24 an – zu lizensieren und die Einkünfte an die heimische DIY-Szene weiterzugeben, mehr dazu hier.
Schwing®©™:
Ein Patent für das Schaukeln auf einer Schaukel: U.S. Pat. No. 6,368,227: Method of Swinging on a Swing.
20 Years ago, the WWW went Public Domain

Vor zwanzig Jahren gaben das CERN und Sir Tim Berners-Lee bekannt, dass sie ihre neue Technologie des World Wide Webs als Gemeingut kostenfrei zur Verfügung stellen. Ohne diese weise Entscheidung gäb’s das Netz in seiner heutigen Form nicht oder wäre lediglich ein trauriges Abbild davon.
Zur Feier des Tages rekonstruieren sie grade die allererste Website des WWW unter http://info.cern.ch/hypertext/WWW/TheProject.html:
On 30 April 1993 CERN published a statement that made World Wide Web technology available on a royalty free basis, allowing the web to flourish.
On 30 April 1993 CERN published a statement that made World Wide Web (“W3″, or simply “the web”) technology available on a royalty-free basis. By making the software required to run a web server freely available, along with a basic browser and a library of code, the web was allowed to flourish.
Info.cern.ch: Twenty years of a free, open web (via The Verge)
First-website.web.cern.ch: Restoring the first website A project to restore info.cern.ch – the world’s first website
Game Dev-Pirates complain about In-Game-Piracy

Ziemlich smarter Zug der Entwickler von Game Dev Tycoon: Als die ihr Game veröffentlichten, haben sie ihr Spiel zeitgleich für alle Plattformen per Torrent hochgeladen, mit einem kleinen Haken – in der Piratenversion geht die simulierte GameDev-Bude irgendwann wegen Piraterie bankrott. Nette Idee für ein bisschen P2P-Kritik, aber das noch tollere: In den Comments der Torrentseiten beklagen sich die Leute über die In-Game-Piracy. Oh, the irony! Eine der schönsten Anti-Piracy-Aktionen, die ich kenne, Respekt!

The cracked version is nearly identical to the real thing except for one detail… […] as players spend a few hours playing and growing their own game dev company, they will start to see the following message, styled like any other in-game message: „Boss, it seems that while many players play our new game, they steal it by downloading a cracked version rather than buying it legally. If players don’t buy the games they like, we will sooner or later go bankrupt.“
Slowly their in-game funds dwindle, and new games they create have a high chance to be pirated until their virtual game development company goes bankrupt.
Some of the responses I found online (identities obscured to protect the guilty): „Is there some way to avoid that? I mean can I research DRM or something …“ And another user: „Why are there so many people that pirate? It ruins me!“
What happens when pirates play a game development simulator and then go bankrupt because of piracy? (via Hacker News)
Happy Copyright-Day, everyone! Let’s party like it’s a Mashup of 1999.
Herzlichen Copyright-Tag, alle zusammen! [update] Der Copyright-Tag war gestern, hab’ ich verrafft. Das Posting passt aber trotzdem so. [/update] Ausgerechnet heute muss sich Ronny mit den [Mumblemumble] der hgm-Press in einem Hamburger Gericht rumschlagen, weil sie oft Abmahnungen wegen angeblichen Urheberrechtsverletzungen verschicken, an denen sie die Rechte nachträglich einkaufen (und dann selbst Public Domain-Bilder der NASA als lizenzpflichtig darstellen).
Lasst uns das Urheberrecht feiern mit einem Video, das so wohl ohne das Netz und seine Möglichkeiten niemals zustande gekommen wäre: Der ganze Crap aus Filmen und Musik von 1999, zusammengeschnitten in einem 10 Minuten langen Video. „Let’s party like it’s 1999“, um mit Prince einen weiteren Copyright-Deppen zu zitieren. Außerdem oute ich mich mal: Ich halte Vanessa Amorosis „Absolutely Everybody“ damals wie heute für einen ziemlich gelungenen Popsong. Ahem.
Youtube Direkteverybody, via Nils
Das ganze gibt’s vom selben User auch noch für 1997 und 2002. In diesem Sinne: Schmeisst die Torrent-Clients an, ladet ein paar Sachen runter. Guckt Game of Thrones auf’m Rechner, im Stream. Oder kopiert halt einfach nur ein paar Schlangenkuchenbilder in Eure Blogs, heute, am Tag des Urheberrechts.
Wie hgm-Press Public Domain-Bilder der NASA als lizenzpflichtig präsentiert

hgm-Press haben sich ein Blog angeschafft, Oh! Wow! (http://www.ohwow.de/) nennt sich der Spaß und soll ein „Online-Magazin zum Staunen“ sein. Darauf gibt es das übliche Niveau der hgm-lizensierten Bilder: „Präriehund gibt Mama einen Kuss“ oder „Das kleinste Lamm der Welt“, bunte Bilder für Tabloids. Die haben sich das Blog nach ihrer Abmahnwelle angeschafft, offenbar glaubt man, darüber noch ein paar Bilder unter die Leute zu bringen und nebenher mit einem Vermarkter noch ein paar Euro zu machen. So weit, so langweilig.
Vor ein paar Monaten gingen Don Pettits „Star Trails“ durch die Blogs, die er von der ISS aus geschossen hatte. Die Bilder von NASA-Johnson Space Centers Astronauten-Fotografie und stehen unter anderem auf Flickr unter einer CC-Lizenz, auf der JSC-Website gehen sie lizenzrechtlich aber noch weiter, Bilder der NASA sind Public Domain: „NASA material is not protected by copyright unless noted.“ Und in diesem Falle wichtig: Sie lizensieren die Fotos per se nicht weiter: „As a government entity, NASA does not “license” the use of NASA materials or sign license agreements.“
hgm-Press fiel bei ihrer Abmahn-Story im vergangenen Jahr durch interessante Auslegungen von Lizenzrechten auf, Verträge waren mal vorhanden, mal nicht, mal gab es mündliche Absprachen oder per Mail, oft wurden die Rechte eingekauft, nachdem Blogs über die Storys berichtet hatten. Und hier verkaufen sie Public Domain-Bilder der NASA als lizensierte Bilder und erwecken auf ihrer Website den Eindruck, man müsse für die Reproduktion der Bilder Lizenzen bei hgm-Press einkaufen, unter den Star Trail-Bildern prangt ein ziemlich lustiges: „Foto: hgm-press“.
Die ToS der NASA ist in diesem Falle eindeutig: „It is unlawful to falsely claim copyright or other rights in NASA material.“
Wir fassen zusammen: hgm-Press mahnt massenweise Blogger ab, die über eine Story berichten oder Bilder posten, für die sie in einigen Fällen später Nutzungsrechte erwarben. hgm-Press erwecken in ihrem Blog auf der About-Seite (http://www.ohwow.de/?page_id=386) den Eindruck, es handele sich um exklusives Material das ihnen aus ihrem Netzwerk von Fotografen zur Verfügung gestellt werden würde:
„OH!WOW! zeigt oft exklusive Fotos und dazu exklusive Geschichten von unserem weltweiten Netzwerk. Hunderte Fotografen und Journalisten recherchieren überall auf der Welt nach neuen Themen und Bildern und beliefern uns täglich mit ihrem Material.“
hgm-Press erweckt den Eindruck, man könne diese Fotos bei ihnen lizensieren:
„OH!WOW! dient für Medien-Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch als Datenbank. Hier werden alle aktuellen Geschichten und Fotos archiviert und können von Fotoredaktionen und Redakteuren hochauflösend heruntergeladen und zur Veröffentlichung bezogen werden.“
hgm-Press erweckt den Eindruck von Seriösität:
OH!WOW! wird von Vollblut-Journalisten gemacht. Alle Redakteure sind Profis und haben über die Jahre ein umfangreiches Wissen angehäuft. Sie kennen die Hintergründe, haben jahrelange Erfahrung in ihrem Beruf.
Gleichzeitig verstoßen sie gegen die Lizenzbestimmungen der NASA und Creative Commons und verkaufen deren Bilder als urheberrechtlich geschützt, was mindestens gegen amerikanisches Copyright verstößt. Für einen Laden, der reihenweise Blogger wegen Lizenzverstößen abmahnt und dabei horrende Forderungen im fünfstelligen Bereich stellt, ist das doch ziemlich erstaunlich. Aber hey, die Jungs und Mädels sind „sind Profis und haben über die Jahre ein umfangreiches Wissen angehäuft“. Da kann ja nichts schiefgehen.
In Space no one can hear you scream, hgm.
[update] Ronnys Kraftfuttermischwerk: Morgen Verhandlung, es kam ein neuer Brief, und die Frage, wie die eigentlich an Lizenzen der NASA kommen
Vorher auf Nerdcore:
Update: Snake Cake Abmahnungen durch hgm-press Michel OHG
Snake Cake Abmahnungen durch hgm-press
spOnline über Cosplay-Abmahnungen und meine Replik auf die hgm-press Michel OHG
Abmahnung für Cosplay-Bilder von Iron Mans MKI-Suit angeblich rechtens
Abmahnung für Cosplay-Bilder von Iron Mans MKI-Suit
Lego-Abmahnungen Update
Blog-Abmahnungen für Lego-„Kunst“
Lego-Artist is „not represented by this law firm“, „not represented by this photo agency“ (UPDATE)
What to do about the Pics: Strategien gegen die Abmahnwelle
MC Winkel verklagt hgm-press verklagt Kraftfuttermischwerk
Die TAZ über Embedding-Abmahnungen in Blogs
Die TAZ hatte am Wochenende einige Blogger zur mündlichen Einschätzung des Bundergerichtshofs wegen Urheberrechtsverletzungen bei eingebetteten Video befragt, unter anderem auch mich. Ich hatte mein Statement schonmal auf Facebook verdingst, jetzt allerdings ist der Artikel der TAZ online: „In Webseiten eingebundene Onlinevideos könnten nach Einschätzung des Bundesgerichtshofs Urheberrechte verletzen.“
Hier mein Statement und noch ein paar Sätze dazu: Wahrscheinlich sehe ich das alles zu entspannt und übersehe da etwas, ich denke aber nach wie vor, das man diese Entscheidung nicht losgelöst vom ursprünglichen Fall sehen kann, in dem eine konkrete Konkurrenz-Situation vorliegt. Sicherlich entsteht durch die Entscheidung (die noch nicht gefallen ist) eine Rechtsunsicherheit, aber Panik vor einer angeblichen Abmahnwelle schiebe ich deshalb noch lange nicht.
Die mündliche Einschätzung des BGH bezieht sich auf einen konkreten Fall, in dem ein Konkurrent einer Firma ein Video per Youtube angezeigt hat, das unerlaubt auf YT hochgeladen wurde. Dieser Fall lässt sich auf die allermeisten per Youtube eingebetteten Videos in Blogs nicht wirklich anwenden, da diese zu schätzungsweise 90% aus offiziellen Quellen stammen und von den Urhebern dort hochgeladen wurde, mit dem impliziten Wunsch der Verbreitung über Social Media-Kanäle wie etwa Blogs. Abmahnungen sind hier meines Erachtens nicht zu erwarten.
Interessant wird es freilich bei „sekundären Quellen“, bei durch die GEMA/Youtube-Verhandlungen gesperrten Videos, die bei Vimeo online gestellt werden. Sollte die GEMA (oder schlimmer noch: die Labels) sich hier dazu entscheiden, diese „Urheberrechtsverletzungen“ abzumahnen, käme das einem kulturellen Kahlschlag in der Netzwelt gleich.
Für mein Blog ziehe ich, selbst bei einem entsprechenden schriftlichen Urteil, keine Konsequenzen.
From a cinematic perspective this preliminary fragmentation of the media is also a fragmentation of the film material and of the narration. These “broadcasting mechanics” come with specific formal opportunities: mashup cinema, random editing, weaving together different films frame by frame, glitches and merging of different fragments.





