szmtag

Jihad Rapper ripps of MC-Mujahideen

Ein amerikanisches Mitglied und Rapper der al-Qaida nahestehenden al-Shabab Mudschahidin-Bewegung wird von seinen ehemaligen Kollegen beschuldigt, seine Reime nicht selbst geschrieben zu haben und vom einem anderen amerikanischen Mudschahidin abgerippt zu haben. Wenn sich al-Qaida jetzt wegen Geistigem Eigentum rumstreitet, dann ist die Welt wieder in Ordnung.

Omar Hammami, or Abu Mansour al-Amriki, is one of the highest-profile Americans to ever join an al-Qaida affiliate. He quickly established himself as a unique sort of English-language propagandist for Somalia’s al-Shabab. “Land by land / and war by war / only gonna make our black flag soar / drip by drip / shot by shot / only gonna give us the death we sought,” he rapped in 2009. […] But last year, Hammami had an abrupt falling out with al-Shabab. He recorded a YouTube clip in March warning that his “life may be in danger” by his former allies. […]

“Worth noting here also is that the Jihadi rap Nasheeds, ‘Send Me A Cruise’ and ‘Make Jihad With Me,’ that are often erroneously attributed to Abu Mansur are the work of another Muhajir — another American Mujahid — but, of course, Abu Mansur would never say otherwise since the Nasheeds ‘perfect’ and complement his projected self-image,” Abu Hamza Al-Muhajir wrote.

Rapping Terrorist Accused of Not Writing His Own Jihadi Rhymes

Space Night goes Creative Commons

Ganz, ganz großartiger Erfolg: Der Bayerische Rundfunk wird die SpaceNight fortsetzen (nachdem man sie zunächst wegen erhöhter GEMA-Tarife absetzen wollte) und setzt dabei auf freie Musik unter CC-Lizenz. Das ist zunächst mal ein sehr schöner Sieg für die SpaceNight, gleichzeitig ein tolles Zeichen für Creative Commons-Lizenzen und obendrauf noch ein Schlag ins Gesicht der GEMA, die CC-Lizenzen prinzipiell ablehnt. Großartig! Danke an alle, die sich engagiert, gebloggt und geshared haben, insbesondere an die SpacenightCC-Facebookgruppe.

Der Bayerische Rundfunk (BR) hat sich dazu entschlossen, die bei den Fans sehr beliebte Kultsendung Space Night komplett mit unter Creative Commons-lizenzierter Musik (CC-Musik) zu produzieren. Damit ist über vier Wochen nach dem verkündeten Ende der Sendereihe nicht nur das Format gerettet, sondern auch ein von der Fangemeinde gewünschter Weg mit freien Inhalten gewählt worden. […]

In einem ersten Schritt werden jetzt einzelne ältere Folgen mit CC-Musik neu vertont. Ab Herbst könnten dann bereits neue Folgen von Anfang an mit CC-Musik produziert werden. Dafür bemüht der BR sich auch um Bilder aus dem Weltraum in HD-Qualität. In weiteren Schritten soll besonders auch die große Fan- und Aktivist_innengemeinde von der Space Night und CC-Musik kreativ in den Produktionsprozess eingebunden werden. Einzelheiten sind aber erst noch in der Planung.

Isarmatrose: Endlich frei – Der BR setzt bei der Space Night auf CC-Musik
Metawelle: Spacenight goes CC – Creative Commons Musik im Bayerischen Rundfunk (via Netzpolitik, Bild: Planets over the nebulae in space via Shutterstock)

DRM is coming to HTML

Das W3C-Konsortium arbeitet an einem DRM-Mechanismus für HTML. <Ironie Mode>Oh, yes please!</Ironie Mode>

The W3C’s HTML Working Group recently decided that a proposal to add DRM to HTML media elements — formally known as the Encrypted Media Extensions proposal — is indeed within its purview and the group will be working on it.

That doesn’t mean that the Encrypted Media Extensions proposal will become a standard as is, but it does up the chances that some sort of DRM system will make its way into HTML.

The Encrypted Media Extensions proposal — which is backed by the likes of Google, Microsoft, Netflix and dozens of other media giants — technically does not add DRM to HTML. Instead it defines a framework for bringing a DRM system, or “protected media content” as the current draft puts it, to the web.

DRM for the Web? Say It Ain’t So

Regierung fördert Abmahnabzocke

Ende Januar bloggte ich über eine unter Umständen zustande kommende Deckelung von Abmahnkosten bei Urheberrechtsverletzungen, eine Regelung, die seit 10 Jahren überfällig ist und die der Kriminalisierung ganzer Bevölkerungsgruppen zumindest einen kleinen Puffer entgegenstellen würde. Kulturminister Neumann findet das doof. Deshalb ließ er die Vorschläge seiner Freunde von der Rechteverwerterindustrie in den Gesetzvorschlag reinschreiben und der Kompromiss, der dabei rauskam, ist praktisch nichts wert. Fein gemacht! Das kommt davon, wenn man Lobbyvertreter statt Volksvertreter in der Regierung hat.

Vor allem das Argument der „Kultur“-Industrie, die den Gesetzentwurf natürlich feiert, der „pauschale Streitwert“ ginge an der Realität vorbei, muss man sich angesichts von Streitwerten, die für Käsewurstbrotfotos bereits in die Tausende gehen, auf der Zunge zergehen lassen. Heuchlerpack.

Verschiedene Verbände der Kulturindustrie stärkten Staatsminister Neumann am heutigen Dienstag für seine Forderungen den Rücken und erklärten, seine Änderungsvorschläge würden den Schutz der eigenen Branche auch in Zukunft gewährleisten. Der zuvor erarbeitete Kompromiss dagegen würde seriöse Abmahnungen unmöglich machen, unseriöse Praktiken aber kaum betreffen. Durch die vorgesehene Deckelung der Abmahngebühren, könnten beispielsweise zivilrechtliche Verfahren nicht mehr bezahlt werden. Auch gehe die Festlegung eines pauschalen Streitwerts an der Realität vorbei, seien doch ein Musikstück und ein Film gänzlich unterschiedlich.

Heise: Abmahnunwesen: Kulturindustrie gegen gelb-schwarzen Kompromiss

Piratebay-Doku TPB:AFK – Bootleg-Version on Piratebay

 Youtube Direktbootleg

Nette Idee vom FFFFFAT Lab, die die Piratebay-Doku TPB:AFK auf der Berlinale abgefilmt und in einer Bootleg-Version hochgeladen haben. Die Doku feierte vor ein paar Tagen ohnehin auf Piratebay-Premiere.

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OFFICIAL FFFFFAT CR3W RELEASE!!! ALWAYS THE LATEST AND THE BEST !!!

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FFFFFAT CR3W is proud to present the only cam bootleg from Berlinale premiere of TPB AFK!!! Full recording of the film including introduction and q&a with the director Simon Klose afterwards!! - perfect cam setup - perfect sound - HD 720p - q&a with director afterwards

TPB AFK ILLEGAL CAM BOOTLEG AT WORLD PREMIERE!!!

The FBI likes P2P:

Neu auf der Liste der Heuchler unter den Copyright-Maximalisten, neben Labels, Politikern und Wirtschaftsverbänden wie der RIAA und MPAA: Das FBI hat sich beim Runterladen von Serien und Filmen erwischen lassen.

Piratebay-Doku TPB:AFK Premiere on Piratebay, Youtube, Berlinale

 Youtube Direktbay

Die Piratebay-Doku „TPB AFK: The Pirate Bay Away From Keyboard“ feierte heute auf der Berlinale Premiere, gleichzeitig ist der Film online auf Youtube zu sehen und selbstverständlich per Torrent als Download über die Bucht. DVDs kann man ebenfalls vorbestellen.

Interviews mit Simon Klose, dem Regisseur des Films, gibt’s auf iRights.info, Süddeutsche und The Verge, hier ein Review von Peter Sunde.

It’s the day before the trial starts. Fredrik packs a computer into a rusty old Volvo. Along with his Pirate Bay co-founders, he faces $13 million in damage claims to Hollywood in a copyright infringement case. Fredrik is on his way to install a new computer in the secret server hall. This is where the world’s largest file sharing site is hidden.

When the hacker prodigy Gottfrid, the internet activist Peter and the network nerd Fredrik are found guilty, they are confronted with the reality of life offline – away from keyboard. But deep down in dark data centres, clandestine computers quietly continue to duplicate files.

EU Court: Copyright interferes with Freedom of Expression

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat in einem Urteil zum ersten mal festgestellt, dass Urheberrechte mit Rede- und Kunstfreiheit kollidieren und alleine als Argument vor Gericht keinen Bestand haben dürfen. Konkret bezieht sich das auf einen Fall, in dem Modefotografen ohne Erlaubnis von Fashionbuden Fotos derer Arbeiten veröffentlichten. Vor Gericht muss zusätzlich zum Urheberrechtsverstoß gegeben sein, dass der vorliegende Fall für demokratische Gesellschaften „notwendig“ sei.

For the first time in a judgment on the merits, the European Court of Human Rights has clarified that a conviction based on copyright law for illegally reproducing or publicly communicating copyright protected material can be regarded as an interference with the right of freedom of expression and information under Article 10 of the European Convention. Such interference must be in accordance with the three conditions enshrined in the second paragraph of Article 10 of the Convention. This means that a conviction or any other judicial decision based on copyright law, restricting a person’s or an organisation’s freedom of expression, must be pertinently motivated as being necessary in a democratic society, apart from being prescribed by law and pursuing a legitimate aim.

It is, in other words, no longer sufficient to justify a sanction or any other judicial order restricting one’s artistic or journalistic freedom of expression on the basis that a copyright law provision has been infringed.

Das ist nun kein Freifahrtschein für Filesharing, aber es dürfte Politikern nun schwerer fallen, Dokumente, die eigentlich für die Öffentlichkeit bestimmt sind, mit dem Argument des Urheberrechts unter Verschluss zu halten. Schön finde ich auch die explizite Erwähnung von „artistic Freedom of Expression“, die Entscheidung wir damit zu einem guten Argument für eine Einführung von Fair Use-Regelungen und Entscheidungen, die die Remix-Kultur betreffen.

Copyright vs Freedom of Expression Judgment, Piratenpartei-Gründer Falk Vinge macht daraus übrigens ein „Convictions for File-Sharing violate Human Rights“, was so angesichts des Kontexts dieses Urteils erstmal Bullshit ist.

Amazon wants to sell used eBooks

Amazon hat ein Patent angemeldet bekommen, laut dem sie gebrauchte digitale Güter verkaufen können. Das soll über einen DRM-Mechanismus namens OMT („object move threshold“) funktionieren und der dürfte nur funktionieren, wenn eine Software ständig meinen Rechner auf „unrechtmäßige“ Kopien eines Files durchleuchtet. Amazon (und Konkurrent auf dem Markt ReDigi) forcieren hier eine Güterknappheit, die real nicht existiert, oder wie es Nate Hoffelder auf The Digital Reader formuliert: „Creating a business model that pretends an infinite resource is a scarce one is nuts.“

Von dem Patent und dem durch den Digitalen Gebrauchtgütermarkt durch die Hintertür wieder hoffähig gemachten DRM werden wir noch ‘ne Menge hören, bis dahin füttere ich mein Kindle exklusiv mit Calibre und dessen Konverter, der auch prima mit Amazons AZW-Format funktioniert.

The patent was originally filed in 2009, and it describes not just the sale and or loan process but also the possibility that Amazon or the copyright holder might set a limit on the number of times a piece of content might be transferred:

an object move threshold (“OMT”) may be set. The OMT may limit the number of transfers of a used digital object to other personalized data stores when the used digital object has been moved more than a threshold number of times, thereby helping to maintain the scarcity of the digital object in the marketplace. For example, a popular used digital object such as a song may have an OMT of three, only allowing three permissible moves of the song to other personalized data stores. After the OMT is reached, the used digital object is no longer permissibly moveable to another personalized data store.

Newly Awarded Patent Suggests Amazon is Interested in Selling Used eBooks

Pirate Game Hacks from Nairobi

Joe Keiser verbringt grade ein Jahr in Nairobi und hat dort eine Reihe von Games für die PS2 gekauft, eins grandioser als das andere. GTA Kirk Douglas! GTA scheint ohnehin das meistgehackte Game dort zu sein, bei GTA Saw steuert man Jigsaw durch San Andreas und in GTA Dubai läuft arabische Musik aus’m virtuellen Autoradio. In den Comments bestätigt er übrigens nochmal ausdrücklich, dass die Games echt sind. Ich hätte die gerne. Alle.

[The Diamond Plaza in Nairobi] is a beautiful, terrible place, perhaps my favorite in the city. Oh, and they sell games here, the sort of games you would expect in a place where only some of the rooms have a floor. Which is to say they are delirious hacks of old, pirated PlayStation 2 standards, from all over the world, with cover art that is uniformly amazing. […]

Full disclosure: this article exists so I can tell you all about Grand Theft Auto: San Andreas: Kirk Douglas. Just look at it! It’s exquisite. The game itself is as grand as the cover. It is San Andreas, with the load screens replaced by EXTREME closeups of Kirk Douglas—and occasionally his son Michael Douglas, because hey, close enough, right? In the game, the main character appears to be a rough approximation of Kirk Douglas. Oh, and all the missions have been removed, so there’s nothing to do. Why would someone make this? Is there some shadow demographic of Grand Theft Auto/Kirk Douglas fans that is going completely unserved? No? Then let us create one, you and I, and give this labor of love the respect it deserves.

The Pirate Hacks of Africa – Shopping for Knockoff Games in Nairobi (via Jason Kottke)

Making Fun of Geofucking: GEMA is not amused

Der Stern hatte im Zuge der GEMA-Klage gegen Youtube eine harmlose, satirische Bilder-Serie mit gephotoshopten Sperrtafeln veröffentlicht. Jetzt hat die GEMA auf ihrer FB-Seite einen komplett humorbefreiten offenen Brief gepostet, der ziemlich genau ausmisst, wie tief der Stock im Arsch der Volksmusikvertreter-die-auch-Pop-spielen-wollen tatsächlich steckt.

Von Laut.de:

Die Reaktion der GEMA ließ nicht lange auf sich warten. In einem offenen Brief an die Verantwortlichen des “Stern” zeigt man sich verärgert: “Wir sind fassungslos, dass Sie als renommiertes Medium derart ehrverletzend und einseitig parteiisch gegen uns berichten. Wir Musikurheber sind es leid, dass wir durch derartige Meinungsmache als Feindbild aufgebaut werden.”

Die Tätigkeit als Urheber bilde deren materielle Lebensgrundlage. Mit dieser Kreativleistung trage man auch zum Erfolg des “hoch profitgierigen” Google-Konzerns bei, der vergangenes Jahr 50 Mrd. US-Dollar umgesetzt habe. An den Gewinnen würde man aber nicht beteiligt. Deshalb verstehe die GEMA nicht, warum sich der “Stern” mit den Fotomontagen auf die Seite des Multinationalen Unternehmens schlage.

Die GEMA ist „entsetzt“ und „als Musikschaffende“ sind sie „es leid, dass wir durch derartige Meinungsmache als Feindbild aufgebaut werden.“ Kein Wort von der mehr als überkommenen GEMA-Vermutung, kein Wort über die kulturfeindliche Gebührreform, kein Wort über wiederholte Verhandlungsabbrüche, kein Wort von jahrelangem Kulturterrorismus zu Lasten von Musikern und Fans. Ich habe daher dem Logo der GEMA oben ein längst fälliges Update verpasst. GEMA als YT-Troll, finde ich äußerst passend. („Because fuck you that’s why“ nach einer Idee von Tim Cushing.)

Mega Search Engine

Es gibt jetzt eine Suchmaschine für Kimbles Megadings, die Suche basiert auf Links zum Filelocker, die im Netz gepostet werden:

The search engine doesn’t crawl Mega content — which is not possible because of Mega’s architecture. Instead, it relies on Mega users voluntarily providing links to files hosted on Mega’s service. Then downloaders can click and pull the content into their own Mega stash, or download it to their hard drives.

And the downloads are fast — way faster than a typical BitTorrent download.

Combined with Mega, the mega-search.me search engine — which is hosted from an anonymous domain — makes for a full blown piracy site, closer to what Megaupload was before it was brought down. Dotcom’s lawyer, Ira Rothken, said “no” when asked if his client had anything to do with the search engine.

Kim Dotcom’s Mega Gets Third-Party Search Engine

[update] Anscheinend wurden die Links der Suchmaschine von Mega runtergenommen: Dotcom’s Mega Removes Legal Files Citing Bogus DMCA Requests „Mega-search.me, one of the larger Mega indexes, became a repository of dead links overnight. The site in question allows the public to post links to files shared on Mega. It currently lists nearly 8,000 links, but apart from the most recent submissions these are “no longer available” on Mega.“

Deckelung der Abmahnkosten kommt – ein bisschen vielleicht demnächst…

Es gibt Neues zur Deckelung von Abmahnkosten bei Urheberrechtsverletzungen, anscheinend will die Regierung noch vor der Sommerpause ein Gesetz durchgewunken haben, das die Kosten bei erstmaligem Verstoß auf 155,30 Euro deckelt. Auch schön, wie sich Günter „Geistiges Eigentum“ Krings hier in den Vordergrund spielt, selbstverständlich hat man es ihm und der CDU zu verdanken, dass das Gesetz ein Papiertiger bleiben wird.

Zunächst wollte Leutheusser-Schnarrenberger [gegen Abmahnabzocke] vorgehen, indem sie die Gebühren in solchen Fällen generell deckeln wollte. Doch Vertretern der Unionsfraktion ging das zu weit. Der Vorschlag verkenne, “dass das geistige Eigentum im Internet mit Füßen getreten wird”, sagte Unionsfraktions-Vize Günter Krings.

Auf sein Drängen hin kam es nun zu einem Kompromiss: Demnach dürfen Anwälte privaten Internetnutzern, die zum ersten Mal eine Urheberrechtsverletzung begehen, für die Abmahnung maximal eine Gebühr plus Auslagenpauschale und Umsatzsteuer in Höhe von 155,30 Euro in Rechnung stellen.

Der Teufel steckt bekanntlich im Detail: So soll die Deckelung nur dann greifen, wenn kein „gewerbliches Ausmaß“ vorliegt. Bei Filesharing ist allerdings genau das praktisch immer der Fall, allerdings kann ich mir vorstellen, dass diese Deckelung bei Brötchenfotos und Schlangenkuchen durchaus greift. Snip von der Digitalen Gesellschaft:

Die Deckelung der Abmahnkosten wird in der Praxis nahezu keinen Effekt haben, weil nach der – kritikwürdigen, aber inzwischen gefestigten – Rechtsprechung zum Begriff der Gewerbsmäßigkeit in diesem Kontext bereits Filesharing von einigen wenigen Musikstücken genügt. Mit anderen Worten: Der durchschnittliche Nutzer eines Filesharing-Programms wird weiter überrascht feststellen, dass er “gewerbsmäßig” gehandelt habe, auch wenn er (wie nahezu stets) natürlich keinerlei kommerzielle Interessen verfolgte. Die Regierung wirft hier also Nebelkerzen.

KOALITIONSVORSCHLAG ZU ABMAHNUNGEN GEHT VÖLLIG AM PROBLEM VORBEI

TPB AFK: The Pirate Bay Away From Keyboard – New Clip

 Youtube Direktpirates

Neuer Clip aus der kommenden Doku „TPB AFK: The Pirate Bay Away From Keyboard“, die am 8. Februar zeitgleich auf der Berlinale und online Premiere hat. Selbstredend werde ich den Film dann hier posten.

Vorher auf Nerdcore:
Doku-Trailer: The Pirate Bay – Away From Keyboard

GEMA vs Youtube: The geofucked Top 1000


Supported by MyVideo. Made by OpenDataCity. This App is under CC-BY 3.0.

Schöne App von OpenDataCity, die alle geogefickten Videos der 1000 beliebtesten YT-Clips visualisiert haben. Fast noch spannender finde ich ja die Geoficker-Charts, die sich daraus ergeben, und in denen liegt Deutschland mit sowas von Abstand auf Platz ein, gefolgt von Süd-Sudan und dem beknackten Vatikan. Sauber hingekriegt von den Kulturterroristen der GEMA und YT.

Ein großer Teil der YouTube-Videos sind nicht überall zu sehen. Fast 19% der weltweiten Top 1000-Videos sind in einem oder mehreren Ländern außerhalb Deutschlands gesperrt. In Deutschland jedoch sind über 60% der 1000 beliebtesten Videos nicht verfügbar, weil YouTube davon ausgeht, dass die Musikrechte „möglicherweise“ bei der Musikverwertungsgesellschaft GEMA liegen. […]

Schaut man sich die weltweit Top 1000 bei YouTube an – Videos mit 42 Mio. Aufrufen oder mehr – sind davon hierzulande über 60 Prozent wegen eines möglichen Rechtsanspruch der GEMA im Vorhineinein seitens YouTube gesperrt. Damit liegt Deutschland mit weitem Abstand vor Südsudan (15 Prozent) und auf dem dritten Rang Vatikanstadt mit 5 Prozent.

Über unsere App: GEMA versus YouTubes Top 1000 (via Netzpolitik)