The Golden Age of DC Comics


Vor drei Jahren brachte der Taschen Verlag zum 75sten Geburtstag von DC Comics einen Monsterband zur Geschichte des Verlags raus, jetzt bauen sie daraus eine nochmal ausführlichere Buchserie, deren erster Band sich genauer mit dem Golden Age von DC beschäftigt. Must Have. „The Golden Age of DC Comics“ erscheint nächste Woche, die Folgebände „Silver Age“ und „Bronze Age“ im Mai bzw. Juni. (via Unfug)
The single most comprehensive book on the subject, this volume traces the company’s first decades, from its pulp origins up to the comic book burnings of the McCarthy ’50s in more than 400 pages bursting with comics, art, comics, photographs, and more comics. Also included is an exclusive interview with legendary artist Joe Kubert!
About the series: TASCHEN’s series on DC Comics explores the origins of comics’ most enduring legends and the behind-the-scenes stories of the men and women who created them, era by era. Expanded from the Eisner Award–winning XL book, 75 Years of DC Comics, this new series hits the shelf at a reader-friendly size with essays updated by author Paul Levitz and more than 1,000 new images across five volumes. Thousands of covers and interiors, original illustrations, photographs, film stills, and collectibles have been reproduced to bring the story lines, the characters, and their creators to vibrant life, making this an invaluable reference for comics fans.

Amazon-Partnerlinks:
The Golden Age of DC Comics
The Silver Age of DC Comics
The Bronze Age of DC Comics
Karen Berger leaves the Comics
Karen Berger, Chefin von Vertigo, hat gestern die Comic-Welt geschockt mit ihrer Ankündigung, DC Comics (dem Mutterkonzern von Vertigo) zu verlassen. Die Frau hat unter anderem mit Alan Moore an Swamp Thing und Neil Gaiman an Sandman gearbeitet. Die Frau ist praktisch im Alleingang für die Existenz von Vertigo verantwortlich und ohne sie gäbe es wohl kein Preacher, kein Fables, kein Y: The Last Man, kein DMZ und kein V for Vendetta. Ob Vertigo in einem Jahr noch existieren wird ist nun mehr als fraglich und ihre Entscheidung hat garantiert langfristige Auswirkungen auf die Kreativität der Comic-Industrie, Vertigo dürfte jedenfalls als Inkubator für innovative Comics damit mehr oder weniger Geschichte sein.
Hier ein paar Links dazu:
The Beat: The Karen Berger era and what comes next
Unfug: Ende einer Ära: VERTIGO – Chefin (und dreimalige “Eisner Award” Gewinnerin) Karen Berger kündigt bei DC! (…das war’s dann wohl für Vertigo?!)
Publishers Weekly: Karen Berger to Leave DC Comics’ Vertigo Imprint in 2013
Bleeding Cool: #Vertigone?
Watchmen Prequels officially announced

DC Comics haben heute in einer breit angelegten Aktion die Watchmen-Prequels angekündigt. Dazu haben sie auf mehreren Websites von Wired bis zur New York Times Cover-Artworks und Interviews mit den Autoren gestreut, am interessantesten dürften natürlich die Rorschach und Comedian-Runs von Brian „100 Bullets“ Azzarello werden, aber auch sonst haben sie sich ein paar Schwergewichte ins Boot geholt, unter anderem J. Michael Straczynski, der in jüngster Zeit Superman Grounded geschrieben hatte (fand ich toll).
Die Prequels erscheinen über mehrere Monate in wöchentlichen Ausgaben, hier im einzelnen:
● RORSCHACH (4 issues) – Writer: Brian Azzarello. Artist: Lee Bermejo
● MINUTEMEN (6 issues) – Writer/Artist: Darwyn Cooke
● COMEDIAN (6 issues) – Writer: Brian Azzarello. Artist: J.G. Jones
● DR. MANHATTAN (4 issues) – Writer: J. Michael Straczynski. Artist: Adam Hughes
● NITE OWL (4 issues) – Writer: J. Michael Straczynski. Artists: Andy and Joe Kubert
● OZYMANDIAS (6 issues) – Writer: Len Wein. Artist: Jae Lee
● SILK SPECTRE (4 issues) – Writer: Darwyn Cooke. Artist: Amanda ConnerEach week, a new issue will be released, and will feature a two-page back-up story called CURSE OF THE CRIMSON CORSAIR, written by original series editor Len Wein and with art by original series colorist John Higgins. There will also be a single issue, BEFORE WATCHMEN: EPILOGUE, featuring the work of various writers and artists, and a CRIMSON CORSAIR story by Wein and Higgins.
Hier das Statement von Alan Moore in der New York Times (wo es noch dazu ein Interview mit Brian Azzarello gibt):
Mr. Moore, who has disassociated himself from DC Comics and the industry at large, called the new venture “completely shameless.”
Speaking by telephone from his home in Northampton, England, Mr. Moore said, “I tend to take this latest development as a kind of eager confirmation that they are still apparently dependent on ideas that I had 25 years ago.”
Comicbook Resources: EXCLUSIVE: JMS TALKS “BEFORE WATCHMEN: DR. MANHATTAN” (Interview with writer J. Michael Straczynski)
Wired: Ozymandias Cover for Dreaded Watchmen Prequel (Interview with writer Len Wein)
Hollywood Reporter: DC Entertainment Returning to ‘Watchmen’ with 7-Book Prequel Series (Interview with writer J. Michael Straczynski)
Entertainment Weekly: DC Comics to publish controversial ‘Watchmen’ prequels (Interview with writer Darwyn Cooke)
LA Times: ‘Watchmen’ prequels: DC dares to expand on classic (Interview with writer/artist Darwyn Cooke)
USA Today: DC gives Watchmen a graphic past (Interview with writer Brian Azzarello)
Associated Press: Watchmen The Prequels: DC Comics Eyes Will Launch 7 Miniseries To Preface 1986 Series (Interview with writer Len Wein and artist John Higgins)
Alternative Illustrated DC Comics Reboot

Aaron Diaz hat anlässlich des DC Relaunchs die Justice Leage, ein paar DC Villains und Batman gezeichnet und mit eigenen Origins und alternativen Fähigkeiten ausgestattet. Superman ist ziemlich nahe dran an dem, was Grant Morrison grade in Action Comics abzieht, The Flash kann nicht schlafen und braucht einen Helm zur Vermeidung des Dopplereffekts und Green Lantern ist jetzt ein Mädchen. Toll!
Rebooting the Justice League!, Rebooting Batman!, Rebooting DC’s Villains! (via MeFi)
DC-Reboot-Standoff: Marketingbullshit in Tights
Ich habe die Postingserie zum DC-Relaunch mit ein paar Zeilen zu den Business-Aspekten dieser Aktion begonnen – und ich werde sie damit auch beenden, diesmal ohne „Superheldenbonus“ oder sonstigen Schnickschnack. Freilich war die Aktion ein Erfolg. Zwar muss man die Verkaufszahlen der folgenden Nummern abwarten und natürlich wird es da Einbrüche geben, aber: Alle 52 Hefte sind ausverkauft, alle bekommen 2nd Printings, manche dritte, Justice League sogar vier. Action Comics und JL haben beide in ihrer ersten Auflage die 200k geknackt, was für Superhelden-Comics sensationell ist. Sozusagen: Well done, DC! Einerseits.
Andererseits: Von den 52 Heften des Relaunchs waren (grob) ein Viertel wirklich schlecht, ein Viertel war banaler Blödsinn, die Hälfte des Rests war mittelmäßig bis nett, rund 13 Comics waren gute bis sehr gute Comics und nur eins von allen 52 Heften war wirklich so fantastisch, dass ich es auch ohne die Aktion des besten Comicladens der Welt tatsächlich hier im Blog besprochen hätte: Animal Man von Jeff Lemire. Für ein Superheldencomic fast schon experimentell, mit zwischen Minimalismus und WTF-Optik mäandernden Zeichnungen und einem Storytelling, das in einem Mainstream-Comic endlich mal neu war. Den Totalrelaunch von Supes in Action Comics hätte ich vielleicht auch hier erwähnt, wenn ich an dem Tag gute Laune gehabt hätte.
Und man muss sich natürlich fragen, warum der Reboot qualitativ so mies ausfiel und die Anwort auf diese Frage liefere ich schon in der Headline: Weil der DC-Relaunch nichts mit „For the Fans“ oder irgendetwas mit Kreativität oder gar Kunst zu tun gehabt hätte. Es war eine reine Marketing-Aktion um Aufmerksamkeit auf die DC-Serien zu lenken, das Re-Numbering alleine fängt natürlich schonmal Neu-Kunden ein, das wissen die natürlich. Man musste nicht mal alles neu machen, es reichte, in großen Buchstaben REBOOT draufzuschreiben, alles neu zu nummerieren. Viele der Serien sind reine Fortführungen der Storylines aus den vorangegangenen Nummern, die echten Neustarts sind rar: mir fallen da spontan nur Supergirl, Action Comics und Superboy ein… bemerkenswerterweise alle aus dem Supes-Umfeld (es gibt aber wahrscheinlich noch ein paar andere echte Reboots in den Serien, in denen ich mich auskenne oder/und die mich schlicht nicht wirklich interessierten).
Man muss aber hier der Fairness halber zugestehen, dass DC hier einen schwierigen Spagat zwischen „Don’t piss the Fans off“ und „Make Accessible for new readers“ machen musste. Warum man aber gleich drei Supes-Storys neu erzählt und gleichzeitig nur eine der tausend Batman-Serien (Batwing, ein neuer Charakter, da war der Neustart ohnehin zwingend), ist mir ein Rätsel. Auch wirken viele Neustarts nur halbherzig. Dass die Storyline von Action Comics mit dem noch jungen, unbekannten Superman, der noch nicht im Vollbegriff seiner Kräfte ist, nur für ein paar Hefte erzählt wird, ist bereits angekündigt, bei anderen Serien dürfte das nicht anders werden. Ein Neustart ohne Arsch in der Hose, leider, und ein paar vergebene Chancen.
Und da habe ich mit Sexismus und plumpen, eindimensionalen Charakteren noch gar nicht angefangen. DC Comics hatte mit dem Relaunch echt eine Chance, Frauen haben’s in Comics und in der Industrie drumherum nicht leicht. In den Comics selbst spielen sie allermeistens die Opferrolle, in der Industrie sind sie als ausführende Kreative äußerst rar. DC Comics hatte die Chance, das zu ändern und hat sie nicht nur vergeben, nein. Man kann diesen Neustart auch als Ohrfeige betrachten.
Muss man sich mal vorstellen: Batwoman hat’s noch ganz gut, die wird nicht explizit gezeigt, geht ja auch nicht im puritanischen Amerika, weil lesbisch. Catwoman hat ihr ganzes Heft nichts anderes zu tun, als Brüste und Ärsche in die Panels zu halten und lasziv rumzumachen, was im Climax (!) mit Batman endet. Alle (!) weiblichen Charaktere sind Sex Worker oder ehemalige Stripperinnen oder sowas. Ach ja, ich vergas, Catwoman bekämpft ja böse Männer, die Frauen unterdrücken. Das liest sich nur leider genauso scheinheilig, wie Zack Snyders „Sucker Punch“. Und dann Starfire. Oh, DC, what have you done. Ein ehemaliger, für Comics relativ eigenständig agierender weiblicher Charakter wird zu einem dummen Alien-Sexspielzeug ohne Langzeitgedächtnis, das Befehle der Männer ausführt, die mit ihr rumficken. Kleine Jungs spannen sie am Strand aus und stellen Bilder von ihr ins Internet. Das und genau wortwörtlich das hat DC aus Starfire gemacht.
Das ist plump, billig und schlecht. Es ist eine Schande, nicht weniger und so viel mehr und alleine dafür gehört DC ihr glorioser Neustart nicht nur einmal, sondern hundertmal kräftig um die Ohren gehauen. Aus dieser Perspektive ist Batgirl praktisch das einzig lesbare Comic mit einer weiblichen Hauptperson. Nicht überraschend: Autorin von Batgirl ist Gail Simone. Ihre Heldin schläft im T-Shirt, ihre Mitbewohnerin ist „kinda an Activist“. Aber natürlich: Der Relaunch ist ein Erfolg, bis jetzt, und das auch nur aus der Perspektive der Marketing-Abteilung heraus. Kreativ hat DC, und das muss man so formulieren, kreativ hat DC Comics auf weiter Strecke schlicht versagt.
Ich bin sehr gespannt, wie sich der Neustart mittelfristig auf die Verkaufszahlen auswirken wird. Selbstverständlich lassen sich die derzeitigen Verkaufsrekorde nicht halten und wir werden sehen, ob und wie schnell alles auf das Vor-Relaunch-Niveau zurücksackt, mal zum Vergleich: Justice League dürfte dieses Jahr das bestverkaufte Superheldencomic werden mit alleine der Erstauflage über 200k, mit allen Prints zusammen wahrscheinlich weitaus mehr. Im Mai 2007 hatte die JLA 129.285 verkaufte Ausgaben, 2008: 90.035, 2009: 63.867, 2010: 62.465, 2011: 46.729 (via Comicsbeat). Der Markt für die JLA ist innerhalb von vier Jahren auf 30% zusammengeschrumpft und genau das ist der Grund für den Relaunch, wahrscheinlich ist er nichtmal auf DCs eigenem, sondern auf dem Mist des Mutterkonzerns gewachsen. Und dass da nur Zahlenschubser am Werk waren, das merkt man leider am Output.
Bis auf Animal Man, der war tatsächlich sensationell. Sogar sehr. Und er hat sich sogar ziemlich gut verkauft, soweit ich weiß. Hoffentlich bleibt das so und hoffentlich lernt DC daraus. Gönnen würde ich es ihnen.
DC-Reboot #5: All Star Western, Superman, Justice League Dark

Mein Comicdealer Der Grobe Unfug – hier ihr Blog, hier auf Twitter, alles sehr sympathische und superkompetente Leute, bei denen man auch per Mail Serienabos verwalten und Mailorders aufgeben kann – sponsort mir dankenswerterweise alle 52 Neustarts während des Reboots der wichtigsten Serien von DC Comics, jede Woche werde ich zu allen erschienenen Ausgaben mindestens ein paar Worte verlieren. Heute: All Star Western, Aquaman, Batman – The Dark Knight, Blackhawks, Green Lantern – New Guardians, I, Vampire, Justice League Dark, Savage Hawkman, Superman, Teen Titans, The Fury of Firestorm, The Flash, Voodoo.
tl;dr: Auch der letzte Run im DC-Neustart ist eher durchwachsen, wenn auch stärker als die vorangegangene Woche mit einem richtigen Kracher (All Star Western), ein paar guten (Superman, I, Vampire, Aquaman, Justice League Dark), ein paar egalen (Blackhawks, Green Lantern – New Guardians, Teen Titans, Voodoo), zwei, die’s wirklich besser verdient hätten (Flash, Savage Hawkman, Batman – The Dark Knight) und einem blöden (The Fury of Firestorm). Abos: Superman, Aquaman, Flash, All Star Western.
All Star Western ist DCs Neuauflage ihrer klassischen Western-Serie aus den 50er und 70er Jahren. In den Siebzigern begann Jonah Hex seine Karriere als vernarbter Western-Badass in dieser Serie und auch die dritte Neuauflage des Hefts beginnt mit einer Hex-Story. Und mit was für einer! Im Gotham Anfang des 19. Jahrhunderts geht ein Jack the Ripper-ähnlicher Killer um, die Polizei tappt im Dunkeln und holt Psychiater Doktor Amadeus Arkham dazu. Obendrein heuert man Kopfgeldjäger Jonah Hex an, beide zusammen sollen den Fall lösen.
Ein sehr „schön“ erzähltes, fast grandioses Comic. Ich nehme Hex sogar seinen Klischee-Südstaatenslang ab („Ah’ll kill ya’ll!“), die Mixtur der Charaktere Psychodoktor und Badasskopfgeldjäger funktioniert fantastisch: Hex ballert und prügelt sich durch das Comic, während wird er von Arkham analysiert: „Seeking out dangerous Situations, Alcohol, Gambling and Promiscuity are likela his primary Motivating factors. In addition to his orgiastic approach to violence, it may possibly be his only means of finding enjoyment. I am fascinated and terrified by him.“
Dazu die Zeichnungen, alle westerngerecht in braun und Ockertönen gehalten, mit lockerem, schnellen, aber detailierten Strich, gezeichnet. Das alles macht ganz, ganz großen Spaß und ist eins der besten Comics des kompletten Neustarts. Definitiv abonniert.

Prinzipiell ein guter Aquaman-Neustart, schöne Geschichte mit einem zurückkehrenden Aquaman, der genervt ist, weil ihn alle für einen lamen Superhelden halten (ich übrigens nicht, ich bin Aquaman-Fan) und denken, er könne nur mit Fischen reden. Nachdem er mal flugs ein paar flüchtende Bankräuber dingfest gemacht hat und daraufhin von einem Cop gefragt wird, ob er ein Glas Wasser brauche „or something“, hüpft er erstmal aus der Stadt und setzt sich in ein Fischrestaurant (jeez!) wo er Fish’n'Chips bestellt (JEEZ!). Die Leute sind natürlich entsetzt!
Dort wird er von einem Blogger genervt, dem er seine Origin-Story erzählt und der am Ende natürlich Aquaman ans Bein pissen muss: „How’s it feel to be nobodys favorite Super-Hero?“ Prinzipiell schönes Comic, gut erzählt, aber alles zu glatt, inklusive der Zeichnungen. Bei Geoff Johns gibt’s keine Ecken, keine Kanten und damit keine echten Charaktere. Das unterscheidet ihn von richtigen Geschichtenerzählern. Aber für so ein Mainstream-Comicding: Nicht schlecht, werde ich mal eine Zeitlang abonnieren, aber ich bin auch Aquaman-Fan.
Batman – The Dark Knight ist mit einigem Abstand das schlechteste Heft aller Batman-Comics des Neustarts, inklusive des überflüssigen Nightwings. Die Story beginnt zunächst mit Bruce Wayne, der mal wieder eine Rede hält. Im Gegensatz zum tollen Batman-Neustart (der anderen Batman-Heftserie) ist die aber weder toll formuliert noch irgendwie mit der Story verwoben. Die ist nur der Anlass, einen Cop der Abteilung für Innere Angelegenheiten auftreten zu lassen, der ihn wegen der Finanzierung von Batman Inc ausfragt, was man auch nur weiß, wenn man die Serie bereits kennt. Reboot Fail. Daraufhin der Arkham-Ausbruch, der bereits in den anderen Heften thematisiert wurde und dann ein Twoface-Hulk.
Mir ist das alles zu bunt, zu blöd und zu plump erzählt. Schwach, nur für Batman-Hardcore-Fans empfehlenswert.
Blackhawks ist ein Militär-Piloten-Comic. Wer GI Joe mag, wird auch Blackhawks mögen. Mich interessiert beides genau Null.
Green Lantern – New Guardians ist tatsächlich ein Green Lantern-Heft, das mir einigermaßen gefallen hat, wenn man mal von der grundsätzlichen Blödheit des Konzepts mit den Laternen absieht – ich meine, ich kann’s nicht öfter betonen: Es gibt ein „ikonisches“ Comicpanel von Green Lantern, da fliegt er mit einer Lampe in der Hand durch’s Weltall. Mit einer beknackten Öl-Lampe in der Hand durchs All! Wie scheiße kann ein Superheld sein? Jedenfalls: Abgesehen davon hat mir dieses Comic gut gefallen.
Es beginnt damit, dass der letzte Überlebende der kleinen blauen Obermuftis und Wächter der riesigen grünen Laterna auf Oa (hrhr) auf der Erde grade die dritte oder vierte Laterne – ich kann das ja nicht unterscheiden, warum die Erde fünfhundertdreiunddreißig verschiedene Lanterns braucht, muss mir mal einer erklären, man stelle sich mal vor, es gäbe zwei Batmans… wait… –, jedenfalls wird grade eine weitere Laterne mit Ring ausgestattet, die fliegt ein bisschen rum und macht grüne Sachen
Währenddessen fliegen den andersfarbigen Laternen die Ringe weg, die ein oder andere Laterne (hrhr) stirbt daran und alle Ringe fliegen natürlich zur frischen drölften Laterne (hrhr) Kyle Rayner und wolle alle was mit ihm anfangen. Natürlich kommen die „Wächter der anderen Farben“ (ich nenn die einfach mal so) gleich mit und wollen ihm an die Gurgel. Wenn ich mir das alles nochmal so durchlese, muss ich ja schon wieder lachen… aber nein, im Ernst: Für eine Green Lantern geht das okay. Interessiert mich von allen Green Lantern-Comics am meisten, werde ich im Auge behalten.
I, Vampire ist schwierig. Das Comic erzählt die Story von Vampir Lord Andrew Bennett und Mary Seward, seinem Opfer. Er wird zum Vampir-Jäger, sie zur Vampir-Obervorsteherin, er muss sie jagen, liebt sie allerding. Einerseits ist es toll erzählt mit den abwechselnden Rückblenden und den Dialogen in der Gegenwart und es hat einen so toll-absurden Moment, als die beiden Vampire sich als Wölfe am See über „Superman and a half-dozen Green Lanterns and Wonder Woman“ unterhalten, während sie in den See latscht und als Fledermaus mit einem Schwan in den Fängen davonflattert. Das ist schön erzählt und toll gezeichnet, einerseits.
Andererseits musste ich mir die Backstory von Wikipedia holen, denn im Comic wird sie nicht verständlich gemacht, man kann aber davon ausgehen, dass sie in den folgenden Heften noch genauer erklärt wird. Schönes Ding, vielleicht ein bisschen zu twilightesk – Haunted Souls in Love und so’n Quatsch – aber definitiv gut erzählt und gut gezeichnet. Werde ich im Auge behalten, vielleicht sogar abonnieren, überlege ich mir noch.
Justice League Dark ist sowas wie das übernatürliche Pendant zur Justice League. Die Mitglieder sind Shade, the Changing Man, der sich die Welt so machen kann, widewidewidewie sie ihm gefällt und sich Freundinnen für eine Nacht erschafft, nur um sie am Morgen zu Ektoplasma zu verarbeiten. Madame Xanadu, Mystikerin, Orakel, oder sowas. Deadman, ein Geist, zuletzt vorgestellt in DC Universe presents. Zatana, die Hexe und John Constantine, der Geisterjäger haben vermutlich was am laufen.
Hier bekämpfen sie die Enchantress, die in einer Hütte in einem Briefumschlag rumliegt und mal eben Supes, Wonder Woman und Cyborg plattmacht. Währenddessen wird eine blonde Dame verdreissigtfacht und die Doppeldingse tauchen alle auf einmal auf einem befahrenen Highway auf. Das Panel macht großen Spaß, das Comic insgesamt auch so halbwegs. Werde ich im Auge behalten.
Ich bin ja Savage Hawkman-Fan und ja: Ich tendiere dazu, die Comic-Charaktere blöd zu finden, die alle toll finden (Green Lantern) und die toll zu finden, die alle blöd finden (Aquaman, Superman, Hawkman… naja, auf Batman und Flash können sich eh alle einigen). Im Neustart will Carter Hall – der ursprüngliche, erste Hawkman – nichts mehr mit seinem gravitationsaufhebenden Superheldendress aus dem sagenumwobenen Nth Metal zu tun haben, und will es im Wald verbrennen. Geht natürlich schief und das Ding verschmilzt mit seinem Körper. Ein paar Tage später erwacht Carter, trifft bei der Hebung eines Alien-Raumschiffes (der Herr ist Archäologe) auf ein Vemon-artiges Viech und ab geht die Luzie.
Ach naja, das Comic ist durchaus anständig und ich bin dem Hawkman ja immer ganz wohlgesonnen, aber wirklich gut ist das hier nicht, die Zeichnungen sind stellenweise schlampig, stellenweise beinahe toll, die Story ist auch eher so mittelinteressant. Als Fan überlege ich mir das mit dem Abo noch und ob man das hier empfehlen kann… um ehrlich zu sein: Eher nich’ so.
Superman ist sauer. Das alte Hochhaus, das seit ein paar Jahrzehnten den Daily Planet beherrbergte, wird plattgemacht. Clark Kents Arbeitgeber wurde an ein Medienimperium von Morgan Edge verkauft, Lois Lane wurde in seinem Konzern zur Top-Notch-Obernachrichtendame und Vorsteherin der Online-Sparte. Ein paar Blocks weiter steht der neue Planet, der eigentlich genauso aussieht: Kugel oben drauf, ziemlich hoch, ziemlich groß, ein paar mehr Heli-Landeplätze. Perry White sieht jetzt aus, wie ein Superheld, Jimmy Olsen sieht aus wie Justin Bieber. Der erste Gedanke vom Man of Steel ist „Bull!“ So beginnt der neue Superman.
Für neue Leser ist das Heft nicht leicht zu verstehen, sehr viele Figuren werden auf einmal eingeführt, die Exposition ist vollgestopft bis zum Platzen mit Referenzen an das Super-Universum. Alleine die ersten fünf Seiten wechseln ständig zwischen Rückblenden und Auseinandersetzungen zwischen Print-, Boulevard- und Online-Journalismus, dem in einer kontrollierten Explosion zusammenfallenden alten Planet, dem Medien-Trara drumherum, den ersten Andeutungen der eigentlichen Story und Szenen von Superman im Himmel über Metropolis. Das könnte konfus sein, ist aber bei aller fast hektischer „Komplexität“ – Komplexität zumindest für ein Superhelden-Comic – gut und verständlich erzählt. Schließlich landen wir beim Start der eigentlichen Story: Ein Terroranschlag mit Chemieabfällen beschäftigt Supes, während dem neugebauten Astrodome ein riesiges Feueralien entsteigt. Der Rest ist Heckmeck und im Epilog finden wir Clark Kent, nicht mehr verheiratet mit Lois, die mit einem ihrer TV-Kollegen rummacht. Ein fast depremierendes Ende.
Tolles Comic. Sauber erzählt, klassischer Superman-Stoff, in diesem Heft mit sehr vielen New Media-Elementen („they are all twittering“ – psst, DC, das heisst „tweeting“), die Verschachtelung mit der News-Nebenstory funktioniert prächtig und gibt dem Geschehen Dramatik. Definitiv eine Empfehlung, wenn auch kein leichter Stoff für Einsteiger. Definitiv abonniert, aber das hätte ich ohnehin getan.
Die Teen Titans sind die Superheldengruppe aus der Jugend des DC Universums. Das richtet sich natürlich an jüngeres Publikum, das erste gesprochene Wort im Comic (gleich im ersten Panel) ist „Meh“ und das ist auch meine Meinung zum Heft. Das Comic ist sicher irgendwie gut für Leute, die die Teen Titans schon immer gelesen haben, es ist beinahe toll gezeichnet und ordentlich erzählt, soweit ich das nachvollziehen konnte und das Heft hat einen wirklich schönen Cliffhanger mit Anspielung auf den Superboy-Relaunch von vor zwei Wochen. Empfehlung für Fans und solche die’s werden wollen, mich selbst haben die noch nie interessiert, auch wenn sie anscheinend wichtig für das DC Universum sein sollen. Vielleicht hab’ ich was verpasst. Meh.
The Fury of Firestorm ist die Story um Ronnie Raymond, Football-Spieler an der Highschool (noch) und Kind einer alleinerziehenden Mutter. Parallel zu dieser Geschichte erfährt man, dass eine Bande fieser Agenten auf der Jagd nach „magnetic Bottles“ sind, die das „Firestorm Protocol“ enthalten. Dafür gehen sie über Leichen, löschen ganze Familien aus und jagen ganze Wohnviertel in die Luft (letzteres wird natürlich nur erzählt und nicht gezeigt, denn wir befinden uns in einem schlechten Vertreter eines visuellen Mediums.) Ebenfalls auf der Highschool ist Jason Rusch (der im Besitz einer der „magnetic Bottles“ ist), im DC Universum ein späterer Firestorm und beide zusammen treffen Abends an der Schule auf die fiesen Agenten, eins führt zum anderen, Boom, und beide werden zu Firestorms, irgendwelchen Nuklearbombenleuten, schließlich verschmelzen sie in einer noch größeren Explosion zu Fury of Firestorm.
Die Story könnte interessant sein, wäre sie nicht so plump, simpel, unelegant und unglaubhaft erzählt, obendrauf sind die Zeichnungen maximal mittelokay bis schlecht, das Comic sieht nicht aus, als wäre es fertiggezeichnet. Ein schlechtes Comic, versammelt für mich alles, was an Superheldencomics schlecht sein kann.
The Flash ist einer meiner Lieblingscharaktere aus dem DC Universum (ich habe insgesamt 4 Lieblingscharaktere: Batman, Supes, Flash, Plastic Man), trotz seiner lamen Gegenspieler, (und trotz der immer wieder ziemlich schlechten Zeichnungen von Scott Kolins, wegen denen ich vom letzten Run drei oder vier Hefte für nahezu unlesbar halte). Wie auch immer: Der Neustart hier ist keiner, es wird keine Origin-Story erzählt. Barry Allen hängt auf einem Empfang rum, als Terroristen einfallen, Flash wird zum Flash und so weiter. Später stellt sich heraus, dass Barry einen der fiesen Jungs aus seiner Jugend kannte.
Streng genommen ist der Flash-Neustart nicht mehr als okay. Die Zeichnungen sind schlicht und nicht weiter erwähnenswert, die Story nicht uninteressant, der Cliffhanger zur nächsten Ausgabe ist toll. Ich als Fan werde mir den Flash natürlich abonnieren, ob die Serie für Neueinsteiger interessant genug ist, wage ich (leider) zu bezweifeln. Schade.
Voodoo ist Striptease-Tänzerin. She’s a private Dancer und zwei Cops sind auf sie angesetzt, der männliche davon gönnt sich eine Privatvorstellung und tappt natürlich in die Falle. Das Comic zeigt praktisch auf jeder Seite leichtbekleidete Stripperinnen, immerhin präsentiert er mit dem weiblichen Cop sowas wie eine starke Frauenfigur. Die Zeichnungen sind schlechter Durchschnitt, die Story ein ganz offensichtlicher Species-Ripoff, völlig unoriginell und sehr simpel erzählt. Komplett vergessenswert.
DC-Relaunch #4: Batman, Supergirl, Wonder Woman

Mein Comicdealer Der Grobe Unfug – hier ihr Blog, hier auf Twitter, alles sehr sympathische und superkompetente Leute, bei denen man auch per Mail Serienabos verwalten und Mailorders aufgeben kann – sponsort mir dankenswerterweise alle 52 Neustarts während des Reboots der wichtigsten Serien von DC Comics, jede Woche werde ich zu allen erschienenen Ausgaben mindestens ein paar Worte verlieren. Heute: Batman, Birds of Prey, Blue Beetle, Captain Atom, Catwoman, DC Universe presents: Deadman, Green Lantern Corps, Legion of Super-Heroes, Nightwing, Red Hood and the Outlaws, Supergirl, Wonder Woman.
tl;dr: Wieder eine sehr durchwachsene Woche mit wenigen guten (Batman, Supergirl, Wonder Woman), ein paar netten (Blue Beetle, Deadman, Red Hood and the Outlaws), ein paar egalen (Birds of Prey, Catwoman, Green Lantern Corps, Nightwing) und zwei ziemlich schlimmen (Captain Atom, Legion of Super-Heroes). Abo: Batman, Supergirl, Wonder Woman.
Toller Neustart für Batman! Scott Snyder kann einfach grandios Geschichten erzählen, die hier ist praktisch die Rede von Bruce Wayne zu seiner Vision eines zukünftigen Gothams, visuell bebildert mit Rückblenden eines Kampfes zwischen ihm und praktisch der versammelten Supervillains aus dem Batman-Universum, minus Joker. Dazu wie immer technischer Schnickschnack und Snyder gibt der Story eine typische Dreiteiligkeit, beginnend mit dem Kampf, dazu aus dem Off der Beginn seines Vortrags:
Every Saturday, the Gotham Gazette includes a small lifestyle piece calles ‘Gotham is’. In the column, random Gothamites are asked to complete the sentence ‘Gotham is…’ using three words or less. The Gazette has been running the ‘Gotham is’ column for years, ever since I was a boy.
Here are some of the words used to describe Gotham the past few weeks: Damned. Cursed. Bedlam. Murderous… Gotham is ‘vollainous’. Gotham is ‘a losing game’. Gotham is hopeless.
Diesem Auftakt zu Bruce Waynes Rede zur Zukunft Gothams folgt in der Rückblende ein einziges, kleines Panel, in dem man Batmans mittleres Gesicht sieht, und er sagt: „*sigh* There’s no place like home.“ Danach verteilt Batman Prügel. Dem folgt der zweite Teil: Bruce Waynes Rede zur Zukunft Gothams und dem wiederum folgt der Auftakt zur eigentlichen Storyline. Klassischer Dreiakter, elegant erzählt und ineinander verwoben. Toll!
Die Zeichnungen sind gut, manche Panels sogar toll, aber die mangaesken Figuren Bruce Waynes und seiner drei Ex- und aktuellen Robins verstören und wollen nicht zum dreckigen und düsteren restlichen Stil passen, auch wenn man das als gewollten Stilbruch betrachten könnte. Aber auch die stellenweise durchwachsenen Zeichnungen nehmen der Story nichts. Definitive Empfehlung, Ryder könnte mit seinem Batman ‘nen ziemlich großen Wurf landen.
Ein Wort noch zum neuen Batman-Logo: Wer diese typografische Vollkatastrophe verbrochen hat, sollte umgehend gefeuert werden. Dagegen war das bereits unpassende und schlechte vergangene Logo ein grafisches Wunderwerk.
Birds of Prey sind ein Superhelden-Team aus Batman-Protagonistinnen aus der zweiten und dritten Reihe. Ich hab’ nicht verstanden, was das Heft mir erzählen will, ich kannte die meisten der Figuren nicht, sie werden auch nicht erklärt und ich war auch zu faul, mich mit ihnen zu beschäftigen, weil mir das Comic die Charaktere nicht schmackhaft machen konnte. Durchschnittlich gezeichnet, uninteressant erzäht, vergessenswert, egal. Als Reboot äußerst schwach, für Hardcore-Fans des Batman-Universums aber wahrscheinlich ein Muss.
Blue Beetle hat mich überrascht. Eigentlich ist das Comic ziemlich durchschnittlich: Ein blauer Skarabäus landet nach galaktischem Gemetzel auf der Erde, hunderte Jahre später kloppen sich ein paar Supervillains darum und zufällig kommt ein Teenager vorbei, der sich mit dem Vieh verbindet und zum zukünftigen Blue Beetle wird. Durchschnittlich gezeichnet, die Story ist eigentlich auch nichts neues und obendrein spielt das alles im Green Lanter-Umfeld, was für mich immer ein Grund ist, ein Comic wegzulegen. Aber irgendwas an der Story hat mich angemacht und ich werde die Serie im Auge behalten.
Zu Captain Atom das „beste“ gleich zu Beginn: Die Zeichnungen sind angenehm verschroben. Das war’s. Darüberhinaus passen die Einzelteile der Panels nicht zusammen, Captain Atom selbst ist „weichgezeichnet“, der Rest in harten Farb-Flächen mit großzügigen schwarzen, ebenfalls flächigen Schattierungen ohne Outlines gezeichnet. Passt nicht, ist nicht wirklich gut, aber es ist graphisch seltsam, was nicht ganz uninteressant ist.
Die Story ist schlecht. Cap Atom ist im Reboot praktisch ein Ripoff von Dr. Manhattan aus Alan Moores Watchmen, zunächst verwandelt er einen Roboter in einen Menschen, dann siniert er zusammen mit seinem Mentor Dr. Megala (jeez!) darüber, dann bricht selbstverständlich ein Vulkan in Manhattan aus, ein Kernreaktor explodiert fast und in San Francisco passiert auch irgendwas. Der Rythmus des Storytelling ist völlig unbeholfen und willkürlich, dazu die „interessanten“ Zeichnungen. Wahrscheinlich das schlechteste Comic dieser Woche des DC Reboots.
Seufz, Catwoman. Was soll man jetzt dazu sagen. Ich hab’ ja generell nichts gegen Titten und Ärsche, aber DC Comics kann man in diesem Comic durchaus Sexismus vorwerfen. Ich meine, die Dame zeigt auf den ersten Seiten praktisch überall eine halb-entblösste Brust. Nix gegen Erotik in Superhelden-Comics, aber mit der groben Kelle muss man mir die dann auch wieder nicht einflößen. DC schreit in diesem Comic gradezu in Großbuchstaben: CATWOMAN IZ THE FUCKBABE! Wie gesagt: Seufz. Gottseidank gibt’s ab dem Mittelteil ein bisschen mehr Substanz, nur um am Ende bei einer Nummer mit Batman zu landen.
Das alles ist freilich nicht wirklich schlecht, aber das Heft wirkt wie die in Comic gegossene Form einer Dame, die ich mal vor Jahren in einem Club traf. Die war so dermaßen horny, dass sie sich wirklich so offensichtlich jedem so heftig an den Hals schmiss, dass keiner auf sie Bock hatte. Natürlich ist das alles sexy und auch gut gezeichnet, ich bevorzuge aber ehrlich gesagt subtilere Damen.
DC Universe presents wird eine Serie mit unbekannteren Figuren aus dem DC Universum. Die erste Ausgabe handelt von Deadman, einem Geist, der in problemgeplagten Menschen lebt und diesen weiterhilft, oder so ähnlich. Als Serienkonzept ist DC Presents sicher interessant, der Auftakt mit Deadman ist schön erzählt und gut gezeichnet. Kann man empfehlen, muss man aber nicht haben. Nett.
Green Lantern Corps, das Comic um Green Lanterns intergalaktische Polizeiwache, der Reboot mit jeder Menge auseinandergeschnittenen Aliens, die auch explizit gezeigt werden. Das Gemetzel macht die Grüne Leuchte hier sogar für mich interessant, aber ich muss trotzdem immer lachen, wenn ich die riesige Grüne Lampe auf dem Planeten Oa sehe. Was für ein (im negativen Sinne) beklopptes Konzept. Das Heft ist okay, die Serie wird aber trotzdem doof.
Legion of Super-Heroes sind jede Menge Superhelden aus der Zukunft, die irgendwelche Sachen können und irgendwelche Dinge damit tun. Mehr habe ich nicht geschnallt. In dem Heft trifft man auf ungefähr 1247 unterschiedliche Figuren – wahrscheinlich sind es etwas mehr! –, eine Storyline gibt es (glaube ich) nicht. Die Serie hat außerdem irgendwas mit den Legion Lost-Comics zu tun, und das war das schlechteste Heft der vergangenen Woche. Die Zeichnungen sind Durchschnitt, das Comic aber völlig uninteressant. Zweitbestes Heft der Woche von hinten.
Nightwing ist Dick Grayson, Batmans Ex-Robin, in seiner eigenen Comic-Reihe. Eigentlich ist er Batman in einem anderen Kostüm und mit Zirkus-Schnickschnack statt Technik-Schnickschnack, der Rest ist praktisch gleich. Der Reboot ist als solcher okay, Dick Grayson kommt zurück nach Gotham, kloppt sich ein bisschen und hüpft bei alten Freunden im Zirkus rum. Ein wenig ärgerlich finde ich, dass man das Ende der Story nur wirklich begreift, wenn man das erste Batman-Heft aus dem Reboot gelesen hat. Selbstverständlich ist das toll für die Hardcore-Fans, die ohnehin alles aus dem Batman-Universum lesen und deshalb auch wissen, was das erste Birds of Prey-Heft sein sollte. Nett, ja, auch okay gezeichnet, werde ich aber nicht weiter verfolgen.

Red Hood and the Outlaws haben auch irgendwas mit dem Batman-Umfeld zu tun, zumindest fällt ein paar mal das Wort „Gotham“. Roy Harper ist jedenfalls gefangen im fiktiven Land Qurac im mittleren Osten, wo er von Red Hood aka Jason Todd rausgehauen und zwar mit jeder Menge Wumms. Und auf ihrer Flucht kommt Starfire, eine rothaarige Alien-Dame, und macht 50 Panzer platt. Der Rest ist Sex mit Alien-Dame auf exotischer Insel und ein paar Cliffhanger.
Für Starfire gilt dasselbe wie für Catwoman: Äußerst sexy gezeichnet, äußerst üppig, in der letzten Hälfte des Heftes nur mit ausgestrecktem Arsch und im Bikini zu sehen. Das macht (natürlich) durchaus Spaß, aber das Wort Sexismus kriege ich beim Lesen einfach nicht aus dem Kopf. Die Zeichnungen sind stellenweise fast sensationell, die Panel-Layouts ebenso, die Story ist trotz aller Vorwürfe interessant. Sehr nett, behalte ich definitiv im Auge und zu den Sexismus-Vorwürfen sollte sich DC vielleicht mal mit die Reaktionen von Kids auf diese Figuren durchlesen. Just saying.
Supergirl hat mir trotz der minimalen Story sehr gut gefallen: Ein waschechter Reboot, Supergirl landet in Sibirien, weiß nicht, wo sie ist und was sie hier soll, als auf einmal ein paar Mechas auftauchen und sich mit ihr anlegen. Als die Sonne aufgeht, entdeckt sie ihre Superkräfte, die sie noch nicht wirklich unter Kontrolle hat und kurz bevor sie die Mechas plattmacht, letztlich nur Soldaten eines Alien-Begrüßunskommittees oder sowas, die nichts wirklich böses im Schilde führen, schwebt am Ende in der Luft: Supes.
Schnönes Comic, durchschnittlich gezeichnet und die Story… nun ja, sie kämpft während des ganzen Heftes nur gegen die Bots und entdeckt ihre Superkräfte. Dennoch sehe ich ziemlich viel Potential, werde ich auf jeden Fall weiterlesen.

Wonder Woman ist ein ziemlicher Wurf und das trotz eher nur okayer Zeichnungen. Ich bin kein Fan von Wonder Woman, obwohl ich sehr auf griechische Mythologie stehe. Was ich da bislang gelesen habe, war mir immer zu glatt und zu… golden. Außerdem: Ein unsichtbarer Jet. Das ist fast so schlimm, wie eine grüne Leuchte.
Nicht so hier: Der Reboot ist für Wonder Woman-Verhältnisse angenehm düster, eigentlich ist es strenggenommen eine Horror-Story mit Monstern, abgetrennten Pferdeköpfen und in der Luft verbrennenden Mädchen. Dabei frei an griechischer Mythologie orientiert. Ich weiß nicht, ob ich die Serie lange lesen werde, aber ich habe sie mir erstmal abonniert. Das beste Heft der Woche, zusammen mit Batman.
DC-Relaunch #3: Frankenstein, Batwoman, Batman and Robin, Superboy, Green Lantern

Mein Comicdealer Der Grobe Unfug – hier ihr Blog, hier auf Twitter, alles sehr sympathische und superkompetente Leute, bei denen man auch per Mail Serienabos verwalten und Mailorders aufgeben kann – sponsort mir dankenswerterweise alle 52 Neustarts während des Reboots der wichtigsten Serien von DC Comics, jede Woche werde ich zu allen erschienenen Ausgaben mindestens ein paar Worte verlieren. Heute: Batman and Robin, Batwoman, Deathstroke, Demon Knights, Frankenstein – Agent of S.H.A.D.E., Green Lantern, Grifter, Legion Lost, Mr. Terrific, Red Lanterns, Resurrection Man, Suicide Squad, Superboy.
tl;dr: ein sehr gutes (Frankenstein), zwei gute (Batwoman, Resurrection Man), drei okay-nette (Superboy, Batman and Robin, Demon Knights), sehr viel egales Mittelmaß (Deathstroke, Mr. Terrific, Red Lanterns, Grifter) und ein paar beknackte (Legion Lost, Suicide Squad, Green Lantern). Insgesamt mitteldoofe Woche und nach der ersten Hälfte aller Reboot-Hefte zeichnet sich bereits ab: Dieser DC-Relaunch ist ein netter Versuch mit drei oder vier Ausreißern nach oben, verbleibt ansonsten allerdings im Mittelmaß. Aber die Abrechnung kommt zum Schluß. Abos: Resurrection Man, Demon Knights, Batwoman und Frankenstein.
Als Batman and Robin sind erneut Bruce Wayne und sein Sohn Damian nachts unterwegs, diesmal verhindern sie grade so einen Anschlag auf den Reaktor der Uni Gotham. Sehr nettes Comic und am Ende wird auch eins von Batmans Franchises in Säure aufgelöst, aber ein Neustart ist das nicht. Batman und Sohn kabbeln sich genau wie in den vorherigen paarundzwanzig Bänden, es geht wie immer um den Respekt vor dem Vater und das Vertrauen in den Sohn und beide sagen sich gegenseitig wie in allen paarundzwanzig Bänden zuvor dieselbe Antwort: You have to earn it. Gähn.
Aber eine Neuerung gibt es! Batman zelebriert nicht mehr den Todestag seiner Eltern, sondern will von nun an ihr Leben und ihren Hochzeitstag feiern. Tut mir leid, DC, aber wenn Batman die Zeile „From here on out, I’ll be honoring their wedding Anniversary and not their final night on this planet“, dann ist das nicht nur ein bisschen unfreiwillig komisch und raubt Batman einer seiner zentralen Eigenschaften. Darüber hinaus wird das nur erzählt, aber nicht gezeigt – es ist schlicht narrativer Mist, wenn Batman im Dialog „Say yes to life, yes to a fucking big television“ sagt, aber ansonsten der olle grimmige Rächer bleibt. Dennoch: Insgesamt nett, punktuell sogar kickass. Ein Relaunch oder sowas ist das allerdings nicht, sondern eine ganz banale neue Storyline.

Batwoman in einer schönen Ghost Story um eine weiße Frau und ertrunkene Kinder und endlich eine Standalone-Serie für DC Comics „1st High Profile Gay Character“. Kate Kane macht auch gleich mal implizit neu mit Maggie Sawyer (einer Polizistin) rum und geht schließlich mit ihrer Cousine Flamebird auf Tour. Sehr viele Anspielungen auf die Geschichte von Batwoman in diesem Comic, für Neu-Leser nicht leicht zu durchschauen, ganz klar ein Heft für Fans und kein wirklicher Reboot. Dennoch gut und mit für ein Superheldencomic sehr guten, dynamischen Zeichnungen, deren Strich und Colorierung die Handlung reflektiert. Das Panel-Layout ist stellenweise auf den großzügigen Doppelseiten beinahe sensationell.
Deathstroke ist ein Badass, sieht ein bisschen aus wie Spawn, verdingt sich aber als Auftragskiller und Bodyguard und sowas. Und er ist ein Badass. Mit einem neuen Team aus Teenagern soll er nun einen deutschen, fiesen Wissenschaftler in einem Flugzeug plattmachen, der Twist am Ende hat mich tatsächlich überrascht und – ich hatte vergessen zu erwähnen: Er ist ein Badass. Trotz des Überraschungsmoments am Ende ein ziemlich langweiliges Comic mit uninteressanten Figuren.
Demon Knights ist kompliziert. Zunächst mal das wirklich, wirklich schlechte: Die ersten vier Seiten sind völlig unverständlich erzählt. Ein Ritter kniet vor der brennenden Burg Camelot, während König Arthus von ein paar Gefolgsleuten nach Avalon geschifft wird. Der Ritter wirft sein Schwert Excalibur in’s Wasser, wo es von einer auftauchenden Hand gefangen wird. Dann versinkt Excalibur trotzdem aus irgendeinem Grund, eine Madame Xanadu springt ins Wasser, taucht danach und das Schwert verschwindet irgendwie in einem Lichtblitz – was nicht genau auszumachen ist, weil Zeichnungen die Szene verdecken. Erklärt wird hier nichts, wirklich wichtig ist das im Verlauf zumindest diesen Heftes ebenfalls nicht, die Panels wirken, als ob sie in der falschen Reihenfolge erzählen würden – das ist eine narrative Bankrotterklärung von Paul Cornell, wobei ich nicht weiß, wie er seine Comics schreibt, es könnte auch die Schuld des Zeichners sein. Jedenfalls: Die ersten Seiten sind ganz schlimm.
Danach wird das Comic okay, ab der Mitte sogar wirklich gut, ein Cut, wir sind bei Merlin, der den Dämonen Etrigan – ehemals erfunden von Jack Kirby! – in den Körper von Jason Blood of Norwich bannt. Erneut ein Cut, das Comic springt vier Jahrhunderte vorwärts, Jason und Xanadu streifen durch die Lande und treffen auf weitere Unsterbliche in einer Taverne – und so beginnt schließlich jede Fantasy-Story: In einer Taverne bei Wein, Weib und Gesang! –, während die Horde der Questing Queen nach Norden marschiert und dabei Blut und Verwüstung hinterlässt
Hier wird das Storytelling gut, der Oberfiesling wird mit einer superderben Szene vorgestellt und die Szenen in der Taverne sind stellenweise herrlich, aber: Charaktere werden einfach in die Story (bzw. die Taverne) geworfen, tauchen aus heiterem Himmel mit einem Oneliner auf und auf einmal hat man ein mittelalterliches Superheldenteam. Das ist zu schnell und zu unverständlich. Die Zeichnungen sind gut, schwanken aber zwischen sehr gut und unübersichtlich. Gute Idee insgesamt und vor allem super: The Shining Knight („The Celts have odd ways. Nod and smile.“), aber sehr durchwachsene Umsetzung und narrativ handwerklich oft einfach schlecht gemacht. Dennoch werde ich das Comic abonnieren, die Story hat extrem viel Potential und ich hoffe, dass Cornell die Kurve noch kriegt.

Frankenstein – Agent of S.H.A.D.E. ist Jeff Lemires zweite Serie im Reboot. Leider nicht ganz so gelungen wie der fast schon experimentelle Animal Man, der hintenraus dann noch extremste WTFs aus dem Hut zauberte. Aber wenn Lemire ein „nicht ganz so gelungenes“ Comic schreibt, kommt immer noch das beste dieser Woche heraus, was ja auch etwas aussagt – und das bei einem ziemlich bescheuerten Konzept (eat this, Green Lantern!)
Auf den ersten sechs Seiten werden ein angelnder Papa, sein Sohn und ihr Hund von drei riesigen Monstern gefressen, wir erfahren, dass die Spezialeinheit S.H.A.D.E. in einer Anlage namens „Ant Form“ untergebracht ist, die in einer 5 Zentimeter großen, unzerstörbaren Sphäre untergebracht ist, die grade 2 Meilen über Manhattan mit 623 Miles per Hour durch die Luft fliegt. Man erreicht sie per Teleportation und Miniaturisierung und wird betrieben von künstlichen Menschen aus synthetischer organischer Masse, die nach 24 Stunden zerfallen, wobei das Abfallprodukt als Bio-Treibstoff für die Ant Farm benutzt wird. Die Technik wurde von Dr. Ray Palmer installiert, besser bekannt als The Atom, einer der coolsten Charaktere im DC Universum. Frankensteins „Vater“ muss seinen Körper alle paar Jahrzehnte erneuern und Frank ist ganz erstaunt, dass er nun die Gestalt von… wait for it… Hitgirl aus Kickass angenommen hat. Das wird nie explizit erwähnt, die Referenz ist aber zu eindeutig.
Diese ganze, völlig irre Exposition wird von Lemire in sechs Seiten erzählt und das so dermaßen gradlinig, verständlich und klar, dass es eine reine Freude ist. Ich ziehe erneut meinen Hut vor seiner Erzählkunst, machte ich mir doch erst ein paar Sorgen, weil mir das ganze Konzept zu irre vorkam. Wie auch immer, per Mind Link Holodeck erklärt Papa Hitgirl die Situation: ein Kaff wird von einer Armee riesiger Monster überrannt, bei der ersten Mission verschwand Franks Frau (Bride of Frankenstein mit vier Armen), man fliegt flugs dort hin, besorgt sich noch schnell Franks neue Partner, die Division M (Varianten von Creature from the Black Lagoon, Wolfman, Dracula und der Mumie… womit wir alle Universal Monster versammelt hätten) und stürmt das Kaff, um noch zu retten, was noch zu retten ist.
Das ganze Heft macht einen Heidenspaß, bietet tausend Überraschungen und ist darüberhinaus noch in genau dem groben, aber exakten Strich gezeichnet, den ich so liebe. Glatte, langweilige Superheldenoptik findet man hier nicht. Super, bestes Heft diese Woche, unbedingte Kauf-, mindestens aber Anlese-Empfehlung, denn ich könnte mir vorstellen, dass das alles wirklich zu irre für manche ist.
Green Lantern ist mit Abstand die allerbeknackteste Figur, die jemals in ein Comicheft gedruckt wurde, ich sagte es bereits. Man muss bei Superhelden-Comics ja seine Albernheitstoleranzgrenze ohnehin grundsätzlich weit nach unten schrauben und ich lasse mir gerne Aliens gefallen, die unter der gelben Sonne Superkräfte erhalten, Menschen, die nach irgendwelchen Elektroschocks schneller als das Licht rumflitzen können oder Leute, die nach dem sie in einen roten Zwergstern geflogen sind, die Fähigkeit haben, sich auf mikroskopische Größe schrumpfen zu lassen. Das ist zwar zusammen mit den Spandex-Anzügen extrem albern, überschreitet aber nicht unbedingt diese Grenze, ab der es unfreiwillig komisch wird. Green Landern tut das und zwar immer.
Muss man sich mal vorstellen: Ein Jungspund bekommt einen Ring von einem auf der Erde abgestürzten Alien. Okay, von mir aus. Damit kann er die Willenskraft aller Wesen des Universums anzapfen (hier wird’s schon kritisch), die in einer riesigen Lampe auf dem Planeten Oath gesammelt wird (ab hier verließen sie ihn) und damit wir dann vollends bei Comedy landen: Er kann damit alles erzeugen, was er sich so vorstellt und so rettet er dann schonmal mit… was weiß ich… mit einem riesigen Aschenbecher die Welt, in dem er nen Asteroiden damit auffängt. Oder sowas. Mit Abstand das beknackteste Superheldenkonzept aller Zeiten. Darüber hinaus sind die Green Lantern Corps sowas wie eine Space-Polizei, außerdem gibt es Ringe in allen Farben für alle Gefühle der Welt. Was für ein riesiger Schwachsinn. Funktioniert als Comic nicht, hat als Film nicht funktioniert, und ausgerechnet den findet Geoff Johns so toll, dass er ihn in den letzten Jahren dermaßen in den DC Universums-Mittelpunkt stellte, dass denen jetzt die Leser weglaufen und einen Reboot nötig haben. In dem Green Lantern wieder sehr exponiert platziert mit drei eigenen Serien (wenn man die Red Lanterns mit dazurechnet) am Start ist. Big Fail.
Das Heft selbst: Green Lantern wurde in der letzten Ausgabe des „alten“ Universums der Ring aberkannt, ist jetzt verschuldet, landet wegen einem völlig beknackten Storyturn im Knast, verärgert wegen einer noch beknackteren Wendung seine Freundin und trifft schließlich vor seiner Wohnung, aus der er grade geflogen ist, auf Siniestro, dem beknacktesten aller Bösewichte, der aussieht wie eine Mischung aus Zorro mit lila Haut, Salvadore Dali und irgendeinem Menschen mit viel zu großem Kopf. Ein blödes Comic mit einem blöden Helden, einem blöden Bösewicht mit blöder Frisur, die Serie folgerichtig mit einem konsequent blöden Neustart, an dem die menschlichen Züge von Hal Jordan noch das interessanteste sind. Man sieht: Ich kann die Grüne Leuchte echt gut leiden.
Grifter ist Cole Cash und der ist von Beruf Hochstapler mit Indiana Jones-Hut. Ich kannte die Figur bislang nicht, der Einstieg in die Serie wird allerdings leicht gemacht. Cole Cash wird von Stimmen mysteriösen Ursprungs verfolgt, in dessen Folge er auf der Flucht nach seinem letzten Coup er aus einem fliegenden Flugzeug springen muss und hernach als Terrorist gesucht wird, während die Stimmen in seinem Kopf keine Ruhe geben. Nettes Comic, ich werde die kommenden Ausgaben mal anlesen, streng genommen aber ziemlich egales Mittelmaß.
Legion Lost ist die „Legion of Super-Heroes“ und besteht aus Superhelden aus dem 31. Jahrhundert, die mir völlig unbekannt sind und die im 21. Jahrhundert gestrandet sind. Während ein Gefangener oder Kollege oder so ein Kaff plattmacht, begibt sich einer von ihnen auf Rettungstour, der Rest versucht die „Timebubble“ wieder flott zu machen. Irgendwie sowas.
Belanglose Story und die Figuren sind superegal. Die Zeichnungen sind schlecht, zu bunt, zu unelegant, zu profillos, zu plump – und zwar nicht auf diese glatte, egale, aber dafür oft makellose Superhelden-Art, sondern auf eine beinahe dilettantische Art, die ich nur sehr selten ertragen kann. Finde ich sogar noch beknackter, als Green Lantern.
Mr. Terrific ist Wissenschaftler mit irgendwelchen Quanten-Elektro-Fähigkeiten, genau hab’ ich’s nicht verstanden. Macht ein bisschen auf Bruce Wayne nur mehr Jet-Set, so ein bisschen wie Static Shock aus vergangener Woche, nur für ein erwachseneres Publikum. Als Figur super uninteressant, ebenso die Story. Dafür aber gut gezeichnet.
Red Lanterns beginnt mit einer Aliens skalpierenden Katze und für mich die interessantere Green Lantern-Serie, da die „Helden“ die Träger der Wut-Ringe sind, die ganze Zeit nur „Rrrrrage“ vor sich hinfaseln und andere Bösewichte wortwörtlich aufschlitzen. Leider bleibt das Ring-Lantern-Konzept immer noch schwachsinnig und auch die Story reissts nicht raus, für das Setting bleibt alles dann doch zu zahm und flach.
Resurrection Man ist unkaputtbar. Wenn er stirbt, kehrt er nach einer Weile von den Toten zurück und bringt jedesmal eine neue Superheldenfähigkeit mit, weshalb eine dämonische Organisation auf seiner Spur ist. Sehr schönes Comic mit einem ungewöhnlichen Helden mit ungewöhnlichen, unberechenbaren Fähigkeiten. Die Zeichnungen sind angenehm roh und gritty, die Gegenspieler sind auf eine sehr charmante Art äußerst teuflisch. Könnte sich noch als Knaller entpuppen, bislang aber einfach nur: gut.
Suicide Squad heisst eigentlich Task Force X und besteht aus Superbösewichten (hier unter anderem Harley Quinn und King Shark), die von der Regierung zu geheimen Missionen gezwungen werden. Grob sowas wie Snake Plissken mit Supervillains. Interessantes Konzept, leider sehr durchwachsen gezeichnet – und wo es gut gezeichnet ist, ist es Torture Porn, der narrativ nichts hergibt. Beknackt.
Superboy ist in diesem Reboot ein Klon aus Superman und Lex Luthor und er wird im Prolog zur Serie, der die ganze erste Hälfte des Hefts einnimmt, als glatzköpfiges Wesen in einer Nährflüssigkeit gezeigt, der nach einem Ausbruchsversuch in einer virtuellen Realität gehalten wird. Schöne Storyline, die sich allerdings nicht wirklich wie Superboy anfühlt – was nicht unbedingt schlecht ist. Die Story ist interessant und gradlinig erzählt, die Zeichnungen sind leider höchstens Durchschnitt. Werde ich weiterhin anlesen.
Vorher auf Nerdcore:
DC-Reboot #1: Justice League
DC-Relaunch #2: Action Comics, Animal Man, Swamp Thing, Detective Comics
DC-Relaunch #2: Action Comics, Animal Man, Swamp Thing, Detective Comics

Mein Comicdealer Der Grobe Unfug – hier ihr Blog, hier auf Twitter, alles sehr sympathische und superkompetente Leute, bei denen man auch per Mail Serienabos verwalten und Mailorders aufgeben kann – sponsort mir dankenswerterweise alle 52 Neustarts während des Reboots der wichtigsten Serien von DC Comics, jede Woche werde ich zu allen erschienenen Ausgaben mindestens ein paar Worte verlieren. Heute: Action Comics, Animal Man, Batgirl, Batwing, Detective Comics, Green Arrow, Hawk and Dove, Justice League International, Men Of War, O.M.A.C., Static Shock, Stormwatch und Swamp Thing.
tl;dr: Unter den dreizehn neu gestarteten Serien dieser Woche sind ein Oberknaller (Animal Man), zwei richtig tolle (Action Comics und Swamp Thing), ein gutes (Detective Comics), viele naja-okayishe (Men Of War, Green Arrow, Batwing, Batgirl, Stormwatch, Static Shock) und ein paar eher so blöde bzw egale (O.M.A.C., Justice League International, Hawk and Dove). Insgesamt nach dem schwachen Auftakt mit Justice League ist das eine mehr als deutliche Steigerung.
Action Comics Der Superman-Neustart ist nichts anderes als Kickass. Grant Morrisson schreibt den jungen Superman als Superheld mit sozialem Gewissen. Noch hat er nicht alle seine Kräfte, er kann noch nicht fliegen, noch kann ihn ein Zug plattmachen. Noch.
Supie springt rum, ist auf der Flucht vor der Polizei, die in ihm das gefährliche Alien sieht. Dabei rettet er im Vorbeirennen mal so nebenbei 300 Leute und ist mit seinen Gegnern nicht zimperlich. Die Bösen, das sind Konzerne, kapitalistische Macht, ganz vorne natürlich Lex Luthor. Supes steht (fliegt!) gegen all das. Seine Laseraugen werden nur angedeutet.
So schlecht der Auftakt des DC-Relaunchs war, so großartig ist dieses Heft. Nicht auffällig gezeichnet, das Storytelling „nur“ gradlinig und nicht komplex. Aber die Idee! Superman als antikapitalistischer Superheld in Jeans und Stiefeln, grandios! Must have.
Animal Man Ich war vom ersten Action-Comics-Band schon begeistert, aber Jeff Lemires Animal Man toppt alles. Wie grandios dieser Mann Geschichten erzählen kann!
Animal Man ist Buddy Baker, hat Familie und kann sich auf magische Weise Fähigkeiten von Tieren aus seiner Umgebung „leihen“. Im Comic rettet er damit mal schnell eine Kinderstation im Krankenhaus vor einem depressiven Irren und dann stellt Jeff Lemire die Welt auf den Kopf und ich wundere mich ein bisschen, dass DC Lemires Story so abgedruckt haben.
Wie in Sweet Tooth hat Animal Man eine Traumsequenz, die man so wohl noch nie in einem Superhelden-Comic gelesen hat! Wie Hellraiser, nur anders und mit Superheldenkram. Ich verneige mich vor Jeff Lemire, dieses Comic ist völlig grandios und wenn ich die Vorschau im Interview auf Comicbook Resources ansehe, kann ich nur spontan ejakulieren.
Die Zeichnungen sind fantastisch, der sonst übliche (langweilige) Superheldenzeichenstil weicht skizzenhaften Bildern, die Panels sind komplex verschachtelt, stellenweise macht sich tatsächlicher Minimalismus breit. Für ein Mainstream-Comic ziemlich sensationell. Absolutes Must read und es ist zwar noch ein bisschen früh, aber ich gehe davon aus, dass Animal Man mein Lieblingscomic der DC52 bleiben wird.
Batgirl Süß und eigentlich wichtig, macht aber nix draus. Nur deshalb bemerkenswert, weil Barbara Gordon wieder laufen kann, nachdem der Joker ihr in Alan Moores „The Killing Joke“ das Rückrat zerschoss. Die Lösung für die neue Timeline halte ich für zu zahnlos, die Dame wurde nur angeschossen und die Kugel verfehlte die Wirbelsäule, aber irgendwie nicht so richtig. Unmutig, leider, bleibt alles sehr farblos und blass. Schade.
Batwing Gut, basiert auf der eigentlich ziemlich bekloppten “Batman Inc.“-Idee und handelt von Afrikas Fledermaus-Helden. Gute Idee, die Story ist mehr als okay, leider machen die Zeichnungen die Action unübersichtlich und die Dialoge sind mehr oder weniger Schrott. Dennoch: Eins der besseren.
Detective Comics Gut. Sehr gut sogar, aber kein Neustart. Eine herkömmliche Batman-Story. Aber das letzte Panel! OMG! Ein bisschen von Preacher geklaut, aber egal!
Green Arrow Süß, aber egal. Leider.
Hawk and Dove Doof. Sehr doof sogar. Uninteressante Figuren, uninteressante Story, uninteressantes Comic.
Justice League International Superdämliche Story um eine von der UN zusammengestellten Justice League als Alternative zum Spandex-Verein von Supes, Batman und Co. Anführer Booster Gold ist eine der beknacktesten Figuren überhaupt und der Rest des Teams hat überhaupt kein Profil. Flach, langweilig, doof, braucht kein Mensch und Batman kann daran auch nichts retten.
Men Of War DCs Versuch, die 50er-Jahre War-Comics im Superheldenuniversum anzusiedeln. Kann man machen, ist insgesamt solide, aber nicht auffällig. Vergessenswert.
O.M.A.C. Ein Riesencyborg mit ‘nem blauen Iro prügelt sich. Das war’s. Uninteressant.
Static Shock DCs Versuch, nen schwarzen Spiderman an den Start zu bringen. Okayish, definitiv an eine sehr junge Zielgruppe gerichtet.
Stormwatch Stormwatch ist eine Geheimorganisation mit Superhelden, die sich nicht „Superhelden“ nennen. Tut alles sehr geheimnisvoll, Mischung aus Justice League und Agentenfilm. Nett, aber egal.
Swamp Thing Man, I love the Swamp Thing! Alleine der Name! Das Sumpf-Ding! Wie geil ist das denn? Jedenfalls:
DC holt Swamp-Thing in sein Superhelden-Universum und macht das auch gleich im ersten Band deutlich, in dem Superman Doc Blake besucht. Das Comic ist zunächst sehr dialoglastig, die Story zieht auf den letzten Seiten aber gehörig an. Sehr gut und Swamp-Thing ist für mich sowieso ein Must Read. Alleine für die Entscheidung, das Sumpf-Ding in den DC-Kosmos zu holen, küsse ich DC wo auch immer sie’s hinhaben wollen.
Von den diese Woche erschienenen Comics werde ich abonnieren: Action Comics, Animal Man, Detective Comics, Swamp Thing.
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NYTimes: It Came From the Suburbs: New Life for a Swamp Creature
Comics Alliance: Barbara Gordon Stands Up, But ‘Batgirl’ #1 Doesn’t
Marcos Reviews: Justice League International, Batgirl, Action Comics, Swamp Thing, Green Arrow, Detective Comics
Nilzenburger: The Good! (DC New 52, Week 2), The SoLaLa! (DC New 52, Week 2), The Bad! (DC New 52, Week 2)
DC-Reboot #1: Justice League

Mein Comicdealer Der Grobe Unfug – hier ihr Blog, hier auf Twitter, sehr sympathische und superkompetente Leute, bei denen man auch per Mail Serienabos verwalten und Mailorders aufgeben kann – sponsort mir dankenswerterweise alle 52 Neustarts während des Reboots der wichtigsten Serien von DC Comics, jede Woche werde ich zu allen erschienenen Ausgaben mindestens ein paar Worte verlieren. Heute: Justice League #1 und den Schlußpunkt des alten DC Universums nehme ich auch gleich mit: Flashpoint #5.
Zu Beginn muss ich zum DC Reboot erstmal folgendes loswerden: Eigentlich geht es hier nicht um „Reboot“ oder „Neu-Nummerierung“ oder sowas, das ist alles nur Schnickschnack und nette Augenwischerei, aber tatsächlich geht es um DC Comics Digital und die Synchronisierung der Erscheinungsdaten der Comics (bislang wurden die Print-Versionen der Hefte ausgeliefert, bevor die Comics digital bei ComiXology zu kaufen waren). DC setzt nun noch stärker auf die Digitale Distribution, was dem Format des Heftcomics natürlich ziemlich gerecht wird, auch wenn das den Comicläden nicht gefällt.
Vor allem interessant in diesem Zusammenhang ist, dass DC seine Online-Aktivitäten im Print kaum bewirbt, verglichen mit dem Getöse um Flashpoint und dem Neustart. Wahrscheinlich wollen sie testen, wie sehr sich ein solch massiver Event ohne weiteres Zutun online verkauft. Jedenfalls, so sehr ich diesen Neustart drehe und wende, ich kann ihn nur als das bewerten, was er ist: Eine Business-Entscheidung. Die Verkaufszahlen fallen seit Jahren, die Auflagen sind im Laufe der letzten fünf Jahre stellenweise auf ein Viertel zusammengebrochen. DC geht der Arsch auf Grundeis, ihnen brechen die Leser weg und sie brauchen dringendst neue, deshalb der Reboot. Der Rest ist Schnickschnack und leider merkt man dem Ergebnis an, dass es eine geschäftliche Entscheidung ist, und keine kreative.
Falls Ihr das Flashpoint-Event nicht gelesen habt, hier ein grober Überblick: The Flash wacht eines Tages in einer Welt auf, in der Bruce Wayne getötet wurde und sein Vater an dessen Stelle als Batman in Gotham rummacht, Superman landete mit seinem Raumschiff nicht irgendwo in Kansas auf dem Land, sondern krachte mitten in Metropolis runter, was zehntausende Menschen das Leben kostete und Supes als gefährliches Alien seitdem in einer unterirdischen Anlage eingesperrt ist und Aquaman im Krieg gegen Wonderwoman halb Europa im Meer versinken lässt. Nettes Event, die alternativen Szenarien machten Spaß und alles lief darauf hinaus, dass The Flash die Zeitlinie irgendwie wieder hinbiegt und daraus das neue DC Universum entsteht. Flashpoint war insgesamt nett mit zwei herausragenden Storys (Project Superman und Gorilla Grodd als blutiger Eroberer von Afrika), ausgerechnet das Ende fand ich allerdings recht enttäuschend.
Superman bekommt ein eigenes Spinoff innerhalb des Events und wird als zentrale Figur aufgebaut, nur um im letzten Heft in zwei Panels abgehandelt zu werden. Flash rennt sich den Arsch ab, um die Timeline wieder gradezurücken und dann macht es dramaturgisch nichtmal plöpp, und wir haben ein neues DC Universum. Wären die letzten Seiten nicht mit einer wirklich bewegenden Story um Batman, so müsste ich die Auflösung von Flashpoint als große Enttäuschung bezeichnen. So bleibt es bei einem „Ach naja“.
Und dann jetzt eben Justice League #1.
Grandioser Auftakt, das Szenario des von der Polizei gejagten und noch gänzlich unbekannten, im Untergrund agierenden Batman ist beinahe schon fantastisch und böte Platz für jede Menge frischer Storys – leider macht Geoff Johns daraus genau gar nichts, stattdessen nimmt er seinen Lieblingscharakter, die grüne Leuchte, der lameste Superheld, der jemals in ein Comic gedruckt wurde, und gibt ihm viel zu viel Raum als besserwisserischer Vollidiot („Note to self, Batman: Green Lantern can handle anything.“ Uhh!), der mit Batman in albernster Weise rumdiskutiert. Die Dialoge in der ersten Justice League-Nummer sind furchtbar, der kurz vorgestellte Cyborg, der einzige schwarze Superheld bei DC, ist ein reines Klischee (schwarzer Ausnahme-Footballer mit Vater-Problemen). Der erste Auftritt von Supes ist okayish, Batman rockt.
Wenn mir Comics ein bisschen egaler wären, könnte ich sagen: Joa, nett. Aber da mir Comics nicht egal sind, muss ich zum Reboot bislang sagen: Schwach. Strenggenommen sogar sehr schwach. Die Auflösung des Universums ist beknackt und müsste viel breiter zelebriert werden, die erste Nummer beginnt mit einer fantastischen Exposition, aus der die Autoren allerdings genau nichts herausholen. Neustart? Not so much. Die Zeichnungen sind ebenfalls nicht der Rede werd, sie sind natürlich okay, aber völlig unüberraschend, fast schon spießig und bieder.
Das ist alles viel zu zahm und lauwarm, DC traut sich entgegen der vollmundigen Versprechungen gar nichts und ob Supes nun eine rote Unterhose trägt, ist angesichts der schwachen Storys wirklich nebensächlich. Ich bin gespannt, wie das alles weitergeht, denn die interessantesten Charaktere kommen ja noch, ich bin extrem gespannt auf Jeff Lemires Animals Man, auf Swamp Thing und die neuen Action Comics. Aber der Auftakt war leider vor allem: enttäuschend.
Badass Digest bringt’s in diesen zwei Absätzen auf den Punkt:
There’s art and there’s commerce. Sometimes the two meet. Sometimes commerce brutalizes art and you end up with the reboot of the entire DC Universe, which begins today in the pages of Flashpoint #5 and Justice League #1. […]
It’s the first issue of a new universe in the age of stories written for the trade paperback; while the eventual full storyline may read well and be great, this first issue is essentially worthless on its own. It’s doubly worthless when you take into account the commerce-driven aspect of it, with DC sponsoring midnight sales and ads being targeted to non-comic readers. I can’t imagine a non-comic reader who drops three or four bucks on this issue would be all that enticed into coming back for more. After all, even the non-comic reader knows what’s going to happen and the first issue doesn’t set up much of a threat. At the end of the comic I didn’t feel myself asking ‘What’s next?’ I felt myself asking ‘That’s it?’

Mehr Reviews bei Marco, Nilz, Nerd2.0, Ein Comicleben und Ti_Leo.
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Further Reading:
New York Times: Heroes Take Flight, Again „Within the DC universe, this new status quo is the result of efforts by the fleet-footed Flash to alter the course of history. But in the real world it is a last-ditch plan to counteract years of declining sales throughout the comics business.“
Comicbook Resources: TILTING AT WINDMILLS: DC Comics, comiXology & Comic Stores: „The deal with comiXology is a complete inversion of how the business currently works. comixOlogy is the retailer, and the DM retailers are just — hmm, what’s the best analogy? An introduction service, I guess is the one? Only, matchmakers and headhunters? They often make hundreds of dollars per client. We’re being offered 15 cents, on the low-end.“
Funnybook Babylon: The Flashpoint Death Toll: Remembering the Fallen: „Aquaman sinks the majority of Europe, including Germany, France, Belgium, the Netherlands, Italy, Spain, Portgual and parts of Austria, the Czech Republic, etc. (Death Count: Let’s be conservative and say 300,000,000), Wonder Woman raises the United Kingdom up to form a mountain fortress, systematically exterminates all males, apparently kills a lot of women in work camps/Mengele experiments too (Death Count: 30,000,000 males, presumably a few million females)“
USA Today: DC Comics prepares for a ‘sea-change’ digital moment: „At 2 p.m. ET on Wednesday, DC Comics will make a historic step forward in digital comics. That is the time when Justice League No. 1, the first issue of DC’s “The New 52″ relaunch, is available digitally. It will be just the initial comic, though, of DC’s entire superhero line that from now on will appear online and on apps the same day as they’re in comic-book shops.“
Village Voice: Marv Wolfman on What’s Got To Die For a New DC World To Live: „This happened by accident in the past: Comics were created in 1938 with Superman. About 25 years later, between 1956-1961, the Silver age was created with no direct regard for what happened before. About 25 years after that, I did Crisis with George Perez and that once again updated the DCU. And now, 25 years after Crisis the New 52 has been launched.“
DC Comics-Chucks Round 2

Es gibt eine neue Runde DC Comics-Chucks und die Latschen mit Flash (einem der coolsten Comic-Charaktere überhaupt) gehören sowas von mir. (via Marco)
Vorher auf Nerdcore:
Peanuts Chucks
DC Comics-Chucks
Lego Chucks
Sweet Valentine from your Superfriends

Mark Anderson hat ein 1980er Valentinsspecial der DC Superfriends gescannt und selbst, wenn man mit dem Valentinsscheiß nichts anfangen kann, alleine für den Seepferdchenreitenden Aquaman muss man es lieben.
DC Comics Superhero Popup-Book

(Youtube Direktpopupheroes, via Comics Alliance)
Frisch erschienen: Das DC Comics Superhero Popup-Book. Von Amazon:
Critically acclaimed pop-up engineer Matthew Reinhart celebrates the history, heroes, and villains of the DC Universe in this ultimate 3-D masterpiece! Bursting with over 25 impressive pop-ups, this deluxe format features a variety of unique novelty elements-including a light-up Bat-Signal, a cosmic Justice League of America battle scene, a twirling Lasso of Truth, and a transparent Invisible Jet!
Starring Superman, Batman, Wonder Woman, Green Lantern, and many more favorite DC characters, this momentous pop-up exploration releases just in time for DC Comics’ 75th anniversary. With vibrant illustrations, exciting facts, and an eye-catching design, this is an absolute must-have for DC Super Hero fans of all ages!
Amazon-Partnerlink: DC Super Heroes: The Ultimate Pop-Up Book (Dc Comics)
DC Super Heroes: The Ultimate Pop-Up Book (Special Edition)
Secret Origin: The Story of DC Comics
(Youtube Direkt, via First Showing)
Die Doku „Secret Origin: The Story of DC Comics“ kommt am 9. November Direct-To-DVD, natürlich nicht hierzulande. Was mich natürlich trotzdem nicht davon abhalten wird, den Film am 9. November zu sehen.
Narrated by Ryan Reynolds (Green Lantern himself) Secret Origin: The Story of DC Comics is a documentary taking an in-depth look at DC Comics and cinematic partner Warner Bros and the creative challenge behind heroes like Superman, Batman & Wonder Woman.
Producer Jeffrey Blitz (Spellbound) brings us this documentary featuring excerpts from comics, movies and television series with interviews and lots of commentary from comic book royalty like Neal Adams, Karen Berger, Dan DiDio, Neil Gaiman, Geoff Johns, Jim Lee, Grant Morrison, Paul Pope, Len Wein, Mark Waid and Marv Wolfman.
















