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Free Music Contest 2012 Winners

Die Gewinner des Free Music Contest 2012 stehen fest, hier der Bandcamp-Player mit allen Songs der Compilation, die man hier für ‘nen Symbolbetrag bestellen kann. Freut mich besonders: Mein Buddy Daniel ist unter den Gewinnern! Herzlichen Glückwunsch!

Unter dem Motto »Freedom & Free Beer« hatte der Musikpiraten e.V. am 1. Juli 2012 zum vierten Free! Music! Contest aufgerufen. Der Wettbewerb des Vereins. hat bereits internationale Bekanntheit in der Creative Commons-Musikszene erlangt, es beteiligen sich Bands von Venezuela bis hin zu den Philippinen. Auch dieses Jahr waren die Teilnehmer wieder um den ganzen Globus verteilt. Dies zeigt sich auch auf dem Free! Music! Sampler, der die von einer Jury ausgewählten Gewinner-Songs beinhalten. Die Sieger-Bands kommen aus Argentinien, Chile, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien der Schweiz, Spanien, Ungarn und den USA.

Free! Music! Sampler 2012: Freedom & Free Beer

Disclosure: Yours Truly saß in der Jury des Wettbewerbs.

Internet Archive goes Filesharing on Bittorrent

Internet ArchiveDas Internet Archive hat drölftausend seiner Public Domain-Werke ins Bittorrent-Netzwerk gestellt. Angeblich wollen sie auch Echtzeit-Statistiken dazu veröffentlichen, die mich echt brennend interessieren würden (wie oft wird tatsächlich der großartige 1939er Zeichentrickfilm „Gullivers Reisen“ von den Fleischer Studios geshared? Wie oft „Night of the living Dead“?), aber der Server spuckt nur 504-Fehler aus, leider.

“I supported the original creation of BitTorrent because I believe in building technology to make it easy for communities to share what they have. The Archive is helping people to understand that BitTorrent isn’t just for ephemeral or dodgy items that disappear from view in a short time. BitTorrent is a great way to get and share large files that are permanently available from libraries like the Internet Archive,” said John Gilmore, founder of the Electronic Frontier Foundation.

Over 1,000,000 Torrents of Downloadable Books, Music, and Movies

Free Music Contest 2012

Die Musikpiraten machen auch dieses Jahr wieder ihren Free Music Contest für CC-lizenzierte Musik und yours truly sitzt auch 2012 wieder in der Jury.

Unter dem Motto »Freedom & Free Beer« startet am 1. Juli 2012 der vierte Free! Music! Contest. Der Wettbewerb des Musikpiraten e.V. hat bereits internationale Bekanntheit in der Creative Commons-Musikszene erlangt, es beteiligen sich Bands von Venezuela bis hin zu den Philippinen. Während letztes Jahr der Fokus auf dem Ermöglichen von abgeleiteten Werken lag, steht dieses Jahr der Begriff »frei« im Mittelpunkt. Ab wann genau ist Musik »frei«? Reicht es, wenn für sie nichts bezahlt werden muss, sie also »frei wie Freibier« ist? Oder muss es erlaubt sein, sie auch zu verändern und zu verkaufen, ohne die Urheber zu entlohnen, wie es die Defintion von »frei wie in Freiheit« der Free Software Foundation benutzt?

»Diese Entscheidung können und wollen wir den Künstler nicht abnehmen. Aber wir wollen sie dazu anregen, darüber nachzudenken.« erklärt Christian Hufgard, 1. Vorsitzender der Musikpiraten, die Überlegung hinter dem Konzept. »Die Szene freier Musik ist groß. Manche Künstler wollen mit den Werken Werbung für sich machen, andere wollen dass ihre Werke für jederman frei nutzbar sind. Diese Vielfalt wollen wir auch im Wettbewerb widerspiegeln.« […]

Jede Band bzw. jeder Solo-Künstler kann genau ein Lied einreichen, das unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht wurde. Ist ein Künstler in mehreren Projekten tätig, kann er für jedes Projekt einen Titel einreichen. Für einen Titel können Bonuspunkte »erworben« werden, indem mindestens eine Audiospur eines Songs bei ccmixter.org hochgeladen wird. Sowohl für das Hochladen als auch für jeden Remix bis zur Ende der Bewertungszeit gibt es einen Bonuspunkt. Zwei Bonuspunkte gibt es, wenn ein Video zum Song eingereicht wird. Die Anmeldung ist bis zum 31. Juli 2012 möglich.

Freedom & Free Beer – der Free! Music! Contest 2012

GEMA kassiert für Musik unter CC-Lizenz

Ronny vom Kraftfuttermischwerk hat bei einer Veranstaltung aufgelegt, auf der ausschließlich CC-lizenzierte Musik gespielt wurde und weil die GEMA so ist, wie sie ist, kassiert sie beim Veranstalter Gebühren für Musik, deren Rechte sie nicht verwaltet. Ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr die Verwaltungsapparate aus dem letzten Jahrtausend nicht mehr in die Welt passen.

Juristisch würde mich ja folgendes interessieren: Da der Veranstalter schlüssig beweisen kann, dass auf dem Event ausschließlich CC-lizensierte Musik lief und Creative Commons vor Gericht bereits anerkannt wurde, wieweit die GEMA-Vermutung überhaupt diesbezüglich von deutschem Recht gedeckt ist. Ich vermute mal in diesem Fall: Gar nicht.

Jedenfalls: Die Musikpiraten haben daraufhin vor einem Monat schon eine schöne und dazu äußerst passende Aktion gestartet:

Die GEMA behauptet, die Mehrheit der Urheber wäre bei ihr organisiert. Daraus leitet sie unter anderem das Recht ab, bei jeder CD-Produktion Auskunft zu verlangen, wer die Urheber der Lieder sind. Bei einer Namensgleichheit fordert sie Geld von dem Produzenten der CD. Dies erfolgt auch, wenn ein Stück diesen Namens von dem vermeintlichen Urheber bei der GEMA nicht angemeldet wurde. Begründet wird dies damit, dass der Urheber die Anmeldung ja vergessen haben könnte. Um die Überholtheit diese Vermutung zu beweisen, sammelt der Musikpiraten e.V. Daten von Urhebern, die gemafreie Musik produzieren. Ziel ist es, mehr als 64.778 Datensätze zu sammeln, dies entspricht der Anzahl der GEMA-Mitglieder im Jahr 2010.

Operation GEMA-Vermutung

Free Music Contest-Winners:

Die Musikpiraten haben die Gewinner des Free Music Contest 2011 vorgestellt. Tatsächlich haben sie das bereits letzte Woche getan und ich hab’s verpennt, obwohl ich in der Jury gesessen hatte. Wie auch immer: Free! Music! Contest 2011 – FreeMixter: Die Gewinner (danke für den Reminder, Christian!)

Free! Music! Contest 2011

Christian von den Musikpiraten schreibt mir: „Am 1.7.2011 startet der Free! Music! Contest 2011, das Motto dieses Jahr lautet “FreeMixter”. Der Wettbewerb des Musikpiraten e.V. wird nun zum dritten Mal veranstaltet und hat bereits international Bekanntheit in der Creative Commons-Musikszene erlangt. Der Fokus diese Jahr liegt auf dem Ermöglichen von abgeleiteten Werken, dies spiegelt sich auch im Namen nieder. Hierfür wird das Remix-Portal ccmixter.org eingebunden auf dem bereits Künstler wie Mike Shinoda (Linkin Park), DJ Vadim und die Beastie Boys einzelne Spuren ihrer Werke veröffentlicht haben, um das Erstellen von Remixen zu ermöglichen. Neben der Veröffentlichung auf dem Free! Music! Sampler und einem Live-Auftritt gibt es Preise im Wert von über 1000€ zu gewinnen.“

Es werden nur CC-BY und CC-BY-SA-Lizenzen akzeptiert. Dabei besteht aber kein Grund zur Sorge: Diese Regel greift erst bei der Veröffentlichung eines Songs auf dem Sampler.

Mindestens eine Audiospur eines Songs muss bei ccmixter.org hochgeladen werden, damit auch eine einfache Möglichkeit zum Remixen gegeben ist. Vocals, Bass, Drums, Melodien – die Entscheidung liegt natürlich bei den Künstlern.

Remixe von Contest-Songs die bei ccmixter.org hochgeladen werden und CC-BY-lizenziert sind, nehmen automatisch am Contest teil, sofern sie vor dem 15. August 2011 veröffentlicht werden. Ziel der Musikpiraten ist, die zweite CD mit Remixen füllen könnten um zu zeigen, warum sie diesen Grad von Freiheit für so wichtig halten.

Die Anmeldung ist bis zum 31.07.2011 möglich.

Free! Music! Contest 2011 – FreeMixter

Disclosure: Wie bereits letztes Jahr bin ich cc-lizensiertes und superverschärftes Mitglied der Jury im Free! Music! Contest.

Machine of Death: Free eBook written by a Dinosaur

Schöne Geschichte um das Buch „Machine of Death“, das mittlerweile so erfolgreich ist, dass die Macher es heute als kostenloses PDF ins Netz stellten.

Das Buch kommt vom Ryan North, dem Macher der Dinosaur Comics und basiert auf einem fünf Jahre alten Strip, in dem T-Rex auf die Idee zum Buch kam: Eine Maschine, die den Menschen erzählt, wie sie sterben würden. Seitdem wurde aus diesem Gag eine Kurzgeschichtensammlung mit 34 Storys und ebensovielen Illustrationen, Verleger wollten es allerdings nicht veröffentlichen.

Also haben sie ihr Buch über Amazons Publishing-Plattform selbst verlegt und waren am Veröffentlichungstag so erfolgreich, dass es der rechte Depp Glenn Beck nicht schaffte, sein am selben Tag veröffentlichtes Buch auf der Nummer 1 der Verkaufscharts zu platzieren. Denn da stand ein crowdsourced Buch eines Dinosauriers. Toll!

Snip aus einem Interview mit Comics Alliance:

On thing that surprised me: it turns out that there’s these spambots on Twitter that monitor Amazon’s top listings and spam out affiliate links as soon as a book hits the charts, so as soon as we were in that top 10, we had an unintentional army of spambots talking about the book too. I’m not sure it helped at all (I’d like to hope it didn’t, and I can’t imagine “AMAZON_BOOKZ_$$$” carrying much weight on Twitter) but it added to the surreality of the day. Suddenly not only did we have an army of readers behind us – even the spambots were on our side!

‘Machine of Death’: How Webcomics Creators Hit #1 on Amazon and Took Down Glenn Beck (via Boing Boing)

Free Music Contest Winners


(Youtube DirektLesbians)

Die Gewinner des Free Music Contest stehen fest, mein Favorit ist Mind Map That mit „ How Do Lesbians Have Sex?“, oben das Video.

Um Creative Commons-lizenzierte Musik und die dahinter stehenden Musiker bekannter zu machen, hat der der Musikpiraten e.V. 2010 zum zweiten Mal den Free! Music! Contest veranstaltet. War der Wettbewerb letztes Jahr hauptsächlich mit Bands und Künstler aus Deutschland besetzt, ist er dieses Jahr eindeutig international geprägt: 130 Künstler aus über 30 Ländern haben Musikstücke eingereicht!

Free! Music! Contest 2010 – Der Sampler

Disclosure: Ich bin in der Jury des Free Music Contest und habe zusammen mit ein paar anderen Leuten darüber abgestimmt, wer da gewinnt. Ein paar meiner Favorites haben’s geschafft, andere nicht.

Free Obst Googlemap

Auf Mundraub.org gibt’s ne Googlemap mit öffentlichen Obstbäumen, bei denen man sich ordentlich den Wanst mit Gratisobst vollschlagen kann. Die Story dazu steht bei der TAZ. (via OMGunmen)

Somehow related: Eating Bananas in Public WTF?!

Note: putting more than a certain customary length (usually >5cm) of banana in one’s mouth at once may remind some of the sexual practice known as “deep throating”.

Smashing Pumpkins machen einen Radiohead: Neues Album für lau

Das letzte Album der Smashing Pumpkins erwähnen wir hier mal lieber nicht und auch sonst habe ich von Billy Corgan nur noch eher obskure Newsbits gehört. Dass er jetzt eine spirituelle Website habe zum Beispiel. Egal, das neue Album wird 44 Songs enthalten, die nach und nach online gratis veröffentlicht werden, am Ende gibt’s dann noch eine Collectors Edition und 4 EPs. Ob die Platte deshalb was taugt, ist immer noch fraglich, immerhin verspricht Corgan: „The music of ‘Teargarden by Kaleidyscope’ harkens back to the original psychedelic roots of The Smashing Pumpkins: atmospheric, melodic, heavy, and pretty.“ Na denn.

Recording began yesterday, September 15th, 2009 on the new record which will be entitled ‘Teargarden by Kaleidyscope’. The album will feature 44 songs, 4 of which are now being recorded. My desire is to release a song at a time beginning around Halloween of this year, with each new release coming shortly after until all 44 are out. Each song will be made available absolutely for free, to anyone anywhere. There will be no strings attached. Free will mean free, which means you won’t have to sign up for anything, give an email address, or jump through a hoop. You will be able to go and take the song or songs as you wish, as many times as you wish.

We will however sell highly limited edition EP’s (of 4 songs each times 11), and details of how those EP’s will be made available are still being worked out. Because the songs themselves will be free, the EP’s will be more like collectors items for the discerning fan who will want the art itself, along with the highest possible audio quality available. The EP’s will be more like mini-box sets rather than your normal cd single. We may also offer other variations for sale, say for example a digital single with a demo version of a song. The commitment that is most important is the one I’m making to you: that the music of ‘Teargarden by Kaleidyscope’ will be available for free to everyone. All 44 songs: free for ALL.

When the entire album is finished, it will be compiled into a deluxe box set which will also be made available for sale. Those who have bought the EP’s need not worry, as the box set will not be a recompilation of the limited edition pieces.

Announcement from Billy Corgan about the new Smashing Pumpkins album (via Nico)

Amanda Palmer-Pay-what-you-want-Gig beim all2getherNow in Berlin

Miko schreibt mir: „Amanda fucking Palmer will do it again. Sie zeigt der Musikindustrie mal wieder den Stinkefinger und spielt einen Pay-what-you-want-Gig beim all2getherNow in Berlin.“

amanda

….some people over there have been following my online shenanigans with twitter & they just asked me to play SUPER last-minute and i was going to be in hamburg with neil the next day anyway, so i said HELL YEAH.

i’ll be doing a Q&A at 5:45 and then a quickie show later in the day at 11 pm.

other speakers at the conference include jill sobule (last i heard), wim wenders (he made one of my favorite films of all time, “wings of desire”), Andrew Dubber, Gerd Leonhardt, Melvin Benn, Julie Borchard-Young, and Jim Griffin.

the concert itself is is a DONATION-ONLY show!!!!! – meaning it is technically free….

you do not have to buy tickets to the conference to come.

however, it’ll be an interesting experiment to see if people will donate money to an artist when it’s optional.

i’m suggesting 10 euros…. […]

date: THURSDAY, SEPTEMBER 17th

address of the conference:

Münze Berlin
Molkenmarkt 2
10179 Berlin

last-minute berlin show THIS thursday!!! spread it! (Danke Miko!)

Chris Andersons Buch „Free: The Future of a Radical Price“ als Audiobook for free

Ich höre mir grade das Audiobook zu Wired-Chefredakteur Chris Andersons Buch „Free: The Future of a Radical Price“ an, dem Nachfolger zu seinem Buch „The Long Tail“. Hier ein Auszug aus dem Buch: Tech Is Too Cheap to Meter: It’s Time to Manage for Abundance, Not Scarcity, hier ein Snip aus einem Artikel von 2008: Free! Why $0.00 Is the Future of Business. Ich weiß nicht, ob ich alle seiner Thesen so unterschreiben kann, aber interessant ist dieses Konzept einer neuen New Economy allemal, die auf dem Prinzip „Digital = Free“ beruht.

Once a marketing gimmick, free has emerged as a full-fledged economy. Offering free music proved successful for Radiohead, Trent Reznor of Nine Inch Nails, and a swarm of other bands on MySpace that grasped the audience-building merits of zero. The fastest-growing parts of the gaming industry are ad-supported casual games online and free-to-try massively multiplayer online games. Virtually everything Google does is free to consumers, from Gmail to Picasa to GOOG-411.

The rise of “freeconomics” is being driven by the underlying technologies that power the Web. Just as Moore’s law dictates that a unit of processing power halves in price every 18 months, the price of bandwidth and storage is dropping even faster. Which is to say, the trend lines that determine the cost of doing business online all point the same way: to zero.

Audiobook: Chris Anderson – „Free: The Future of a Radical Price“ (285MB, ZIP) (via Netzpolitik)
Amazon-Partnerlink: Free International Edition: The Past and Future of a Radical Price

Dieter Gorny und Mobys Free Music

Das Geschäftsmodell ist ganz simpel: Ich biete etwas an im Internet und dafür wird etwas bezahlt. Der Marktpreis richtet sich nach dem Bedürfnis, und wenn jemand etwas klaut, kriegt er eins auf die Nase.

sagt Dieter Gorny in einem Interview auf der Westen, wo er noch viel mehr Bullshit von sich gibt. Das Interview wird hier von Stefan Niggemeier im Detail auseinandergenommen, mir geht es im Moment aber nur schnell um obiges Zitat, denn ganz so simpel kann das Businessmodell der Musik-Industrie im Netz nicht wirklich aussehen, wenn man sich folgendes Zitat vom mir musikalisch nicht sehr geschätzten Moby ansieht:

The album just came out and it would be #1 euro charts if not for michael jackson re-releases.
So that’s good.
But here’s something funny: the best selling itunes track is ’shot in the back of the head’.
Why is that funny?
Because its the track we’ve been giving away for free for the last 2 months and that we’re still givng away for free.
Odd.

Ja. Merkwürdig. Ganz so simpel wie Gornys Gehirn darf ein erfolgreiches Geschäftsmodell im Internetz also nicht sein.

Moby’s Top Selling Track Is Also The One That He’s Giving Away For Free

Monty Python verkaufen 23.000% mehr tote Papageien durch free Content


(Youtube Direktargument)

Im November 2008 starteten Monty Python ihren Youtube-Channel (oben die frisch hochgeladene „Argument Clinic“ von The Secret Policeman’s Balls), weil sie die schlecht gerippten Clips nicht mehr sehen konnten. Im Gegenzug wollten sie von den Leuten, dass sie DVDs kaufen.

None of your driveling, mindless comments. Instead, we want you to click on the links, buy our movies & TV shows and soften our pain and disgust at being ripped off all these years.

Diese Rechnung ist mehr als aufgegangen. Snip von Mashable:

Despite the entertainment industry’s constant cries about how bad they’re doing, it works. As we wrote yesterday, Monty Python’s DVDs climbed to No. 2 on Amazon’s Movies & TV bestsellers list, with increased sales of 23,000 percent.

Selbstverständlich ergibt sich hier genau das gleiche Problem, wie bei Radiohead und NINs Aktionen: Die Pythons haben vielleicht eine noch größere Fanbase als beide Bands zusammen, aus dieser Position heraus ist es furchtbar leicht, seinen Kram zu verschenken und trotzdem Geld damit zu machen, was so für Newcomer nur schwer möglich ist.

Das gern gebrachte Argument („I’d like to have a argument!“) allerdings, nachdem Bands vom Engagement der Plattenfirmen (oder die Pythons vom Engagement der BBC) profitierten und ihnen dann fieserweise den Rücken zukehren, lasse ich nicht gelten, denn die Labels bzw. die BBC haben ihrerseits selbst gehörig vom Talent der Bands/Pythons profitiert. Diese Rechnung ist beglichen.

Anyway, this is just contradiction.

Can Free Content Boost Your Sales? Yes, It Can (via BoingBoing)

[update] Jonas meint:

Dafür gibt es auch einfachere Erklärungen:
Amazon hat die Preise für Python-DVDs RADIKAL reduziert:

http://www.amazon.co.uk/s/?url=search-alias%3Ddvd&field-keywords=monty+python&x=0&y=0

Die TAZ über Radioheads „In Rainbows“-Aktion

Die TAZ trägt in einem mit der etwas unglücklich gewählten Überschrift „Experiment gescheitert“ überschriebenen Artikel die Musik-Industrie, oder besser: deren klassisches Geschäftsmodell, zu Grabe. Damit übertreiben sie schlichtweg und interpretieren auch die vieldiskutierte Musik-Flatrate falsch: nämlich als eigenes Webangebot. Dass diese Flatrate eher als Pauschalabschlag auf freie Tauschbörsennutzung gesehen wird, schreiben sie nicht, wahrscheinlich aus Unkenntnis. (Siehe auch Lukas: „[A]nyone who has made it to the end of this paper and assumes that the project was a failure has missed two critical points: firstly, lots of people bought the album in any one of its three formats and lots of people went to see the show – and the word ‘lots’ is robust no matter which comparative measure you use. Secondly, the wider purpose of this paper is in many ways echoing the tone of the recent article in The Economist: ‘Piracy is a bad thing. But sometimes companies can use it to their advantage’.“)

Das Kerngeschäft von Plattenfirmen hat sich in Luft aufgelöst. Mit dem schlichten Verkauf von Musik, das steht jetzt fest, ist kein Geld mehr zu verdienen. Das, was alle eigentlich schon wussten, hat nun eine von der Musikverwertungsgesellschaft MCPS-PRS Alliance in Auftrag gegebene Studie ganz offiziell bewiesen. Die britische Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) ließ vom Marktforschungsunternehmen Big Champagne untersuchen, wie Kunden ein avantgardistisches Angebot von Radiohead annahmen: Die bekannte britische Band hatte ihr letztes Album “In Rainbows” zuerst als Download auf der eigenen Website angeboten, und die Kunden konnten selbst bestimmen, ob überhaupt und wie viel sie zahlen wollten.

Trotzdem, das ergab nun die Studie der MCPS-PRS, luden die meisten Interessenten “In Rainbows” nicht umsonst auf der Radiohead-Seite herunter, sondern lieber illegal über Internettauschbörsen. Allein über das Filesharing-Programm BitTorrent wurde das Album bereits am ersten Tag nach der Veröffentlichung 400.000 aus dem Netz gesaugt, 2,3 Millionen Downloads waren es nach gut drei Wochen. Im Klartext: Radiohead verschenkten ihr Album, aber die Hörer klauten die Musik lieber weiter wie gewohnt zwei Mausklicks nebenan.

Damit kann sich die darbende Musikindustrie nun endlich von einer Lebenslüge verabschieden. Dass nämlich der Musikkonsument gern auf illegale Angebote verzichten würde, wenn man den Verfolgungsdruck nur entsprechend erhöht und parallel dazu technisch konkurrenzfähige Verkaufsdownloads anbietet. Damit räumt die Studie nun radikal auf: “Tauschbörsen sind etabliert, unglaublich beliebt und werden niemals verschwinden”, kommentierte Big-Champagne-Chef Eric Garland, “es ist Zeit, damit aufzuhören, gegen den Strom zu schwimmen, und zu akzeptieren, was die Leute wollen.”

Zeit also für die Musikindustrie in Deutschland, all die Rechtsanwälte wieder zurückzupeifen, die Filesharer mit Klagen überziehen. Zeit für Softwareentwickler, die wahrscheinlich eh aussichtslose Suche nach dem unknackbaren Kopierschutz aufzugeben. Zeit für die Plattenfirmen und Onlineanbieter in England, sich das Porto zu sparen, mit dem sie demnächst hunderttausende von Downloadern über die Illegalität ihres Tuns aufklären wollen. Es wird, kurz gesagt, Zeit für die Verantwortlichen im Popgeschäft, die Realität zu akzeptieren.

Denn die sieht so aus: Die Leute wollen Musik. Aber sie wollen sie umsonst dort herunterladen, wo sie wollen und wie sie wollen. Wer also mit Musik noch Geld verdienen will, sollte sie am besten verschenken. Denn auch das beweist das Beispiel Radiohead: Obwohl “In Rainbows” quasi kostenlos angeboten und zudem millionenfach illegal heruntergeladen wurde, laufen die Geschäfte prima für Sänger Thom Yorke und seine Kollegen. Der Werbecoup hatte ausverkaufte Tourneen und akzeptable Verkäufe der später angebotenen Luxus-CD-Ausgaben zur Folge.

Link (via KFMW)