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Happy 50th, Jeff Mills!

Jeff Mills wird heute 50 Jahre alt! Der Mann ist der beste DJ der Welt, hat zusammen mit Mad Mike Banks auf Underground Resistance Techno eine intellektuelle Stimme gegeben, die Musikform als Hochkultur etabliert und es als einer der wenigen geschafft, den House-Sound aus Chicago mit dem Techno aus Detroit zu verheiraten.

Und natürlich hat er mich 1993 auf dem Sidefloor auf der Mayday mit drei Plattenspieler komplett in den Wahnsinn getrieben, als er die Platten im Sekundentakt mixte und durch die Gegend schmiss, wo sie sein Assistent dann vom Boden aufsammeln musste. Seitdem hab’ ich den Mann ungefähr tausendmal live gesehen, im Omen hat er Samstag nachts mal ‘ne Platte von Cosmic Baby gespielt. Fand ich ganz erstaunlich. Happy Birthday, Jeff!

Hier die sieben Sets seiner frühen Jahre als The Wizard auf dem Detroiter Radiosender WJLB, die ich vor einer Weile in die Soundcloud hochgeladen hatte:

Maurice Sendaks Google Doodle

 Youtube Direktmaurice

Google feiert in Neuseeland bereits den 85sten Geburtstag von Maurice Sendak und spendiert ihm dazu ein tolles Doodle voller Monster. „And the wild things roared their terrible roars and gnashed their terrible teeth and rolled their terrible eyes and showed their terrible claws.“

Vorher auf Nerdcore:
Art Spiegelman drew Maurice Sendak
Maurice Sendak, R.I.P
Stephen Colbert interviews Maurice Sendak
Interview with Maurice Sendak
Where the Wild Things eat Rainbow Cakes…
Wild Things’ Design-Höhlen-Contest
Filmposter remixed mit „Where the wild things are“

Happy 100th, Grand Moff Peter Frankenstein Dr. Who Sherlock van Helsing Cushing!

Fast verschwitzt, aber nur fast: Heute hätte Peter Cushing seinen 100sten Geburtstag gefeiert.

Der Mann hat in seinem Leben wahrscheinlich alle Rollen gespielt, die im Nerd-Kanon irgendeine Rolle spielen, von Dr. Who (in den Film-Adaptionen Dr. Who and the Daleks und Daleks – Invasion Earth: 2150 A.D.) bis Frankenstein, Sherlock Holmes und Van Helsing (Hammer Studios) und selbstverständlich Grand Moff Tarkin im ersten Star Wars-Film A New Hope.

Zusammen mit Vincent Price und Christopher Lee bildet er sowas wie ein Triumvirat der Gentlemen of Horror (die übrigens beide morgen Geburtstag haben) und trotz dem ganzen Blut und Kram sollte man nicht vergessen: Cushing spielte damals den Buchhändler in der legendären, rückwärts gedrehten Szene in ZAZs Top Secret.

Happy Birthday Grand Moff Peter Frankenstein Dr. Who Sherlock van Helsing backwards Dude Cushing!

Happy 70th, Eric Idle!

 Youtube Direkteric

Eric Idle wurde gestern stolze 70 Jahre alt! Im Video oben erzählen die Pythons ein bisschen über Herrn Idle und er selbst erklärt, wie sein Philosophers Song zustande kam, inklusive meinem Lieblings-Bier-Witz – bis heute eine meiner allerliebsten Python-Nummern (neben dem Parrot-Sketch und der Argument-Klinik) und ich liebe diesen Text… Happy Birthday und Prost!

Immanuel Kant was a real pissant who was very rarely stable,
Heidegger, Heidegger was a boozy beggar who could think you under the table,
David Hume could out-consume Schopenhauer and Hegel,
And Wittgenstein was a beery swine who was just as schloshed as Schlegel.
There’s nothing Nietzsche couldn’t teach ya ’bout the turning of the wrist,
Socrates himself was permanently pissed…

Happy 50th, Quentin Tarantino!

Quentin Tarantino wird heute 50 Jahre alt! Ich muss wahrscheinlich nicht erzählen, wie sehr der Mann meine eigene Filmrezeption verändert und wie er praktisch im Alleingang (mit ein bisschen Hilfe von Harvey Keitel) Hollywood in wenigen Jahren erobert hat.

 Youtube Direkttarantino

 Vimeo Direktmixtape

Der Mann wird nicht umsonst mit Orson Wells verglichen, Tarantino ließ sich für eine Szene in Pulp Fiction eine eigene Linse schleifen (die Szene in der Butch hinter der Mauer kauert und man im Hintergrund Marsellus Wallace nach dem Run-Over aufstehen sieht wäre mit einer normalen Linse nicht drehbar gewesen, der hat sich dafür eine mit unterschiedlichen Brennweiten schleifen lassen).

Tarantino hat im Alleingang die Namen John Travolte und Pam Grier wieder cool klingen lassen, der Mann ist schuld an beiden Oscars von Christoph Waltz, sein „schlechtester“ Film ist immer noch sehr gut (Death Proof), sein bester (Pulp Fiction) hat sein eigenes Genre erschaffen und ganze Jahrzehnte lang filmisches Erzählen umgekrempelt, Tarantino hat Trash den Weg in die Feuilletons geebnet. Das sind Verdienste für drei ganze Leben und der Mann hat das in nichtmal 25 Jahren geschafft, eins der wenigen echten Genies Hollywoods. Herzlichen Glückwunsch, very bad Motherfucker!

Oben nochmal der Tarantino-Supercut von Joel Walden und Eclectic Methods Tarantino-Mixtape, nach dem Klick Tarantino in der Charlie Rose-Show und die 94er BBC-Doku „Quentin Tarantino – Hollywood’s Boy Wonder“.

Gib mir den Rest, Baby…

Happy 70th, David Cronenberg!

David Cronenberg wird heute 70 Jahre alt! Der Mann ist einer der besten Filmemacher überhaupt und einer der ganz wenigen – vielleicht sogar der einzige – der harten Horror mit Arthouse und anspruchsvoller Kunst zusammenbringen konnte. Mein erster Cronenberg war „Shivers“ (Parasitenmörder, They came from within, hier komplett auf Youtube), kurz danach habe ich Scanners gesehen (ebenfalls komplett auf Youtube) und ich war Fan.

Der Mann hat sich als Regisseur konsequent gesteigert, bis heute. Von kleinen und damals bereits stilprägenden Trash-Perlen wie „Rabid“ oder eben „Shivers“ bis zu modernen Klassikern wie „Crash“ oder „History of Violence“. Nicht zu vergessen sein grandioses Remake von „The Fly“, einer der wenigen wirklich harten Horrorfilme im Mainstream. Und Cronenberg hat es tatsächlich geschafft, William Burroughs mit „Naked Lunch“ einigermaßen sinnvoll zu verfilmen, muss man auch erstmal hinkriegen. Davor kann man nur seinen Hut ziehen. Herzlichen Glückwunsch, Herr Cronenberg! Long live the new Flesh!

Nach dem Klick eine YT-Playlist mit Trailern zu seinen Filmen und die BBC-Doku „David Cronenberg and the Cinema of the Extreme“, in der Mediathek von 3Sat gibt’s ein ausführliches, 90minütiges Interview mit Cronenberg, auf Youtube findet man auch seinen 1972er TV-Beitrag zur Serie Programme X „Secret Weapons“.

Gib mir den Rest, Baby…

Happy 70th, Captain Crunch

John „Captain Crunch“ Draper (Facebook), Ur-Hacker und mehr oder weniger Erfinder des Phreakings und Vorbild für die Figur des David Lightman (Matthew Broderick), wurde am Montag (nicht gestern, wie Gulli schreibt) stolze 70 Jahre alt. Happy Phreaking, Captain!

[Am Montag hatte] der Erfinder aller kostenlosen Telefonate Geburtstag. John T. Draper (Captain Crunch) wurde 70 Jahre alt. Der Legende zufolge wählte Draper den Namen nach einer gleichnamigen Frühstücksflocken-Marke. Er benutzte eine Spielzeugflöte, um in den 70er Jahren kostenlos zu telefonieren. Für Steve Jobs und Steve Wozniak entwickelte er unter anderem die Apple II-Textverarbeitung Easy Writer.

Captain Crunch: Der Urvater des Blueboxing wird heute 70 (Danke Johannes!)

Vorher auf Nerdcore:
Hörspiel über Hacker-Legende Captain Crunch
Ask for Global Thermonuclear War™: $34.95 at your local dealer or order direct.
WarGames: A Look Back at the Film That Turned Geeks and Phreaks Into Stars
Google interviews the War Games-Makers

Googles Hitchhiker-Doodle for Douglas Adams 61st Birthday

Google hat sich heute ein Hitchhiker-Doodle zum 61. Geburtstag von Douglas Adams gegönnt. Auf Mouseover gibt’s Marvin, Babelfische und Ford Prefects Flug-Theorie, der Hitchhikers Guide To The Galaxy wurde vor zwei Tagen erst 35 Jahre alt.

Happy Birthday, Martha Cooper!

Martha Cooper (Subway Art, Graffiti-Legende, Wikipedia) feiert heute runden Geburtstag und befreundete Writer wollen das mit einer Überraschung per Instagram feiern. Just schreibt mir: „Martha Cooper feuert heute einen grossen runden Geburtstag und da sie seit Wochen total auf Instagram abfährt, hatten wir uns gedacht ihr Geburtstagswuensche und Sketche auf Instagram zu laden und per Hashtag #happybdaysnapz zu sammeln.“ Haut rein!

Oben ein Piece von Shiro One aus Japan, mein digital zusammengefummelter Geburtstagsgruß gibt’s unten, Snip von der Facebook-Eventseite:

Our friend Marty has a big B-Day coming up! We will not tell you which one, cuz a Lady’s gotta have her secrets, but we wanna do something special for her. The plan is an Instagram Bombing for Marty’s B-Day!

You paint/draw/photograph a picture that has something to do with Marty and/or her B-Day. On March 9, you Instagram your sketch with @marthacoopergram and #happybdaysnapz! We are thinking of having the pictures made into a hand-bound book for Marty, and maybe make an online gallery with all the pictures up later on.

38 –> 39!

if (Age <= 39) {
echo(“My Brain hurts.”);
} else {
alert(“The 4 is coming! Aaah!”);
}

Happy 30th, Internet!

Heute vor 30 Jahren ging das TC- und Internet-Protokoll an den Start, das heute die Grundlage bildet für praktisch alles, was wir hier so machen. Herzlichen Glückwunsch zum Dreißigsten, Internet, there’s no place like 127.0.0.1! Und zum Geburtstag hab’ ich hier eine Dame, die Euch Eure IP-Adresse vorstöhnt: Moan My IP.

Robert Kahn and [Vint Cerf] developed a new computer communication protocol designed specifically to support connection among different packet-switched networks. We called it TCP, short for “Transmission Control Protocol,” and in 1974 we published a paper about it in IEEE Transactions on Communications: “A Protocol for Packet Network Intercommunication.” Later, to better handle the transmission of real-time data, including voice, we split TCP into two parts, one of which we called “Internet Protocol,” or IP for short. The two protocols combined were nicknamed TCP/IP.

TCP/IP was tested across the three types of networks developed by DARPA, and eventually was anointed as their new standard. In 1981, Jon Postel published a transition plan to migrate the 400 hosts of the ARPANET from the older NCP protocol to TCP/IP, including a deadline of January 1, 1983, after which point all hosts not switched would be cut off.

Marking the birth of the modern-day Internet

Happy 90th, Stan Lee!

Stan Lee (geboren 1922 als Stanley Martin Lieber) wird heute 90 Jahre alt, herzlichen Glückwunsch!

1939 fing Stan Lee als Teenager mit 17 bei Timely Publications, dem Vorläufer von Marvel Comics, als Assistent an und sorgte dafür, dass die Tintenfässer der Zeichner nicht leer wurden und brachte ihnen Kaffee und solche Sachen. Schnell arbeitete er sich zum Texter hoch und wurde nur zwei Jahre später, als Jack Kirby und Joe Simon den Verlag verließen, zum Chefredakteur der Comic-Sparte.

In den späten Fünfzigern erschuf er dann zusammen mit Kirby, der wieder als Freelancer für den nun Atlas Comics heissenden Verlag arbeitete, die Fantastic Four. Dann den Hulk, Iron Man, Thor, die X-Men, Daredevil, zusammen mit Steve Ditko dann Doctor Strange und schließlich Spider-Man. Rest is history. Excelsior!

Washington Post: Stan Lee turns 90: Colleagues salute the Marvel legend and ‘goodwill ambassador for comics’
Gallery: Vintage Stan Lee
Deutschlandradio (MP3): Heldenhaft menschliche Superstars: Comiclegende Stan Lee wird 90, Artikel dazu: Erfinder der Superhelden – Zum 90. Geburtstag von Comicautor Stan Lee

15 Years of Weblogs

Heute vor 15 Jahren, am 17. Dezember 1997, erfand Robot Wisdom das Wort „WebLog“, woraus dann wenige Zeit später das Wort „Blog“ wurde. Herzlichen Glückwunsch, Bloggers! (via Andy Baio)

Happy 165th, Bram Stoker!

Bram Stoker wäre heute 165 Jahre alt geworden. Herzlichen Glückwunsch, oller Vampir-Erfinder! Wobei Erfinder natürlich Unsinn ist, der Vampir-Glaube lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen, der New Scientist hatte da mal einen spannenden Artikel zu. Wie auch immer: Oben das Google Doodle zum Blutsauger und Daniel hat die alte Geschichte der Produktion von Friedrich Wilhelm Murnaus „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ nochmal aufgeschrieben. Der Film wäre als Urheberrechtsverletzung beinahe vernichtet worden und einen der besten Filme aller Zeiten hätte es beinahe nie gegeben. Damals gab’s aber in Deutschland auch noch kein Fair Use… wait…

Produzent Albin Grau wusste genau was er tat. Die Rechte an Stokers Roman konnte er nicht erwerben und so änderte er Details an der Story und natürlich auch den Namen des Grafen und des Filmes um das Copyright zu umgehen. Dabei schuf er Elemente die bis heute überlebt haben. Sonnenlicht und Vampire? In Stokers Dracula nicht vorhanden. Doch das war nicht genug.

Bram Stokers Witwe Florence sah in dem Film eine Urheberrechtsverletzung. Sie klagte. Ein Vergleich kam nicht zustande und im Juli 1925 entschied das Berliner Gericht letztinstanzlich, dass das komplette Filmmaterial inklusive aller Kopien von Nosferatu zu vernichten seien. Hätten Kopien des Films nicht überlebt, so wäre dieses Meisterwerk auf Ewig verloren gewesen.

Nosferatu gibt’s in voller Länge auf Youtube und im Internet-Archive.

Vorher auf Nerdcore:
Prince Charles, Nobleman, lover of Gardening, Cousin of Dracula
Dracula as imagined by a Law Enforcement Composite Sketch Software
Bela Lugosis Originals Dracula-Cape for Sale
ZDF-Dokus: True Horror – Die Wurzeln klassischer Horror-Figuren
Buchtrailer zum Dracula-Sequel
Dracula in Blogform und in Echtzeit

Happy 100th, Chuck Jones!

Chuck Jones, der in den 40ern und 50er Jahren die Cartoons der Warner Brothers zu dem machte, was sie heute sind (oder besser: wie man sie heute in Erinnerung hat), der Erfinder von Roadrunner und Wile E. Coyote, der gleich zwei der besten Cartoons aller Zeiten inszenierte (Duck Amuck und What’s Opera, Doc?), wäre heute 100 Jahre alt geworden.

Später hat er dann noch meine Lieblingsfolgen von Tom und Jerry gedreht und mit der Mathe-Animation „The Dot and the Line: A Romance in Lower Mathematics“ 1965 einen Oscar gewonnen. Happy 100th, Chuck!

Nach dem Klick ein ganzer Haufen Chuck Jones’ Cartoons, inklusive dem ersten und zweiten Duck Dodgers, der Hunting-Trilogy, Duck Amuck und natürlich The Dot and The Line.

Gib mir den Rest, Baby…