Michael Moore: A Message from the Elderly to Mitt Romney
Youtube Direktmotherfucker, via Dangerous Minds
„If your Voter Surpression throughout this beautiful country enables Romney to houst Barack Obama… we will burn this motherfucker down.“ Großartiger Wahlmotivationskurzfilm von Michael Moore.
Michael Moore-Interview: “Ein Kapitalist wird Dir noch den Strick verkaufen, an dem Du ihn dann aufhängst”
Schönes Interview mit Michael Moore auf Telepolis. Ich mag den Mann ja sehr gerne und muss dafür immer wieder Kloppe einstecken. Dass er keine „echten“ Dokumentationen dreht, sondern auch mal Szenen inszeniert – geschenkt. Dass er selbst nicht so richtig die Ideale lebt, die er predigt – ebenso. Was zählt, sind für mich seine Filme und die treffen – auch und grade aufgrund seiner vereinfachenden, polemischen Methode – immer den Kern der angesprochenen Probleme.
Ich habe seinen neuen Film „Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“ schon gesehen und finde ihn hervorragend, denn der ist keine Abrechnung mit dem Kapitalismus an sich, sondern mit den Leuten, die ihn zu einem Problem machten. Ein Thema, das mich ja sowieso wieder verstärkt interessiert… später mehr.
Ihren neuen Film “Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte” haben Sie sehr lange vor dem Ausbruch der Bankenkrise angefangen. Wie hat dieser Ausbruch den Film verändert?
Michael Moore: Ich wollte schon sehr lange einen Film über den Kapitalismus drehen. Und vor etwa zwei Jahren fing ich dann endlich damit an. Man konnte schon damals sehen, dass etwas passierte: Entlassungen nahmen zu, Fabriken wurden geschlossen.
Ich denke, dass unsere Ökonomie auf Sand gebaut ist, sie ist ein einziges Kartenhaus. Man macht sich etwas vor, wenn man glaubt, dass es endlos so weiter geht. Und es ist unmoralisch: Das reichste Prozent der Bevölkerung kommt sogar mit Mord davon. Und 50 Prozent kämpfen um ihren täglichen Lebensunterhalt. Der Film hatte seinerzeit noch keinen Titel. Aber ich fange auch nie mit dem Titel an.
Hatten Sie während ihrer Recherchen den Eindruck, dass es zu einem derartigen Absturz in den Abgrund kommen würde?
Michael Moore: Ja. eigentlich fand ich, dass wir schon lange darüber hinaus wären. Die einzigen, die noch nicht litten, waren die Jungs von der Wall Street. Die Arbeiter in Michigan und Indiana und Kalifornien wussten es schon lange. Während der acht Jahre unter George W. Bush mussten sie einen Schlag nach dem anderen einstecken: Die Arbeitslosigkeit nahm kontinuierlich zu, die Kluft zwischen Arm und Reich wurde immer größer. Nichts davon war neu. Wer am 15. September 2008 einen scharfen Blick in die Mainstream-Medien warf, musste sich schon wundern über die Überraschung, die da geäußert wurde. Wer konnte überrascht sein?
“Ein Kapitalist wird Dir noch den Strick verkaufen, an dem Du ihn dann aufhängst”
Sick Oh!
Michael Moores „Sicko“ gerieht zwei Wochen vor der Leinwandpremiere als perfekte Kopie in die P2P-Netzwerke und wurde auch auf Google-Video gesichtet. Das hat Herr Moore unter anderem dazu zu sagen (Hervorhebungen von mir):
‚ÄûI’m glad that people were able to see my movie,” he said in a surprising twist. “I’m not a big believer in our copyright laws. I think they’re way too restrictive. I just read Don DeLillo’s book ‘Falling Man,’ a wonderful book. If I were suddenly to take this out of my bag and say to you, ‘Hey, you should read this, it’s great’ would I be breaking the law? No. I’d be sharing something with you. I’m sharing a work of art with you, and what happens is that if you like that book, there’s a very good chance you might go on Amazon next week and order three more of Don DeLillo’s books, because you got the free book from me. I’ve never supported this concept of going after Napster. I think the rock bands who fought this were wrong. I think filmmakers are wrong about this. I think sharing’s a good thing. I remember the first time I received a cassette tape of a band called The Clash. I became an instant fan of the Clash and then bought their albums after that and went to their concerts and gave them my money‚Ķ but I first got it for free. C’mon. Everyone in here’s either young or were young, and that’s how it happens, right?”
“I don’t like what’s going on with this issue,” he continued, “but as a filmmaker, I made this film to be seen on a 40-foot screen. I don’t even like DVDs. Honest to God, in my lifetime, I might have rented a dozen DVDs, literally gone into a video store and rented a dozen DVDs in my lifetime, because I don’t like to see movies that way. I like to see them on the big screen. That’s how the filmmaker intended them to be seen, and I really hope people go see this movie on the big screen and sit there on opening weekend with 300 of your fellow Americans, yelling, jeering, cheering, screaming, laughing, crying and leaving the theatre like, ‘Woah. Let’s have a drink and talk about this.’ That’s the communal experience and that’s why movies never die. They said television would kill the movies, it didn’t. They said VCRs would kill the movies, it didn’t. Now they’re saying this is going to kill the movies. It won’t. People want to get out of the house and go to the movies! Nothing’s ever going to kill that, and I really hope people will do that on opening weekend.”



