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What are you doing here?: A Black Womans Life in Heavy Metal

Ein weiteres Buch auf meiner Must-Read-Liste, Laina Dawes schreibt in „What Are You Doing Here?: A Black Woman’s Life and Liberation in Heavy Metal“ über mit Frauenfeindlichkeit gepaarten Rassismus im Heavy Metal: „Laina Dawes is not always the only black woman at metal shows, and she’s not always the only headbanger among her black female friends. In her first book, the Canadian critic and music fan questions herself, her headbanging heroes, and dozens of black punk, metal, and hard rock fans to answer the knee-jerk question she’s heard a hundred times in the small clubs where her favorite bands play: ‘What are you doing here?’“

Das Buch gibt’s bereits in der Kindle-Version, als Taschenbuch erscheint es laut Amazon am Dienstag. NPR hat ein spannendes Interview mit Frau Dawes: The ‘Life And Liberation’ Of A Black Female Metal Fan (MP3), WNYC hat ein weiteres Gespräch mit der Dame (MP3). (via Swen)

Music writer Laina Dawes is a die-hard Judas Priest fan. She’s all about the band’s loud and fast guitars, the piercing vocals — and she loves to see the group perform live. Now, a fact that shouldn’t matter: Dawes is a black woman. This, she says, can make things uncomfortable on the metal scene. She says she’s been verbally harassed and told she’s not welcome.

“There’s still a lot of resistance in terms of who should be listening to what genre of music based on their gender and their ethnicity,” Dawes says, “which does not make any sense to me.”

Amazon-Partnerlink: What Are You Doing Here?: A Black Woman’s Life and Liberation in Heavy Metal (Kindle), What Are You Doing Here?: A Black Woman’s Life and Liberation in Heavy Metal (Taschenbuch)

Rassismus auf Gedenkfeier gegen Rassismus: Rostock-Lichtenhagen 2012

 Youtube Direktnazis

Bei diesem Video sind mir schon wieder zwei Äderchen im Auge geplatzt. Während unser Bundesgauck auf einem „Festakt“ (allein das Wort schon!) anlässlich des 20. Jahrestages des Pogroms in Rostock-Lichtenhagen die Gewalt gegen Ausländer schönredet, werden Menschen mit offizieller Einladung nicht eingelassen, offensichtlich weil sie schwarz sind. Ihre Plätze blieben während der Veranstaltung frei.

Der Text auf Kombinat Fortschritt liest sich leider unnötig sperrig, aber da muss man eben durch und Wegschauen ist bei diesem Thema keine Option:

Am Rande dieser offiziellen Veranstaltung mit dem neu ernannten Ehrenbürger scheint sich jedoch die Kontinuität der Fratze des Rostocker Erinnerungsdiskurses gezeigt zu haben. Zwei Mitglieder des deutsch-afrikanischen Freundeskreises Daraja e. V., unter ihnen das Vorstandsmitglied Marouf Ali Yarou Issah, hatten sich bereits vor Wochen für die Gedenkveranstaltung mit Joachim Gauck angemeldet – zunächst auch mit Erfolg. Über eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn fanden sie sich mit ihrer Einladung auf dem Gelände ein. Doch bereits am Einlass wurde der Zutritt zum Festakt hinausgezögert. Zunächst kein ungewöhnliches Unterfangen bedenkt man die hohen Sicherheitsvorkehrungen, die für die Anreise des Bundespräsidenten getroffen werden. Doch nachdem die Sicherheitsbeamten mit den Veranstaltern Rücksprache hielten, wurde den geladenen Gästen plötzlich mitgeteilt, dass sie auf der Veranstaltung nicht erwünscht seien, genauere Begründungen für dieses Vorgehen blieben jedoch aus. Auch auf explizit gestellte Nachfragen erhielten die ausgeladenen Gäste keine Auskunft, nur eine scheinheilige Begründung, dass sie auf dem Gelände wohl zu spät eingetroffen seien. Eine Farce, denn auch nach der Abweisung konnten offenbar weitere Geladene die Schleuse passieren.

Rostock-Lichtenhagen 2012: Gedenken nur für Weiße und andere Brechmittel,

Discrimination Pong


(Youtube Direktpong, danke Thorsten!)

Fieses, tolles, subversives, kleines Kunst-Game: Discrimination Pong, läuft seltsamerweise auf Mac und Win, dort aber wahrscheinlich etwas langsamer (sorry). Von der Website zum Projekt:

DISCRIMINATION PONG is an anti-discrimination Pong-game. The GameArt project features some serious defects. It visualizes discrimination/racism, makes it playable and very tangible. The player experiences discrimination/racism first-hand while trying to establish a win in this unfair variation of Pong.

The ‘not so white-paddle’ is discriminated in several aspects: from its visuals and its movements to the overall gamemechanic of the game. It is very hard for the discriminated player to win a match. Discrimination is implemented in different ways: the ‘not-so-white-paddle’ gets darker and darker. The left paddle may be slower than the right one. The ball may accelerate on the left side of the playground and become too fast to catch in time. The white paddle on the right may receive an extra ball without deserving it. And maybe worst of all, the ball never touches the right wall or paddle but loops slowly back to the left and takes on a faster pace as soon as it reaches the left side of the playground again. A very unfair game indeed! Find out what types of discrimination/racism you have to expect in DISCRIMINATION PONG.

Discrimination Pong

Africas white Poor

poorwhite

„Schöne“ Bilderstrecke auf Boston.coms Big Picture mit Finbarr O’Reillys Fotografien der armen, weißen Unterschicht (ich mag das Wort auch nicht, gebt mir ein besseres). Die Bilder stellen unsere Vorstellungen, wenn wir vom „armen Afrika“ hören, sehr auf den Kopf und zeigen, dass Armut keine Rassenfrage ist, sondern eine menschliche.

When stories are told about African poverty, race often seems to play a large part. Based in Senegal, Reuters photographer Finbarr O’Reilly (previously featured here for his work in DR Congo) traveled to South Africa earlier this year and visited one of a growing number of squatter camps populated mostly by Afrikaners – white South Africans – to document their stories and help show that, despite the fact that impoverished blacks in the region far outnumber whites, poverty is a human issue, not necessarily racial.

O’Reilly: “While most white South Africans still enjoy lives of privilege and relative wealth, the number of poor whites has risen steadily over the past 15 years. Researchers now estimate some 450,000 whites, of a total white population of 4.5 million, live below the poverty line and 100,000 are struggling just to survive in places such Coronation Park, a former caravan camp currently home to more than 400 white squatters. Formerly comfortable Afrikaners recently forced to live on the fringes of society see themselves as victims of ‘reverse-apartheid’ that they say puts them at an even greater disadvantage than the millions of poor black South Africans.”

Poverty within white South Africa (via Reddit)

Obama-Rede wird Superhit auf YouTube

Es ist ein ernstes Thema, und es bewegt die Massen: Die Rede von Präsidentschaftsanwärter Obama über die Rassenproblematik in den USA wird im Internet zum Renner. Millionen Menschen sahen sich die 37-minütige Abhandlung über Hass und Versöhnung schon an – in Umfragen legt der Clinton-Konkurrent zu.

Link

Obama on Race in America

Link

Asyl

Die Zahl der Asylanträge betrug letztes Jahr 21000. Davon wurden 0,8% bewilligt. Das sind 168 Asylanten deutschlandweit im kompletten Jahr 2006.

Es soll übrigens gleichzeitig immer noch Menschen geben, die erzählen, das “Boot sei voll”. Ausweisen sollte man die, aus dem Boot. Für’s Scheiße erzählen.

Nochmal in aller Deutlichkeit…

Und diesmal mit Button zum Klauen:

Nur um das auch nochmal klarzustellen…

Ich bin eine Multikulti Schwuchtel und wenn ich nicht so faul wäre derzeit, würde ich einen schicken Button oder sowas dazu basteln.

Null Toleranz

Lesebefehl:

Das Thema ist heiß. Keine Zeit mehr für Spielchen.
Wir haben ein Problem mit Rassismus in Deutschland und die Zeit für Scherze ist vorerst mal vorbei.

Null Toleranz.

Grrrrrr!

Wenn ich noch einmal “Hallo Julia!” hören muß, werfe ich mein Powerbook in die Mattscheibe! Ach ja, und der Musicload-Spot mit diesem Gähn-Witz über chinesische Sprachfehler (“Ich velsuche immel, the Lamones zu kliegen”) ist tendenziell rassistische Scheiße.

Wenn ich sehe, dass paar Nazis entgegenkommen, mach ich einfach extra laut.

Sehr erschütternder Erfahrungsbericht von schwarzen Menschen aus dem Osten im SZ-Magazin:

“Sie haben immer gerufen: “Hey, du, hey!” Ich habe mich umgedreht und gefragt: “Wer, ich?” Einer der Jungs kam dann auf mich zu und hat mir einfach so, ohne Vorwarnung, mit der Faust eine reingehauen. Er hat nicht vorher was von “Scheißneger” oder so gesagt — dann w?äre ich schon vorgewarnt gewesen. Ich wusste nicht, was ich machen sollte, denn vier waren ein bisschen viel. Ich bin also weggelaufen und wollte mein Telefon aus der Jacke nehmen, um die Polizei anzurufen, Die beiden Jungen sind nachgelaufen und haben mich beschimpft — “Wen willst du denn anrufen, du Neger, komm mal her” — und haben versucht, mir das Telefon wegzunehmen.

Um uns herum waren die ganze Zeit vielleicht tausend Leute, die auf dem Stadtfest waren. Keiner hat sich für die Sache interessiert.”

(via)

Rassismus oder doch nicht?

Sagt mal, wenn mich im Zug eine New Yorker Omi nach dem Hauptbahnhof fragt und ich im perfektem makellosen okayen Englisch die Sache erkläre (“International Magazines there, Maps there”), und sie daraufhin meint, wo ICH denn her komme, wegen meiner phänomenal anglophilen Sprachkenntnisse, sagt mal… ist das dann nicht eigentlich rassistisch?

Der alltägliche Rassismus

Dieser CDU-Vollspacken und Ministerpräsident!

“Wir sind mehr als die Indianer” und Koch meinte das nicht quantitativ, soviel ist mal sicher… Wenn wir besser sind, als Indianer dann auch sicher mehr als Mexikaner und komplett Südamerika. Und Asien nehmen wir gleich noch mit und dann noch den Rest der Welt.

Da sieht man mal, wie weit nach rechts die früher mal mittige CDU mittlerweile abgedriftet ist und deshalb eigentlich für Menschen mit gesundem Menschenverstand im Grunde unwählbar geworden ist. Zumindest Roland Koch ist unhaltbar und beweist mit diesem offen vorgetragenen Rassismus, wessen Geistes Kind er ist.