Punk Voyager in Space
Großartige Story Shaenon Garrity, gelesen in einem Podcast von Nathaniel Lee. Punks bauen sich eine eigene Voyager-Sonde, weil im Original „fucking Chuck Berry“ mitgeschickt wurde und Mozart und sowas. Und weil „[Aliens] gonna think we walk around naked and listen to Chuck Berry. There ain’t no aliens, but if there was, they’d think we suck.“ Deshalb bauen sie sich ne eigen Voyager aus Bierdosen und schicken die mit Platten von the Clash, Surfmags und ‘nem Buch über Knast-Tattoos ins All. Großartig!
“Okay, yeah. Voyager carries a record of stuff from Earth for the aliens to find. And naked pictures. They put in naked pictures of people. Yeah, whatever, naked pictures. And photos, different languages, music, stuff like that.” – “Music?” said Johnny Bonesaw. “What music?” said Red.
“Um.” Lacuna chewed her lip, thinking. “Beethoven, maybe. Or Mozart. You know, classical music. And tribal stuff, like, from around the world. And ‘Johnny B. Goode.’”
Johnny Bonesaw and Red stared at her. They stared up at space. They stared back at her. “Chuck Berry?” said Johnny Bonesaw. “Yeah.” They looked up at space, then back at Lacuna. “f***,” said Red, “That. s***.”
“f***ing Chuck Berry,” said Johnny Bonesaw. […]
Then the punks built Punk Voyager. They made it from beer cans, razors, safety pins, and did I do this part already? Whatever. They loaded it with the most precious artifacts of human culture they could find in Mexican Johnny D-bag’s van. Johnny Razor found some surf magazines. Johnny Bonesaw found a guitar pick and a book about prison tattoos. Mexican Johnny D-bag got upright long enough to find his second-best roach clip and third-best weed. Red found a Clash eight-track. And Lacuna, with great ceremony, placed within Punk Voyager the first and only LP by Bad Feet, the band they were in sometimes.
“You gotta make it faster than regular Voyager,” said Red. “So our culture gets to the aliens before the CIA’s fascist pseudo-culture.”
Pizza Delivery Stories
Ich klick mich grade durch mehrere Sammlungen kurzer Storys von Pizza-Lieferanten, die grade auf Tumblr rumgehen: An Incomplete List of Noteable People I’ve Delivered Pizzas To und Weed of the Samurai. Hier ein paar meiner Favorites:
- A bearded man who answered the door and periodically spat blood into a crusted Harley-Davidson coffee mug while counting out his cash.
- At least three Batmans so far, but only one who did the voice.
- A hotel room full of badass middle-aged women all dressed as Professor McGonagall from the Harry Potter films, who were also completely wasted on Jello shots. They kept encouraging me to stay and party with them.
- A furious lady who yelled at me for a solid five minutes (I kept track) all about how long it took for her delivery to get to her. She then tipped me an extra ten bucks on a six dollar order. I dunno.
- over the entire time I was driving pizzas, at least several hundred dollars worth of weed tips
- a group of stoners who spent a good twenty minutes dreamily stumbling their way through an elaborate pizza order. they called back shortly before the pizzas were due to go out, and were ecstatic to learn that they had already placed an order a short time ago. by the time i arrived at their house they had forgotten again. essentially, it was as if god himself had seen their situation and deigned to deliver pizzas to them. they were so overjoyed they all emptied their wallets at me.
Incomplete List of Noteable People I’ve Delivered Pizzas To und Weed of the Samurai
Hippos eat People

Angekommen im Sanbona Wildlife Reserve bekommt man wie in jedem Hotel Erfrischungshandtücher. Normalerweise riechen die nach nix oder nach Zitrusfrüchten oder nach Kräutern. In Sanbona riechen sie nach Kuchen oder Keksen, weshalb ich sie Cookie Towels nenne. Man bekommt sie nach jeder Safari und bei Ankunft und sie sind nur eins der vielen Details, die ich an Sanbona liebe.
Craigs Window full of Wine

Wir fahren in den Westcoast National Park, wo wir jede Menge Strauße sehen und Schildkröten am Straßenrand. Trotz der eher mittelokayen Wettervorhersage haben wir fantastisches Wetter und verbringen eine Weile an einem grandiosen Sandstrand, vor dem die Hausboote liegen. Die kosten nicht viel und hier könnte ich’s dreizehn Wochen aushalten.
I bought a Zulu Penis Protection

In einer Universitätsstadt gehen wir in einen Laden namens “Oom Samie Se Winkel”, in dem Kameras verboten waren. Selbstverständlich musste ich da drin Fotos machen und ich kaufe in dem Laden neben dem Buch über Gangs in südafrikanischen Gefängnissen ein kreisrundes Pokerset (gibt’s wahrscheinlich auch in Europa, ich hab’ zuhause aber noch keins gesehen) und ein Zulu Mcedo “woven with Grass and Banana Leaves, worn by Zulumen as Protection under traditional Skin Clothing.” Interessant fand ich außerdem (neben einer Bill Gates-Maske) eine Plüsch-Version eines afrikanischen Soldaten. Strange. Als wir zum Parkplatz zurückkehren, unterhalten wir uns mit Rupert.
Cape of Good Steaks

Wir fahren mit unseren Minis ans Kap der Guten Hoffnung, auf dem Weg schauen wir uns eine Pinguin-Kolonie an und man soll auch ziemlich oft Affen sehen. Heute sind sie scheu, dabei hatte ich mich bereits auf ein bisschen Baboon-Action gefreut, während die Viecher auf unseren Autos rumspringen und ein paar Sachen kaputtmachen. Schade.
Welcome to Cape Town

Das da oben ist Bradley Prosper Chikambura. Bradley lebt seit fünf Jahren in Kapstadt, nachdem er vor fünf Jahren aus Mugabes Simbabwe nach Südafrika floh. In Simbabwe hatte der Mann mal IT studiert, heute schlägt er sich als Tagelöhner auf der Straße durch, indem er sich morgens an den Straßenrand setzt und darauf hofft, dass er von einem der vorbeifahrenden Transporter aufgegabelt wird und einen mal mehr, mal weniger harten Job machen kann. Wenn er Arbeit findet, verdient er für Straßenbau- oder Aufräumarbeiten rund 100 Südafrikanische Rand am Tag, das sind 10 Euro.
R.I.P. Zdeněk Miler

Youtube Direktmole, via MeFi
Zdeněk Miler ist gestern im Alter von 90 Jahren gestorben. Miler kennt Ihr, er hat den kleinen Maulwurf erfunden, mit dem verbindet mich eine kleine, sehr persönliche Anekdote und die geht so:
Ich war noch sehr, sehr klein, garantiert im Vorschulalter, ich tippe mal auf 3 oder 4 Jahre alt. Damals besuchten wir recht oft Onkel Karl und Tante Irmgard in ihrem Schrebergarten, die waren da jedes Wochenende und manchmal, im Sommer, da war die ganze Schrebergartenanlage mit Lampions und bunten Lichtern geschmückt und man feierte ein kleines Fest. Da war ich ein paar mal und eines Abends, als ich an der Hand meiner Eltern den bunt leuchtenden Gang entlangging, hatte ich auf einmal die ganz klare Erinnerung daran, dass ich genau an dieser Stelle mit den Lampions einmal einen Stern gefunden hatte, der vom Himmel gefallen war. Ich erinnere mich, als wär’s gestern gewesen.
Der Stern war klein, ungefähr so groß wie meine Kinderhand, schimmerte in einem bleichen, gelblichen Licht und hatte fünf Zacken und ich freute mich wie bolle, dass ich echt einen Stern gefunden hatte. Aufgeregt erzählte ich meinen Eltern davon, dass das genau an dieser Stelle war, wo an diesem Abend die Lampions leuchteten und die schmunzelten und lachten und sagten mir, dass das gar nicht ginge, weil Sterne nicht vom Himmel fallen würden. Ich war ein bisschen enttäuscht, aber es erklärte, warum ich den Stern nie wieder gesehen hatte, nachdem ich ihn aufsammelte.
Heute weiß ich: Ich hatte damals die obige Folge „Der kleine Maulwurf und der grüne Stern“ gesehen, davon geträumt und als wir auf diesem Sommerfest im Schrebergarten von Onkel Karl und Tante Irmgard waren, hatte ich mein erstes Déjà vu. Gute Nacht, Herr Miler. Du hast mir einen Stern geschenkt.
Hier eine YT-Playlist mit 25 Folgen des kleinen Maulwurfs, man findet auf Youtube noch haufenweise weiterer Episoden.
My Birthplacium is officially an Element now
Liebes Tagebuch, am 4. November hat die International Union of Pure and Applied Physics (IUPAP) den Namen Darmstadtium für ein bereits 1993 am GSI (Gesellschaft für Schwerionenforschung) entdecktes Element freigegeben. Der Name von Element 110 ist nichts neues und ich kenne ihn schon seit mehr als zehn Jahren, aber erst jetzt wurde er offiziell abgesegnet. Damit ist mein Geburtsort für die nächsten paar hundert Jahre im Periodensystem der Elemente vertreten und darauf bin ich wirklich ein bisschen stolz. Übrigens: Geboren wurde ich in Darmstadt und die ersten zehn Jahre habe ich in Weiterstadt gelebt, ein Ortsteil von Weiterstadt wiederum ist Wixhausen und genau da steht das GSI und die hatten neben Darmstadtium noch Wixhausium (Wi) für Element 110 als Namen vorgeschlagen, der hat sich dann aber aus mir unbegreiflichen Gründen nicht durchgesetzt. Ich mein’ ey! WIXHAUSIUM!
Three newly discovered elements were given names on Friday by the General Assembly of the International Union of Pure and Applied Physics at a meeting in London.
They are Darmstadtium, or Ds, which has 110 protons in its nucleus and was named after the town in which it was discovered; Roentgenium, or Rg, with 111 protons, named after the discoverer of X-rays Wilhelm Conrad Roentgen; and Copernicium, or Cn, which has 112 protons and is named after the Polish astronomer Copernicus, who disrupted the view that the Earth was the center of the universe.
None of these elements occur in nature, or even last very long once created. They were all made in Darmstadt, Germany, at the Society for Heavy Ion Research Laboratory (Gesellschaft für Schwerionenforschung) by bombarding heavy nuclei with beams of other atoms.
Three New Elements Named: Darmstadtium, Roentgenium and Copernicium
Ali Baba und die 40 Räuber, full Text Transcript (Hörspiel Europa 210, 1966)
Ich habe den Text vom 1966er Hörspiel Europas zu „Ali Baba und die 40 Räuber“ abgetippt. Das habe ich dann auf Twitter veröffentlich, Satz für Satz. Ich wurde zwischenzeitlich von Twitter gesperrt weil ich das „User Daily Update Status Limit“ erreicht hatte und manche Leute nennen mich „irre“. I’m fine with that. Hier die komplette Story:
In einer alten Stadt in Persien, lebten einmal zwei Brüder. Der eine, Kasim mit Namen, war ein reicher Kaufmann, der and’re dagegen, war arm. Er hieß Ali Baba.
Jeden Tag ging er in den Wald, sammelte Holz verkaufte es auf dem Markt und von dem Erlös lebte er bescheiden mit seiner Frau in einer engen Hütte.
Eines Tages, als Ali Baba tief im Wald vor einem steilen Felsen war, hörte er das Getrappel einer großen Reiterschar auf sich zukommen. Ali Baba erschrak sehr, denn oft hatte er von einer Bande von 40 berittenen Räubern reden hören. So schnell er konnte, kletterte er auf einen Baum und verbarg sich im Laub. Da sprengten auch schon die Reiter heran. Ali Baba zählte, und es wahren 40.
Sie hielten vor dem Felsen und der Hauptmann rief mit lauter Stimme: „Sesam, öffne dich!“
Da bebte die Erde, und der Felsen tat sich auf. Ali Baba rührte sich nicht vor Furcht und Verwunderung. Nach einer Weile öffnete der Berg sich wieder, die Räuber kamen heraus, schwangen sich auf ihre Pferde und sprengten davon.
Ali Baba rutschte von seinem Baum herunter und Furcht und Neugier kämpften in seinem Herzen. „Bei Allah, wenn es auch hier gefährlich ist, ich muss das Geheimnis des Berges ergründen, und das Zauberwort rufen. SESAM ÖFFNE DICH!“ Und wahrhaftig, der Berg öffnete sich. Ali Baba trat ein und hinter ihm schloß sich donnernd der Felsen.
Aber was war das! Er stand nicht in einer finsteren Höhle, sondern in einem strahlenden Saal! Und um in herum lagen Haufen von Gold, Silber und Edelsteinen, Ballen von kostbaren Stoffen und prächtige Teppiche in allen Farben.
Ali Baba füllte schnell zwei Säcke voll Goldstücke und rief dann wieder das Zauberwort: „SESAM ÖFFNE DICH!“ Der Fels tat sich auf, Ali Baba trat ins Freie, lud seinem Esel die Säcke auf und trieb in eilig nach Hause.
Ali Babas Frau war von dem Glanz des Goldes ganz geblendet und wollte in ihrer Freude unbedingt wissen, wie groß ihr neuer Reichtum sei. Zum Zählen war es aber zu viel, und so lief sie zu Kasim, und lieh sich ein Getreidemaß.
Kasims Frau, die sehr neugierig war, wollte nun allzugerne wissen, was die armen Leute wohl damit messen wollten, deshalb bestrich sie den Boden des Gefässes mit Wachs. Und als Ali Babas Frau den Scheffel zurückbrachte, war wirklich ein Goldstück darin hängengeblieben. Kasims Frau nahm die kostbare Münze und lief zu ihrem Mann. Kasim wurde bleich vor Neid und rief: „WTF?! Seit wann hat der soviel Geld, dass er’s nicht zählen kann, sondern mit dem Scheffel messen muss? Woher hat der plötzlich diesen Reichtum? Warte Brüderchen, ich werde schon hinter dein Geheimnis kommen.“
Seit 10 Jahren hatte Kasim seinen Bruder nicht mehr besucht, nun aber machte er sich sofort auf den Weg zu der Hütte Ali Babas. Als Ali Baba erkannte, dass Kasim von seinem Reichtum wusste, erzählte er dem Bruder, wie er den geheimen Schatz der Räuber entdeckt hatte. Er beschrieb ihm den Weg im Walde, und den Felsen. Auch das Zauberwort verriet er Kasim, und versprach sogar, den Schatz mit ihm zu teilen. Kasim aber lachte böse in sich hinein, bedankte sich mit geheuchelter Freundlichkeit und lief eilig nach Hause. Goldgier und Neid hatten ihn ergriffen, und ließen böse Gedanken in ihm entstehen.
„Was? Du willst mit mir teilen? Bwahaahaha. Ich muss den ganzen Schatz haben. Du, Brüderchen, hast dir schon zuviel davon weggenommen. Aber jetzt soll mir kein Goldstück mehr verloren gehen. Ich will sofort zehn Maultiere mit Kisten und Säcken ausrüsten und mir den ganzen Schatz holen. Bwahahahaha!“
Kasim machte sich sofort auf den Weg und fand alles wie Ali Baba es beschrieben hatte. Vor der Felswand rief er mit lauter Stimme: „SESAM, ÖFFNE DICH!“ Da tat sich der Berg auseinander und lies ihn ein. Staunend besah Kasim die unermesslichen Reichtümer und weidete sich lange am Glanz des Goldes. Dann füllte er hastig Säcke, Kisten und Beutel und schleppte sie zum Eingang und rief: „SISAM ÖFFNE DICH“!
Aber alles blieb still.
„Das Zauberwort! Bei Allah! Das Wort! Wie hieß es?“ Kasim hatte es vergessen. Die Gier hatte ihm den Sinn verwirrt.
In seiner Verzweiflung schlug er mit den Fäusten gegen den Stein und schrieh: „Sasam! Senim! Sasim! Öffne dich!“ Aber es blieb totenstill. Kasim saß gefangen in Mitten der herrlichsten Schätze und Todesangst befiel ihn. Nach vielen qualvollen Stunden hörte er in der Grabesstille die Räuberschar herankommen. Der Berg bebte, und eine laute Stimme rief: „SESAM, ÖFFNE DICH!“ Da traten die Räuber ein und Kasim schluchzte und zitterte. „Bei Allah! Schont mich! Erbarmen“ – „Das Wimmern nützt Dir nichts! Wer unser Geheimnis kennt, muss sterben.“
Damit packte ihn der Hauptmann und stieß ihm den Säbel in die Brust. Dann hieben die Räuber seinen Leichnam in vier Stücke, hängten sie in den Höhleneingang und schrieben mit seinem Blut an den Fels: „Wer unser Geheimnis kennt, muss sterben.“
Als Kasim am zweiten Tag noch nicht zurück war, ging seine Frau in großer Unruhe zu Ali Baba. Als dieser hörte, dass Kasim mit zehn Maultieren in den Wald geritten war, ahnte er gleich, das etwas entsetzliches geschehen sein musste. Sofort ritt er in den Wald zu dem Felsen. Er öffnete den Berg und sah mit Grauen die zerstückelte Leiche seines Bruders hängen.
Er nahm in ab, hüllte ihn ein und ritt zum Hause seiner seiner Schwägerin. Kasims Sklavin Morgiane öffnete ihm. Er nahm sie beiseite und erzählte ihr, was geschehen war.
„Höre Morgiane, Du bist ein kluges Mädchen! Jetzt gilt es, Dein Geschick zu beweisen! Niemand darf erfahren, dass Kasim ermordet wurde, denn sonst käme es auch den Räubern zu Ohren. Sie wissen nun, dass noch ein anderer ihre Höhle kennt und suchen gewiss nach uns. Wenn sie uns auf die Spur kommen, sind wir verloren!“ – „Ich verstehe, Herr! Hört meinen Plan: Ich werde gleich das Gerücht verbreiten, Kasim sei schwer krank. Dann, hole ich aus der Apotheke eine Medizin, die man Sterbenden gibt. Und nach drei Tagen verkünden wir mit Klagegeschrei seinen Tod.“
„Aber wie können wir bei der öffentlichen Ausstellung der Leiche verbergen, dass sie zerstückelt ist?“
„Auch da weiß ich Rat! Ich kenne einen alten Flickschuster, einen geschickten und schalkhaften Gesellen! Der wird sie uns für ein paar Goldstücke zusammenflicken! Ich führe ihn nachts mit verbundenen Augen hier her und vor Morgengrauen wieder zurück.“ Ali Baba lobte die Klugheit des Mädchens – und nicht zu Unrecht! Denn der Plan gelang. Nach drei Tagen wurde Kasims Leichnam reich bekleidet ausgestellt, und niemand ahnte, welchen grauenvollen Todes er gestorben war.
Kurze Zeit danach zog Ali Baba in das Haus seiner Schwägerin, sein Sohn übernahm Kasims Kaufladen. Und so lebten sie eine zeitlang ruhig und zufrieden, und dachten nicht mehr an die Räuber. Nur Morgiane vergaß nicht, dass die Bande nicht ruhen würde, bis sie die Mitwisser ihres Geheimnisses getötet hätten. Und sie hatte Recht.
Als die Räuber von ihrem Beutezug zurückkehrten und mit Schrecken sahen, dass die Leiche verschwunden war und einige Goldsäcke fehlten, da schrieh der Hauptmann im Zorn: „Wir sind verraten! Es muss noch ein anderer unser Geheimnis kennen! Wir müssen ihn unbedingt in kürzester Frist finden – und töten! Wer von Euch geht als Kundschafter in die Stadt um zu horchen, ob man nicht vom Mord eines Einwohners spricht und zu erkunden wer die Verwandten des Toten sind, und wo sie wohnen! Der Späher muss die Sache aber geschickt und vorsichtig anfangen, denn bringt er eine falsche Nachricht, so werde ich ihn töten!“
Sofort meldete sich ein Räuber, verkleidete sich als Kaufmann und ritt los. Beim Morgengrauen erreichte er die Stadt.
Wie gewöhnlich saß der alte Flickschuster Baba Mustafa als erster vor der Tür bei der Arbeit. Der Späher sah ihn, und weil sonst noch niemand auf der Straße war, sprach er ihn an: „Sag fleissiger Alter, kannst Du denn schon sehen, bei diesem Dämmerlicht?“ – „Eh… Du bist ein Fremder, nicht wahr? Sonst wüsstest Du nämlich, dass ich die schärfsten Augen aller Flickschuster habe! Hehehee! Deshalb bekomme ich auch die schwierigsten Aufträge! Einmal musste ich sogar… eine Leiche zusammenflicken!“ – „Was! Eine Leiche? Aber sag, warum musste man sie denn flicken? Du meinst wohl das Leichentuch.“ – „Nein, nein, nein, die Leiche! Aber ich merke schon, Du willst mich aushorchen! Da bist Du an den falschen geraten, hehehehe…“ – „Ach was, aber… wenn Du mir das Haus zeigen könntest, würde ich dich reich belohnen! Schau nur, dieses Goldstück! Nimm es!“ – „Mmmmm… eine schöne Münze! Jaa. Wenn Du mir noch eine… oder… zwei gibst! Dann will ich dich schon führen! Aber Du musst mir die Augen verbinden, denn so wurde ich zu dem Haus gebracht. Aber keine Angst, ich find’ es trotzdem, denn mein Ortssinn ist nicht weniger scharf als meine Augen, hehehehe…“
Da verband der Späher ihm die Augen und der Schuster lief durch viele gewundene Gassen und blieb wirklich vor dem Haus stehen, in dem nun Ali Baba wohnte. Schnell bezeichnete der Späher die Tür des Hauses mit einem weißen Kreuz, dann nahm er dem Schuster die Binde ab, gab ihm drei Goldstücke und jagte auf seinem Hengst so schnell er konnte zu der Bande zurück. Als er den Räubern erzählt hatte, wie er das richtige Haus gefunden und bezeichnet hatte, beschlossen sie gleich in der kommenden Nacht ihren Rachezug zu unternehmen. Sie ritten einzeln, um jedes Aufsehen zu vermeiden, zur Stadt und trafen sich am Marktplatz. Von dort ging der Hauptmann mit dem Späher vorraus. Aber soviel sie auch suchten, sie konnten die bezeichnete Tür nicht finden. Denn Morgiane, die kluge Sklavin, hatte das Kreuz gesehen und es abgewaschen. Die Räuber mussten erfolglos zurückkehren. Der Späher aber büßte seine Ungeschicklichkeit mit dem Leben.
Da erbot sich ein zweiter, die Sache besser zu machen. Alles begab sich wie beim ersten mal. Nur schnitt der zweite Späher eine kleine Kerbe in die Tür, aber auch dieses Zeichen entdeckte Morgiane und als es dunkel wurde, schnitt sie die gleiche Kerbe in alle Türen der Straße. So konnten die Räuber auch diesmal nichts ausrichten. Der unglückliche Späher aber musste sterben.
Da entschloss sich der Hauptmann, selbst in die Stadt zu gehen. Auch er ließ sich von dem Flickschuster vor das Haus Ali Babas führen. Aber er bezeichnete es nicht, sondern prägte es sich ins Gedächtnis ein. Er hatte einen anderen, kühnen Plan gefasst!
Einige Tage später, als Ali Baba grade vor seinem Hause die Abendkühle genoss, kam ein Ölhändler die Straße entlang. 19 Maulesel folgten ihm und jeder war mit zwei sehr großen Ölschläuchen beladen. Der Fremde hielt vor Ali Baba, verbeugte sich und sagte: „Ich komme von weit her und weiß nicht wo ich zu so später Stunde ein Unterkommen finden kann. Könnt ihr mich nicht in dieser Nacht beherrbergen? Allah wird es euch lohnen.“ – „Seid mir willkommen! Mein Haus ist groß! Ihr könnt bei mir schlafen und speisen, tretet ein! Meine Sklaven werden eure Tiere abladen und tränken.“
Der Fremde erhielt ein schönes Zimmer zum Hof, wo die Ölschläuche lagen. Als es ganz dunkel war, schlich er hinaus, klopfte an jeden der 38 Schäuche, nur an den letzten nicht, und flüsterte: „Kameraden, jetzt ist unsere Rache gewiss! Wartet noch eine Weile, bis ich kleine Steinchen in den Hof werfe. Dann schlitzt die Schläuche auf, und kommt heraus!“ Darauf schlich er wieder in sein Zimmer hinauf und wartete. Während dessen arbeitete Morgiane noch in der Küche.
Plötzlich bemerkte sie, dass das Öl in der Lampe ausging, und weil auch der Ölkrug leer war ging sie in den Hof, um sich von dem Öl des Händlers ein wenig zu holen. Aber als sie einen Schlauch öffnen wollte, hörte sie von innen eine Männerstimme: „Ist es Zeit, Hauptmann?“ Morgiane war zu Tode erschrocken, aber augenblicklich fasste sie sich und antwortete: „Noch nicht, aber bald!“ Dann ging sie zum nächsten Schlauch, und zum übernächsten, und in jedem entdeckte sie einen Räuber! Erst im letzten fand sie Öl.
Sie eilte in die Küche zurück und entzündete die Lampe. Dabei überlegte sie fieberhaft: „Bei Allah! Der Fremde ist kein Ölhändler, sondern der Räuberhauptmann! Und in den Schläuchen sind seine Mordgesellen versteckt! Ich muss sofort und lautlos handeln, sonst sind wir alle verloren!“ Schnell nahm sie einen Kessel, füllte ihn mit dem Öl aus dem letzten Schlauch, und setzte ihn auf ein mächtiges Feuer. Als das Öl kochte, trug sie den Kessel in den Hof und goss in jeden Schlauch so viel von dem siedenden Öl, dass der Räuber davon getötet wurde. Als alle verbrüht in ihren Schläuchen lagen, ging sie in ihre Kammer und beobachtete vom Fenster, was weiter geschehen würde. Denn noch lebte ja der Hauptmann!
Gegen Mitternacht warf der Hauptmann die Steinchen auf den Hof. Aber nichts rührte sich. Da schlich er hinunter – und fand seine toten Gesellen! In rasendem Zorn schwor er Rache, dann kletterte er über eine Mauer und flüchtete in den Wald.
Am nächsten Morgen erfuhr Ali Baba, wie heldenhaft Morgiane ihn und seine Familie errettet hatte. Er schenkte ihr die Freiheit, aber Morgiane blieb in seinem Haus. Als es dunkel war, vergruben sie die Toten, und so hat niemand erfahren, was in jener fürchterlichen Nacht geschehen ist.
Der Räuberhauptmann lies ein Jahr verstreichen, bis er beschloss, endgültig Rache zu nehmen. Er verkleidete sich als Kaufmann, setzte eine Perücke auf, und mietete in der Nähe von Ali Babas Haus, einen Kaufladen. Dort bot er herrliche Stoffe aus seinem Schatz an und bald galt er als geschätzter Kaufmann. Durch höfliches und würdevolles Auftreten, wusste er sich viele Freunde zu gewinnen. Besonders liebenswürdig und freigiebig aber war er zu Ali Babas Sohn. Ali Baba freute sich, dass der feine Kaufherr Umgang mit seinem Sohn pflegte, und um seine Dankbarkeit zu erweisen, lud er ihn eines Tages zum Speisen ein. Darauf hatte der falsche Kaufmann nur gewartet. Als er zu dem Mal ging, verbarg er einen Dolch in seinem Gewand und nahm sich vor, Ali Baba betrunken zu machen, und ihn dann zu töten.
Morgiane bediente beim Essen. Aufmerksam betrachtete sie den Gast, denn sie glaubte, ihn irgendwann schon einmal gesehen zu haben. Da kam ihr ein fürchterlicher Verdacht!
Sie glaubte, den falschen Ölhändler wiederzuerkennen!
—-
Gespannt folgte sie mit den Augen jeder seiner Bewegungen, da sah sie einen Dolch in seinem Gewand blitzen. Nun war sie gewiss! Es war der Räuberhauptmann!
Sofort fasste sie einen Plan. Sie verkleidete sich als Tänzerin, kam mit graziösen Tanzschritten in den Speiseraum zurück, und verneigte sich: „Erlaubt gnädige Herren, dass ich Euch mir meinen Tanzkünsten erfreue!“ – „Nichts könnte uns nach dem Mal besser unterhalten, nicht wahr, lieber Gast?“ Morgiane tanzte mit unvergleichlicher Anmut, dabei schwang sie in der einen Hand eine Trommel, in der anderen einen Dolch, den sie zum Scherz bald gegen Ali Baba, gegen den Gast, und bald gegen die eigene Brust richtete.
Immer schneller, und wirbelnder drehte sich Morgiane im Tanz, und immer kühner schwang sie die blitzende Klinge. Plötzlich hielt sie wie erschöpft inne – und stürzte sich mit einer pfeilschnellen Bewegung auf den Kaufmann, und stieß ihm den Dolch ins Herz, dass er sofort tot umsank.
„Unglückseelige! Was hast Du getan! Willst Du mich an den Galgen bringen?“ – „Nein Herr, ich wollte Euch retten! Der Tote ist kein Kaufmann, es ist der Räuberhauptmann! Ihr werdet ihn gleich erkennen, wenn ich ihm die Perücke herabreisse und unter dem Gewandt, verbirgt er einen Dolch, um Euch zu töten! Da! Seht!“
„Tatsächlich! Teuerste Morgiane! Du hast mir durch Deinen Mut und Deine Treue auch diesmal das Leben gerettet! Zum Dank will ich Dich mit meinem Sohn vermählen! Er wird gewiss mit Freude zustimmen, denn schon lange hat er Dich lieb gewonnen.“
Da umarmte Ali Baba Morgiane, und küsste sie, und wenige Tage darauf wurde eine große Hochzeit gefeiert. Von nun an lebte Ali Baba und seine Familie in Frieden. Bei seinem Tode vertraute er das Geheimnis des Berges seinem Sohne an, und dieser wieder seinen Kindern und Enkeln. Es wurde durch viele Generationen gewahrt, bis die Familie erlosch.
Und so kommt es, dass heute niemand mehr weiß, wo der wunderbare Schatzberg liegt.
Fermats last Theorem-Google Doodle
Google widmet seinen heutigen Google Doodle dem 410. Geburtstag von Pierre de Fermat, der im 17. Jahrhundert seinen berühmten Großen fermatschen Satz formulierte, der besagt, dass „die n-te Potenz einer Zahl, wenn n > 2 ist, nicht in die Summe zweier Potenzen des gleichen Grades zerlegt werden kann“ bzw. dass es für die Formel an + bn = cn mit a, b, c als natürlichen Zahlen für n>2 keine Lösung gibt. Noch da?
Dieser „letzte Satz Fermats“ bliebt 350 Jahre lang ungelöst, er formulierte ihn am Rand des Buchs Arithmetica von Diophantos, wo er lapidar bemerkte: „Es ist unmöglich, einen Kubus in zwei Kuben zu zerlegen, oder ein Biquadrat in zwei Biquadrate, oder allgemein irgendeine Potenz größer als die zweite in Potenzen gleichen Grades. Ich habe hierfür einen wahrhaft wunderbaren Beweis gefunden, doch ist der Rand hier zu schmal, um ihn zu fassen.“
Tatsächlich wurde der Beweis für Fermats Letzten Satz im Jahr 1993 von Andrew Wiles gefunden, nach sieben Jahren Arbeit in fast völliger Abgeschiedenheit, worüber Simon Singh das äußerst spannende Buch „Fermats letzter Satz“ geschrieben hat, das ich vor tausend Jahren zwei mal gelesen habe. Wenn Ihr mal einen historischen Mathe-Krimi lesen wollt, der eigentlich in der Gegenwart spielt: This is your book. Und, um hier noch einen superpersönlichen Bogen zu spannen:
Der Darmstädter Mathematiker Paul Friedrich Wolfskehl hat 1908 den Wolfskehl-Preis auf den Beweis von Fermats letzten Satz ausgelobt:
Einer später erzählten Legende zufolge war sein Schicksal auf seltsame Weise mit dem fermatschen Satz verbunden. Als seine Liebe zu einer Frau von dieser nicht erwidert wurde, fasste er den Entschluss, sich selbst zu töten. Er setzte den Zeitpunkt seines Freitodes genau auf Mitternacht fest und wollte sich bis dorthin die Zeit vertreiben. Aus Zufall stolperte er über eine Arbeit zur fermatschen Behauptung und war von dieser derart gefesselt, dass er über ihr die Zeit vergaß. Wolfskehl überlebte aus diesem Grund die Nacht, ließ anschließend von seinen Selbstmordgedanken ab und änderte aus Dank sein Testament.
Als er dann 1906 tatsächlich starb, hatte er darin festgelegt, dass er 100.000 Goldmark für denjenigen aussetzte, der zuerst einen vollständigen Beweis in einer Fachzeitschrift veröffentlichte. Daraufhin wurde 1908 von der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen der Wolfskehl-Preis ausgeschrieben.
Einsendeschluss für dieses Unterfangen sollte der 23. September 2007 sein. Im Jahr 1997 wurde der Preis (der noch umgerechnet 70.000 DM wert war) an Andrew Wiles ausbezahlt.
Ich habe 30 Jahre lang in Wolfskehlen gelebt. Irre, wie die Dinge manchmal zusammenpassen.
Google Doodle Commemorates Fermat’s Last Theorem on His 410th Birthday (via Neatorama)
Amazon-Partnerlink: Fermats letzter Satz: Die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Rätsels
My Mutant Monster-Wasp from Serbia

Kaum im Taxi von Belgrad nach Novi Sad, das ich mir mit drei unbetrunkenen Iren geteilt habe, werde ich von der heimischen Mutanten-Wespe from Outer Space begrüßt, die sich beim Boxenstop an der Tanke in den alten Mercedes mit Delle und Sprung in der Scheibe geschlichen hat. Wer mich kennt, weiß, dass ich bei solchen Viechern wild rumfuchtelnd herumrennen muss, weil ich als Kind mal von so ‘nem Vieh ins Ohr gestochen wurde. Wenn ich bei der Entdeckung des Viechs nun allerdings bereits angeschnallt im fahrenden Taxi sitze, dann ist das durchaus ein Problem.
Weshalb ich die ganze Fahrt mit bohrendem Blick das Monster in der Ecke der Windschutzscheibe beobachtete und keinen Blick für die Landschaft voller Autoschrott, Käffern im Aufbau, abbruchreifen Häusern, einem verweisten Jet und einer ausgeschlachteten Autowaschanlage aufbringen konnte. So ein blutrünstiges, gigantisches Vieh muss ja überwacht werden, es könnte sich schließlich bewegen!
Im Hotel der drei unbetrunkenen Iren angekommen, organisierte mir zugleich die zauberhafte Rezeptionistin ein Hotelzimmer (ja, ich fahre auf das Exit Festival, wo ich ab morgen Blödsinn und Fotos und so’n Kram machen werde, und nehme mir dazu ein Hotel. Gotta Problem with that?) und sie sah dabei aus, wie Mila Kunis, ungelogen. Jetzt hole ich mir meinen Pressefuzzikrempel ab und lege mich mit meinem Kindle in die Donau. Yay!
Ich poste übrigens auch vom Festival immer wieder live Updates auf Google+, hier der Link zu meinem Profil.
How to throw your arms in the air, like you just don’t care, in Libya
Revolutionology, ziemlich interessantes Blog eines Soziologen in Libyen. Und von da, wie man in Libyen richtig zu House abgeht:
It’s 2:15 pm on March 31. We’re in a car headed toward the front, which is west of Ajdabiyah. Muhammad, our driver, slips a CD in the car stereo. Arab house music comes on. Joao, a Portuguese photographer sitting behind me, starts pumping his fist in the air to the beat.
Muhammad (in Arabic, to me): “Tell him not to do that, man.”
Me: “Why not?”
Muhammad, laughing: “The rebels will launch a rocket at us.”
Me: “Huh?”
Muhammad: “The fist-pump in the air — that’s what Gaddafi and his guys do. The rebels do this [he puts two fingers up in a "V"]. Stick with the two fingers.”(Muhammad changes the CD.)
Hunter S. Thompsons Fernsehvertrag
Hunter S. Thompson fills out a TV contract. (via Digg)
Ein Kumpel und ehemaliger Arbeitskollege (Oldschool Bleisatz-Schriftsetzer, Illustrator und Kalligraph) von mir hat eine Zweimann-Comedytruppe, denen man mal vor Jahren einen Vertrag beim HR-Fernsehen angeboten hatte, die beiden wurden als die kommenden Badesalz gehandelt, als als es die noch gar nicht gab und der eine Teil von Badesalz noch bei den Rodgau Monotones spielte. Jedenfall hatte mein Kumpel und dessen Kumpel keine Lust darauf, haben sich mit Gitarre nackt in den See gestellt, an dem ich mit 16 im Sommer Eis verkaufte, haben den Vertrag ins Wasser geworfen, sich so fotografieren lassen und das Bild inklusive eines Zettels mit der sinngemäßen Zeile: „Der Vertrag ist wohl ins Wasser gefallen“ an den HR geschickt.
Ist mir insgesamt etwas sympathischer, als der Fuck-Off-Zettel von Hunter S. Thompson, aber der war ja auch in Fledermausland, während mein Kumpel nur von selbstgemachtem Apfelwein high wurde.
Ich als Zombie (ohne Zombie-Maske – noch!)
In der Nachbarschaft vom Spreeblick-Büro drehen sie grade einen Zombiefilm namens „Rammbock“, und dreimal darf der geneigte Leser raten, welcher Spezialist für Wiedergänger da einen der Untoten abgeben wird. Genau.
Der Zombie-Choreograph (doch, sowas gibt’s) hat mich im Laufe des Tages während des Zombie-Trainings (doch, sowas gibt’s) zum Zombie-Polizisten befördert, der vor einer angeknabberten Dame rumbrüllen muss. Und ja, die Zombies rennen. Geht zwar nicht, aber wir sind ja hier beim Film, nicht war?
Mein Buddy Johnny war so nett und hat die Proben kurz gefilmt, rumrennen und rumknurren musste ich aber alleine. Und das geht auf die Beine und auf die Stimmbänder, wenn man das Hirnjagen nicht gewohnt ist. Muskelkater ist bei Zombies zwar eher ungewöhnlich, aber möglich, wie ich grade feststellen darf.
Gedreht wird ab November und wenn ich in Maske vor mich hinblute, gibt’s hier ein paar Knallerfotos, versprochen!


