Instant Art Machine
Niklas Roy hat zusammen mit Kati Hyyppä eine Mal-Maschine auf dem Katowice Streetart Festival installiert. Niklas schreibt mir:
Vor ein paar Wochen haben Kati Hyyppä und ich eine interaktive Installation in einer jahrzehntelang verlassenen Vodkabar im Herzen Katowices aufgebaut. Mit ein paar Eimern Farbe wurde aus der ehemaligen Bar ganz schnell “Your Art Gallery”. Und in das Schaufenster haben wir eine Malmaschine gestellt, die man per Seilfernbedienung vom Gehsteig aus bedienen konnte.
Anschließend haben wir die Passanten dazu aufgefordert gemeinsam an den Strippen zu ziehen und so großartige kollaborative Gemälde herzustellen. Es haben auch alle mitgemacht: Wir hatten Achtzigjährige und Dreijährige mit dabei, einen Emir aus Marokko und einen Ex-Gefangenen aus Tschetschenien – und alle Bevölkerungsgruppen dazwischen.
Am Ende der Woche veranstalteten wir eine Finissage mit Versteigerung. Das eingenommene Geld ging selbstverständlich zu 100% direkt an die Maler der unterschiedlichen Werke.
Instant Art Career (Danke Niklas!)
Walls Of Freedom: Book about Streetart in Egypt
Don schreibt mir: „Der Berliner Verlag From Here To Fame macht gerade eine Indiegogo Kampagne für das Buchprojekt Walls of Freedom.
Walls of Freedom dokumentiert die Kunstwerke, die ägyptische Street Artists in den letzten drei Jahren auf ihren Straßen hinterlassen haben. In diesem Buch geht es aber nicht nur um Kunst, sondern auch um die ganze Geschichte der Revolution bis heute, die anhand der Graffitis erzählt wird. Wir arbeiten an diesem Projekt seit 1½ Jahren zusammen mit 50 Photographen, 30 Künstlern und 20 Autoren.“
‘Walls of Freedom’ is a powerful portrayal of the Egyptian Revolution, telling the story with striking images of art that turned Egypt’s walls into a visual testimony of bravery and resistance. It takes a closer look at the most influential artists who have made their iconic marks on the streets.
This survey of Egyptian street art is also enriched by images of the revolution taken by acclaimed photographers and activists. Spanning major Egyptian cities like Cairo, Alexandria and Luxor it is a day-to-day reflection of the volatile and fast-shifting political situation. With contributions by experts in many fields, ‘Walls of Freedom’ not only places the graffiti of the revolution in a broader context, it also examines the historical, socio-political and cultural backgrounds which have shaped the movement.
Walls of Freedom: The definitive book on Street Art of the Egyptian Revolution
Obey Giants Ataturk

Shepard „Obey Giant“ Fairey hat sein Ataturk-Stencil als PDF online gestellt:
Turkey has been one of the more progressive countries in the Middle East for years, but seems to be moving in a more oppressive direction recently. A few years ago I made an image of Ataturk at the request of a Turkish friend. Ataturk was a champion of Turkish Democracy and secular government. I am offering a free download of my Ataturk image as a symbol of democracy and free speech. […]
The overall issue is that the current Prime Minister Recep Tayyip Erdogan and his government have come too far towards authoritarianism, dictatorship and fascism, and farther away from Ataturk’s founding and modern society’s democratic and secular principles. Including plans to demolish Ataturk Cultural Centre. It is not a political or religious movement, it is a human rights movement representing all corners of their society.
WinWinWin: Klebstoff Magazon #5

Zusammen mit Stickermag verlost Nerdcore 10x die fünfte Ausgabe ihres Klebstoff Magazins, diesmal kuratiert vom Lowdown-Mag. Wie immer bitte in die Comments den perfekten Ort für einen Sticker posten, inklusive einer gültigen E-Mail-Adresse (nicht in den Kommentar selbst, sondern in dieses Disqus-Anmeldedingsbums). Haut rein und viel Glück!
Dieses Mal wurde das Heft zusammen mit der LODOWN MAGAZINE Crew editiert: Macht euch also bereit für ein Potpourri ganz besonderer Artworks internationaler Künstler aus dem LODOWN Netzwerk, diesmal dabei:
Matthias Müller (GER), Marok (GER), Skism (GER), Doppeldenk (GER), Newskooldisplay™ (GER), Abuse Industries (AT), Matt Furie (US), Matthias Marx (GER), Will Sweeney (UK), Florian Bayer (GER), Leif Podhajsky (AU), Armageddon Rise (GER), Superblast (GER), Kevin Lyons (US), Mesh 137 (UK), Frensh (UK), Dennis Show (CA), Bureau Mirko Borsche (GER), Jason Jägel (US), Sae-Jin Hwang (KR), Yue-Shin Lin (AT)
Zwar steht diese Ausgabe unter keinem genauen Thema, aber glücklicherweise ist sie gespickt mit Totenköpfen, expliziten Bildern und wunderschönen okkulten Beiträgen. Deshalb gibt es das Heft nur eingeschweißt, um alle Unschuldigen und Schwachen zu schützen. Think About It: Sticker sind ein Sport, ein kleines Manifest, ein Werkzeug und ganz bestimmt nicht nur für Kinder. Lasst die Aufkleber nicht im Heft – verklebt sie überall!
Papergirl 2013
Silka schreibt mir: „Ich mach’ seit einiger Zeit bei unserer lokalen Ausgabe von Papergirl in Hannover mit, das ist ‘ne Streetart-Aktion, bei der Künstler ihre Arbeiten zunächst öffentlich ausstellen und die werden dann per Fahrrad an einem Aktionstag an Passanten in der Stadt verteilt. Die Aktion gibt’s seit 2006, nahm ihren Ursprung damals in Berlin und läuft mittlerweile weltweit. Unser Open Call beginnt am 26. Mai 2013, kommenden Sonntag. Wir haben einen Stand beim Autofreien Sonntag in der Innenstadt von Hannover, wer da vor ort ein Bild malt oder gestaltet ist sofort dabei und seine Arbeit wird ausgestellt.“
Russian Artist Hijacks Manneken Pis
Youtube Direktpiss, via AnimalNY
Der russischer Streetartist Petro Wodkins hat eine Statue von sich vor Manneken Piss in Brüssel aufgestellt und seinen Piephahn per Schlauch an dem pinkelnden Lümmel von le Petit Julien angeschlossen: Hijacked Manneken Piss. Die Großkotzigkeit von Wodkins ist mir jetzt nicht so hundertprozent sympathisch, ich mag die Aktion aber trotzdem. Nice one!
In the center of Brussels there is a horrible little statue. A small pissing boy. Where the tourists gather. What would happen if we changed the horrible little statue for something beautiful? Like a statue of Petro. Would the tourists even notice?
Petro decided to see what’s going to happen if he makes a golden statue of himself and simply replaces the old and small pissing boy.
Banksy LED-Throwie

LED Throwies sind eine drölf Jahre alte Erfindung des Graffiti Research Labs und der vor ein paar Tagen eröffnete Concoctory-Shop für DIY-Streetart-Toy-Kram in Denver verkauft LEDs in cleverem Banksy-Packaging. Sweet! (via @Eric Michaud)
Obey Giant in Space

Shepard „Obey Giant“ Fairey hat den neuen Aufnäher der ISS-Mission Casis gestaltet. Und ich meine darin einen seiner stilisierten André the Giant-Formen zu sehen und hab’ das im Bild rechts mal zusammengeklickt. Wahrscheinlich ist das Unsinn, aber sagen wir’s mal so:
Wenn ich Fairey wäre und das hier sehr wahrscheinlich meine einzige Möglichkeit bleiben würde, in meinem Leben etwas von mir ins All zu schicken und ich hätte so ein prägnantes Markenzeichen und käme aus der Streetart, wo ein nicht unerheblicher Teil der Arbeit darin besteht, Wände zu malen und mein Tag zu verbreiten – ich würde mein Tag/Logo/Icon selbstverständlich irgendwie da unterbringen. Aber wahrscheinlich ist das Unsinn, na klar. Winkwinknudgenudge.
Jedenfalls hat Shepard „Obey Giant“ Fairey den neuen Aufnäher der ISS-Mission Casis gestaltet und ist damit wahrscheinlich der erste moderne Streetartist mit Kunst im All. Vor ihm hat allerdings jemand namens Frosty Myers ein Mini-Museum mit sechs Zeichnungen auf den Mond geschickt, unter anderem einen Pimmel von Andy Warhol.
Vimeo Direktobey, via The Verge
The most recent addition to the long history of space mission crew patches was announced this past weekend live on stage from the Engadget Expand event in San Francisco, CA with artwork designed by Shepard Fairey (Obey Giant, Studio Number One, Obama Hope). The crew patch artwork will mark the inaugural CASIS-managed flight to the International Space Station. CASIS (Center for the Advancement of Science in Space) is the non-profit entity setup by Congress to promote and broker research onboard the International Space Station, U.S. National Laboratory.
Named ARK1 (Advancing Research Knowledge), the September 2013 through March 2014 flight plans will be the the start of many CASIS managed flights to the ISS.
Next ISS Mission Crew Patch Design by Artist Shepard Fairey Revealed
3D-Anamorphic Stopmotion-Graffiti
Vimeo Direktmorph, via Seitvertreib
Anlässlich der 100sten Ausgabe des IdN-Mags haben Punx aus Stockholm vor zwei Jahren ein anamorphes, dreidimensionales Stopmotion-Graffiti in einen Raum gemalt. Wie Blu auf Steroiden. Whoa!
Vorher auf Nerdcore:
Blus Graffiti-Stop-Motion Mindfuck
Blus giant Berlin-Streetart
BLUs Architektur-Streetart-Stopmotion-Loop
Blus neue Streetart-Stopmotion: Big Bang Big Boom
Happy Birthday, Martha Cooper!


Martha Cooper (Subway Art, Graffiti-Legende, Wikipedia) feiert heute runden Geburtstag und befreundete Writer wollen das mit einer Überraschung per Instagram feiern. Just schreibt mir: „Martha Cooper feuert heute einen grossen runden Geburtstag und da sie seit Wochen total auf Instagram abfährt, hatten wir uns gedacht ihr Geburtstagswuensche und Sketche auf Instagram zu laden und per Hashtag #happybdaysnapz zu sammeln.“ Haut rein!
Oben ein Piece von Shiro One aus Japan, mein digital zusammengefummelter Geburtstagsgruß gibt’s unten, Snip von der Facebook-Eventseite:
Our friend Marty has a big B-Day coming up! We will not tell you which one, cuz a Lady’s gotta have her secrets, but we wanna do something special for her. The plan is an Instagram Bombing for Marty’s B-Day!
You paint/draw/photograph a picture that has something to do with Marty and/or her B-Day. On March 9, you Instagram your sketch with @marthacoopergram and #happybdaysnapz! We are thinking of having the pictures made into a hand-bound book for Marty, and maybe make an online gallery with all the pictures up later on.

Ron Finley @TED2013: A guerilla gardener in South Central LA
„Plant some shit.“ Und viel wichtiger: „I refuse to be a part of this reality that was manufactured by other people; I manufactured my own reality“.
“Growing your own food is like printing your own money,” [Ron Finley] says, to applause. Then he tells us why this really matters to him. “I raised my sons in South Central. I have a legacy here. I refuse to be a part of this reality that was manufactured by other people; I manufactured my own reality,” he says. “I am an artist. Gardening is my graffiti. A graffiti artist beautifies walls; I beautify parkways and yards. I treat the garden as a piece of cloth and the plants and the trees are the embellishment of that cloth. You’d be surprised what soil can do if you let it be your canvas.”
“Gardening is the most therapeutic and defiant act you can do, especially in the inner city,” he continues. “Plus, you get strawberries.”
Guerilla Renovierung in München
Goldgrund Immobilien hat zusammen mit der Band Moop Mama hat eine Wohnung in einem zum Abriss vorgesehen Gebäude in München eine Wohnung renoviert und errechnet, dass das Gebäude zu einem Bruchteil der Kosten eines Neubaus erhalten bleiben könnte, inklusive billigem Wohnraum, der grade in München Mangelware ist. Sehr schöne Aktion, sehr unterstützenswert.
Youtube Direktmoop, via Interweb3000
Die Gebäude auf dem Gelände Müllerstraße 2-6 sollen abgerissen werden, darunter das Eckhaus Müllerstraße 6, eines der wenigen erhaltenen Beispiele stilechter 50er-Jahre Architektur und städtebaulicher Fixpunkt an der Kreuzung Corneliusstraße.
Die Stadt München möchte an dieser Stelle neue Wohnungen bauen. Die Kosten für den Neubau wurden im vergangenen Jahr von der Stadt recht vorsichtig mit 5,2 Millionen Euro beziffert. Planung, Grundstücksfreimachung, Abbruch, Außenanlagen, Ausstattung sind hier noch nicht eingerechnet, so dass das ganze Projekt nach sachverständiger Einschätzung mit mindestens 7 Millionen Euro zu Buche schlagen wird. Das Kommunalreferat sagt, eine Erhaltung des Gebäudes sei „nur mit ganz erheblichem Kostenmehraufwand” möglich.
Das glauben wir nicht. Wir von der “Goldgrund Family”, engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtviertel, glauben, dass die Stadt einen Großteil dieses Geldes sparen könnte, indem sie das bestehende Haus einfach renoviert und erhält. Die Gebäude sind nach Aussagen von Architekten keineswegs abbruchreif. Eine zeitgemäße Sanierung würde einen Bruchteil eines Neubaus kosten. Es ensteht zwar etwas weniger Wohnfläche, dafür aber kurzfristig und billig.
Wir haben schonmal damit angefangen und in den vergangenen Tagen eine der Wohnungen grundsaniert: neues Parkett, neue Küche, neues Bad, und ansonsten einmal schönmachen. Das Ergebnis: eine “Goldgrund-sanierte” Wohnung, nach der sich zehntausende Münchner Wohnungssuchende die Finger lecken würden…
Das Ganze hat einen Bruchteil des Neubaus gekostet. Diese wurden in diesem Fall von uns getragen.
Die Kosten der Modernisierung des gesamten Komplexes würden, nach unserer Einschätzung, maximal ein Fünftel des Neubaus betragen.
Müllerstraße 6 – hier renoviert Goldgrund Family für die Stadt München
The Square: Documentary about the Egypt Revolution

Youtube Direktegypt, via Ronny
Toller Trailer zur Doku „The Square“ über die Revolution in Ägypten vor zwei Jahren. Der Film hatte grade Premiere auf dem Sundance Filmfestival und sucht jetzt per Kickstarter die Finanzierung für ‘nen finalen Schnitt und Distribution.
The time to tell this story is now. Egypt’s revolution is not over. From songs to graffiti, the Egyptian revolution is not just a flash, its a movement. That is why we’re making this film. To really tell the story of what happened (and is happening) in Tahrir Square, in Egypt.
As they say in the film, “No one can tell our stories except for us.” We are duty-bound to ensure that the story of Tahrir Square is told by the people who lived it.
Nebenbei behandelt der Film auch die Rolle von Streetart und Graffiti während der Proteste am Tahir Square:
Graffiti began to appear on walls around Egypt during the January 25 uprising 2 years ago. Prior to that, there was little to no street art in all of Egypt. But now, the walls of Cairo’s streets are covered in so many layers of graffiti and posters, grime and fumes, that studying the layers is like reading a book on everything these walls have witnessed. The uprising, the downfall, the unity and the coming apart are all shown in street art pieces – pieces that speak for those that do not have a voice.
Despite being perceived by the majority of Egyptians to be “pointless scribbling” on the walls, artists who got their start during the revolution have been commissioned for magazine cover art, have given lectures and been featured in documentaries about their work, including ours – The Square, an on-the-ground look at revolutionaries throughout the Tahrir uprisings.
Streetart meets Retrogames: We ❤ 8 Bit-Artshow in Hamburg

Über 40 Künstler und Streetartists zeigen in der Gruppenausstellung We ❤ 8 Bit (Facebook, FB-Event) im Island (Banksstraße 2A, 20097 Hamburg) Artworks zu Retrogames aus den 80er und 90ern, unter anderem mit alten NC-Bekannten wie Flying Förtress, Clemens Behr, Thomas Schostok oder Daim. Ich werde persönlich nicht in Hamburg sein, aber mein Buddy Nils wird auf der Vernissage ein paar Fotos machen. Wenn die Ausstellung soviel kann, wie ich vermute, kommt da nochmal was.
Wer erinnert sich nicht gern an seinen ersten Computer? Damals haben wir mit dem C64, den Spielekonsolen der ersten Generation oder auch dem Heimcomputer die ersten digitalen Welten erkundet. Besonders die grobpixeligen Spiele haben dabei unsere Fantasie beflügelt. Und das tun sie noch heute.
„WE ❤ 8BIT“ ist eine Gruppenausstellung, in der Künstler aus verschiedensten Bereichen vertreten sind, z.B. Bildende Künstler, Illustratoren, Graffitkünstler und auch Grafikdesigner:
Daim, Can2, Clemens Behr, Thomas Schostok, Robert Matzke, Rocket & Wink, DXTR, Frau Isa, Look, Vidam, Stefan “Stuka” Mückner, Tasek, Desk7, Glaze, Hombre, Amit2.0, Chedo, Frank Hoppmann, Liz Hanke, Jörg Hartmann, Base 23, Flying Förtress, Kingdrips, 44 Flavours, Thomas Weyres, Peter Fehler, Philipp York Martin, Kewen, Cide, S-Fly, Timo Brunkhorst, Zipper die Rakete, Artime Joe, Jay Flow, Van Data, Sarah Tolpeit, Won Abc, Kid Crow, Antoni Tudisco, Tobias Wüstefeld, Cone, Robinizer Design Studio, Herr Orm.
Samstag, 16.02.: Vernissage ab 20:00
Sonntag, 17.02.: Von 11:00-19:00
Montag, 18.02.: Von 11:00-17:00
Die Veranstalter haben mir ein paar Halbhighres-Previews der Artworks geschickt, die gibt’s in voller Breite nach dem Klick: Gib mir den Rest, Baby…







In the center of Brussels there is a horrible little statue. A small pissing boy. Where the tourists gather. What would happen if we changed the horrible little statue for something beautiful? Like a statue of Petro. Would the tourists even notice?

Wer erinnert sich nicht gern an seinen ersten Computer? Damals haben wir mit dem C64, den Spielekonsolen der ersten Generation oder auch dem Heimcomputer die ersten digitalen Welten erkundet. Besonders die grobpixeligen Spiele haben dabei unsere Fantasie beflügelt. Und das tun sie noch heute. 

