A Bad Lip Reading of The Walking Dead
Youtube Direktwalking, via The Orange
Wahrscheinlich das sinnvollste, das The Walking Dead bislang hervorgebracht hat: „Hey, do you remember that Costume-Party? You went as a Penguin and I went as a pink Shark. Did you notice the teeth? ‘Cause everybody else told me I was *GASP* neat.“
The Walking Dead S03 FX-Reel
Vimeo Direktfx, via Neatorama
Wie jedes Jahr nach dem Staffelfinale: Hier das FX-Reel aus The Walking Dead von den Tricksern der Stargate Studios. Diesmal weniger FX-Reel als ein Replay der Matsch-Szenen. Jeez… diese Staffel kriegt nichtmal ihr FX-Reel richtig hin…
Vorher auf Nerdcore:
The Walking Dead FX Reel
Anthrax’ Scott Ian visits the Walking Dead
Walking Dead Zombie-Makeup-Photography
The Walking Crap S03E16: Welcome To The Tombs of Bullshit

Das Finale der dritten Walking Dead-Staffel ist ein riesiger Haufen Bullshit. Was man uns da vorgesetzt hat, war eine einzige, große Frechheit, an Unfähigkeit der Drehbuchschreiber nicht zu unterbieten: The Walking Crap, indeed. Und dieses Review ist ein einziger fetter Spoiler.
1.) Ich hab’ kein wirkliches Problem damit, Milton praktisch gleich am Anfang über die Wupper geht, obwohl ich die Figur mit am interessantesten fand. Ein Zombie-Doktor hätte dem Ensemble zwar gut getan und einige neue Spins hervorbringen können – und aus dem Labor und seinen Forschungen haben sie genau gar nichts gemacht, nada, nuffin’, die paar stimmungsvollen Szenen aus den ersten paar Folgen sind völlig für die Katz’ und reine Story-Füller – aber sei es drum. Der frühe Tod von Milton kam zwar etwas überraschend, aber na gut. Nur…
Der Governer sticht den Doktor ab, um ihn mit der eingesperrten Andrea alleine zu lassen, damit er sich in einen Zombie verwandelt und die Dame verspeist… nette Idee. Allein: Andrea wurschtelt sich einen ab mit der Zange hinter ihrem Dingsbums und Milton lebt noch so halb, da kann er natürlich nicht sein Rest-Adrenalin zusammenpacken und ihr mit der scheißbeknackten Zange helfen, die nur fucking zwei Meter von ihm wegliegt! Ist ja nun nicht so, als ob man ihm irgendwelche Gliedmaßen abgehackt hätte, der hat „nur“ ein Loch im Bauch! Ärgerlich! Obendrein müssen wir uns Andreas Gefuchtel mit der Zange und ihre „Gespräche“ mit dem halbtoten Milton in gefühlten drölfhundert Szenen ansehen.
The Walking Dead Bodycount Bingo

Heute nacht wird die letzte Folge der dritten Walking Dead-Staffel laufen, lasst uns Bodycount-Bingo zocken!
Die Serie plätschert jetzt seit ein paar Wochen so vor sich hin, nervt oft mit nicht vorhandener Logik oder völlig sinnlosen Szenen, hat aber auch beinahe fantastische Momente, vor allem die Folge mit Morgan wäre hier hervorzuheben.
Heute Nacht kommt es jedenfalls zum Finale und zum großen Kaboom im Knast und ich bin extrem gespannt, wie sie den zentralen Cliffhanger aus den Comics – KILL THEM ALL! – inszeniert haben. Ich gehe schwer davon aus, dass sie den Endkampf zu Ende zelebrieren werden und Ricks Gang den Knast mit großem Krachbumm verlassen werden, wie bereits in Staffel 1 (das Forschungszentrum) und Staffel 2 (Hershells Farm), wobei sie dann mindestens zwei große WTFs weggelassen haben (Ricks Arm, der Arm des Governors).
Sei’s drum, fest stehen dürfte, dass es heute Nacht im Knast gewaltig krachen und einige der wichtigeren Figuren ihr fiktives Leben lassen dürften. Und da kann man wunderbar ein Tippspiel draus basteln:

The Walking Dead Bodycount Bingo
- The Governor (44%, 139 Votes)
- Caesar Martinez (35%, 110 Votes)
- Hershell Greene (30%, 95 Votes)
- Andrea (29%, 91 Votes)
- Milton Mamet (24%, 76 Votes)
- Tyreese (19%, 61 Votes)
- Judith „Little Asskicker“ Grimes (16%, 49 Votes)
- Carol Peletier (15%, 46 Votes)
- Sasha (14%, 44 Votes)
- Beth Greene (13%, 41 Votes)
- Daryl Dixon (12%, 39 Votes)
- Michonne (12%, 37 Votes)
- Glenn Rhee (9%, 28 Votes)
- Rick Grimes (8%, 24 Votes)
- Maggie Greene (7%, 21 Votes)
- Carl Grimes (6%, 20 Votes)
Total Voters: 314
Ihr könnt im Poll unten 5 der 16 wichtigsten Charaktere auswählen, die Namen der meisten sollten bekannt sein, „Sasha“ ist die Freundin von Tyreese, „Caesar Martinez“ die rechte Hand des Governors, „Milton Mamet“ ist der Zombie-Doktor aus Woodbury und Beth ist die Babysitterin von Judith „Little Asskicker“ Grimes. Yep, ich hab’ das Kind mit auf die Liste gesetzt, ich bin ein böser Mensch.
Eure 5 Todeskandidaten dann bitte in die Comments posten, zu gewinnen gibt’s Ruhm und sonst gar nüscht. Meine 5 Kandidaten stehen ziemlich fest, ich poste die dann später ebenfalls in die Kommentare.
Walking Dead/Breaking Bad in the 90s
Nette Moviemashups von YT-User Goestoeleven, der Breaking Bad- und Walking Dead-Intros aus den 90ern gebastelt hat. Die 90s-Walker gibt’s nach dem Klick.
The Walking Dead S03E10: Home – Review

Crazy Rick sieht im Grünzeug vor dem Knast die weiße Frau Lori rumstehen und rennt fortan die halbe Folge durchs Gemüse. Glenn hadert immer noch mit sich und will am liebsten sofort nach Woodbury losziehen, um den Governor einen Kopf kürzer zu machen, Hershel muss ihn daran erinnern, dass das letztes mal auch ziemlich fantastisch geklappt hat.
Derweil ziehen Daryl und Merle durch die Wälder, geraten bei einer Rettungsaktion aneinander, woraufhin sich Daryl entscheidet, zurück zu Ricks Leuten zu ziehen. Da Glenn nicht auf Hershel hören will, geht der in den Garten zu Crazy Rick, die beiden spielen eine Runde Psychotherapie und Rick erzählt von den Geistern, die ihn heimsuchen. Und genau zu diesem Zeitpunkt kommt der Governor mit ein paar Jungs und einem Van voller Zombies vorbei und sagt mal kurz Hallo, was nicht so richtig angenehm wird, aber immerhin dafür sorgt, dass Rick nicht mehr ganz so crazy ist.
Nach der furchtbar grausamen neunten Folge letzte Woche hat diese hier wieder sehr viel von der Dynamik und Dichte der ersten paar Folgen der Staffel und der Plot ist in sich schlüssiger, als es in der Zusammenfassung oben klingen mag.
Hatte ich in den ersten paar Minuten noch die Befürchtung, dass die Serie nun vollständig in nicht nachvollziehbare Handlungen ihrer Charaktere abgleitet, kriegt die Story nach circa dem ersten Viertel die Kurve. Die Charakterentscheidungen sind nachvollziehbar, sogar Michonnes ewige schlechte Laune ergibt halbwegs Sinn, außerdem darf sie hintenraus wieder mal ordentlich ihr Katana schwingen, was die Dame nach wie vor am besten kann.
Im Gegensatz zur letzten Folge stimmt hier das Erzähltempo und die Folge hat sowas wie einen Rythmus und schließlich ist die Action am Ende ziemlich gut getimed und hat sogar halbwegs unerwarteten Climax, außerdem besteht die nicht unbegründete Hoffnung, dass mit dieser Episode das Kapitel von Rick in Lalaland endlich abgeschlossen ist. Diese Folge macht jedenfalls definitiv Lust auf das Staffelfinale, das (sofern es Band 8 der Sammelbände entspricht) sich hier bereits abzeichnet. Geht doch. Geht doch!
The Walking Dead S03E09 – The Suicide King

Die Serie steigt schon grandios schlecht ein: Daryl und Merle im Zombie-Cagefight, umringt von 20 Dorfeinwohnern, die klingen wie der Superbowl und die tagsüber bei Sonnenschein im Sonntagskleidchen durch Woodbury stolzieren, wenn das Kaff aber was zu feiern hat, holen sie die abgefucktesten Lumpen aus dem Schrank, damit auch so richtig Mad Max-Stimmung aufkommt. Merle verprügelt dann erstmal seinen Bruder Daryl, weil er irgendeinen Plan hat, der darin besteht, die Leute des Governors zu verprügeln. Rick und Maggie und Michonne helfen den beiden und man flüchtet aus Woodbury.
Keiner hat Bock auf Merle, weshalb sich Daryl von der Gruppe verabschiedet und zurück im Knast angekommen, ignoriert Rick zunächst den in der letzten Folge hinzugekommenen Tyreese, nur um sich dann wie ein komplettes Arschloch zu verhalten. Dann sieht er mal wieder seine Hackfleisch-Lori und gibt den Psycho-Rick. Dankenswerterweise ist die Folge nach dieser 50-Minuten-Folter zu Ende.
Ich hab’ ja nur noch wenig Lust, dieser Serie irgendwelche positiven Seiten abzugewinnen. Die ersten paar Folgen der neuen Staffel waren stark bis gut, zum Ende der ersten Staffelteils wurden aber wieder grandiose handwerkliche Mängel offensichtlich, die dann gestern in der mit Abstand furchtbarsten Folge der Staffel bisher gipfelten.
Das Drehbuch ist grausam, die Charaktere handeln unlogisch und mit nicht nachvollziehbarer Motivation, die Kameraarbeit ist furchtbar, es gibt keinerlei Gespür für Erzählrythmus, die Darsteller sind unterstes Laien-Niveau (Komparsen) bis schlecht (Michonne) bis meh, das Sounddesign ist nicht vorhanden. Alleine die Zombie-Masken sind überdurchschnittlich gut, aber das genügt freilich lange nicht, um die Serie auch nur im Ansatz okayish zu machen.
Dazu kommt, dass Teile der Story komplette Zeitverschwendung sind. Wir wissen, dass Rick Tyreese aufnehmen wird, seine Überreaktion ist daher reichlich fehl am Platz. Wir wissen, dass Michonne Teil der Gruppe wird, es gibt keinen Grund, sie als den dermaßen stoisch-dumm-agierenden Holzklotz zu zeigen. Wir wissen, dass Daryl wieder auftauchen wird. Die Folge verschwendet rund die Hälfte ihrer Zeit mit überflüssigen Storywendungen. Einziger Lichtblick ist Tyreese, er ist der einzige Charakter der Serie, der sich nicht wie ein kompletter Pimmel verhält. Zusammen vielleicht noch mit Papa Hershel.
Die Serie ist mit diesem Abgrund der Dummheit gestern wieder beim Niveau des Endes von Staffel 1 angekommen. Ich werde die Serie natürlich weiter anschauen, weil deshalb. Aber The Walking Dead hat seit gestern einen neuen Namen: The Walking Crap.
Walking Dead Blueray-Box in a Tank of floating Zombie-Heads

Normalerweise gebe ich nicht viel auf nett gemachte Box-Sets, aber die dritte Staffel von The Walking Dead kommt in Aquarien voller Zombie-Köpfe! WANT!
The Walking Deads Dumb Ways To Die
Youtube Direktdead, via Laughing Squid
Nette Parodie auf Dumb Ways To Die mit Szenen aus The Walking Dead (inklusive Spoiler).
Walking Dead Zombiekill-Statistics in a giant Infographic

Andrew Barr und Richard Johnson haben für die National Post eine detailierte Infografik über alle Zombie-Kills in der Walking Dead-Serie produziert: Graphic: Stopping the Dead – a statistical look back at the Walking Dead series so far (via io9). Nach dem Klick das komplette Ding (JPG, 9,4 MB).
Andrew Barr and Richard Johnson look at a few of the key statistics of two-and-a-half season’s worth of undead mayhem. They find noteworthy – the gradual increase in the body count, the increasingly creative means of Zombie dispatch, and the fact that every character seems to have developed a clear enjoyment for putting the ambulatory cadavers down for good.
The Walking Dead S03E06: Hounded

Michonne wird im Wald von Merle und ein paar Schwergen des Governors gejagt, nachdem man sie in der letzten Folge scheinbar unbehelligt aus Woodburry ziehen lies. Dabei dezimiert sie Merles Truppe Kopf um Kopf mit ihrem Katana, wird dabei allerdings angeschossen und während einem der Gemetzel mit Zombieblut und Innereien überschüttet. Als sie daraufhin auf eine Gruppe Untoter trifft, registrieren die sie nicht. Wie wir bereits in der ersten Staffel lernten, riechen Zombies die Lebenden.
Andrea latscht gleichzeitig immer noch mit Scheuklappen durch Woodburry, das Zombie-Wrestling aus der letzten Episode ist fast vergessen. Sie besorgt sich einen Job auf der Absperrung, weil sie zur Abwechslung ein bisschen badass sein möchte. Obendrein bändelt sich auch noch mit Papa Governor an und hüpft mit Übersicko in die Kiste. This won’t end well. Viel Potential für Konflikte und Andreas Charakterentwicklung hier.
Denn Michonne trifft verletzt und mit Merle auf ihren Fersen in genau dem leergefegten Kaff ein, in dem grade Glenn und Maggie nach Proviant suchen, sie versteckt sich hinter Autowracks und beobachtet die beiden. Hier beginnen sich nun die beiden Storylines der Staffel zusammenzufügen. Das Treffen von Merle und Glenn wirkt zwar ein wenig konstruiert, warum suchen die beiden ausgerechnet an der Stelle nach Zeugs, an der Michonne mit Merle im Schlepptau aus dem Wald taumelt… aber sei’s drum. Merle versucht Glenn zu überzeugen, ihn zu seinem Bruder zu führen und selbstverständlich kommt es zur Auseinandersetzung. Merle überwältigt Maggie, nimmt sie als Geisel und zwingt Glenn, die drei nach Woodburry zu fahren. Dorthin zurückgekehrt belügt er den Governor über eine angeblich von Zombies getötete Michonne und berichtet von den „Neuankömmlingen“ Glenn und Maggie.
Rick telefoniert im Knast immer noch mit Unbekannten, die angeblich irgendwo in einem sicheren Versteck sitzen. Natürlich ahnen wir als Zuschauer, dass das nicht so ganz real sein kann, so wie auch Hershell, dem Rick vom Klingeling erzählt. Aber was ist besser, wenn man nicht nur kurz vor’m durchdrehen ist, sondern bereits alle Lichter durchgebrannt sind, als ein alter Mann, der einem zuhört und einen auch mal wirklich irre sachen sagen lässt. Schließlich findet Rick selbst raus, dass die Telefoniererei nicht real sein kann, denn „Lori“ ergibt sich zu erkennen und Rick sprach mit den Verstorbenen aus vergangenen Folgen und Staffeln.
Daryl, Oscar und Carl inspizieren derweil den Knast um nach Überresten, lebend, tot oder beides, des Überfalls der Zombies aus Folge 4. Dabei finden sie im Hals eines Zombies zunächst Carols Messer (schöner Splattereffekt an dieser Stelle) und schließlich auch die totgeglaubte Carol selbst, große Freudentränen. Rick kehrt schließlich von seinem Psychotrip zurück zur Gruppe und schaut zum ersten mal seiner Tochter in die Augen. Die Gruppe ist wieder zusammengeführt, es ist wieder sowas wie ein Normalzustand erreicht und nicht zuletzt der Soundtrack suggeriert so etwas wie Friedlichkeit. Und dann steht zusammen mit Michonne die Woodburry-Storyline vor’m Zaun und will rein.
Nachdem die ersten Folgen sehr viel auf Tempo und Dramatik setzten, nimmt man hier das Tempo wieder merklich raus und gönnt den Charakteren eine Verschnaufpause. Trotz des bekloppten Telefons (zugegeben: simples und gelooptes, aber tolles Sound-Design!) schafft man es, hier ‘ne schön spooky-weirde Atmosphäre aufzubauen. Das fehlende Tempo macht die Folge ein wenig zu Lückenfüller, aber nicht schlecht. Einr notwendige Scharnierfolge, um in der kommenden Folge wieder anzuziehen um dann zum Staffelfinale Vollgas zu geben.
Vorher auf Nerdcore:
The Walking Dead S03E05: Say the Word
The Walking Dead S03E04: The Killer Within
The Walking Dead S03E03: Walk with Me
The Walking Dead S03E02: Sick!
The Walking Dead S03E01: Seed
The Walking Dead S03E05: Say the Word

„Mere words can not adequately describe the festivities ahead.“
Sonnenschein und Tralala in Woodburry, Andrea trinkt Limo mit Doktor Milton, alle bereiten sich auf ein „Dorffest“ vor, aus dem alle ein Riesengeheimnis machen, vor allem Andrea verrät man nicht, was da abends gefeiert werden soll. Warum ihr keiner davon erzählt ist wurscht, es entbehrt jeder Logik und der einzige Zweck der Geheimnistuerei ist es, einen Spannungsbogen für die Folge aufrechtzuerhalten. Hätte man auch eleganter lösen können, aber was solls. Derweil bürstet Papa Governor seiner untoten Zombie-Tochter Penny die Haare, wobei er ihr natürlich einen saftigen Fetzen Skalp abreisst. Da ist die Aufregung freilich groß und es braucht einen Sack über den Kopf, damit der Herr wieder mit seiner Tochter kuscheln kann. Sick!
Im Knast sammeln sich währenddessen die Überlebenden des letzten Zombie-Überfalls, Daryl, Glenn und Maggie kümmern sich um Babynahrung und Opossum-Steak, als Rick den Psycho gibt, sich eine Axt schnappt und in den Knast zurückrennt. Sowas geht nie gut aus, liefert aber ein paar tolle kopfspaltende Splatterszenen.
Michonne schaut grimmig und bricht in Governors Zimmer ein, holt sich ihr Katana zurück. Dort findet sie ein Notizbuch voller Namen und Strichen, als sie Penny hinter der Tür kratzen hört. Als Papa Governor und seine Partyjungs zurückkommen, flüchtet sie aus dem Fenster in einen Hof, wo sie einen Verschlag voller Zombies findet. Endlich kann die Dame ihre Katana-Künste kompletto herzeigen und es fliegen die Köpfe. Selbstverständlich wird sie dabei von den Leuten des Governors erwischt und sitzt alsbald erneut in seinem Büro, in einem Verhör. Michonne schaut grimmig und man wird das Gefühl nicht los: Die beiden können sich nach wie vor nicht so richtig gut leiden. Tolle Dialogzeile hier: „People with nothing to hide usually don’t feel the need to say so.“ Daraufhin lässt der Governor seinen Charme bei Andrea spielen, die Michonne wegen des Einbruchs konfrontiert. Michonne will endlich weg aus Woodburry, Andrea will mehr Limo, findet’s toll und will bleiben – schlussendlich geht Michonne alleine (und guckt dabei grimmig).
Glenn begibt sich im Knast, nachdem er die Gräber für die Toten ausgehoben hat, auf die Suche nach Rick. Als er ihn trifft, findet er einen gewalttätigen Irren auf Psychofilm, der auf Glenn losgeht und erneut in die Gänge verschwindet. In Woodburry müssen für das große Fest, da Michonne den Zombie-Vorrat des Governors ein paar Köpfe kürzer machte, für Nachschub gesorgt werden. Also fahren Doc Zombie und Merle zu einer Falle für Untote, wo sie sich frische lebende Leichen besorgen, denen sie die Zähne ziehen, denn Vorsorge ist besser als Nachsorge.
Maggie und Daryll kehren abends endlich mit Babynahrung zurück in den Knast, wo er wohl eine der tollsten Szenen der Staffel liefert_ Daryll Badass-Redneck füttert Ricks Tochter und macht Babysprech – „You like that, little Asskicker?“ Toll!
Und schließlich findet Rock seine Lori. Oder besser gesagt: Er findet eine Locke von ihr, die aus dem Maul des Zombies hängt, der mit Lori-Stücken vollgefressen am Boden sitzt und sich ob der Leichen-Adipositas nicht bewegen kann. Uärks! Rick macht daraufhin ein paar ziemlich derbe, sicke Sachen mit ihm und während Rick seinen Totentanz feiert, steigt in Woodburry die Party: ‘ne Runde Wrestling mit Zombies, Merle und irgendjemand als Cagefighter mit angeketteten Zombies als Ring. Findet Andrea nicht so richtig super, was der Governor wiederum gar nicht verstehen kann.
In den letzten beiden Bildern legt zunächst Daryl eine Blume an das leere Grab der vermeintlich toten Carol, als in den Gängen des Knasts das Telefon für Psycho-Rick klingelt.
Schöne Folge, dicht erzählt mit vielen Wendungen, die für die Entwicklungen der Charaktere in den weiteren Folgen die Weichen stellen, wahrscheinlich passiert alleine in dieser einen Episode mehr, als in der kompletten zweiten Staffel zusammen. Michonne spielt zwar immer noch beknackt und ihre Mimik beschränkt sich auf grimmig, grimmig-kampflustig und grimmig-genervt und daran wird sich wohl auch in Zukunft nix mehr ändern, aber damit kann ich leben, muss ja. Und im Comic ist die Figur ebenso gezeichnet, wobei man in der Serie durchaus ein paar mehr Charakterseiten hätte einfügen können – man orientiert sich ja auch sonst nur eher lose am Comic und in manchen Fällen auch gar nicht, siehe Andrea. Und dann dieses beknackte scheiß Telefon, das schon im Comic nur nervte. Wenn man eines am Comic hätte ändern sollen, dann hätten sie das Psycho-Ringring weglassen sollen. Aber trotzdem: die Staffel bleibt insgesamt gut bis sehr gut und spielt nach wie vor in einer ganz anderen Liga, als die beiden zuvorgekommenen.
Vorher auf Nerdcore:
The Walking Dead S03E04: The Killer Within
The Walking Dead S03E03: Walk with Me
The Walking Dead S03E02: Sick!
The Walking Dead S03E01: Seed
The Walking Dead S03E04: The Killer Within

„No more kids stuff. People are gonna die.“
Ein Unbekannter lockt Zombies mit Leichenteilen zum Knast, Hershell macht einen Spaziergang, Axel und Oscar bitten darum, in die Gruppe aufgenommen zu werden, weil ihr Teil vom Knast nach Verwesung müffelt, Rick sammelt Holz und inspiziert mit Carl, Daryl und Glenn den Zaun, Rick und Laurie werfen sich einen verliebten Blick zu und Häschen hoppeln über die sonnigen Blumenwiesen. Dann bricht die Hölle los.
Die angelockten Zombies erreichen den Knast, noch dazu wird Alarm ausgelöst und die Sirene lockt weitere Walker an. Die Gruppen werden getrennt und flüchten ins Gebäude. T-Dogs Schulter wird beim Rückzug in den Knast von einem Zombie verspeist und wir wissen ja, was das heisst. Schnitt nach Woodbury: Andrea verrät Merle den Standort von Hershells Farm, damit er seinen Bruder Daryl suchen kann, begleiten will ihn Andrea allerdings nicht, weil Woodbury so ein kuschelig schöner Ort ist. Michonne rollt daraufhin einmal ganz gewaltig mit ihren Augen und schaut weiter finster drein.
Derweil setzen im Knast Loris Wehen ein, Carl findet einen sicheren Raum für seine Mutter und Maggie, während der Governor bei einer Runde Golf mit Merle dessen geplante Suche nach seinem Bruder diskutiert und Rick mit Glenn, Oscar, Axel und Daryl nach dem Generator suchen, um der Alarmsirene den Saft abzudrehen. Derweil treffen Carol und T-Dog auf eine Herde Zombies im Knast und da T-Dog ohnehin schon am Arsch ist, stürzt er sich in die Menge der Untoten und Carol flüchtet. Bei der Geburt stellen sich Komplikationen ein, Lori entscheidet sich für einen Kaiserschnitt, den Maggie mit einem beherzten Ritschratsch durchzieht. Lori stirbt und Carl schießt seiner Mutter eine Kugel in den Kopf, damit sie nicht als Zombie zurückkehrt. Fun!
Rick und seine Leute finden den Generator und treffen dort auf – Überraschung! – Andrew, den Häftling, den Rick in Folge zwei im Innenhof mit den Zombies eingesperrt hatte. Er hatte die Zombies angelockt und den Alarm ausgelöst und bekommt von Oscar eine Kugel verpasst. Rick schaltet den Alarm ab und der Spuk ist – für’s erste – vorbei. Am Ende finden sie T-Dogs halbgefressene Leiche, Carol bleibt verschwunden, im Hof treffen sie auf Sophia und Hershel.
Als Maggie und Carl mit dem Baby aus dem Zellenblock kommen, schnallt Rick sofort, was geschehen sein muss und es folgt die wohl schmerzhafteste Szene der kompletten Serie. Rick bricht zusammen, Tränen, Ende.
Die vierte Folge ist bislang die wohl ergreifendste und gnadenloseste der ganzen Serie. Zwei Hauptfiguren werden geopfert, darunter eine der wichtigsten. Auch wenn ich den Tod von Lori für unglücklich platziert halte in der Erzählung – wer die Comics kennt, weiß, dass ihr Tod dort zusammen mit anderen Begebenheiten einen dermaßen wuchtigen Climax bildet, der von Kirkman bis heute nie wieder erreicht wurde –, ergibt ihr Tod in der Serie durchaus Sinn, da er (und der grausame, explizit gezeigte Tod von T-Dog) eine Charakterentwicklung auslöst, die für das komplette Ensemble der Serie extrem wichtig ist.
Schwierigste, ergreifendste und vielleicht auch die bisher beste Folge der dritten Staffel und wahrscheinlich der wahre Season-Höhepunkt. Aber wir haben ja noch ein bisschen was vor uns.
Daryl Dixon holding a Daryl Dixon-Hello Kitty-iPhone

Daryl „The Walking Dead Badass-Redneck“ Dixon mit einem Hello Kitty-Daryl Dixon-iPhone. Passt zur letzten Folge (ich weiß, ich muss noch zwei Reviews nachholen…) und dem Shot mit Daryl Dixon beim Baby-Füttern. (via Deviant Geek Girl)
The Walking Dead S03E03: Walk with Me

The Walking Dead bleibt auch in der dritten Folge der neuen Staffel ziemlich toll. „Walk with Me“ ist die erste Folge der Serie, in der Rick nicht zu sehen ist, die Folge konzentriert sich komplett auf die Erlebnisse von Michonne und Andrea, die einen abstürzenden Hubschrauber (aus Staffel 1, schöne narrative Brücke) beobachten und an der Absturzstelle auf den Governor treffen. UND DANN KOMMT MERLE! Der alte Redneckbekannte aus Staffel 1 ist wieder da, Bruder von Daryl ohne rechte Hand, dafür mit schickem Stumpf-Bajonett.
Die Folge nimmt das Tempo der ersten beiden Folgen ein bisschen raus, um den neuen Figuren wichtigen Raum zu geben. Der Governor wird in der Serie äußerlich komplett anders dargestellt, im Comic sieht der Mann aus wie ein psychopatischer Parkplatzwächter mit Jesus-Komplex, hier wirkt er wie ein Statesman, ein Politiker mit ‘ner guten Portion Badass. Kann man machen, für die Serie wahrscheinlich eine gute Entscheidung. MASSIVE SPOILERS AHEAD!
Der Governor „rettet“ den verletzten Piloten aus dem Hubschrauber und bringt ihn, zusammen mit den gefangenen Michonne und Andrea, nach Woodbury, einem Kaff umgeben von einem hohen Wall, bewacht von den Leuten des Governors und seiner rechten Hand (hihi) – Merle. Während eines Verhörs berichtet der verletzte Pilot von weiteren überlebenden Soldaten der Nationalgarde und verrät deren Standort und während Andrea vom Charme des Governors sichtlich angetan ist, zeigt Michonne ausschließlich Misstrauen und will ihr Katana zurück (ein bisschen Overacting von Danai Gurira hier, aber sei’s drum).
Als der Governor zu den verbleibenden Soldaten fährt, zeigt er zum ersten mal sein wahres Gesicht in einem geplanten Überfall: Er tötet alle Überlebenden mit Heckenschützen und nimmt ihre Ausrüstung an sich (was später in der Serie noch wichtig werden dürfte). Zurück in Woodbury belügt er seine Leute und in der Nacht drauf setzt er sich in seinen Sessel und schaut sich seine Trophäensammlung an: Eine Wand aus Aquarien, gefüllt mit lebenden Zombieköpfen – inklusive dem Kopf des Hubschrauberpiloten. Whoa!
Die dritte Staffel begeistert mich weiterhin, die beiden komplett separierten Erzählstränge sind ‘ne sehr elegante Lösung und das Casting mit David Morrissey als Governor passt, man nimmt ihm die diabolische und sadistische Figur sehr gut ab und ich denke, ich weiß ganz genau, wie es klingen wird, wenn er später diesen Satz rufen wird. Dürfte super werden. Danai Gurira als Michonne passt, aber die Figur leidet etwas unter ihrem Overacting, ein wenig mehr von Michonnes „Doesn’t give a shit“ aus den Comics würde ihrem Schauspiel gut tun – aber damit kann man leben. Toll auch: Das „Zombie-Labor“, das sie so ein bisschen aus „Day of the Dead“ geklaut haben – was ein Riesenkompliment ist – und ich hoffe sehr, dass sie damit noch ein bisschen rumspielen werden, die Comics bieten da ja sehr viele Möglichkeiten. Ich sage nur: Let the Zombie-Games begin.
Ich bin sehr gespannt, wie sehr sie nun auf’s Erzähltempo drücken, insgesamt haben sie 16 Episoden und in Woodbury passiert (in den Comics) noch eine ganze Menge und ich bin sehr gespannt, wie sie Ricks Hand mit der von Merle zusammenbringen, die Parallelität ist ja nun unübersehbar. Ich gehe schwer davon aus, dass die Staffel mit einem der unfassbarsten Cliffhanger der Comicgeschichte enden wird um dann in Staffel Vier extrem heavy einzusteigen. The Walking Dead sind auf ‘nem sehr guten Weg und die besten Folgen dürften immer noch vor uns liegen.

Hell yeah!
Vorher auf Nerdcore:
The Walking Dead S03E01
The Walking Dead S03E02: Sick!



