The inevitable PRISM-Twitter-Account
Well, I guess at this point there’s no reason not to set up a Twitter account.
— PRISM US Gov (@PRISM_NSA) 6. Juni 2013
It took an extraordinary amount of willpower to keep a straight face during the outrage about Holder’s AP probe. “Yes, yes, how shocking”
— PRISM US Gov (@PRISM_NSA) 7. Juni 2013
Israels Army retweets Six Day War
Die Israelische Armee nutzt schon seit einer Weile alle möglichen Social Media Kanäle für ihre Propaganda, ich hatte da mal was über ihre Gamification Features auf ihrer Website. Jetzt tweeten sie anlässlich des Jahrestages den Sechstagekrieg:
ISRAEL’S army is giving a “live” blow-by-blow account of the 1967 Six Day War, tweeting each air strike at the exact time it occurred 46 years ago in an epic replay. @IDF1967 “is an official Israel Defence Forces account that is aimed at retweeting the events of the Six Day War in live time”, an army spokesman told AFP.
Twitter-Users detained in Turkey
In der Türkei haben sie 29 Twitter-User festgenommen (heise spricht von 24), weil sie angeblich zu Krawallen aufgerufen haben sollen. Wie sie die Identität festgestellt haben, bleibt offen:
Twenty-nine people were detained overnight in İzmir for “inciting riots and conducting propaganda” on the social media network Twitter, with police forces still searching for 9 more.
Republican People’s Party (CHP) provincial head Ali Engin […] visited the İzmir […] Smuggling and Organized Crime branch to speak to authorities about the detention of the suspects, who had been tweeting in support of the ongoing Gezi Park protests. Engin said these people were supporting the movement for a “fair and free country.” “If that is a crime, then we all committed the crime.”
Politisches Twitterbarometer:
„Das Twitterbarometer analysiert Tweets in Echtzeit. Gemessen wird die Verwendung von parteibezogenen, positiven oder negativen Schlagworten (Hashtags) wie #CDU- oder #SPD+. Es ergibt sich ein stets aktuelles Bild der politischen Stimmung im Netz.“
Tweeted Daily Happiness Averages

Schöne Visualisierung der – äh – Durchschnittsglücklichkeit anhand von Tweets (mit dem etwas verunglückten Namen Hedonometer). Dienstag is a bitch, Montag auch, Mittwoch und Donnerstag sind sind wohl immer noch bemerkenswert schlecht gelaunt, Sonntage sind eher bipolar, Samstage sind twitternachweislich am glücklichsten – but it’s Friday I’m in love.
Our hedonometer is based on people’s online expressions, capitalizing on data-rich social media, and we’re measuring how people present themselves to the outside world. For our first version of hedonometer.org, we’re using Twitter as a source but in principle we can expand to any data source in any language (more below). We’ll also be adding an API soon.
Twitter Music is a thing
Twitter hat gestern den Musikdienst All Things Hunted gekauft und laut AllThingsD soll bereits heute Twitter Music launchen, die Website ist bereits in den Startlöchern, der Login redirected allerdings noch auf die Startseite. Sweet: Die Musik-App macht Vorschläge über Musiker, denen man folgt, Streams kommen von Drittanbietern wie Soundcloud. Musikvideos sollen über Vevo kommen, was uns hier in Deutschland erstmal aussperrt, aber das sind wir dank der Kulturverweigerer von der GEMA ja gewohnt.
Der frühe Start heute oder am Wochenende ist ziemlich wahrscheinlich, es startet nämlich mit dem Coachella eins der größten Festivals in den USA. Ich gehe davon aus, dass Twitter die App schon länger am Start hatte und sich einfach ein Team dazugekauft hat, das ohnehin ähnliches macht. Spannend!
The app suggests artists and tracks to users based on a number of personalized signals, including the Twitter accounts a user follows on the microblogging service. Users will be able to listen to clips of music from inside the app, using third-party services like iTunes, Soundcloud; they will also be able to watch music videos provided by Vevo, the music video service owned by Universal Music and Sony.
Earlier today Twitter acknowledged that it had acquired We Are Hunted; last year Twitter bought the music recommendation service and put its staff to work building the new app.
Timing of the launch couldn’t be more appropriate. It’s the weekend that kicks off Coachella, the huge music festival put on in the middle of the California desert every year, attracting some of the music industry’s top talent.
Twitter’s New Music App Launches Friday
[update] Twitter’s Music App will integrate Spotify, Rdio, iTunes, Soundcloud, Vevo and Youtube
Vinetunes: #Hashtag-Generated Musicvideo

Schöne Idee für das Musikvideo zum eher doofen Song „Flexin’“ der waliser Band Masters in France, die den Clip auf Vinetune durch Vine-#Hashtags aus den Lyrics generieren lassen. Netter Nebeneffekt: „Potentially NSFW“.
This music video project, conceived by BMB creatives Caleb Al-Jorani, Peter Browse and Joe Koprowski, harnesses Vine content on a dedicated website, vinetune.com (you’ll need the latest version of your browser to check it out). The site designates portions of the track specific hashtags according to its lyrical content, and thus pulls in content each time it’s visited, syncing relevantly hashtagged clips to appropriate parts of the track.
Fans of the band and visitors to the site are encouraged to create a Vine film for a particular #hashtag and submit it in order to contribute to the ever-evolving project.
Vinetune (via Creative Review)
Twitter kills Tweetdeck und ich brauch ‘ne Alternative
Hey, Lazyweb! Twitter spielt mal wieder Arschloch und stampft die Apps für iPhone und Android sowie meine geliebte Multispalten Desktop App ein, will sich nur noch auf eine Browser-App konzentrieren. Und ich brauche eine Alternative für MacOS, die mit mehreren Twitter-Accounts zurecht kommt und Facebook kann und alle Accounts auf einmal anzeigen kann.
Ein weiteres Tab im Browser kann ich nicht gebrauchen und würde jetzt erstmal auf Twitterific ausweichen, aber das Teil ist auch eher suboptimal. Hootsuite läuft leider auch nur im Browser und kostet noch dazu monatliches Geld, das ich für die Bedienung von eigentlich kostenfreien Services nicht wirklich bereit bin, auszugeben. Eine Software selbst darf gerne ein paar Euro kosten und muss keine Freeware sein, solange ich nicht monatlich abdrücken muss. Anyone, pls?
Data-Visualization of Twitter-Communications:
Schöne Datenvisualisierung von Santiago Ortiz: „One week of conversations at Twitter Co. from 2/15/13 to 2/22/13.“
Wall of Vines: NSFW Very Short Film Festival
Animal New York hatten vergangene Woche einen Contest für Minikurzfilme auf Twitters Vine veranstaltet, die Gewinner stehen jetzt fest. Obviously NSFW.
One Billion Trillion Birds on Twitter
Randall XKCD Moore rechnet auf seinem What if-Dings aus, wie viele sinnvolle (englische) Tweets sich mit 140 Zeichen formulieren lassen und wie lange es braucht, die dann vorzulesen. Dann rechnet er aus, wieviele der Berge aus James Joyce’ „A Portrait of the Artist as a Young Man“ ein kleiner Vogel abtragen würde, der alle tausend Jahre ein paar Krümel davon abbaut. ‘Jede Menge davon. Und seinen Schlußsatz mag ich sehr, sehr gerne.
There’s a bit of mathematical juggling here, but the bottom line is that it suggests there are on the order of about 2140×1.1≈2×1046 meaningfully different English tweets […]
Reading 2×1046 tweets would take a person nearly 1047 seconds. It’s such a staggeringly large number of tweets that it hardly matters whether it’s one person reading or a billion—they won’t be able to make a meaningful dent in the list in the lifetime of the Earth. […]
140 characters may not seem like a lot, but we will never run out of things to say.
Ich würd’s ja nochmal anders verdeutlichen: 1047 Sekunden sind grob 1044 Stunden sind grob 1040 sind 10 Sextilliarde Jahre. Hier ein bisschen Perspektive:
- In ganz grob hundert Quintilliardstel (100/1034) der Zeit [250 Millionen Jahre] werden alle Kontinente der Erde zu einem neuen Superkontinent verschmolzen sein
- In zehn Quintillionstel (10/1030 oder 1 Millarde Jahre) der Zeit werden alle Ozeane der Erde verdampft sein, Durchschnittstemperatur liegt dann bei 47°C, es gibt höchstens noch einfachste Lebensformen an den Polen
- In einer Quintillionstel (1/1030 oder 10 Millarde Jahre) der Zeit wird die Sonne zu einem Schwarzen Zwerg, hat alle Energie aufgebraucht und kann weder Licht noch Wärme abstrahlen
- In hundert Quadrillionstel der Zeit (100/1026 oder 100 Billionen Jahre) haben alle Sterne des Universums ihre Energie aufgebraucht. Es gibt nur noch Weiße und Schwarze Zwerge, sowie Schwarze Löcher
- In knapp einem Trillionstel der Zeit (1/1020 oder 1 Trillionen Jahre) ist die Gravitationsstrahlung des Orbits der Erde aufgebraucht und der Planet verlässt das Sonnensystem
- In circa einem Zehntausendstel der Zeit (1/104 oder 1 Sextillion Jahre) zerfallen alle Protonen im Universum, das nun ausschließlich aus Schwarzen Löchern besteht.
Und selbst dann braucht man noch 9999 Sextillionen Jahre, um Twitter in allen sinnvollen englischen Sätzen fertigzulesen. Whoa. Ich hab mich garantiert drölftrillionstel mal verrechnet, was prinzipiell nicht wirklich viel ändert.
Black Mirror just got real: LivesOn, AI-Mirror of yourself after Death
Great review from Haley Joel Osment : “I tweet dead people” liveson.org
— LivesOn (@_Liveson) February 22, 2013
Ihr erinnert Euch an die Black Mirror-Folge „Be Right Back“ letzte Woche? (Und ja, Review zu E02 kommt noch.) Nun, kurz danach schickte mir jemand den Link zu LivesOn und meinte, es wäre ein Viral für die Folge. Problem ist nur: Es ist kein Viral, sondern ernst gemeint.
LivesOn wird eine App, die einen digitalen Zwilling erstellt, der nach dem Tod das Online-Leben des Verstorbenen imitieren soll. Das Teil wird von der Agentur Lean Mean Fighting Machine in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Queen Mary Universität in London entwickelt. Die arbeiten da wohl schon eine Weile dran und sie wollten den Viraleffekt zur Black Mirror-Folge mitnehmen. Well played und: Creepy!
“We are at the very beginning of the build process,” Dave Bedwood, creative partner at Lean Mean Fighting Machine, said in an email. “This site is very much for people to sign up now, get a second twitter account, private to them, and just watch it learn and grow. As A.I advances, then maybe we will then get into it being able to copy syntax. When you die, if you’ve had this account for a long time, it may be able to keep tweeting as you.”
The Verge: You’ll tweet when you’re dead: LivesOn says digital ‘twin’ can mimic your online persona
Interview mit Moving Brands: The un-friend-dead
(Bild: Grim reaper via Shutterstock)
FDP kauft mutmaßlich Fake-Follower, benutzt „Hurensohn“ als Ausrede
Die FDP begibt sich in die Kreise von Spammern und Betrügern und hat offensichtlich 30.000 Fake-Follower auf Twitter gekauft. So weit, so schlecht, aber das würde man der FDP natürlich jeden Moment zutrauen. Die Ausrede der BWL-Partei ist allerdings ein bizarrer Knaller: FDP-Sprecher Peter Blechschmidt erklärte gegenüber der Süddeutschen, „fdp“ stünde im Portugiesischen Sprachraum für „filho da puta“ – Hurensohn. Was das mit Followern zu tun haben soll, weiß ich nicht, aber ich möchte Herrn Blechschmidt meinen Dank aussprechen. Besser hat man die Inkompetenz einer Partei noch nie zusammengefasst. Kiss, fdp, ftw!
Über Nacht fast sechs Mal so viele Fans wie zuvor: Die FDP gewinnt im Kurznachrichtendienst Twitter innerhalb weniger Tage fast 30.000 neue Follower, doch der Großteil sind Fake-Profile. Die FDP wehrt sich gegen den Verdacht, Follower gekauft zu haben – und bietet eine skurrile Erklärung an.
Rätselhafter Zuwachs für die FDP auf Twitter
AAAaahahahahaahahahaa ha ha ha ha haahahaha hahahahaha ha ahhahahah ahhaahahahaaaaaa AHAHAAAAAAAHAahhahahahahahahaaaaaa hahahahaaaaaa hAaaaaaaha haahahahhahahaa hahahaha ha ha. Ha. No, FDP. NO!
[update] Es kann natürlich auch sehr gut sein, dass jemand, der der FDP nicht allzu wohlgesonnen ist, die Follower gekauft hat, um schlechte Presse zu erzeugen. Unwahrscheinlich ist das nicht. Die Erklärung der FDP ist trotzdem super.



