szmtag

Sitzmuster des Todes

„Hier erwarten Sie die mit Abstand tödlichsten Sitzmuster, die das Internet hergibt und uns fast die Augen ausgebrannt haben.“ Bonustrack: Public Pattern Transport. (via Interweb3000)

Knebeln von Kindergarten-Kids ist total legal, yay!

Zwei Erzieherinnen in Mosbach haben Kids im Alter zwischen drei und sechs Jahren die Münder mit Klebeband zugeklebt, weil sie „gespuckt und geschrien“ sich wie Kinder verhalten haben. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt, da es „in den meisten Fällen keine körperliche Beeinträchtigung gegeben“ haben soll. Ich möchte dazu folgendes festhalten:

Den Mund mit Tape zukleben nennt sich in Fetisch-Kreisen Tape Gagging. Darüber hinaus ist werden Knebel nach wie vor von der Polizei etwa bei Abschiebungen angewendet, was bereits zu Todesfällen geführt hat, und natürlich sind Knebel Bestandteil von allerlei Foltertechniken. Mein Vorschlag: Die Staatsanwaltschaft in Mosbach einen Tag lang mit Waterboarding bearbeiten. Dürfte „in den meisten Fällen keine körperliche Beeinträchtigung“ hervorrufen. Assholes.

spOnline: Kita-Kindern Mund zugeklebt: Staatsanwalt stellt Ermittlungen ein
KFMW: Kindern in Kitas den Mund mit Klebeband zuzukleben ist nicht strafbar

Ministerium schmeisst 170 neue, von Viren befallene Rechner weg:

Das Schweriner Bildungsministerium hat 170 neu gekaufte Rechner weggeschmissen, weil die mit dem Conficker-Wurm befallen waren. Software zur Reinigung gibts für lau, die Aktion hat rund 190.000 Euro gekostet. Ich dachte eigentlich, die „Was ist ein Browser“-Zeiten hätten wir hinter uns. Aber ich schätze mal: Die Entsorger hat’s gefreut, unter der Hand. Sie verstehen, Knickknack.

Telekom kills Flatrates, Net Neutrality

Die Telekom läutet dann mal das Ende der Netzneutralität ein. Wird spannend, wie lange es dauern wird, bis auch alternative Provider die Kosten an ihre Kunden weitergeben, der Telekom gehören ja nun leider große Teile des Netzes.

Digitale Gesellschaft: Telekom Tarifänderungen – Frontalangriff auf die Netzneutralität: „Für uns ist klar: die Deutsche Telekom will den Kunden das, was vorher im Tarif enthalten war, als Zusatzservice noch einmal verkaufen und schließt daher ihre Mitbewerber vom Anschluss aus.”, sagt Markus Beckedahl, Vorstand des Digitale Gesellschaft e.V.. “Die schwarz-gelbe Koalition hat stets betont, sie wolle abwarten, ob ‘der Markt’ die Netzneutralität nicht ‘selbst regeln’ würde. Nun ist die Katze aus dem Sack – und wie er sie dort wieder hineinbekommt, muss Wirtschaftsminister Philip Rösler jetzt erklären.“

Mobile Geeks: „Die heutige Ankuendigung der Deutschen Telekom ist nicht mehr und nicht weniger als ein Offenbarungseid. Seht her, wir haben in all den Jahren verpennt uns neu zu positionieren. Ja im Grunde genommen sind sie nie ueber die Evolutionsstufe des “wir legen dir einen Internetanschluss” bzw. “hier ist dein Mobilfunkvertrag mit Vielsurfer-Paket” hinausgekommen und erhalten dafuer nun die Rechnung.“

spOnline: Daten-Drosselung: Telekom schafft DSL-Flatrates ab: „Die eigenen, besonderen Breitbanddienste will die Telekom von der Drosselung ausnehmen: Wenn ein Kunde etwa das Unterhaltungsprogramm T-Entertain gebucht habe, werde der dadurch entstehende Traffic nicht auf das Volumen angerechnet, so die Telekom.“

Francis is pissed at SimCity

 Youtube Direktfrancis, via Superlevel

Sowas kommt von DRM: „WHAT THE FUCK EA, THIS IS HOW YOU PUNISH THE PEOPLE THAT PREORDER? FIX YOUR FUCKING GAME, EA. FIX YOUR FUCKING GAME. THIS SIM CITY LAUNCH IS A FUCKING EMBARASSMENT.“

FDP kauft mutmaßlich Fake-Follower, benutzt „Hurensohn“ als Ausrede

Die FDP begibt sich in die Kreise von Spammern und Betrügern und hat offensichtlich 30.000 Fake-Follower auf Twitter gekauft. So weit, so schlecht, aber das würde man der FDP natürlich jeden Moment zutrauen. Die Ausrede der BWL-Partei ist allerdings ein bizarrer Knaller: FDP-Sprecher Peter Blechschmidt erklärte gegenüber der Süddeutschen, „fdp“ stünde im Portugiesischen Sprachraum für „filho da puta“ – Hurensohn. Was das mit Followern zu tun haben soll, weiß ich nicht, aber ich möchte Herrn Blechschmidt meinen Dank aussprechen. Besser hat man die Inkompetenz einer Partei noch nie zusammengefasst. Kiss, fdp, ftw!

Über Nacht fast sechs Mal so viele Fans wie zuvor: Die FDP gewinnt im Kurznachrichtendienst Twitter innerhalb weniger Tage fast 30.000 neue Follower, doch der Großteil sind Fake-Profile. Die FDP wehrt sich gegen den Verdacht, Follower gekauft zu haben – und bietet eine skurrile Erklärung an.

Rätselhafter Zuwachs für die FDP auf Twitter

AAAaahahahahaahahahaa ha ha ha ha haahahaha hahahahaha ha ahhahahah ahhaahahahaaaaaa AHAHAAAAAAAHAahhahahahahahahaaaaaa hahahahaaaaaa hAaaaaaaha haahahahhahahaa hahahaha ha ha. Ha. No, FDP. NO!

[update] Es kann natürlich auch sehr gut sein, dass jemand, der der FDP nicht allzu wohlgesonnen ist, die Follower gekauft hat, um schlechte Presse zu erzeugen. Unwahrscheinlich ist das nicht. Die Erklärung der FDP ist trotzdem super.

Rappin’ for Jesus

 Youtube Direktjesus

„Jesus is my Nigger.“ Oh my. Offensichtlich ein Viral für irgendwas, von YT-User Hollow92:

If you preform a whois query on the domain you get this:
Created On:15-Jan-2013 02:28:05 UTC
Registrant City:Scottsdale
Registrant State/Province:Arizona

Interesting. The church closed its doors almost nine years ago according to their website, yet the website was registered less than a month ago. Also, the church is based in Iowa, but is registered from Scottsdale, AZ.

Ich hab’ mich noch nicht entschieden, ob ich das für einen gelungenen Spaß auf Kosten von christlichen Fundis oder eine billige Provokation auf Kosten von Political Correctness halten soll… wahrscheinlich stimmt beides.

Hausdurchsuchungen bei Alt-Punks und Occupy-Fotografen

Die Polizei bekleckert sich heute wieder literweise mit Ruhm. In Hessen, Baden-Württemberg, Berlin und Brandenburg wurden die Wohnungen von bislang 8 Fotografen durchsucht, weil sie Fotos von den Occupy-Protesten in Frankfurt gemacht hatten. Und dann wurde in Winnenden die Wohnung der Alt-Punks der Band Normahl durchsucht. Wegen eines dreißig Jahre alten Songs namens „Haut die Bullen platt wie Stullen“.

Insgesamt zeigen die beiden Meldungen ein beeindruckendes Demokratie- und Pressefreiheitsverständnis, sowie… nee, eigentlich fehlen mir angesichts von dermaßen viel Deutsch-Bürokratisch-Bürgerlichem Hohlraum™ und implizit betonter Dämlichkeit die Worte, da hilft nur noch die Palme in der doppelten Ausführung. (via Ronny, Max)

Horsemeat Burgers

In Aldis und Lidls in Irland und UK hat man Pferdefleisch in den Burgern gefunden. Die haben 27 Produkte getestet, in mehr als einem Drittel waren Pferde drin. Und „Produkt“ heisst in dem Kontext, dass da nicht mal versehentlich ein Pferd in den Mixer gefallen ist, sondern dass die das systematisch verarbeitet haben. Warum überrascht mich das jetzt nicht im geringsten? Und warum krieg ich jetzt Hunger?

Horse DNA has been found in some beef burgers being sold in UK and Irish supermarkets, the Republic of Ireland’s food safety authority (FSAI) has said. […] In the Republic of Ireland they were on sale in Dunnes Stores, Lidl and Aldi.

The FSAI said the retailers stated that they were removing all implicated batches of the burgers. A total of 27 products were analysed, with 10 of them containing horse DNA and 23 containing pig DNA.

Horsemeat found in beef burgers on sale in UK and Ireland

Postman busted for working too fast

Was passiert in Deutschland, wenn ein Briefträger zu schnell arbeitet und die Distribution optimiert? Er landet vor’m Amtsgericht, natürlich:

A dedicated German postman who figured out the quickest routes between postal depots to speed up his work has escaped criminal charges and managed to keep his job with just a reprimand for not working to rule.

Zugegeben: Die Meldung kann ich mir in jeder Bürokratie der Welt vorstellen, aber hierzulande passt das einfach hervorragend: Fastest postie charged for being too quick, hier die Meldung im Münchner Merkur. (via Arbroath)

Music-Industry likes Spanking

Der Bundesgerichtshof hat gestern Klagen der Musik-Industrie gegen Eltern zurückgewiesen, deren Kids ein paar Lieder runtergeladen hatten, es gibt also doch Vernunft an deutschen Gerichten. Die Musikindustrie ist nun natürlich angepisst und offenbart, dass sie auf Gewalt gegen Kinder steht und empfiehlt Ohrfeigen: „Während früher „auch mal eine Ohrfeige nicht geschadet“ habe, würden Kinder heute an freier Leine laufen gelassen.“

Die Zielgenauigkeit und Effektivität, mit der sich Rechteverwerter und ihre Artgenossen immer und immer wieder in den größten und stinkendsten aller Scheißhaufen setzen, ist wirklich beeindruckend. Auch ‘ne Leistung.

Sharp Suits: Posters made from Idiot-Clients:

Sharp Suits ist sowas wie Clients From Hell, nur aus Irland und auf Postern. Designer gestalten die dämlichsten Sprüche ihrer Kunden. Die Ergebnisse sind mal mehr („I have printed it out, but the animated GIF is not moving“), mal weniger witzig, die Gestaltung schwankt auch zwischen okayish bis furchtbar. Aber bei dem Spruch rechts bin ich grade ein bisschen gestorben. Ich glaube, das ist der typischste Spruch von Powerpoint-Auskennern aller Zeiten. Ich will ein „Non specific types of fun“-Shirt.

„High-Performing Google-Witch mit SEO-Girl-Power für Top-Rankings Rockin’ the Web“

I don’t even…

Charlie Brooker on Kony 2012

 Youtube Direktkony, via Dangerous Minds

Charlie Brooker über Kony 2012: „’What the fuck’ doesn’t begin to cover that.“ Und mehr muss man zu diesem Thema auch nicht sagen.

[update] Einer der Kony-Produzenten wurde verhaftet. Wegen… wait for it… Wichsens in der Öffentlichkeit. Als ob die Story um dieses beknackte Video noch weirder werden musste: „Jason Russell, 33, was allegedly found masturbating in public, vandalizing cars and possibly under the influence of something, according to the SDPD.“ (via Boing Boing)

Websites from Hell

Websites from Hell sammelt Beispiele für das beste Webdesign auf dem Planeten. Die Perle oben muss man sich live ansehen: Candy Romeo (Achtung: Animated-GIF Winged Glitter-Labradors und cheesy Autostart-Music). (Danke Fabian!)